ORTSZEIT: POLITISCHES FEUILLETON, d-radio

Morgens dudelte üblicherweise d-Radio…
Viel blieb nicht hängen – „Wie ein Kurator durch gezielte Provokation Aufmerksamkeit gewinnt“ und natürlich etwas über das Wulffchen…
Das „Feuilleton“ sah ich mir dann nochmal auf der Heimatseite vom Sender an.
Artur Zmijewski ist momentan angesagt mit „seiner“ 7. Berlin Biennale und die Eidgenossin Sieglinde Geisel packt die Gelegenheit beim Schopfe und fährt prompt auf seiner Pisse Kahn.
Bezeichnenderweise begibt sie sich genau auf die Pfade, deren Lustwandelungen sie bei anderen kritisiert und beginnt gleich mit einem merkwürdigen Rundschlag.
„Wer auf deren Website geht, wird von einem Logo in martialischem Fascho-Look empfangen…“
Madame muss für meine Begriffe recht merkwürdig drauf sein, wenn sie sofort über einen Fascho-Look stolpert.
Für mich drückt dieses simple Logo lediglich aus, dass es sich um eine fette „7“ handelt, die dreifach sehr akkurat durchgestrichen wurde. Wo bitte schön, soll ich darin etwas faschistoides erkennen? An dem weißen Hintergrund weil er einen Kreis darstellt? Möchte behaupten, jene geometrische Darstellung existiert seit der Zeit, als die Menschheit begann vom eckigen Rad Abschied zunehmen…
Da Siegi in jungen Jahren scheinbar irgendwelchen humanistischen Gefühlsduseleien verfiel, war „Himmelskomik“ als Zweitfach angesagt, sie hätte lieber „Geschichte“ studieren sollen!
In Europa wurden bereits nach dem I.Weltkrieg keine dauerhaften Schlussfolgerungen gezogen und nach dem II. gab es im geteilten Restreich gesplittete Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, im Westen wurde schlicht ignoriert, im Osten verdrängt.
Was sollten die nachfolgenden Generation schließlich weitergeben?
Deshalb tauchen immer wieder Nasen auf, wie selbige „freie Journalistin“, die sich heute mit irgendwelchem Lexikonhalbwissen darin gefallen, ewig mit beiden erigierten Zeigefingern herumfuchteln zu müssen.
Dabei ist der Zug schon lange abgefahren.
Wenn vom Geschichtsverständnis lediglich überbleibt, dass sich gewisse Politiker zu irgendwelchen Jahrestage auf Schlachtfeldern die Händchen halten und dabei medienträchtig mit Betroffenheitslarven in Kameras glotzen, ich weiß nicht…
Da finde ich es nur legitim, wenn ein noch recht junger Pole sich das Recht herausnimmt um zu provozieren in dieser UNSEREN Demokratur…

– Wenn das mit einem Köter von Иван Петрович Павлов so einfach gewesen wäre…
– Nebenbei, ambitionierte Kunst ist kotzlangweilig, deshalb mutiert sie zwangsläufig zur „freundlichen Anpassung ans Gewünschte“! Dies ist abzulesen an den mittlerweile inflationären Preisverleihungen für wohlwollende, staatlich geförderte „Kunst“, wie in alten Zeiten. Diese Schleimspur lässt sich durch alle Systeme zurückverfolgen bis hin zum ollen Wilhelm und weiter…
Was mir auch mächtig stinkt, wenn jemand Zitate aus dem Zusammenhang reißt und schließlich mit einem Autor kokettiert…
Hätte sie ihr Zitat mit Spiderman oder Asterix in Verbindung gebracht, wäre die Wirkung eine wesentlich größere gewesen und der Spruch hätte bei dem einen oder anderen vielleicht etwas bewirkt.
Wem sagt denn heute die „Frankfurter Schule“ noch etwas, wenn sie niemals in Mangas erwähnt wurde…
Bezeichnend finde ich auch die Tatsache, dass sich unter den großen „Moralisten“ der Republik niemand fand der die Thesen von Sarrazin mal aufgriff. Mich nervte immer nur die Tatsache, dass irgendwelche Deppen in „Talkshows“ respektlos übereinander herfielen. In solchen Fällen musste ich dann sofort meinen Transistor ausschalten, da solches Gelaber auf der Mittelwelle vom d-Radio übertragen werden, als ob es nicht in der Glotze genügt.
Mir kam schon öfters, wer schaut sich solche Kacke überhaupt an?
Junkies für jegliche Art von geistigem Dünnschiss laufen wirklich haufenweise herum.
Ich glaube, ich muss meine Pinte wechseln.
Vorhin glotze mich dort der ehemalige Quotenheinz vom Kanal der Einäugigen an…

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