Beim „POLITISCHEN FEUILLETON“ der ORTSZEIT

von d-radio kommt es mir bisweilen vor, als ob man ganz bestimmten Leuten immer mal ein paar Sendeminuten zuschiebt, damit sich diese Experten ihr Taschengeld etwas aufbessern können.
Heute traf es Dr(?!) Sylke Tempel…
Finde ich schon herb, dass sie gerade bei dem Thema mit einer Klitterung beginnt.
Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Deshalb beginne ich auch mit einigen Bemerkungen zur Darstellung von Änschie im linken britischen Politikmagazins „The New Statesman„.

Für meine Begriffe trifft die Collage nämlich den Kern oder besser gesagt, drückt sie aus, wie sich Frau Kanzler bestimmt gern gesehen hätte. Nun ist Madame mit ihrer Art schon länger ins Abseits gedriftet, dies drückte der Macher mit seiner „deformierten“ Roboterlarve entsprechend aus, wobei er für das Konterfei sogar ein recht vorteilhaftes Photo verwendete.
Was heißt denn – komplett mit Lederjacke – von dem Teil ist nicht viel zu sehen. Zu ihrem sonstigen Zonenschick, kommt dieser modische Tick einer gewaltigen Aufwertung gleich. Sonst trägt die Dame bekanntlich sehr unvorteilhafte Kostümjäckchen, wobei ich annehme, dass die zwei oder drei Knöpfe immer mit extra verstärktem Garn (sicher Kevlarfasern) angenäht werden…
Nun wollte Sylke Tempel den Hörer folgendes weismachen: Betitelt war das Cover mit der Überschrift: „Europas gefährlichste Politikerin“.
Was absolut nicht der Tatsache entspricht, denn der Rest des Satzes wurde unterschlagen!
Selbige Headline lautet: Angela Merkel’s mania for austerity is destroying Europe – was ungefähr bedeutet: Angela Merkels Manie für Sparmaßnahmen zerstört Europa
Irgendwann im dritten Abschnitt erscheint dann folgender Satz: With apologies to Mike Godwin and his eponymous law, Merkel is the most dangerous German leader since Hitler. – trotz Entschuldigung bei Mike Godwin wegen seines gleichnamigen Gesetzes (Was hier gar nicht zur Geltung kommt), ist Merkel die gefährlichste deutsche Leiterin seit Hitler. (Eigentlich wird im Zusammenhang von Adolf dem Gütigen immer das eingeenglischte Wort „Fuhrer“ benutzt, da Anglo-Amerikaner sich sehr schwer tun mit der Aussprache deutscher Umlaute)
Schon merkwürdig, dass Mehdi Hasan hier den Ausdruck „Leader“ verwendete.
Vielleicht handelte es sich nur einen politisch korrekten faux pas und er nicht vorhatte, weiter aus seine Deckung zu kriechen. Ist schon sehr gewagt Änschie mit Addi vergleichen zu wollen.
Der eigentliche Unterschied zwischen beiden „Fuhrern“ besteht nämliche darin, dass der Gefreite aus Braunau Visionen hatte, sehr krankhafte zwar, aber er besaß sie und in seiner Umgebung befanden sich teuflisch geniale Leute die sie unters Volk brachten.
Führer, befiehl! Wir folgen dir!
Anschließend tapste die breite Masse himmelhoch jauchzend hinter ihm her ins Verderben.
An den Folgen jener Seuche krankt nun mittlerweile fast die ganze Welt, weil niemals der ernsthafte Versuch unternommen wurde aus diesem Dilemma weitreichende Schlussfolgerungen zuziehen.
Im Gegenteil, lediglich die Ebenen haben sich verschoben.
In diesen Tagen ist es für den Sensenmann sogar möglich, mit verbrämten humanistischen Parolen überall auf verschlungenen Pfaden durch die Systeme zu lustwandeln…
Aber wie sieht es mit der most dangerous German leaderin since Hitler aus? Mir kommt es seit Jahren bereits vor, als ob sie nur noch im Trüben fischt. Schon klar, auch ein blindes Hund findet mal eine Brille, wozu soll die aber nütze sein?
Was allerdings beide Blender vereint, ist die Tatsache, dass sich in nicht allzu fernen Tagen die Plebse wieder versammeln werden um dann mit Dackelblicken neuerlich zu verkünden: „Davon haben wir wirklich nichts gewusst!“

Überall sind unter der Ägide von Frau Kanzler fast nur noch Probierpolitiker (Hier beziehe ich die abgehalfterten Figuren gar nicht mit ein, die anstelle ihres „schwer verdienten“ Ruhestandes, abschließend noch auf EU-Ebene weiterhin ihr Unwesen treiben dürfen.) als Handlanger des Kapitals am Werk, die sich gar nicht so schnell wenden können, wenn sie mal mit „hü“ mal mit „hot“, derangiert eine neu „Richtung vorgibt“.
Unter Umständen habe ich mal wieder verpennt, was momentan als politischer Lifestyle angesagt ist, denn bei allen anderen Kleingartenvereinen, egal welcher Couleur, sieht es auch nicht anders aus.
Da muss ich gar nicht so weit umherschauen, denke indes nur an UNSEREN obersten Dorfschulzen, den „regierenden“ Fêtenhai. Sein Kollege aus dem Nachbarländle ist da keinen Deut besser. Wenn sie nicht so viel Schaden anrichten würden, könnte man ihre Art sogar als frisch, frei und lustig bezeichnen, allerdings haben WIR davon überhaupt nichts…
Nun zeichnet sich gegenwärtig in bundesgermanischen Gefilden ein Lichtschimmer ab, fast wäre ich auch auf ihn hereingefallen, er betrifft die momentane Ausnahmeerscheinung – den Herrn Bosbach.
Sogar ein Reinhard Mohr ließ die Tage ab: …Was sind das für Zeiten, in denen alte Linke den CDU-Politiker Wolfgang Bosbach gut finden?

(Mir liegt es fern, mich irgendwie einordnen zulassen, weder nach oben oder unten, ebenso wenig in irgendeine horizontale Richtung!
Trotzdem ging es mir in dieser Woche ähnlich. Es betraf die Meinung von Änschie, als sie sich zum
„Beschneidungsurteil“ äußerte, da musste ich ihr fast einhellig zustimmen. Merkwürdig kam mir bei dieser richterlichen Entscheidung weniger die Tatsache, dass alles ausgerechnet in deutschen Landen passierte.
Was sind das aber für Leute, die eine Jahrtausende alte Tradition unter fadenscheinigen Gründen
(Laienschnippler, mangelte Hygiene, fehlende Sterilität…) anpissen müssen?
Wenn man bedenkt, dass in UNSERER demokraturischen Gesellschaft jährlich mehr Kiddies umgebracht werden oder in den Statistiken von Verkehrstoten auftauchen…)

Bin schon wieder ausgeglitten, retour zu Herrn Bosbach! Ihn halte ich mehr für eine Art „Sirius“ im Sternbild des Hundes, der in unseren Breiten nur saisonbedingt (nächsten Monat ist es wieder soweit), ganz kurz während der Morgendämmerung über dem Horizont zusehen ist…
Mein Gedankengang ließe sich auch etwas anders ausdrücken.
Laut „Umfrageergebnissen“, sitzt Frau Kanzler trotz aller Malaisen fest wie nie auf ihrem Thron und spielt aktuell auch die Rolle der beliebtesten Politikerin UNSERER Republik. (Weiß der Deibel wie diese Ergebnisse zustande kommen.)
Bin mir wiedermal nicht ganz sicher, ob es eventuell unseriös erscheint, wenn ich in diesem Zusammenhang zu folgender Ansicht gelange: Kann es deshalb nicht sein, da recht wenig Reaktionen auf irgendwelche Analysen vom Herrn Bosbach erfolgen, dass er lediglich die Rolle eines Hofnarren verkörpert?

Wie heißt es abschließend bei Dr(?!) Tempel irgendwie so schön?
…Wer über größere Gestaltungsmacht (Wo liegt die denn herum?) verfügt und sie einsetzen will, muss auf Kritik auch der heftigsten Art gefasst sein. Um Beliebtheitsgrade geht es dabei nicht, denn Liebe ist nun einmal keine Kategorie der Politik. Vielmehr geht es um die Überzeugungskraft des Arguments. (Um welches denn?)
Die Frage muss also nicht heißen: Machen wir uns gerade unbeliebt? Sondern: Sind wir selbst überzeugt von den vorgebrachten Argumenten und können diese Argumente auch andere überzeugen?
Wenn es keine vernünftigen Argumente gibt und überall nur eckige Sprechblasen mit warme Luft implodieren, was und wen sollen denn diese Micropartikel auch noch überzeugen?
…und ihre letzten beiden Sätze sind mir bereits am Morgen nicht aufgegangen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.