wg. De Misere´s Lei“d“kultur

Mir fällt beim besten Willen kein moralisch untadeliger Mensch in DIESER UNSEREN REPUBLIK ein, dem ich es momentan zutrauen würde, der sich zu jenem nachhaltigen (bekannterweise liebe ich diesen nichtssagenden idiotischen Begriff) Thema äußern könnte.
Finde ich herb, ausgerechnet Herr d. M., preschte nun vor und versucht mit einem Feigenblättchen moralinsaurer Tugendhaftigkeit herumzufuchteln. Dabei kann man selbst ihn nicht gerade davon freisprechen, denn auch er trägt eine gewisse Mitverantwortung an den momentan aus allen Fugen geratenen Alltäglichkeiten, die nicht nur Bundesgermanien und Europa betreffen…
Wollte mal wissen, was der illustre innenmisterische Führungseliterico da eigentlich abgelassen hat, wurde aber im Netz nicht fündig – sogar zehn Punkte sollten es sein! Hat der ganz, ganz, ganz saubere Christdemokrat da schätzungsweise etwas aus seinem Buch der Bücher plagiatiert, oder deutschtümelnde Nostalgie irgendwo entdeckt?
Will in diese Richtung nicht weiter eintauchen…
Jedenfalls gab es nichts konkretes in den Printmedien, nur seltsames Schwadronieren. Habe trotzdem Links zu drei Exemplaren gepinnt (TAGESSPITZEL, Berliner Zeitung), deren frühere Integrität ich immer mehr vermisse. Am Schärfsten fand kam für mich die FAZ daher! Sie brachte nicht viel eigene Schreiberei mit, kupferte bei den bajuwarischen Kollegen ab und brachten dazu ausgerechnet das hellrote 100pro-Möchtegern-Kanzlerkandidatchen ins Spiel, der plusterte sich im Zusammenhang mit d.M´s „Scheindebatte“ mächtig auf. Dann kam irgendwo: Die deutsche Leitkultur ist Freiheit, Gerechtigkeit und ein gutes Miteinander, so wie es im Grundgesetz steht…
Leute, solche Plattheiten lässt EUER Genosse fast Kanzler in spe ab!
Ich raffe es nicht!
Weshalb sieht er eigentlich Freiheit, Gerechtigkeit und gutes Miteinander lediglich als deutsche Leitkultur? Menschenskinder, jene Tugenden sind ausschlaggebend für eine theoretisch weltweite humanistische Gegenseitig im Zusammenleben auf UNSERER Erdenscheibe!
Jene drei selbstverständliche Merkmale, wurden von den 61 Vätern und den vier Quotenmüttern des Grundgesetzes lediglich deshalb in die provisorische Verfassung der Bundesrepublik aufgenommen, weil sie die meisten Deutschen in den drei westlichen Zonen daran erinnern wollten – ob ihrer notorischen Vergesslichkeit – was ihnen in den 1000 Jahren des III. Reiches bewusst vorenthalten und anderen Völkern auch nicht zugestanden wurde!
Na ja, der Kleine – registriere immer als erstes seine brillant glänzende fleischfarbene Badekappe – musste sich ja nach Wochen des Stillschweigens mal wieder irgendwie einbringen und dafür gaben ihm ausgerechnet SZ und FAZ eine Basis, dies lässt weit blicken.
Nebenbei bemerkt, ich kenne in meiner Umgebung zweisprachige Analphabeten aus unterschiedlichsten Ländern, die mir mit Hilfe ihres Kanak-Esperanto´s schon wesentlich mehr vermittelt haben, was ihre Lebensphilosophie und deren Erkenntnisse im Miteinander betrafen, ohne permanentes produzieren.
Was soll es eigentlich für ein Sinn geben, wenn sich jemand selbstverliebt in sechs Sprachen wichtigtuerischem Cocktail-Small-Talk hingeben kann, viel redet und wenig gehaltvolles ablässt?
Obendrein führt der Genosse sein ellenlanges Salbadern hartnäckig mit gekonntem Ego-Gehabe vor, inszeniert mit einer bis zum Kotzen ermüdenden politischen Korrektheit – ohne Punkt und Komma. Dies muss man aber auch erst mal drauf haben, allerdings befindet er sich damit in guter Gesellschaft. Denn mit jener populistische Gangart gleichen sich Möchtegern- und Probierpolitiker weltweit, scheint mittlerweile wohl fast ausnahmslos deren Markenzeichen zu sein…
In welcher Entfernung steht St. Martin momentan eigentlich von Thomas de Maizière? Hierfür reichen bestimmt gefühlte Dezimeter, oder?
Mir fällt noch etwas anders ein! Öfters wurde ich schon darauf angesprochen, weshalb in meiner Blog-Headline etwas nazistisches verewigt wurde: DEUTSCH SEIN, HEISST TREU SEIN!
Mal anmauseln und das erschienene Bildchen vergrößern!
Scheinbar soll wohl die dortige Aussage als Deutsche Leitkultur verbraten werden.
Da muss sich aber in parteipolitischen Führungsriegen niemand einen weiteren Kopf machen, denn selbiger Leitspruch ist bereits weiter verbreitet unter den drögen alternden Plebsen und der verblödenden jungen iPhone-Generation, als ich mir in den kühnsten Träumen ausmalen möchte

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