50 Jahre Woodstock

Das wurde aus den Liebenden mit der Steppdecke
Eigentlich müsste ich dazu noch etwas ablassen, wie ich, am 24. Dezember 1971, nächtens von P., unserem Landlord in Kraków, das jungfräuliche 3er Album „Woodstock“ geschenkt bekam…
Vielleicht mache ich es demnächst noch, dazu gehört eigentlich die Schilderung der total verrückten Tage, vom 23. Dezember ´71 bis zum 1. Januar ´72. Wobei die letzten drei in Zakopane, das anfängliche Chaos auch noch toppten. Denn die vollkommen überfüllte Willa Bajeczka (in heutiger Zeit) glich zu dem Zeitpunkt einer Klapsmühle mit internationaler Besetzung. Deren meisten Insassen die ganze über nur Zeit soffen, polnische Chemie schmissen oder rauchten. Trotz der Anwesenheit von Unmassen an attraktiven polnischen Käthen, lief dazwischen der Rest von Freizeit sehr prüde ab.
Als Krönung gestaltete sich dann Silvester, von morgens, bis in die Nacht hinein dröhnte lediglich The End von den Doors…

Dieser Beitrag wurde unter Alltäglicher Wahnwitz abgelegt am von .

Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.