Hatte ihn Ende der 1990er zweimal in kleinen Diskussionsrunden erlebt, geistig fit auch noch im hohen Alter. Allerdings gab es beim letzten mal leichte Hudeleien zwischen uns. Wollte ihn nämlich schon beim ersten Treffen auf etwas aufmerksam machen, was natürlich niemanden aufgefallen war. Adolf ließ nämlich ab, dass er bei seiner Ankunft im Konzentrationslager Auschwitz, August 1942, den berüchtigten „Dr.“ Josef Mengele an der Rampe stehen sah. Was nicht sein konnte, da der Typ erst ein halbes Jahr später Lagerarzt im dortigen Vernichtungslager wurde.
Unser Zeitzeuge flippte darufhin schier aus, was aber Knofo unverzüglich entsprechend hinbog.
„Mann Ede, ich weiß nicht ob das stimmte, was du da behauptest hast. Bedenke, Adolf ist schon sehr alt! Auf der anderen Seite ist sein Einwurf für mich eine Art künstlerische Freiheit und die kleine, möglicherweise fehlerhafte Aussage, kommt bei den Schilderungen doch auch immer gut an…“
Mir wurde ganz anders, wollte die Welt nicht mehr verstehen, ließ letztlich alles beim Alten bewenden.
Kann leider in seinem Buch – „Des Teufels Werkstatt“ – nicht nachschauen, ob er jene Episode auch dort verewigt hat, da dieses Teil immer noch in der Schweiz herumschwirrt.
Etwas später schien Adolf, diesen Knatsch vergessen zu haben, denn als er mit einigen Kameraden zu der damaligen Gedenksteineinweihung, Mai 2000, in Sachsenhausen auftauchte, wurde ich von ihm sehr herzlich begrüßt.
Friede seiner nervenstarken Seele!
Archiv des Autors: ede
CDU-Parteitag
Mutti: Ville jeredet und nüscht jesacht – implodierende Sprechblasen an allen Ecken und Enden, nebst ihrer heischenden Blicke in sämtliche Richtungen…



Heute treibt St. Nikolaus sein vorweihnachtliches Unwesen
Als Vorbote des großen Jahresendkonsumterroristen schleicht er nun durch hiesige Landstriche.
Habe aus jenem Anlass mal wieder in den Tiefen meines digitalen Bermudavielecks ein Haufen Zeug gesammelt. Ergänzt wurde alles noch mit allen möglichen Fundstücken.
In den ganzen Jahren machte ich die Erfahrung, dass zu fortgeschritten Stunden meine Vorträge, anlässlich irgendwelcher Weihnachtsfeiern in Erwachsenenkreisen, sich dann nur noch auf Höhe Oberkante von Scheuerleisten bewegen sollten. Was hieß, da waren fast durchweg nur noch breitgefächerte sexistische Ausführungen angesagt, die ich hernach nicht mehr vorlesen musste, da Unmengen in meinen grauen Zellen abgespeichert sind…
Ebenso findet man in dem PDF-Konvolut noch etliche nostalgische Sachen aus Ostzeiten.
Die Stones sind zurück! „Wir werden auf der Bühne krepieren“
Beginne mal mit dem Schlachtschiff aus der Berliner Kochstrasse: Was heißt hier, dass sie zurück sind?
The Rolling Stones als Botschafter des Blues, Chicago Tribune und Rolling Stones
Jene Meute hat sich lediglich etwas rar gemacht, was ihre anfänglich abgekupferten Blues-Wurzeln betrafen. Ihre schwarze Ader waren der eigentliche Grund, ein Stones-Fan zu werden, als die ersten Weißbrote, neben den Animals, die jenes Feeling in Europa salonfähig machten…
Denn vorher gab es hier ganz wenig Radiostationen die Blues und Soul, eigentlich nur tröpfelnd über die Sender laufen ließen. Ausnahmen machten lediglich AfN spät in der Nacht, Radio Monte Carlo, Radio Luxemburg nach 20 Uhr und die Piratensender in der Nordsee, allerdings in saumäßiger Mittelwellenqualität.
Was schwarze Mucken angingen gingen an den Wochentagen, von 15 bis 18 Uhr, auf „Radio Freies Europa“ lediglich pigmentierte Musiker mit viel Rock’n Roll in den Äther, vornweg natürlich Chuck Berry, Bo Diddley und Little Richard…
Da die drei Stationen, welche in tschechischer, polnischer und ungarischer Sprache sendeten, im 19 und 16 Meterband dicht nebeneinander lagen, wurde ewig zwischen den Stationen gewechselt. Hinzu kam, dass ewig Störsender blubberten, einigermaßen ließen sich die Sender nur unter Brücken und anderen Stahlbetonkonstruktionen recht gut empfangen, z. B. in der kalten Heimat war es der Bahnhofsneubau…
Zwei Radiostationen hätte ich fast vergessen, Freiheitssender 904 und den Deutschen Soldatensender – Ostpropagandastationen, die damit kokettierten, dass sie nicht unter Regierungskontrolle standen, was logisch war, denn sie sendeten in der Nähe von Burg. Da liefen in den Nachtprogrammen schon mal leicht bluesige Mucken. Auch in den morgendlichen Werbeblöcken vom Hessischen Rundfunk oder dem NDR konnte man sehr selten sogar mal Fats Domino, Chubby Checker lauschen, das war es dann schon. In jenen Jahren wurde im Osten die schwarze Musik einfach ignoriert. Kein Wunder, rekrutierten sich die redaktionellen Radiomacher in Westeuropa hauptsächlich noch aus rassistischen Altlasten, in beiden deutschen Staaten fanden oftmals, im Westen allerdings wesentlich mehr, noch die gelernten Nazi-Rundfunk-Heinze ihr gut dotiertes Auskommen.
Im Osten handelte es sich häufig um ähnliche Typen, nun allerdings gewendet, da war vielleicht ein Pack drunter! Dazu muss gesagt werden, was die schmutzigen moralisch/ethische Vorstellungen der gerade vergangenen 1000 Jahren angingen, konnte man sie fast übergangslos bei den Kommunisten wiederfinden, den latent vorhandenen Rassismus und eine ausgeprägte xenophobische Grundeinstellung mit rotem Anstrich, zusätzlich ideologisch begründet als weichgespülte Staatsdoktrin galt! Da jeder als Kind seiner Zeit durch die Gegend sterzelt, werden frühzeitige Prägungen in die neuerlichen Systemen mit hinübergeschleppt. Deshalb ist es für die dröge Masse nicht selbstverständlich, dass sie plötzlich ihre ehemalige tiefsitzende ideologische Indoktrination, wie ein abgetragenes Jäckchen, bei den neuen Machthabern abgeben. Jenes Privileg eines renegatischen Feelings ist nur ganz bestimmten Leuten von Haus aus gegeben und die leben es in allen Systemen frisch frei und fröhlich aus, als ob es vorher nichts anderes gab.
Ein Freund drückte es anlässlich des ersten Klassentreffens nach dem Mauerfall so aus, da eine rote Zecke meinte, vorher hing es ihr bereits sehr gut, da hätte sich im neuen demokratischen Rechtsstaat, für sie absolut nichts geändert – „schon klar, hartleibige Scheißestücke schwimmen in jedem Sud an der Oberfläche!“, somit gehen sie zwangsläufig immer als tragende Säulen jeglicher Gesellschaftsordnungen durch.
Witzig finde ich nur die Tatsache, weil Rechtsextremismuseksperten, Pücho-, Soziolochen und die vielen anderen –lochen immer noch rätseln und teilweise mit vollkommen abstrusen Argumentationen medienträchtig hausieren gehen, weshalb massenhaft Leute im eingemeindeten Restdeutschland, für rechtslastiges Gedankengut so anfällig sind. Viele haben lediglich ihren damals andressierten ideologischen Dünnschiss gehorsam weitergegeben, in ähnlicher Preislage wird es doch hier auch von der Bevölkerung verlangt… Weiterlesen
Selbstverfreilich Feierlichkeit für Freiheit – selbstverständliche Freiheit für alle, ja freilich, gibt es daran irgendeinen Zweifel?
Der anfänglich Schrieb ist eigentlich von Mitte letzten Monats…
Und dafür die feierliche Verleihung des Brandenburger Freiheitspreises nebst Laudationierung vom Momentan-Noch-Außenminister Frank-Walter und einer tränenrührenden zonen-nostalgischen Überlieferung aus den berühmten Steinmeierlungen…
Eventuell ähnelt die vorgetragene Mär ihmchens Doktorarbeit, denn auch dort schien er es mit Zitaten und belegbaren Betrachtungen nicht so genau zunehmen, wie in seiner neuerlichen Legende aus dem ehemaligen humanen sozialistischen Strafvollzugstempel. Trotzdem muss ich Frank-Walter in einer Sache recht geben, denn es gab es auf dem Zuchthausgelände weder einen Wald, geschweige Bäumchen!
Jedoch eine riesige Rasenfläche, ganz grün und mit vielen unterschiedlich kleinen Farbtupfern!
Nach Schichtschluss wurden dort einige Runden marschiert und anschließend mehrere Minuten „Gymnastik“ betrieben. An der Längsseite vor dem Zellenblock befanden sich im Keller die Arrestzellen. Wenn ich mich richtig erinnere waren in den gegenüberliegenden Flachbauten die Tischlerei und Wäscherei untergebracht.
Beim Abmarsch an den Produktionshallen stand ich immer so, dass mein Gerödel dann auf der Grünfläche zu liegen kam.
Auf dem recht gut getrimmten Teil gab es doch einige interessante Pflänzchen. Allerdings interessierten mich die Blümchen weniger, mehr der Löwenzahn, selbiger kam zerkleinert auf die abendlichen Stullen, aus Wegerich und Schafgarbe wurde Tee gekocht.
Meine Kollegen im Werkzeugbau waren die üblichen Schisser, weil sie vor einer kollektiven Strafmaßnahme Bammel hatten, entsprach doch mein sowjetrussischer Tauchsieder dreimal sieben Tage Bunker. Aufgrund dessen verschwand das Teil nach knapp zwei Wochen, da sich beim Brühen der Schafgarbe ein heftiger Duft entwickelte, trotz Öl und Lösungsmittelgestank am Arbeitsplatz.
Setze hier mal einen Nachbau rein – von Herstellung und Inbetriebnahme sei aber strikt abzuraten! Eigentlich genügen ja zwei abisolierte Kabelenden von 2,5 Quadrat, die sich allerdings in ganz kurzer Zeit auflösen, gerade bei Aluminium. Außerdem geht es bei Rasierklingen wesentlich schneller, wegen ihrer großen Flächen. Mit 220 Volt kocht das Wasser in einer kleinen Tasse bereits nach 30 bis 40 Sekunden…
DEUTSCHLANDFUNK – Ein Lange Nacht über Jack London
Heute: 23:05 Uhr, „Im Bann der Wildnis“
Als großer Fan von ihm, hatte ich mir jene Sendung bereits letzte Nach im d-radio eingezogen und nebenher aufgenommen…
Hier noch ein älterer Schrieb von mir
Kubas “Maximo Lider” Fidel Alejandro Castro Ruz geht seit gestern nicht mehr einkaufen
SPIEGEL online titelte: „…Der sture Revolutionär“
Mit der Mentalität eines mitteleuropäischer Dauerwendehalses hätte er den Amis niemals so lange Paroli bieten können. Dies ist nun auch Legende, dafür bietet sich aber in der heutigen Zeit mal wieder ein Putsch im Karibischen Raum an…
Das Warten in dem etwas älteren Sketch von Andu T. hat nun ein Ende und die liebe Seele seine Ruh
Martin Chulz cheint keine Lust mehr auf Brüssel zuhaben, weshalb eigentlich?
Ob man nun lokale Regierungsvereine in Europa betrachtet oder jenen dünkelhaften Kropf in Belgiens Hauptstadt, überall ist es schon lange Usus, dass es nicht nur innerhalb der dortigen Seilchaften ums Lustprinzip geht. Alles gerahmt von ungeahnten Aufstiegenchancen durch vollkommen absurde Quotenregelungen, nebst permanenter Befriedigungen von Eitelkeiten und alles geschieht mit Hilfe von pathologich ausufernder politicher Korrektheit.
Der listige Genosse Chulz verkauft seinen Abtritt aus der größeren Politik, unverfroren sogar als Hilfestellung im Wahlkrampf gegen Mutti, die noch ganz chnell alles auf ihre spezielle Art demokraturich bewerkstelligen will…
Es wäre wirklich besser, die SPD verzichtete auf solch einen roten Möchtegernkanzlerkandidaten, wird sich alles nur wieder als Chützenhilfe für das rechte Spektrum herausstellen.
UNSER Ex-Präsident des Europaparlaments und neuerlicher MKK, hat nebenbei eine neue demokratiche Periode in Brüssel eingeläutet, weil er das Brüsseler Altenteil in umgekehrter Richtung verlässt. Früher posaunte man: „Hast’ n Opa? Chick ihn nach Europa!“
Statt seines ewig großmäulig verkündeten Beistandes und Durchblicks weiter im dortigen Parlament zur Verfügung zustehen, verlässt er chmollend das sinkende Chiff, da ihn ein Deal mit der EVP am Weitermachen hindert.
Was den jetzt HIER einsetzende Personenkult um “Mister Europa” angeht, kann ich ihn wirklich nicht nachvollziehen. Dabei soll es sich bei ihm, was nach Einchätzungen von Leuten nicht nur aus seiner Brüsseler Umgebung durchsickerte, wohl um einen zeitweise cholerischen Giftzwerg handeln, auf den sich Siechmar Gabriel aber ganz doll freut…
Wird wohl lediglich den Grund haben, da sie in trauter Einigkeit den Noch-Innenminister perspektivich kaltgestellt haben. Steini, in seiner genügsamen Selbstverliebtheit, jenen eigentlich vollkommen unbedeutenden Job auch noch dankend annimmt. (Jenes Amt traute ich sogar bedenkenlos Bobbele zu oder einer Doppelspitze von Til Chweiger und Claudia Roth.)
Dabei sehe ich in Frank-Walter S. den momentan einzig lebenden Sympathieträger der Sozis, hinzu kommt, dass er sich auf den Brettern der internationalen Bühnen weltmännich bewegt, was man weder von Gabriel noch Chulz behaupten könnte…
Eigentlich müssten nach dieser unsäglichen K-Kungelei die Parteibücher zuhauf ins Willy-Brandt-Haus fliegen
Letztmalig etwas von Leonard Cohen
Man muss nicht über den großen Teich schauen, um gegen den aufkommenden Würgreiz der politischen Art anzukämpfen. Muttis Drohung einer vierten Amtszeit genügt da vollkommen. Jene gruslige Beteuerung kann man nur als Steilvorlage für AfD und andere heranwachsende rechten Bewegungen sehen. Da nützten auch ihre Beschwichtigungsnotwahrheiten nichts, wenn sie lautstark dem lahmenden Gaul bundesgermanischer Demokratie neue Hufeisen verspricht und alles ohne ihre obligatorische Fingerfotze!
Die neu besohlte Schindmähre werden letztlich ganz andere Leute vor ihren maroden Karren spannen, um dann schließlich noch tiefer im Sumpf zu landen…
Da Cohen-Mucken wesentlich beschaulicher sind und oft von der Realität ablenken, hier noch etwas aus dem Netz – ab der 41sten Minute findet man bei For The Workers In Song den ungewöhnlichen Hit: Billy Sunday, dargeboten in einer Musikrichtung, die mir seinerseits unbekannt war…
Der Text von Occupy USA – Democracy (Is Coming) ist zwar nicht besonders prickelnd, allerdings sind etliche dargestellte Forderungen von Demonstranten auf dem Vijo auch auf die hiesige Republik übertragbar!
– UND schon erhalten WIR einen Wink mit dem Zaunpfahl, der uns gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurückholt, damit landete ich wieder beim Anfang dieses Schriebes.
