Archiv des Autors: ede

So ein bisschen Apartheid ganz demokratisch durch das Hintertürchen?

Kolumnist Rapule Tabane von “Mail & Guardian”, drückte es folgendermaßen aus: Manche würden dank “Rasse und Klasse” geschützt.
Ich bin mir sehr sicher, der Mann weiß wovon er redet!
Eigentlich war die Geschichte „Oscar Pistorius“ mit meinem gestrigen Schrieb für mich abgegessen.
Aber eine morgendliche Auseinandersetzung mit dem Fall machte mich so wütend, dass ich nochmals etwas ablassen werde.
Während jener Sendung – auf einem der vielen FM-Bayernprogramme – begab sich der Moderator scheinbar krampfhaft auf die Suche nach irgendwelchen Rechtfertigungen für die Handlungsweisen aller Beteiligten in diesem ausufernden Fall. Nebenher kam es mir so vor, als ob er deshalb einen riesigen Heuschober in der Jachenau* durchwühlte, um ähnlich, einiger abhanden gekommener Stecknadeln auch jede Menge schlüssige Erklärungen gerade dort zu finden…
Keineswegs waren seine Recherchen schließlich mit dem ausstehenden Erfolg gekrönt. Im Gegenteil, der eifrige Mann schwenkte beharrlich vor jedem zu erwartenden Teilergebnis fortwährend in die andere Richtung.
Statt sich endlich mal darauf zu besinnen und Tacheles zu reden, raspelte er lediglich Süßholz mit einer Kettensäge.
So wurde die Märchenstunde von Oscar Pistorius nur etwas aufgeheitert…
Was ich sowieso nie verstehe, weshalb man solche Typen – diese hochdotierten Heinze der Werbebranche – auch noch Sportler schimpft.
Ganz nebenbei wurde Meister Pistorius von den Boulevardmedien weltweit zum vermeintlichen Renommierkrüppel seiner Zunft stilisierten, was ihn ferner zum reichen und privilegierten Weißbrot mutieren ließ – darauf konnte er bis jetzt bauen. Angedenkens alter Zeiten wird Oscar deshalb mit Knete auf das ihm zustehende Recht pochen – wie gehabt begann es mit seiner Kaution aus der Portokasse…
Im Rundfunk meinte heute morgen der Moderator noch, selbiger Richter bestand neben der paar Ficksechser Kaution lediglich auf Passabgabe, sprach dem Entlassenen noch Alkoholverbot (Von Kiff und Koks stand scheinbar nichts auf dem Papierchen) aus und dass er größeren Flughäfen nicht zu nahe kommen soll….
Diese Belanglosigkeiten bewogen den drolligen Kadi keine Fluchtgefahr zu erkennen….
Oscar Pistorius erster Sieg vor Gericht wird sein letzter sein, ihm allerdings auch genügen.
Man bedenke!
Kommenden Sonntag und Montag bestehen die Spaghetti(s) zum x-ten mal auf die Wiederwahl ihres Lift Boys.
Silvios erste Amtshandlung wird darin bestehen, dem dann aus Südafrika entwichenen beinlosen Sprinter sofort politisches Asyl zu gewähren…

* Dort hänge ich momentan. Diese Ecke werden bestimmt nicht allzu viele kennen.
Mit „Wickie“ setzte Bully Herbig jener wunderschönen Gegend der Jachenau und ihrem Walchensee ein bleibendes Denkmal.

Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen – q.e.d.?

Auf diese Idee könnte man auch hier wiedermal kommen…
Mir sind solche Anwandlungen allerdings total fremd!
Für mich bestätigt sich lediglich jene entscheidende Unabhängigkeit der Justiz, die deshalb auch ewig anders gehandhabt wird – weil sie manchmal etwas von der gerade anzutreffenden Gesellschaftsform abhängt –  folglich deren Interpretationen hinterher oft als unverständlich eingestuft werden und zwar von allen Seiten…
Dafür findet man in Deutschland sicherlich auch immer wieder Beispiele, wie währe es mit folgendem: „Im Namen…
Jetzt fallen mir sogar sehr, sehr viele aus der letzten Zeit ein…
Irgendwie erinnert mich Oskars Treiben an jene Geschichte mit Hotte Buchholz – wird wohl auch so ähnlich ausgehen…

Expertinnen aus den USA*

* Unterster Südlicher Abschnitt
Egal wo man sich in der Republik befindet, quillt der FM-Bereich eines Radios über. Gerade morgens plappern dann auf fast jeder Station irgendwelche aufgedrehten Leute durcheinander und stehlen mit ihrem Gesülze dem lieben Gott die Zeit, wobei der stätige Informationsgehalt gegen minus Unendlich tendiert.
Bei meinem kleinen Transistor bin ich sowieso angeschissen, da der Display in allen Frequenzbereichen im Arsch ist und deshalb blind alles durchgeleiert wird. Ist die gerade eingestellte Mucke O.K., folgt auf den Fuß anschließend Werbung, die mir noch mehr auf den Zünder geht als das dämliche Gequatsche der Moderatoren, deshalb wurde die Möhre ausgeschalten.
Etwas später, während eines zweiten Versuches landete ich zufällig beim „Deutschlandfunk“ und dort schaffte sich gerade die „Grüne Menschenrechtspolitikerin“ Barbara Lochbihler die es mit dem Innenminister hatte…
Emanuel Geibel ließ auf einer etwas anderen Ebene grüßen – …und es mag am deutschen Wesen einmal noch die Welt genesen.
Mittlerweile kann ich der Meinung von Friedrich aber etwas mehr abgewinnen, wobei die Chlorophyllmarxistin mit ihrer vereinfachten Sichtweise auch nicht das Gelbe vom Ei auf den Kopf trifft.
Zwanzig Minuten später hatte Peter Kapern eine andere „Expertin“ am Rohr, bei der Dame verstand ich noch weniger, obwohl sie ohne Punkt und Komma redete.
Wenn man ihren Werdegang anschaut, könnte die Frage auftauchen, welche Befähigungen bringt sie für ihren Posten in der EU überhaupt mit? Recht wenig kann man da zusammenkratzen, es existiert noch nicht mal irgendwo ein Plagiat.
Außer, dass es sich bei ihr um die einen Ableger von FJS handelt und dafür kann sie nun wirklich nichts.

Gugge mal wer da Gaugd

Hut ab vor den Betroffenen, die sich nicht für diese merkwürdige Feigenblattshow haben instrumentalisieren lassen. Für mich ist es lediglich der I-Punkt einer Jahrzehntelangen Verkettung von recht undurchschaubaren „Bemühungen“ diesen Fällen im Nachhinein den lauen Anschein zu verpassen, es wurde und es wird alles gegen dieses Unrecht getan.
Als einen schlechten Witz empfinde ich die Tatsache, eigentlich auch ziemlich geschmacklos, dass man dazu ausgerechnet den Herrn Gauck auserkoren hatte. Bei ihm kann man immer nicht so recht unterscheiden, macht er das lediglich aus berufsethischen Gründen oder ist alles doch ein wenig von innen heraus verknüpft. Weiß nicht warum, mir kommt er wie der Laienschauspieler in einer never ending Betroffenheitsshow vor, der überhaupt nichts anderes spielen kann. Zumindest wurde aber der Text in seinen Drehbücher abgeändert, denn seit Wochen vermisse ich bereits dieses verbale Placebo, jenes Winkelement ganz bestimmter demokraturischer Traumtänzer, welches durch MM-W sogar noch eine Steigerung erfuhr…

ARTE – Dienstag, 19. Februar 2013 um 23.00 Uhr

Miles and War
Die Dokumentation zeichnet das Porträt dreier Männer, die dem Krieg und den Bomben mit Worten begegnen
Laut des Programmhinweises handelt es sich im Endeffekt wohl auch nur um ein Geschäft, lediglich von der anderen Seite betrachtet, schließlich muss ja auch ein Filmemacher von irgendetwas leben.
Drei ganz wichtige Leute betreiben mal hier, mal dort Symptombekämpfung, denn auch sie müssen ihre Zeit bis zur Urne auf irgendeine Weise totschlagen.
Jene dreifache Don Quichotterie dauert 53 Minuten und alles in HD…

Freiheit für die City West!

Nun preschen sie alle los, weil eine Menge zu verdienen ist, nebenher der eine oder andere seine grenzenlose Eitelkeit befriedigen darf, wenn sich auf der Fläche später das Kapital in Stahlbeton und Glas ausscheißen kann und früher oder später ein „Quartier am Zoo“ als winzige Fußnote in irgendwelchen Annalen auftaucht wird.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Über den Geschmack ganz bestimmter Arschitekten sollte man nicht streiten. Die geplante Bebauung finde ich persönlich richtig gut, nichts aufregendes dabei. Was die Langweiligkeit der zu erstellenden Objekte betrifft, da ist bei mir schon lange ein Gewöhnungsprozesse eingetreten.
In der bildlichen Darstellung kommt auch alles toll rüber, wegen der üblichen Variationen.
Im Modell wurde wieder auf bewährte geometrische Figuren zurückgegriffen – das beliebte Braunkohlenbrikett – mal längs, mal quer, mal etwas höher…
In der Bildergalerie für die „Umbaupläne für die City West“ wird zusätzlich noch mit einer Beliebigkeit kokettiert – jene vorgesehene, allgegenwärtigen Schießschartenarchitektur und damit wird dem Zeitgeist gehuldigt…
Hierfür muss nun wirklich kein Mut aufgebracht werden, da braucht es auch keinen Gedanken an gesamtstädtische Dimensionen.
Weshalb sollte die Technische Universität überhaupt einen „Quantensprung“ wagen?
Nur weil sich Meister Ralf Schönball als grenzenloser Optimist outet?
Den Witz mit der Stilllegung des Tegeler Flughafenareals muss er beiläufig mal erklären!