GMX war dabei – Gericht verbietet Veröffentlichung von “Mein Kampf”

Finde es recht eigenartig was Peter McGee mit seiner merkwürdigen Wochenzeitung:  “Zeitungszeugen” für einen Staub aufwirbelt – 66 Jahre nachdem auf Anweisung aller vier Alliierten „Mein Kampf“ aus deutschen Haushalten verschwinden musste.
Was natürlich nicht an dem war. In meinem Leben las ich dieses Druckwerk dreimal, mit 13 und 23 Jahren im Osten, über zehn Jahre später im Westen nochmals, allerdings als Begleittext zu John Tolands Hitlerbiographie, anlässlich eines Seminars am OSI.
Nach der Bibel das meist verlegteste Buch im deutschsprachigem Raum. Allerdings könnte es endlich auch im Guinessbuch der Rekorde erwähnt werden, nämlich als das Buch, welches bei seiner riesigen Auflage in 20 Jahren, auch in Anspruch nehmen kann, dass es am wenigsten gelesen wurde. In den meisten teuschten Haushalten stand es oft gut platziert, für alle sichtbar herum, das war es dann aber auch.
(Diese Tatsache erinnert mich immer an den Bücherschatz in der Wohnküche eines Kumpels. Auf einem Winzbord befand sich zwischen zwei Bierseideln eingekeilt, Ostrowskis „Wie der Stahl gehärtet wurde“ und ein dünner Schmöker – „Das Kommunistische Manifest“…)

Der Freistaat Bayern hat wiedermal einen Prozess gewonnen, wenn ich mich richtig erinnere, lief es vor Jahren bereits ähnlich. Hatte damals der Freistaat nicht eine Verlängerung der Urheberrechte des gleichen Buches erstritten?
Was passiert überhaupt mit den 15 oder 20 Millionen EU, die durch jährliche Veröffentlichungen auf der ganzen Welt nach München fließen. In der heutigen Zeit, wo Notwahrheiten ganz selbstverständlich an der Tagesordnung sind, bin ich mir fast sicher, dass es wesentlich mehr Knete ist, die mit den gesamten Druckwerken aus dem ehemaligen Zentralverlag der NSDAP verdient werden…
Was lässt ein Christsozialist in der „dpa-Meldung“ recht zweideutig ab?
…Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) begrüßte die Entscheidung. “Es ist gut, dass es dem Verlag jetzt gerichtlich verboten ist, diese Hetzschrift zu verbreiten”, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. “Der Freistaat Bayern wird auch in Zukunft sein Urheberrecht verteidigen.” Das Ministerium hat als Rechtenachfolger des Eher-Verlags der Nationalsozialisten die Urheberrechte an “Mein Kampf” geerbt.(dpa)
Welchem Verlag wurde denn die Verbreitung dieser „Hetzschrift“ verboten? Es muss sich doch um eine staatliche Institution handeln, wenn Bayern weiterhin sein „Urheberrecht“ verteidigt und eine recht ansehnliche Summer dafür einstreicht. Da müsste eine Oma aber verdammt lange für stricken und ganz nebenher das Alter von Methusalem erreichen, um annähernd auf diese Summe zu kommen…
Nebenbei fand ich die Heimatseite vom Dealer für „Böse Bücher“. Dort verblüffete mich eine Sache, weshalb existieren preislich solche Unterschiede zwischen diesen recht simplen „Kampfesfibel“ und dem eigentlichem Standardwerk des Dritten Reiches von Alfred Rosenberg – „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“?
Das hängt bestimmt nur mit der Rangordnung zusammen. Für die eigentlich nichtssagende Dünndruck-Tornisterausgabe vom α-Tier werden 95 EU aufgerufen und den „Mytus“ von Rosenberg (dieser Name klingt sehr jüdisch*) gibt´s ohne Schutzumschlag bereits für 25 EU auf dem Schnäppchentisch – Das verstehe, wer will.
Ganz nebenbei, allein diese beiden Bücher erreichten bereits in den „demokratischen“ Zeiten von Weimar sehr hohe Auflagen…
Andere „ Rassen-Theoretische-Standartwerke“ kamen bereits Ende des 19. Jahrhundert  auf den Mark, Sachen von Ernst Henrici, Adolf Stöcker, Max Liebermann von Sonnenberg und Theodor Fritsch („Handbuch der Judenfrage“)…
Die muss man gar nicht käuflich erstehen, ist alles im Netz zu finden, nebst dessen „Kampf“ und und und…
Eigentlich ist dieses neuerliche Feigenblatt, an dem sich wieder alle nur saisonbedingt aufgeilen können, schlicht zum Kotzen!
Auch KULTURZEIT ist auf diesen Zug aufgesprungen. Morgen Abend gibt es auch bei denen noch etwas mehr über „Adolf dem Gütigen“ am Kiosk!

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