Auf dem Weg zu unserem jährlichen Remstal-Gütle-Fescht…

Nach langer Zeit trieben sich vergangenen Freitag mal wieder etliche Hitchhiker auf der Piste herum.
In Angedenken alter Zeiten, husche ich immer noch über die Raststätten.
Kurz vor Halle fischten wir den ersten Typen auf, der wollte nach Basel.
Am späten Nachmittag kam nördlich von Würzburg noch einer hinzu, für knappe 100 km. Was natürlich zu Knatsch mit der Schefffin führte, die sich aber relativ schnell beruhigte, da es sich um einen Ausländer handelte. Selbiger sprach ein merkwürdiges Gemisch von umständlicher schwäbischen Mundart und sein Englisch kam auch sonderbar rüber…
Where are you from?
Belize!
Erst den Tramp stehen lassen wollen und dann nicht wissen, wo jener Staat liegt!
Es handelte sich um einen jungen Mennoniten
Der Knabe war morgens in Kopenhagen gestartet und wollte nach Uffenheim.
War vorher mehrere Wochen in Norwegen unterwegs. Er beschäftigte sich schon längerer Zeit damit, einen Stammbaum seiner Altvorderen zu basteln und musste damit im hohen Norden beginnen.
Merkwürdig, nach meinen Erkenntnissen haben ja die Mennoniten, ähnlich der Hutterer und Amischen immer sehr kurze Wege eingeschlagen, wenn es um die Auswahl eines Ehepartners ging. Bei ihm schien es vor langer Zeit mal etwas anders gewesen zu sein. Mehrere Uren zurück, kam es bereits auf Yucatan zu einem Treffen und späteren Clinchen zwischen einem Norweger und einer Frau mit Fränkischen Wurzeln…
Auf der Rücktour fragten uns dann kurz vor Berlin drei Jungs, ob wir nicht nach Polen führen.
Sie waren guter Dinge, hatten alle bereits einen Lift mit Truckern über die Oder, allerdings erst nach Mitternacht…
Und vielleicht haben sie am kommenden Wochenende auch etwas Glück beim diesjährigen “Woodstock Festival” bei Küstrin, denn in den letzten Jahren gab es dort oftmals Scheißwetter

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