Optimismus in der Coronakrise – Warum Märchen gerade jetzt helfen

Was ist dies für eine bescheuerte Headline?
Hat der Begriff Optimismus nun eine ganz andere Wertigkeit bekommen?
OK, wenn ich eine etwas positive Beurteilung heranziehe, kann ich mir leicht vorstellen, wie alles gemeint ist. Dazu muss man die chaotischen Vorgehensweisen der Führer-Eliten und deren damit verbundenen Offenbarungen wahrscheinlich als Märchen interpretieren, die wiederum in den seltensten Fällen als Hilfsangebote angesehen werden sollten. Wer es sich unter solchen Häuptlingen*INNEN usw. , für längere Zeit in seinem Wigwam gemütlich machen muss, der braucht keine weiteren Feinde zu fürchten, auch nicht COVID-19, -20, -21,
In allen Lebenslagen müssen momentan und in der nächsten Zeit permanent die Corona-Flippis für jeden Scheiß irgendwelcher Interpretationen herhalten. Meister Hans-Jörg Uther tätigte eine Verknüpfung mit den Märchen der Gebrüder Grimm. (Beide ruhen auf dem St.-Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstraße 12-14, 10829 Berlin, einer der schönsten innerstädtischen Friedhöfe, auf dem es bald auch eng wird…)
Nach fast drei Wochen, wo anfangs alle noch pennten, existiert heutzutage auch wirklich keine Lebenslage mehr, ohne COVID-19-Pandemie. Nach der kurzen Ära sage ich mir, um solch eine flächendeckende Volksverdummung beiläufig in Gang zusetzen, und mit affenartiger Geschwindigkeit ganz billig, sämtliche weltweit historisch gewachsenen zwischenmenschlichen Rahmenbedingung auf Nimmerwiedersehen zu eliminieren, ist schon eine Glanzleistung menschlichen Versagens.
Um jenen Beweis anzutreten, da hätte der Virus eigentlich vor einigen Jahrzehnten bereits ausgesetzt werden müssen!
Wg. Hans-Jörg Uther, seines Zeichens Literaturwissenschaftler und Erzählforscher (Wat denn det?), Menschenskinder hätte der momentan eine unglaublich große Spielwiese während Analysen der unsäglichen Plappereien, von Eksperten und Politikern! Allein die Merkelungen gäben Stoff für mehr Druckexemplare, als die Gesamtausgabe von Karl May – MAY und nicht MARX!
Was macht der Maestro? Er begibt sich auf die bereits mehrfach abgefressenen Wiese, um das mager nachgewachsene Gras zu mümmeln. Welches er vor dem Herunterschlingen noch schnell mit dem Coronar-Virus würzte, was nebenher natürlich seine Selbstpräsentation noch in einem außerordentlich wichtigen Licht erscheinen lässt.
Frage mich in solchen Situationen immer wieder, preisen sich solche Mumien bei den Sendern persönlich an oder werden sie entsprechend von Recherche-Knechten der Moderatoren heraus gebuddelt? Fand diesen Betrag nicht besonders prickelnd, was allerdings auch mit der Fragerei von Kassel zusammenhing.
Hinzu kommt auch eine Erkenntnis von mir, zu der ich in den letzten Jahrzehnten kam. Beobachtete nämlich, dass viele heutige Elternteile es in ihrer Kindheit nie erlebten, dass ihnen Märchen näher gebracht wurden, egal in welchen Situationen.
Was konnten sie folglich ihren Ablegern später bieten?
Dies kannte ich von der Mutter meiner Schwester, die nahm sich nur selten Zeit für irgendwelche Nachtgeschichten, weil sie als emanzipierte Alleinerziehende permanent dem Stress erlag. War deshalb immer sehr froh, wenn die Alte arbeitsmäßig durch häusliche Abwesenheit glänzte.
Bei den Großeltern lief es anders ab. Da wurde von uns, in der letzten Stunde, vor dem Zubettgehen mächtig gescharrt und alle entsprechenden Rituale fast eigenständig erledigt. Meine jüngere Schwester fuhr auf Märchen nicht so ab, zumal wir auch ganz unterschiedliche Geschmäcker hatten. Bei ihr mussten nach Möglichkeit hübsche Prinzessinnen und galante Prinzen vorkommen, iiihhhh!
Bis zu meiner Einschulung, pennten wir beide in den Ehebetten. Das Lesterschwein auf der sehr weich gefütterten Besucherritze, damit sie während der Träumerei zur Mami rutschen konnte. Sie schlief in der Regel auch recht schnelle ein.
Dann erfolgte noch mein Einsatz, um die Pennerei herauszuzögern, wünschte ich mir ewig Geschichten die zusätzlich illustriert waren, die anschließend oftmals noch ausgewertet wurden. Großmutter las immer nur vor, wenn ihr Mann uns mal ins Bett brachte, der erzählte Märchen mit gigantischer Stimmenuntermalung und gelegentlichen Schattenspielen an der Wandschräge, während des Sonnenunterganges. Als Kinder konnten wir in viele Handlung auch eingreifen. Was zur Folge hatte, beim nächsten mal musste Großvater sich an die vorhergehende Variante erinnern, sonnst brachten wir alles total durcheinander, was natürlich bannigen Spaß macht.
Großmutter war ein Fuchs, für mich kramte sie ewig neue Märchen aus der fetten Grimms-Schwarte heraus. Hatte sie erneut ein etwas längeres Teil ausgesucht, wünschte es mir dann immer wieder, bis ich die gruseligen Stellen mit ihr gemeinsam herunter leiern konnte. Was oftmals aber auch als Test für meine Schläfrigkeit galt. Ersten passte ich höllisch auf, dass Oma nichts ausließ, und an den Stellen, die ich für gewöhnlich mitsprach, wurde etwas ganz anderes wiedergegeben. Kam kein Widerspruch, wurde die Stimme leiser und Großmutter verschwand ganz leise. Das Gutsnachtküsschen gab es deshalb immer schon vorher. Kam aber in den abschweifenden Momenten von mir ein brummiges, Oooomaaa! Las sie natürlich noch etwas weiter…
Immer noch ziehe ich mir ab und an Märchen aus aller Welt ein!
Die Gebrüder Grimm waren nur die Basis, dann folgten Andersen, Hauf, natürlich russische Märchen und die entsprechenden Filme dazu, wobei Tschechische und Polnische Streifen mir die Liebsten waren. Noch in den ersten Schuljahren landete ich bei den intrigenreichen Stories der Antike, an die mich dann ewig die Sternbilder erinnerten…
In dem Zusammenhang mein Schrieb vom 22. Februar, da wird am Ende ein Ösi-Amikaner erwähnt, der sich mit Märchen und ihren Folgen beschäftigte und alles ohne Corona!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.