Dachte mir, machst die Glotze an, holte aber nach wenigen Minuten das Tablet und überbrückte spielend die flimmernde Leere etwas mit Solitaire…
Wie begonnen, so verwonnen!
Die Talkerei setzte sich genauso seltsam fort, nun musste die Nähmaschine dran glauben. Die Gäste vom netten Herrn Hingst taten nichts in jene Richtung zur recht großmäulig angekündigten Vorschau, letztlich fand ich das Thema sogar gut verfehlt!
Ewig wurde versucht, alles an den Migrationshintergründen der Ableger von den Schwarzköppen und deren fremdländischen Sozialisationen festzumachen. Dabei sind die heimatlichen Basen von den gleichaltrigen Kalkgesichtern kein Deut besser! Man schaue doch mal in die Ställe jener hiesigen Individuen, welche mehrheitlich in Kinderstuben aufwuchsen, die sich in dunklen Ecken der Hausflure befanden…
Kann mich an viele ähnlichen Situationen meiner damaligen Mitschüler erinnern, allerdings in den 19hundert 50ern, wo die Mutter meiner Schwester solche Familien immer als Asoziale bezeichnete, die hauptsächlich aus Rudeln von Heimatvertriebene bestanden. Denen es aber scheißegal war, dass ich der Ableger einen knallroten Zecke war, die mich aber trotzdem akzeptierten und in ihren misslichen Lagen, keine Bedenken hegte, dass ich irgendetwas weiter erzählte…
Musste aber auch erst lernen mit solchen total fremden Gegebenheiten zurechtzukommen. Da halfen mir die Voraussetzungen, die mir die Großeltern eintrichterten. Mit offenen Augen durch Welt mäandern, im richtigen Moment immer eigene Bedürfnisse anzumelden und sie Klappe halten. Dazu auch nicht vom eigenen Standort abzuweichen trotz solcher seltsamen Erlebnisse. Wobei ich im Halbelternhaus, durch die Diskussionen der dortigen Erwachsenen, beginnend registrieren konnte, dass meine Erziehungsberechtigte den gleichen Standpunkt vertrat, wie ihrer asozialen Gruppierungen, dass neben der Schulbildung, diese Lehranstalt auch dafür verantwortlich wäre, pädagogische Defizite der Heranwachsenden zwingend zu eliminieren! Einige Jahre später schnallte ich, die Herangehensweisen zur Erziehung von Jugendlichen, Makarenko´s Ansichten und die Neill´s gar nicht soweit auseinanderlagen, wenn es um die Sanierung ganz wichtig Fehlbeträge im Kindheitsalter ging. Allerdings waren die vorgefundenen Umständen beider Pädagogiker, dem Russen und dem Schotten, in ihren Systemen doch sehr unterschiedlich. Allerdings nicht deren angestrebte Vermittlung von lebenswichtigen Rahmenbedingung für die weitere Lebenseinstellung ihrer arg deformierten Schützlingen.
In der Hingst-Gemeinde empfand ich den Cocktail-Smalltal lediglich als ein verbalen Ringelpiez ohne anfassen, mehr so in Richtung einer selbstdarstellerischen Schattenboxrunde, wo es halbherzig lediglich um den imaginären Fight einer witzlosen Symptombekämpfung ging.
Witzig fand ich ja Frau Direktor der Christian Morgenstern Leeranstalt!
Muss sagen, Madame hat mit vielen ihren wohlfeilen Sprechblasen gewonnen!
Weil sie dafür sorgte, dass mir eine bisherige Illusion abhanden kam, da ich bisher annahm, ein besonders auserwählter Name, auch mit einer entsprechenden Verpflichtung einhergehen sollte…
Glücklicherweise kann es Christian Schnurz sein, da er bereits sehr lange nicht mehr einkaufen geht!
