1950er Alltag im kapitalsitischen Sumpf

Es soll ja Leute geben die nur deshalb umziehen, damit sie sich endlich von überflüssigem Tand befreien können. Kann ich nicht nachvollziehen, zwar ist auch bei mir einiges über die Wupper gegangen – es betraf eigentlich nur leere Bananenkartons (bisher fast 80 Stück) und zwei halbherzig gefüllte Plastiktüten, kleine natürlich.
Seit Wochen wird neu geordnet, stimmt nicht ganz, denn die laufende Leserei hindert einen doch sehr an der täglichen Planerfüllung.
Heute kam mir nun jener fette Flyer unter die Finger. Dieses informative Teil konnte man sich einfach so mitnehmen.
Ich weiß gar nicht ob die Akademie der Künste, am Hanseatenweg, noch existiert. Leicht möglich, dass die verantwortlichen Kulturflachzangen von Senatens, diese Hütte meist unterbietend verkloppt haben und sich Rudi dort mit einer „Resterampe” etabliert hat, oder der „1 EU”- Dealer verhökert darin sein Zeug, vielleicht wurde es zu einem „LSD-Etablissement” umgewidmet.
Im November 2006 waren wir letztmalig dort, zu einem riesigen Happening. Photoausstellung, Dok-Film über Sibylle Bergemann, Gundula Schulze Eldowy, Lesung mit Angelika Domröse (Die tat uns Leid, da sie richtige Probleme mit Licht und Ton bekam), Meret Becker trat mit Kids auf – unser harter Kern versackte anschließend in einer Weinpinte ganz in der Nähe.
Weiß nicht, ob es sich nur um eine Alterserscheinung handelt, weil mich große Teile des heutigen Kulturüberangebotes nicht mehr interessieren…
Zumindest war ich in diesem Jahr schon im „HdKdW”, sah mir „Ostzeit” an

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