Auschwitz: Sinnlose Nachhilfe wider des Vergessens…

Aha, morgen jährt sich in deutschen Landen zum 67sten mal der dickste Tag des schlechten Gewissens, mir kommt es so vor, als ob nichts weiter übriggeblieben ist…
Ganz „wichtige“ Leute mit erigierten Zeigefinger bringen zwar noch immer gleichlautende  Worthülsen unter das Volk und sonst?
Ach so, parallel dazu wabert auch „Betroffenheit“ durch die Gegend und nebenher werden dann Statistiken vermeldet, wie heute in der BZ geschehen – „Jeder Fünfte Jugendliche kann mit dem Begriff Auschwitz nichts anfangen!“ und deshalb gibt es auch Ein „Pladoyer“ für das Erinnern!
Wo stammt denn diese Statistik her, mir schwante sie sehr geklittert.
Da es schon lange fast keinen mehr interessiert was vor 90 Jahren schleichend begann, wo sollen die künftigen tragenden Säulen der Gesellschaft denn ihr Wissen her beziehen?  Etwa von der Micky-Maus-Geschichtsvermittlung aus der Glotze?
Im letzten Jahr besuchte ich zweimal mit jungen Bekannten meiner und der nachfolgenden Generation das KZ Sachsenhausen. Alles aufgeschlossene und politisch interessierte Menschen, bei allen führten die Präsentation der damaligen Grauen zu reichlichen Irritationen, zumal ich dort den Scout tätigte.
Beim letzten Besuch war ein Schweizer Kabarettist mit bei, wir mussten oft lachen, denn viele Darstellungen sind einfach nur peinlich. Ähnliche Empfindungen kamen mir vergangenen Dezember in Dachau hoch – aber wie soll man der fetten, geistig trägen Fun Generation jenen Lifestyle der damaligen Zeit anschaulich rüber bringen?
Wir hatten auf unserem Rundgang einige Ideen entwickelt, da würden politisch korrekte Gutmenschen der älteren Generationen die Welt nicht mehr verstehen, aber die Kids vielleicht…
Bringe demnächst etwas mit Bildern zu diesem Thema.
Heute will ich es bei einem Anhang belassen, in dem einige Passagen schon länger schmorten, darin geht es auch um „Mahnmale“ und die Schilderungen meiner Erlebnisse, von vor übergestern:  Mahnmale

Fußnote:
In dem Text wird anfangs eine Dame erwähnt, selbige machte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends  regelrecht zum Affen, in Verbindung mit der steinernen Betroffenheitswiese nahe des Brandenburger Türchens.
Diese Tante kokettierte unbewusst mit ihren Defiziten was jüdische Traditionen betrafen, dass ich mir damals dachte, wenn Dummheit quietschen würde, dann müsste sie immer eine Ölkanne bei sich führen.
Na dämmert es?
Sie wollte stolz ein Fundstück aus dem Vernichtungslager Bełżec, scheinbar als Reliquie dort verbuddeln lassen. Ohne DNA-Analyse behauptete sie damals, dass es sich um den Zahn eines jüdischen Häftlings handeln würde.
Zu jener Zeit wurde mir in trauter Kneipenrunde während einer endlosen „Diskussion“, bei der auch reichlich Allohol im Spiel war, Antisemitismus, Pietätlosigkeit und eine latent faschistoide Ader unterstellt, weil ich irgendwann die Schnauze von dieser ewigen Sülzerei voll hatte und scheinbar etwas recht unpassendes einwarf.
„Wieso seid ihr eigentlich auch alle der Meinung, dass es sich nur um den Backenzahn eines jüdischen Häftlings handeln kann?
Nur weil er aus Bełżec stammt?
Er könnte ebenso von einem SS-Mann sein, der besoffen die Treppe eines Wachturm hinabstürzte, sich dabei das Häckerchen ausschlug und es anschließend ausspuckte!“

PS: In dem folgenden Geschreibsel, das einen Tag ableuchtet, kommt irgendwo auch etwas über einen gedenkenden Hinkelstein vor!

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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

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