eigentlich für den 12.

Diesen begonnenen Text für den 12. 09, hatte ich irgendwie versenkt, deshalb kritzelte ich etwa anderes. Heute tauchte er heute wieder auf, nun wird er nachträglich unter dem 13ten reingeklebt. –
Auf Phoenix schaute ich gestern 21 Uhr: “Der 11.September 200 – Mythos und Wahrheit“ / Film von Michael Renz und Guy Smith

Der 45minütige Schnipsel gab nicht viel her, war mir alles irgendwie geläufig, trotzdem lief die Glotze ab 22:50 weiter, da kam auf VOX etwas Ähnliches: „9/11 Mysteries – Die Zerstörung des World Trade Centers“, USA 2006 – samt Werbeunterbrechungen auf fast 2 Stunden gestreckt, verbunden mit permanenten Brüchen, die mich kolossal störten. Da tauchten mittig, aus dem Nichts, unsinnigerweise für jeden neuen Abschnitt Spruchbalken auf, sie sollten wohl alles etwas auflockern, oder dauerhaft einpennende Zuschauer wie mich, an der Augenpflege hindern. Dr. Guido Knopp treibt es in dieser Richtung, was zusätzliche Einfügungen und überflüssige Spielszenen angehen, bis zum Exzess. Der „mündige Zuschauer würde durch solche visuellen Hilfen alles besser kapieren“. Verstehe ich nicht. Z.B. wenn es um die Schlacht von Stalingrad geht, verursacht das unentwegte Pfeifen der Windmaschine bei mir eher ein Tinnitus-feeling, statt Illusionen von Schneestürmen. Nach dem Hinweis, dass dort Landser bei minus 40 Grad, „für Führer, Volk und Vaterland kämpfen“ (Nordwestlich vom Hindukusch die Freiheit verteidigten), kam es vor, dass zum x-ten mal in der Totale, die hassverzerrte Larve eines wild ballernden MG-Schützen´ über den Bildschirm flimmert – mit großen Schweißperlen auf der Stirn. Icke weeß nich, wat soll´n det? Wenn stürmende Soldaten von rechts nach links, dann wieder umgekehrt, mal vorwärts stürmend, oder nach einem verwonnenen Sieg in die andere Richtung durch das Bild huschen, man dazu fortlaufend die gleichen Szenen benutzt, allerdings seitenverkehrt. Dabei winzige Styroporteilchen einen Blizzard der Windstärke 10 simulieren sollen, man aber bei den Leuten Schwitzflecken unter den Achseln erkennt…
Raus kommt dabei ewig dünne Quotenscheiße für Verbraucherinnen, Verbraucher, Konsumentinnen, Konsumenten, Rezipientinnen…, und ganz nebenbei will man auch die vielen zweisprachige Analphabeten mit Migrationshintergrund einbeziehen. (Großteile aus der dritten Generation – wieso benutzt man da eigentlich noch immer diesen Begriff  Mighd?). Wat soll´n die Letztgenannten, mit fliegenden Sprachbalken anfangen, wenn sie vor der Glotze ohnehin nur, ihre unermessliche Zeit bis zur Urne etwas verkürzen wollen? …
… Mir ging der Faden verloren…
*Es folg noch eine Fußnote, aus jener Zeit, als es Multi-Kulti noch nicht gab, mir aber täglich, zweisprachige Analphabeten über den Weg liefen und mich damit auseinandersetzen musste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.