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Aus dem Wirtshaus vor die Glotze

Mein heutiger Fernsehabend begann mittendrin von Frontal21, nach wenigen Sekunden ging es mit einen Winzspezial weiter – Die Zahl: 2334 Lobbyisten im Bundestag, wobei ich mümmelte und bald kotzen musste, hielt aber durch.
Nach einer Rauchpause ging es mit dem ZDF heute journal weiter – natürlich war dort Oświęcim angesagt.
Weshalb begann alles eigentlich mit solch merkwürdiger Bluescreen-Spielerei, dem Blick durch das Lagertor der Hauptwache in Richtung Rampe und am rechten Rand schaffte sich dabei der O-beinige Moderator…
An der geredeten Rede vom Herrn Bundesgauck und den dauernden Unterbrechungen monotoner Beifällereien, nahm nur das Verteidigungsblondchen keine Notiz, die schien irgendetwas zu schreiben oder löste einen Sudoku. Mir reichte es aber auch vollends, deshalb wurde die Stromzufuhr der Verblödungslaterne unterbrochen, obwohl sie alles so scheeen inszenierten…
Ich bezweifle, dass bei jüngeren Leuten nach solch einer Medienshow wirkliches Interesse für die Vergangenheit geweckt wird, zwar gab es in den letzten Jahrzehnten keine industriemäßige Vernichtung mehr, trotzdem ist der Tod überall gegenwärtig. Hinzu kommt, in der belegbaren menschlichen Geschichte wurden bisher jegliche Schweinereien irgendwann auch getoppt, deshalb ist mit Auschwitz lediglich eine Periode abgeschlossen worden.
Um dahinter zusteigen was ich damit meine, muss man sich nicht die schwere Kost der Mitscherlich´s  einziehen. Da genügt bereits eine Schrift von Robert Merle, jener beschreibt in „Der Tod ist mein Beruf“, die Entwicklung eines kleinen spießigen Rädchens innerhalb unserer Gesellschaft, der auch als Todesengel weiter funktionierte, als ob sein Job der normalste auf der Welt war…
Hier noch etwas, Privat-Fotos aus Auschwitz: Fröhliche Stunden neben der Gaskammer.
Darauf sind Leute abgebildet, wie sie heute auch zuhauf überall anzutreffen sind, die letztlich ebenso nur funktionieren und sich darüber keinen Kopf machen, welche Stellenwert sie in der Gesellschaft eigentlich haben, man erkennt sie bloß nicht, da sie in Markenklamotten herumlaufen…

Eigentlich sollte als Anhang noch ein Schrieb von mir kommen, er betrifft mein Erleben in jenem KZ vor 45 Jahren. Habe das Teil irgendwo versenkt und finde es momentan nicht.

Griechisches Kampfflugzeug stürzt in Spanien ab

Unglück auf Nato-Stützpunkt
Gott sieht, Gott hört, Gott straft – wenn jene etwas härtere Landung kein Zeichen ist!
Für wen, dies wird sich in der kommenden Zeit herausstellen!
Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ) stellt es so dar: Für Tsipras und seine Koalitionstruppe schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit (Welche Wahrheit?). Alles zuvor waren Versprechungen. Mit anderen Worten: Jetzt beginnt die Phase der Wählerenttäuschungen
Weshalb sollte ausgerechnet jetzt die Wählertäuschung beginnen? Selbige Vermutung hat doch jeder Wahlesel in seinen Hirnwindungen irgendwo abgespeichert und trotzdem macht er immer wieder brav sein Kreuzchen, der Rest sorgt dann eine Legislaturperiode für Gesprächsstoff am Stammtisch. Letztlicher Satzteil kann nicht als allgemeingültig angesehen werden, denn es kommt immer mal wieder vor, dass jemand die Wahlperiode verkürzt durch ein Brösel Blei, welcher mit hoher V-Null durch die Gegend huscht und entsprechend genau platziert wird oder er zieht eine etwas andere Möglichkeit in Betracht…
In demokraturischen Gefilden greift man allerdings eher auf perverse Intrigen zurückgegriffen, so wird es im Fall Griechenland sicherlich auch ablaufen.

Bringe hier ich mal eine Metapher ein.
Die großen EU-Macher werden demnächst wie ein Mann dastehen, entsprechend eines vollkommen hilflosen Schewwerochsen aus meiner kalten Heimat, der an seinem Sohn Maß nimmt, um ihn Mores zu lehren. Hierfür krallt er stockbesoffenen den Teppichklopfer, drischt hemmungslos auf den Filius ein und keift dabei lallend: „Ich werde dir schon zeigen, was Respekt bedeutet, du Ladjer! Solange deine Beine unter meinen Tisch stecken, hast du so zu funktionieren, wie ich das will! – Veeerstaaaaanden?!?!“

Wählertäuschung, Wahlbetrug?!
Nein!
Dabei handelt es sich doch einzig und allein um winzige Beschwichtigungsnotwahrheiten! Damit vor einer Wahl hausieren zugehen, gehört bekanntermaßen zum nachhaltigen (Vor einigen Jahren hießen die absoluten Deppenbegriffe noch: sukzessive und aufoktroyieren!) Rüstzeug fast aller Politiker – Wie das Hа здоровье in jenen Kirchen, wo die Bibeln Henkel haben…
Es existiert ein sehr witzige Spruch, der da lautet: “Mundus vult decipi. Ergo decipiatur!” (Im Asterix findet man dazu die Übersetzung!), der bringt es auf den Punkt – mehr ist es nicht!
Michael Martens auch FAZler, meint dazu: Weltanschaulich liegen die Parteien weit auseinander – Syriza am linken, Anel am rechten Rand*. Eine Kooperation zwischen ihnen ist politisch ungefähr so natürlich, als sperrte man Hans-Olaf Henkel und Sahra Wagenknecht in einen Raum und forderte sie auf, zu koalieren. Doch was tut man nicht alles, wenn das Vaterland ruft.

Meister Martens! Da wäre ich mir nicht so sicher! Wenn es die Prozente hergeben würden, gingen auch die beiden schaurigen Politstare bestimmt ruckartig in die Politkiste und kuschelten…

Abschließend noch etwas witziges aus dem Radio: „Die faustische Dimension
Jochen Hörisch im Gespräch mit Korbinian Frenzel
Es geht in dem Interview allerdings sehr intellektuell zur Sache, auf der anderen Seite käme sonst alles nicht so witzig rüber!
…für kognitive Dissonanz liefert der Herr Professor ein schöne Definition.

*Was soll jene Klassifizierung eigentlich aussagen? Der eine steht am rechten Rand soweit draußen, dass er schon wieder links hereinkommt und bei dem anderen Strategen ist es umgekehrt?

Wahlsieger Alexis Tsipras – schlagfertig und charismatisch

 – Mutig ist der Knabe ja! Irgendwo hocken garantiert schon Leute herum, die bereits über eine Endlösung à la Allende nachdenken, vielleicht wittern sogar die Obristen im eigenen Land mal wieder Morgenluft…
Kann aber nicht sein in Europa!
Bei so ville Demokratie und janz ville Friede und en masse ville Freude und janz irre ville, ville Eierkuchen
Jene Tugenden werden ihm in der nächsten Zeit nicht viel nutzen, wenn er nämlich seinen Landsleuten verklickern muss, dass er letztlich auch nur mit dem gleichen Wasser kochen kann, wie alle sein Vorgänger.
Alexis Tsipras trägt nie Krawatten, die Geschichte mit seinem Kulturstrick erinnert mich an eine ähnliche Begebenheit aus späteren Schuljahren. Es ging dabei um die Bärte von Fidel Castro und seinen Jüngern, wann die denn wieder entfernt würden. Irgendein Pädagochendepp (Ich glaube dies war Sto..mar, die rote Zecke) meinte Anfang der 1960er: „Die Genossen rasieren sich in dem Moment, wenn die Revolution wirklich gesiegt hat!“
Alle noch lebenden Mumien aus jenen Tagen sind mittlerweile impotent und senil, aber ihre Bärte tragen sie immer noch – vielleicht handelt es sich ja um den einzigen Traum der übrig blieb – nun hoffe ich trotzdem für die alte Garde, dass sie es wenigstens nicht mehr miterleben müssen, wie ihre Insel wieder zum Puff der Amis mutiert…

Meine Wünsche für den griechischen David und sein Volk tendieren dahin, dass es ihnen wirklich gelingt und sie den visionslosen Emporkömmlingen nebst ihren neoliberalen Wachstumsfetischisten in Westeuropa, mehr als nur einen Spiegel vorhalten können. In deren Folge auch hier etwas mehr Leute endlich aus ihrer Lethargie aufwachen, die Folgen der gerade angelaufenen EZB-Aktion dräuen bereits am Horizont.
Als jemand, der sich nicht über materielle Dinge definiert, kann ich nur sagen, vor dreißig Jahren lief mein Leben friedlicher und in ruhigeren Bahnen ab.
Was hätte man mit all den hunderten von Milliarden Euronen alles anstellen können, wenn sie an knallharte Bedingungen geknüpft, in die vierten und fünften Welten geflossen wären und nicht in die riesigen Perforierungen der verlängerten und vollkommen verfetteten Rücken von DEN Bänkern.
Könnte wetten, es ist noch kein Cent in der Industrie gelandet, da haben sich scharenweise Vorstände und Manager bereits millionenschwere Provisionen unter ihre Präputien gewuchtet…
Noch ein anderer Gedanke!
Mal etwas länger hier reinschauen: Selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA, nicht zaudern, sondern handeln!
Denn je schneller sich die Hellenen anderweitig zurechtfinden werden, desto hurtiger wollen gewisses Kreise der Amis ihr Handelsabkommen in trocknen Tüchern sehen!

Hier ist wohl ein frommer Wunsch der Vater des Gedankens

Geht Pegida langsam die Puste aus?
Lustig, wie sich die Ober-Sozis immer noch zu den Pegidanern verhalten. Der dicke Parteivortänzer hockte gestern mürrisch dreinblickend in einer Gesprächsrunde der Landeszentrale für politische Bildung, in die sich der Sigmar – „Pling!“ – völlig überraschend hinbeamte.
Da fiel mir ein, anstatt dort Maulaffen feil zu halten, hätte er zumindest testweise mal einige Sprechblasen aufsteigen lassen können – wenn nicht dort, wo denn sonst?
Das ging sicher nicht, da Sozio- und Pücholochen aus seinem Stab unterdessen an Stichworten bastelten, damit ihr Schefffchen während des anschließenden Diskussiönchens, nicht in irgendwelche Fettnäpfchen latscht. Alles sollte obendrein politisch vollkommen korrekt ablaufen, mit ganz viel sowohl-als-auch garniert, da er ja obendrein auch ganz kämpferisch mit einem imaginären Parteifähnchen hektisch wedeln musste – darauf die drei Schriftzeichen seines Vereins auf weißem Grund…
Irgendwann erfolgte dann doch eine ganz entscheidende Erkenntnis, die ihm bestimmt nicht leicht fiel, hing er doch zwischen Baum und Borke. Wähnte doch kürzlich die nicht ganz doppelte Quotengenossin (weiblich und halber Migrationshintergrund), Generalsekretärin (Im GMX-Text wurde sie nicht korrekt betitelt, das „in“ fehlt!) Yasmin Fahimi, eine Teilnahme an solchen Veranstaltungen als “falsches Zeichen”, aber Fraktionschef Thomas Oppermann zeigte sich offen für den Dialog…
Geschickterweise schlug sich der rote Kugelblitz (etwa ein Chauvi?!) lieber auf die männliche Seite und so quoll es aus ihm schließlich heraus: “Was gibt es in der Demokratie anderes an Mitteln, als miteinander zu reden.”
Nur gut, dass Genosse Gabriel nicht so drauf ist, wie weiland Sozialdemokrat Gustav Noske vor knapp 100 Jahren!
Frank-Walter Steinmeier nun, unkt weltweit herum und ist besorgt, dass fürs Kapital nicht genug menschlicher Nachschub der hochqualifizierter Art, an bundesgermanischen Grenzen um Einlass bettelt…
Und was macht Wendechrist Stanislaw Tillich?
Gerade er könnte ja als Angehöriger der sorbischen Minderheit als gelungenes Beispiel für Integration gelten, mitnichten.
Stanislaus verkennt auch das Faible der Kurfürsten von Sachsen für osmanische Pracht und dem dazugehörigen Feeling. Davon zeugt die „Türckische Cammer“, sie befindet sich im Dresdner Residenzschloss. Man steht vor dieser, in Jahrhunderten gesammelten spielerischen Handwerkskunst in Vollendung und dabei klappt einem immer wieder die Fressleiste herunter…

Die Welt braucht Satiriker

Andu, halt Deine Löffel steif!
Hier eine Kolumne zum momentanen Thema vom eidgenössischen Thiel Eulenspiegel. Muss allerdings etwas zu Doris Leuthard ablassen, zumindest kann die Bunesratmitgliederin wenigstens lachen, für jene Dame scheint Andreas aber nicht besonders viel Sympathie zu hegen.
Mir geht es bei den 632 Abgeordnete UNSERES Bundestages nicht viel anders…
In der „Weltwoche“, Ausgabe 48/2014, erschien vom renommierten Kabarettisten eine Streitschrift, in Nummer 50/2014 legte er noch ein paar Briketts nach.
Kurz darauf wird im Fernsehen zurückgerudert!

WEST : BERLIN

EINE INSEL AUF DER SUCHE NACH FESTLAND
Das Motto ist etwas merkwürdig gewählt. Denn ich habe in den 14 Jahre, bis sie die längst furztrocknen vertikal stehenden Autobahnteile wegräumten, absolut kein Festland gesucht.
Mein Motto war eher: „High sein, frei sein – Chaos muss dabei sein!“ und damit war ich nicht allein. Was jenes allgegenwärtige Kuddelmuddel in den Coca-Cola-Sektoren betraf, das ging oft bis hinauf zu denant-1. Da hat sich aber auch nicht viel geändert, lediglich die Fläche ist größer geworden und zusätzlich wurden WIR noch Bundeshauptdorf…
Die Ausstellung kommt schon gut rüber, ist aber sehr umfangreich.
Zwar verschwindet manchmal der rote Faden – besser gesagt – man sollte ihn gar nicht erst suchen!
Gegen den Eintrittspreis von 7 Euronen kann man auch nicht meckern, denn dazu gehört noch ein kleiner schnuckliger Katalog. Das Vorwort finde ich so überflüssig, wie Brustwarzen, die sich jemand mit Hilfe von plastisch-rekonstruktiver Chirurgie auf seine Sitzwangen pappen lässt.
Ausgerechnete der Berliner Oberdorfschulze durfte einleitende Sätze verzapfen, zu einer Zeit, als jeder von seiner demnächst anstehenden Fahnenflucht bereits wusste…
Mir will nicht in die Birne, weshalb Kuratoren ewig geil darauf sind und ausgerechnet solchen Leuten die Möglichkeit bieten, dass sie alle möglichen Menschen langatmig mit Worthülsen nerven können – auch so eine Quotenscheiße! Wie oft habe ich es bei Vernissagen schon erlebt, da kauen einem gerade jene Individuen die Ohren ab, die auf der anderen Seite ewig Gelder für Kultur streichen und von der dröge Kunstschickeria kommen dann sehr böse Blicke, wenn mir bei bestimmten Passagen nur Lachsalven einfallen…
Es ist zum Piepen, was die Ausstelungsmacher da so zusammengestellt haben für Augen und Ohren. Schade, dass sie fürs Studio am Stacheldraht nicht einen längeren und richtigen kriegerischen Propagandaschinken aus dem Archiv besorgt hatten.
Bei Sontheimer/Vorfelder stelle ich mal die jungfräuliche Seite rein:antä
Lustig wird es bei den unterschiedlichsten Mucken ⇐(Hier die “Drei Tornados) über Berlin.
Fand etliche Bekannte abgelichtet oder wurde an sie erinnert. So muss ich endlich mal wieder meinen langjährigen Nachbarn und ehemaligen Chefredakteur der 883 aufsuchen, der wird ja hoffentlich noch einkaufen gehen, schließlich war der alte Knabe zu seinem 80sten Geburtstag noch fit wie ein Turnschuh. Dieser ehemals ewig grantelnde Anarcho könnte heute als gütiger Großvater durchgehen.
In dem Zusammenhang fiel mir etwas zur Satire ein.
Damals war gerade ein Werbeslogan von Schultheiß herausgekommen, der da lautete: „Wenn alles getan ist…“ Klaus fragte mich, ob mir dazu etwas haariges einfallen würde, klar, kein Problem.
Aus der Karikatur entstand schließlich eine Collage, die von ihm zensiert wurde, dann total entschärft im Heft erschien – Mehrere Leute, waren mit Seilers Töchtern in den Ehestand getreten und der jugendliche Henker fläzte im Liegestuhl mit einer Pulle Bier in der Hand, dazu jener Reklamespruch…

Fußnote: Habe einige Seiten aus dem Gästebuch*abgelichtet, ansonsten sollte man in den Räumlichkeiten auch ab und zu mal die prunkvollen Decken anschauen!

*Da jene gutmenschelnde Karline – die früher sicher in violetten Latzhosen und mit fettigen Haaren herumsterzelte – ihren Salm anonym abließ, kann man ihr nun leider auch nicht stecken, um welche Art von Witfrauen es sich da handelte. Witwen von gebildeten, hohen ehrenwerten Tieren der Deutschen Wehrmacht, SS usw., die auch zu Zeiten größter Wohnungsnot, in ihren Behausungen von 200/300 Quadratmetern unter Naturschutz standen und solo dort hausten.
Zu Mauerzeiten war ich mal am „Rüdi“, als Hiwi eines Antiquitätentrödlers, in solch einer Butze…