Archiv des Autors: ede

DIE MAUER AM PAZIFIK

GüllewirtschaftAltstalinistisches Zeiteisen

Vor über zwei Jahrzehnten ging es für große Teile der älteren Generation nicht schnell genug, wie sie alles, was an die Zone erinnerte, in die Tonne traten. Sehr wenige begriffen damals, dass es sich dabei um Bruchstücke ihrer eigenen Identität handelte!
Heute treibt ihnen eine unbegründete Nostalgie wieder Tränen in die Augen, aber ohne Rennpappe, Wartburg und riesigen Robotronrechnern ohne Ersatzteile.
So mancher würde heute liebend gern mal wieder einen Subbotniks schieben oder sich im „U Fleků“* die Birne zuschütten…
Nun eröffnete vor einigen Jahren ausgerechnet ein Antipode im fernen LA eine politische Messiefiliale mit Zonen-Devotionalien.
Alle Achtung!
Justitnian Jampol verdient dafür den „Charly Marx Orden“, verbunden mit mehreren Millionen Euronen, damit er sein Museum erweitern kann.
UNSEREN Ost- und Westpolitdeppen gehen solche historischen Erinnerungsstätten doch schlicht an ihren fetten Ärschen vorbei, bis auf ganz wenige Ausnahmen pflegen solche Flachzangen bei ihren Alibievents lediglich ihre Eitelkeiten.
Bei der letzten „Einweihung“ einer bundesdeutschen Kranzabwurfstelle waren sie alle wieder aus ihren Löchern gekrochen mit ihren genormten Betroffenheitslarven…
Hier der Link zum TAGESSPITZEL: Wende(?) Museum
Museum: THE WENDE MUSEUM

*Nostalgische Fußnote – dort kommt eine witzige Begebenheit im „U Fleků“ vor: Prag – Ostern 1979

Die Glotze – Laterne der Dummen oder lausig produziertes Fratzenradio?

Will nur ganz kurz einen Bogen spannen und mich auf ein Artikel aus dem FAZ-Archiv beziehen, vom 28.07.2001, Nr. 173, S. III.
Wladimir Sorokin Die Laterne der Dummen Und Wunderkasten des Wandels: Das russische Fernsehen“
Fand jenen Beitrag damals bereits gigantisch, will nur etwas ergänzen, denn in UNSEREN demokraturischen Gefilden sieht es kein Deut anders aus, im Gegenteil!
Hier werden Verdummungspraktiken lediglich anders gehandhabt, alles ist püchologisch, entsprechend des Lifestyles der freien westlichen Welt aufgemotzt und kommt deshalb grellbunt verpackt bei der Masse an.
Mir kam letzte Woche die Erkenntnis, dass es sich beim Fernsehen lediglich um lausig produziertes Fratzen*radio handelt. Zu jener Einsicht gelangte ich vergangene Woche während der letzten Minuten des Morgenmagazins (ARD?). Da hockten vier Figuren auf einem, in sämtlichen Fernsehstationen obligatorisch hässlichen, runden Sitzmöbel und plapperten hohles Zeug, wobei sich alle köstlich amüsierten…
Radio birgt in solchen Fällen den nicht zu unterschätzenden Vorteil, man kann die Larven der Moderatoren nicht sehen. Jene vor Kameras agierenden Leute haben deshalb sehr schlechte Karten, wobei es sehr lustig rüber kommt, wenn die nonverbale Kommunikation etwas ganz anderes ausdrückt als die unendlichen nichtssagenden Worthülsen. Weiterlesen

Hartz IV-Behörde treibt Schulden bei Kindern ein

Eines der vielen gemeinsamen Kuckuckseier UNSERER hellroten Genossen und den Chlorophyllmarxisten ist die unsägliche Hartz-Gesetzgebung, benannt nach dem kriminell gewordenen Emporkömmling, Professor hc. Dr. hc. Peter H. und dessen Spezi, dem Polit-Pygmäen aus der hannoverschen Linie.
Bei WIKI sind leider die Machenschaften jenes Managers nur peripher angeschnitten, ganz nebenbei wird lediglich eine brasilianische Renommierdirne erwähnt, denn eigentlich gab es ja mehrfachen Shuttleservice. Auch in dieser wichtigen Mission bewiesen die Bosse noch nicht mal einen leichten Anflug von Nationalgefühl. Als Gewerkschaftler hätten sie schließlich etwas für den Erhalt von Arbeitsplätzen im hiesigen horizontalen Gewerbe tun können! Weiterlesen

Kompromisse sind immer Scheiße!

Zu dieser Erkenntnis verhalf mir die Tochter meiner Großeltern nicht, obwohl ich als frühreifes Bürschchen bereits registrierte, dass sie als Stalinistin den heiligen Lehren kompromisslos hinterherhechelte. Bei ihrem schlichtem Weltbild und das ihrer Genossen, war alles recht einfach: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!
Deshalb existierten bei den roten Heilsbringern nur falsche Meinungen und die Vorgaben der Partei, dazwischen passte keine Schamhaarbreite für andersartige Interpretationen. Deshalb wurde jeder – auch nur ansatzweise – fragwürdige Zweifel oder anrüchige Vergleich, der auf einen Mittelweg hinauslief, ohne Umschweife ausgemerzt und sehr oft der Skeptiker gleich mit…
Heutzutage kann das Gefühl aufkommen, dass faule Kompromisse eine Art Lebenselixier der gewählten Verwalter des Volkes sind. Egal welche Kleingartenvereine sich zu Koalitionen „vereinigen“ – anders ausgedrückt – als Geburtshelfer eines solchen „demokratischen“ Homunkulus´muss die Reinkarnation des dauerhaften Kompromisses angesehen werden. Noch anders gesagt, bei der schweren Geburt eines „regierungsfähigen“ Rudels, kann man von vornherein den Kompromiss als schlecht ausgebildete Hebamme bezeichnen.
Alles Quatsch!
Es ist viel einfacher – der Kompromiss ist die heilige Tempelhure an der sich jeder sein Mütchen kühlen kann. Diese Hetäre besitzt selbstverständlich einen immensen Erfahrungsschatz im Umgang mit Freiern und kokettiert nicht nur mit ihrem schier endlosen Erfahrungsschatz von Sado&Maso-Spielchen. Als „dirty talk“ gelten in jenen Sphären die offenen und konstruktiven Gespräche…
Man könnte sich alles ganz entfernt als schräge Swingerfête vorstellen, wo keiner der Beteiligten nach dem ungeschriebenen Leitspruch handelt, der lautet: Alles kann, nichts muss! Weil dort respektvoller Umgang als bindend gelten muss, wegen des zu erwartenden Lustgewinns.
Nebenbei, in solchen Tempeln werden Leute mit Hang zu witzlosen Selbstdarstellungen nicht automatisch zu Alpha-Tieren stilisiert, Claqueure sind recht selten anzutreffen und dauerhafte Seilschaften auch nicht die Regel…

Wenn man sich nun mal einige Bilder von den drei Generalsekretären anschaut, so strahlt niemand vor überschäumender Freude, außerdem beweist keiner seinen Untertanen, dass man wirklich etwas Erbauendes geschaffen hat. Im Gegenteil, bei ihren abschließenden Worthülsen kam ich mir recht verscheißert vor.

Hatte vorhin noch etwas aus dem Netz zusammengeschnitten, wg. „Kompromissen“!
Hier Fragmente von Tucho, dargeboten von Ernst Busch und etwas vom Cabaret Cornichon: “Das Lied vom Kompromiss”

Wahlkrampf im Amiland

Det is nu ooch Jeschichte: Romney und Obama un kann zur Klitterung freijejeben wern.
Wat sin det für Flachzangen in den teutschen Nachrichtenstudios?
Mal kostete det jesamte Brimborium über zwei Milliarden US-Dollar, im andan Kanal zwei Milliarden Euronen, wat heißen würde, det wäre noch teurer jewesen.
Wat soll et, jedenfalls wird der Verwinner einfach so eine Milliarde in den Wind jepisst haben…
Wahl in US-Amerika

Es war einmal irgendwo…

Habe es doch wirklich fertigbekommen, diesen ellenlangen Film ohne Augenpflegeaussetzer und Glimmerpausen hinter mich zubringen.
Eigentlich hatte ich etwas leicht anderes erwartet – aber was eigentlich?
Das “Lexikon des Internationalen Films” schreibt: ...ein aktualisiertes Amerika-Epos von ausufernder Pracht, klassischem Format und mythischer Wucht…
Die “Süddeutsche Zeitung”: “Stars und Spannung, blutige Aktion und große Gefühle. Ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern.”
Unter ganz leichtem Protest schließe ich mich der Meinungsmache beider Vorschreiber an.
Mit den „blutigen Aktionen“ – weeß nich so richtig. Bestimmt waren vom Herr mit der roten Pampe die Finger im Spiel.
Was die Akteure betraf, das war schon eine andere Gewichtsklasse als bei UNS!
Gott sei Dank!
Weder Teile vom Ochsenknechtrudel, noch Schweiger und wie diese Leute alle heißen, die permanent vorgeben, nur ganz großes Kino zu verzapfen (auf Flachzangen-Niveau mag es ja sein)!
Ist richtig erholsam, wenn keine Larve jener Preisklassen auf dem Bildschirm erscheinen.

ARTE: “Es war einmal in Amerika” und Wdh. : “Prohibition – Eine amerikanische Erfahrung (1/5)”

Folgende Tippppps sind etwas für Sesselfurzer, die montags genervt vorm netzfähigen Monitor hocken und denen gerade das Scheffchen ein Ohr abgekaut hat, weil es eine ganz „wichtige“ Arbeit zu erledigen gäbe! Wo aber jeder weiß, dass sie bereits seit 14 Tagen schmort, eigentlich so unwichtig ist und alles auch noch mehrere Wochen liegenbleiben könnte.
Man als hilfloser Knecht – aus dem Stand – in Bruchteilen von Sekunden bei 120 anlangt, da der dämliche Vorgesetzte alles auch noch so schleimig vorbrachte, in jenem flötenden Tonfall einer Bordsteinschwalbe vom Hurfürstendamm, wenn die einem vorbeigehenden Typen offeriert, dass sie ausgerechnet ihm sehr gerne einen schnattern würde… Weiterlesen

Kutte W. litt unter Oligophrenie mittleren Grades, nun geht er nicht mehr einkaufen

Etwas in David Ensikats heutigem Nachruf erinnert mich an irgendeine Shortstory von Egon Erwin Kisch, an deren Details ich mich nicht mehr korrekt erinnere. Dort schildert er die verzwickte Begebenheit eines alternden Generals mit einem Freudenmädchen. Der Mann litt unter der gleichen Symptomen wie unser Verblichener, nur in einem anderen Zusammenhang. Jener militaristische Schwerenöter konnte sich im Bordell nur erleichtern, wenn er die große Ordensspange angelegt hatte.
In solchen Momenten bevorzugte der hohe Offizier mit seiner jungen Beischläferin den Doggy Style, denn das klappern aller Ehrenzeichen erhöhte seine Triebhaftigkeit.
Eines Tages wollte ihm die junge Spermatherapeutin, wie üblicherweise beim Anlegen militärischen Auszeichnungen helfen, als der Mann feststellen musste – in seinem Buko* fehlte der Pyjama.
Auf dem längeren Weg zu ihr, war er in banniger Vorfreude bereits geil wie Nachbars Lumpi geworden, nun diese Misere. Auf der anderen Seite wollte die Dame an jenem Tag auch nicht auf ihr Honorar verzichten. Deshalb überredete sie ihn, alle Orden an der mageren, faltigen Haut seiner Brust zu befestigen.
Was letztendlich auch geschah…

*Buko – mehr ein Requisit der holden Weiblichkeit – Beischlafutensilienkoffer
Fußnote:
Vor längerer Zeit hatte ich diesen Begriff mal bei WIKIPEDIA rein gestellt, ohne der mir sonst eigenen Erklärungsversuche. Meine Ausführung wurde dort sogar aufgenommen, sie verschwand allerdings nach wenigen Tagen

Die Laterne der Dummen*

– * Diese Interpretation für “Glotze” stammt von Владимир Георгиевич Сорокин!
Eigentlich sollte etwas über diese visuelle Gülle bei „Beckmann“ und Lanz“ kommen, der ich mich kurzzeitig aussetzte, fand aber, dass es nicht machbar erscheint, sich unmittelbar über jene perpetuierenden, journalistischen Sternstunden zu (übergeben) ergehen…
Bin nie dahinter gestiegen, besser gesagt, es interessiert mich auch nicht die Bohne, was Leute veranlasst, solche Scheiße als Vorwand zu benutzen, um auf ihrem Weg in die Urne, mit solch primitiven Hobbies dem lieben Gott die Zeit zu stehlen. Für mich nur der Beleg, wenn solche  „Rezipienten“, bei weniger Lohn auch noch mehr arbeiten müssten, ihr phantasieloses Leben folglich in ganz anderen Bahnen verlaufen würde. Es wesentlich weniger depressive Zeitgenossen gäbe und so manches Lebenslicht, ausgelöscht aus einer tristen Laune heraus, könnte heute noch funkeln…
Deshalb schnell retour zu etwas Erfreulicherem.
Heute tauchten zwei Visitenkarten wieder auf, eine stammt von einem Photographen und die andere von einem Landsmann.
Obwohl mein heutiges Zimmer entgegen dem unserer früheren Wohnung, größenmäßig gerade mal noch die Hälfte ausmacht, existieren merkwürdigerweise hier nun wesentlich mehr Bermudadreiecke…
Bereits am Nachmittag wurde aus gegebenem Anlass in der fast ausufernden Heimatseite von Ulrich R. Sieber herum gestöbert. Jenen Mann, nebst Mitstreiterin der photographischen Zunft, lernte ich am letzten Tag vom diesjährigen „Festivals of Lights“ kennen, unsere Wege kreuzten sich auf dem nächtlichen Südgelände.
Gegen deren Equipment entspricht meine „Canon“ lediglich einer moderneren Ausführung der „Pouva Start“. Trotzdem erstaunlich, was diese  kleine Möhre hergibt.
Jahre davor befand sich in meiner Weste eine „Olympus“ für die alltägliche Schnappschüsse. Mit ihr wurde auch ewig lomographiert, dies tat ich bereits, da existierte jener Begriff noch nicht mal, der letztendlich nur dem heutigen Zeitgeist entsprach und der Vermarktung diente. Dabei handelt es sich lediglich um eine technische Finesse, seit den Tagen, als Plattenkameras etwas handlicher wurden…
Irgendwann reichte mir die ewige Pirsch mit mehreren „Minoltas“, zu einer neuerlichen Aufrüstung der digitalen Art verspürte ich keine Lust mehr.
Vor mehreren Jahren schon, wurde meine reichhaltige Laborausrüstung gegen Euronen eingetauscht, war da bereits zur Archivierungsschlampe mutiert. Stellte schon länger keine Kontaktbögen mehr her, tütete irgendwann auch die Negative nicht mehr korrekt ein…
Nun muss der Rest meiner chaotischen Sammelleidenschaft auch noch über die Wupper gehen