Archiv der Kategorie: ALLGEMEINES

Pille-Palle u.a.

Polizei streckt Herrn Beil-Mann mit mehreren Schüssen nieder

Im Café schob mir gestern jemand die Zeitung zu und meinte, „musst´e mal lesen! Da fällt dir bestimmt was zu ein…“
Betrachtete anschließend die Titelseite und las den inneren Text quer. Kam schon recht merkwürdig rüber, allerdings gab es im Netz noch eine Steigerung – Googlemap, nebst Adresse, Street View der Antwerpener Straße, in 13353 Berlin und fünf Bilder vom Tatort. Auf Nummer 1 drei Polizisten, links die Frau mit einem Peacemaker in der Hand, die beiden anderen Kollegen mit „ballistischen Schutzwesten“ und Tonfa-Schlagstöcken, die allerdings am Koppel baumeln. Was sich in der Kralle vom äußeren „Freund und Helfer“ befindet, ist nicht erkennbar…
Nun zog ich mir den Artikel doch mal korrekt ein.
Da latschte Sonnabend, 14.45 Uhr, an der Antwerpener/Ecke Brüsseler Straße ein grauhaariger Mann über den Fußweg. Dagegen ist doch erst mal nichts einzuwenden, schließlich ist dies auch im Wedding nicht verboten.
…Doch was er bei sich trägt, löst plötzlich Panik im Kiez aus:
In der einen Hand hält er ein Beil, in der anderen ein Messer. Der Besitzer eines Getränkeladens bemerkt den Mann, entdeckt die Waffen und alarmiert sofort die Polizei…

(Ein feststehendes Messer mit einer Klingenlänge bis zwölf Zentimeter darf “verdeckt” oder offen getragen werden, jede Klingenlänge darüber hinaus nicht! Dies ergibt sich zweifelsfrei aus § 42 a II 3. Waffengesetz.)
Auch sind die Zeiten lange vorbei, dass die Alliierten Leute einbuchteten, wenn sie mit längeren „Küchenmessern“ erwischt wurden…
Weshalb kommt überhaupt jemand auf die Idee, Beil und Messer gleich als Waffe einzustufen, in erster Linie sind beide Gerätschaften doch Werkzeuge. Nirgendwo ging hervor, dass der Typ mit dem Messer herumfuchtelte und schreiend das Spaltwerkzeug wie ein Tomahawk über seinen Kopf kreisen ließ.
…Als die Beamten am Einsatzort an der Antwerpener Straße eintreffen, verhält sich der Mann aggressiv, lässt sich nicht beruhigen. Im Gegenteil: Zeugen sagen aus, dass der 50-Jährige direkt zum Angriff übergeht, als der Streifenwagen vorfährt. Er soll sofort auf die Beamten zugegangen sein, um sie zu attackieren…
Wenn ich manchmal grünberockte Zeitgenossen erlebe, auf welche Art sie sich auf Radfahrer oder zechende Leute stürzen, na ich weiß nicht.
„Zeugen“ sagen aus…
„Ich bin Zeuge! Um was geht´s?“
…Zehn Minuten lang reden die Beamten auf ihn ein. Dann eskaliert die Situation. Es knallt. Zwei Beamte, darunter eine Frau, feuern Schüsse ab. Anfangs anscheinend Warnschüsse. Querschläger treffen einen Autoreifen. Der Renitente reagiert trotzdem nicht. Erst ein Unterschenkeldurchschuss und eine Kugel in den Bauch bringen den Mann zu Boden. Nach Informationen der B.Z. wird mindestens achtmal gefeuert, die Polizei spricht offiziell von „mehreren Schüssen“. Dann werden Pfefferspray und ein Schlagstock eingesetzt…
Eine merkwürdige Reihenfolge: Reden, Eskalation – weshalb? Um die acht Schüsse fallen nebst Sachbeschädigung durch Querschläger, Unterschenkeldurchschuss, Bauchschuss, der Mann erdet sich zwangsläufig, als Dessert dann Pfefferspray und Haue mit dem Gummiknüppel…

Heute sieht alles etwas anders aus, ebenso die bescheuerten Schlagzeilen.
André C. „Beilmann“ ist messermäßig Stereo bewaffnet, eins in der Hand, das andere vielleicht quer zwischen seiner Fressleiste und das Beil steckte im Hosenbund.
Der Ton macht bekanntlich die Musik, wie wird denn die Aufforderung gelautet haben?
Bestimmt nicht so: „Guter Mann! Entschuldige, dass wir dich ansprechen. Sei doch so nett und lege bitte die beiden Messerchen vor deine Füßchen und hebe langsam deine Patschhändchen!“
…eskalierte die Situation. Er griff die Polizisten an... Vielleicht zeigte er lediglich den Stinkefinger und rotzte in ihre Richtung.
…Eine Beamtin gab zunächst Warnschüsse (mindestens 5) in die Luft ab,..
Nicht auszudenken, die Bewaffnung der schießwütigen Dame hätte aus einer Mpi bestanden. Allerdings erzeugen in der Straßenschlucht fünf Schüsse auch schon ein beachtliches Feuerwerk. Weiterlesen

Die Krise der Volkswirtschaftslehre

Dieser gefällige Artikel ist nichts weltbewegendes. Aber für Leute, die ganz am Rande etwas über gewisse Zwänge in der Ökonomie erfahren wollen, kann er als (sachter ↔ fragwürdiger) Einstieg gewertet werden…

Olaf Storbeck und Norbert Häring wollten scheinbar in einer spiritistische Sitzung den Kontakt zu
dem lange verblichenen Schotten aufnehmen, vielleicht sogar in den Katakomben von Fort Knox. Deshalb die hilflose Fragestellung: „Was nun, Herr Smith?“ – dabei hätten es die Jungs eigentlich belassen sollen! Auf der anderen Seite gilt Adam S., besonders in Kreisen von neoliberalen Wachstumsfetischisten, immer noch als deren Prophet und daher rührt auch dieser unerschütterliche Glaube an jene imaginären Selbstheilungskräfte der Märkte…
Klar!
Das Geld liegt massenhaft auf der Straße herum, man muss sich nur danach bücken! …
(Genosse Steinbrück ist dafür der lebende Beweis. Wer etwas verändern oder regulieren möchte, sei es nur für sich, der muss einfach seinen Finger aus dem Arsch ziehen und loslegen! Ist doch alles ganz einfach, den Rest regelt wirklich der Markt und zwar in allen Lebenslagen!)
Anfangs taucht irgendwo der folgende Satz auf: „In den vergangenen 200 Jahren ist der Wohlstand der Nationen in einer schier unvorstellbaren Weise explodiert.“
– Deshalb haben WIR uns ganz nebenbei auch zwei Weltkriege geleistet…
Lustigerweise darf sich der Berliner Makroökonom Michael Burda als Sparwitzverkünder produzieren.
„Man muss erst einmal die Basismodelle gelernt und verstanden haben. Dann hat man das intellektuelle Handwerkszeug, um sie kritisieren zu können.“ Burda sieht keinen Reformbedarf für sein Fach – der Ball liege bei der Politik, die auf die falschen oder gar nicht auf Ökonomen hören.
– Der Joke klemmt aber mächtig.
Nun ist Politik bekanntlich der Spielraum den das Kapital lässt. Dies kann jeder weltweit am synchronen Einsatz von Politikern nebst Lobbyistenmeute beobachten. Da existieren nur unbedeutende Abweichungen, deren Verschiedenartigkeit lediglich aus historisch gewachsenen Strukturen der einzelnen Staaten herrühren.
Deshalb sind alle Ergebnisse jene Marionetten vollkommen übereinstimmend, wenn sie zum Wohlgefallen des Kapital deren Vorgaben umsetzen.
Natürlich darf John Maynard Keynes nicht fehlen, die Länge seiner immer wieder angebrachten Zitate reichen in 12-Punktschrift bestimmt bis zum Mond…
Dabei könnte man gewisse Teile seine Schrift – „Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages“ – in der jetzigen Situation auf Griechenland und Spanien übertragen…
Aber wer will das schon versuchen?
Schließlich sollten die Folgen nach dem Vertrag von Versailles hinreichend bekannt sein!
Oder wurde bereits alles vergessen?
Na dann müssen WIR es nochmals durchleben“

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Bankenschreck?

Momentan ist von seiner Seite billiger Populismus angesagt.
Dies ist ihm nach Artikel 2 der FDGO sogar gestattet – Artikelchen 1: Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Zumindest während der Wahlkampfphasen halten sich alle künftigen Volksvertreter daran…
Augen zu und durch – der Rest ergibt sich von selbst! Mir ist es bereits lange egal, wer gerade ab- oder angekanzlert wird.
Zu Beginn der 80er erlebte ich den Stehkragenproleten und heutigen господин Schröder im Land der Wenden. Verließ damals die traute Runde mit den Worten: „Von dem ist noch viel zu erwarten, aber nichts Gutes!“
Ganz junge Saisonrevoluzzer fragten mich daraufhin, ob ich ein Agent Provokateur sei?
Der erdverwachsene Genosse hat meine Erwartungen weit übertroffen und nun schickt sich einer an, der es noch besser richten will…“
So weit wird es gar nicht kommen!
Wegen eines genialen Schachzuges des SPD-Buddhas.
Land auf und ab ist hinreichend bekannt, dass in den Hinterzimmern ewig wechselnde Seilschaften geknöpert werden. Entsprechen der Mentalität jener Leute die für ganz bestimmte Situationen instrumentalisiert werden, liegen auch entsprechende Stolperdrähte und Fangeisen bereit.
Steinmeier kann den Kanzler nicht spielen, er ist der einzige der ehemaligen Tro-i-ka (Mediendeppen benutzten ewig diesen Begriff und konnten ihn nicht korrekt aussprechen, auch in einem ganz anderen Zusammenhang) mit einer gewisse Menschlichkeit, dies ist in der Politik schon lange nicht mehr gefragt und wird noch dazu als Schwäche ausgelegt.
In Zeiten, wo es vielen Wählern recht dünn durch die Därme rennt, ist ein Kanzlerkandidat auch fehl am Platz, wenn dessen Breite fast seiner Körpergröße entspricht.
Nun retour zum gegenwärtigen frischen Nochkandidaten, der stolperte prompt in das offerierte Tellereisen, blind durch seine Eitelkeit. Genosse Hagen Gabriel wird über Informationen verfügt haben, die es ihm erlaubten, seinen Mitstreiter lobhudelnd in den Honorar-Debatten-Sumpf zu stoßen.
Nach dpa geht der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in die Offensive. Etwas spät, denn die Kritiker hatten sich bereits auf ihn eingeschossen, aber BILD hält sich noch dezent zurück.
Klasse wie sich der honorarige Kamerad momentan windet, eine alternde Schlangenfrau ist ein Scheißdreck dagegen. Wird ihm aber nicht viel nützen, denn über diese schlaffe Steinbrück werden noch nicht mal jene Genossen schleichen, die ihre Hose mit der Kneifzange anziehen, am wenigsten das übergewichtige Scheffchen, zumal Sigmar in seinem Ärmel ein Ass verbirgt.
In den letzten Monaten hörte man fast nichts von der Generalsekretärin, momentan fordert sie Kritiker von Union und FDP noch auf, ihre eigenen Nebeneinkünfte offenzulegen. Ihr zaghaftes Insistieren wird Madame bald sein lassen, zugunsten einer plötzlichen Wendung.

Durch Buchen, Fichten, Tannen – Die Lange Nacht vom Rennsteig – Von Jens Rübsam

Gerade erst in der Vorschau gefunden.
Ein Tipp für Leute, die in vergangenen Zeiten ihre Sozialisation als Angehörige des Bergvolkes nördlich der südlichen Zonengrenze erfuhren und seit langer Zeit in der Diaspora schmachten.
Auf DLF läuft heute für drei Stunden, ab 23:05 Uhr, jenes Rundfunk-Feature im Rahmen der „Langen Nacht“. Hatte es mir heute morgen auf dradio eingezogen – war unterhaltsam und recht informativ.
Natürlich fehlte auch die „Herbert-Roth&Traudel-Story“ nicht, außerdem hat ja fast jeder in seiner Schulzeit einen Hit von ihnen lernen müssen. Merkwürdigerweise wurden im Osten, flächendeckend, fast nur Mucken aus Thüringen, etwas aus dem Harz und ganz wenig aus den anderen Regionen „UNSRER Deutschn Demokratschn Replik“ als Volksliedgut unters Volk gebracht.
1960, zur Luftkur in Bad Sulza, trällerten wir dort das „Rennsteiglied“ sogar mal vor Onkel WU und Gattin
Eine Kleinigkeit habe ich in der Sendung vermisst, gerade was den „Heino des Thüringer Waldes“ betraf. Seine Platten galten seinerzeit als stiller Exportschlager in Richtung Südamerika. Jetzt werden sich manche fragen, weshalb gerade Argentinien, Bolivien, Chile, Paraguay und Uruguay? Diese Staaten hatten immer schon ein Faible für eine bestimmte Art von Immigranten, viele verkrümelten sich damals mit Hilfe von „Odessa-Tours“, via Vatikan, mit einem One-way-ticket dort hin. Auf dieser Pisse durfte ja sehr viel später sogar Honni Kahn fahren, allerdings ganz legal und ohne Hilfe aus dem Kirchenstaat…
Vielleicht war dies auch der Grund, dass man Herby Roth nicht ganz von den Ätherwellen verbannte.
Es besteht sogar eine Möglichkeit die Sendung(en) per dradio-Recorder aufzuzeichnen!
Fußnote: Im Beim Zonenjammersender scheint ja in diesen Tagen wieder angesagt: Der Beat ist tot – es lebe Herbert Roth!

3. Oktober…

War das wieder ein scheenes Fescht, sogar die Frau Herrgott hatte mitgespielt!
Und die Reden, die vielen scheenen Reden.
Die scheenste hielt der Herr Dr?! rer. soc. Lammert, zweiter Mann im Staate (Sportlich gesehen, handelt es sich beim Zweiten immer um den ersten Verlierer.), der nur an diesem Tag mal vorn dran stehen darf. Der Präsident des Bundestages hat nach dem Bundespräsidenten das höchste Staatsamt inne. Folglich darf sich laut Staatsprotokoll die Frau Kanzler nur in seinem Schatten sonnen.
Weshalb sich diese Republik eine Doppelspitze von Gallionsfiguren I. und II. Kategorie leistet, weiß der Deibel. Ist es vielleicht nur Ämterpatronage oder soll damit lediglich der, die, das Kanzler  etwas geärgert werden?
Beim Vortrag seiner Rede in München kam mir die Nummer 2 vor, wie der Klassenprimus im Deutschleistungskurs: Rezitation.
Allerdings plagiatierte der Herr in seinem Monolog, als er einen Bruchteil der dritten Strophe vortrug, den sein Redenschreiber in den Text verwoben hatte. Ohne den entsprechenden Hinweis auf das Zitat, könnte man ja annehmen, er sei der Textbastler der dritten Strophe des Deutschlandliedes – oder sehe ich das falsch?
Wie diese Passage bei den Zuhörern ankam, darauf wurde in den Nachrichten nicht eingegangen, jedenfalls kam es bei der Variante, die mir vor Augen und Ohren kam, zu keinem Szenenapplaus oder standing ovations.
Vielleicht war ja die Idee doch nicht so gut…
Zur Erinnerung die originale und mainstream Version des Songs: E. u. R. u. F… Weiterlesen

W. Scheele u.a. in der Junktionbar

Vorgestern waren wir mal wieder in der „Junktionbar“, jener Laden existiert seit fast 20 Jahren. Zuletzt war ich dort drin, als „Dota, die Kleingeldprinzessin“ begann mit Band herumzutingeln, damals herrschte nach einer halben Stunde bereits Smokestufe 40, später noch mehr…
Heute wird nur draußen geraucht.
Gleich nebenan befindet sich ein Spätkauf, der mit Getränken bestimmt viel Konkurrenz macht, deshalb zu den 5 EU Eintritt noch ein Getränkebon von 3 EU.
Mucke kam geil rüber – allerdings erinnert die Qualität meiner Aufnahme an die Geräusche von einer Ziege, wenn sie in den Melkeimer scheißt.
Scheele ist ja ausgewiesener Fan vom Gitarrengott aus Seattle, wer keine Angst hat, dass seine Horchwaffeln Sprünge bekommen, ist bei den Klängen gut aufgehoben…
Allerdings besteht ein winziger Unterschied zwischen Wolle S. und seinem Idol James Marshall. Während der eine seine Klampfe sehr gern abfackelte, betonte der andere öfters, wie teuer sein gutes Stück sei…
Hat uns gefallen! Leider fehlte ein Mixer, deshalb wurde Stefan am Bass manchmal etwas verdrängt, etwas nervte ab und an auch das leichte 50 Hertz-Brummen…

Gutmenschen aller Länder vereinigt euch endlich!

Dann gibt es nur noch Friede, Freude, Eierkuchen und keine Kriege mehr…
Fand gestern im „L. Tagebuch“ einen Link in Richtung: THE EUROPEAN und dort etwas zum Thema „Gutmensch“.
Der Text gefällig, leicht zum Schmunzeln und ohne erigierten Zeigefinger.
Merkwürdig wurde es in den anschließenden Kommentaren.
Bei einer Bemerkung fiel mir sofort Mike Godwin ein, der mal abließ: „Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“
Diesen Gefallen tat mir ein PLAGIATOR unter dem Pseudonym – Ed Rockefeller – der stolzt damit herum, dass er keinen Doktortitel, sondern den eines „Gutmenschens“ tragen darf. Der sollte mal seine Behauptung belegen und Zitate bringen!
Hier seine Zeilen:
Also ich trage den Titel “Gutmensch” mit Stolz.
Er stammt nämlich aus der NS-Propaganda und bezeichnete ursprünglich die demokratischen Kräfte der Weimarer Republik, die dem Bolschewismus nicht gleich mit einem Vernichtungskrieg und ungeliebten Minderheiten nicht gleich mit Konzentrationslagern und Ausrottung begegnen wollten.
Wer also den Begriff abschätzig verwendet, hat die entsprechende Gesinnung, so einfach ist das.
Übrigens, was ist wohl schlimmer? Andere Menschen zu massakrieren, oder diese Taten zu kritisieren? JedeR von euch ist frei, diese Frage auf seine oder ihre Weise zu beantworten.

Nun habe ich in meinem Leben wirklich einiges an Büchern verschlungen, auch eine Haufen NS-Literatur darunter, aber dieser Begriff kam mir nur annähernd bei Brecht vor die Augen – „Der gute Mensch von Sezuan“!
Wobei für mich in der Definition von „guten Menschen“ und „Gutmensch“ Welten liegen. Beim „GM“ liegen nach meinem Dafürhalten leichte Laufmaschen im Geflecht des  Zentralnervensystems vor, wobei die genossene Sozialisation einen nicht unerheblichen Einfluss ausübt…
Den Begriff „Gutmensch“ möchte ich aber auch in einer negativen Wertung verstanden wissen – bitte darum!

Fußnote: Nach der Definition vom Gutmensch Rockefeller ist jener Eigentümer, der diese Begrüßungsfloskel an seine Haus anbrachte, zwangsläufig auch ein Nazi, ebenso alle bewaffneten römischen Heerscharen, die ewig ihren rechten Arm hoben und „Heil“ brüllten, in ihrer Mundart benutzten sie dafür allerdings den Begriff: SALVE.
Bei solch einem Schild neben dem Hauseingang wird die Miete wahrscheinlich nicht mit der Maschinenpistole eingetrieben

Werbung im TAGESSPITZEL

Irgendwann hatte ich mal etwas zu einem Text im „Tagesspiegel“ in die Tasten gehauen, nicht beendet und heute fand sich dieses Bruchstück wieder an.
Es betraf die künftige Handhabung von Werbegags in dem Blatt. Jene Art machte mich richtig sauer, hinzu kommt mein abgrundtiefen Hass auf jegliche Art von Reklame.
Hier der Artikel: Werbeform auf tagesspiegel.de
Habe meine Betrachtung dazu, natürlich nicht als Elektrobrief verschickt. Möchte nämlich nicht zum Mittäter werden, außerdem käme es einer Aufwertung dieser infantilen Werbeschose gleich.
Auf diese pseudo-demokratische Kacke kann ich wirklich verzichten! …dass Sie auch noch etwas besser machen wollen und deshalb auf unsere Informationen angewiesen sind.
Vielleicht sollten sich die Redakteure mal wieder auf den wertkonservativen Leitspruch Ihres Blattes besinnen!
Wie lautet der noch?
RERUM COGNOSCE CAUSA!
Dieses Motto ist schon lange zu einem traurigen „Running Gag“ verkommen!
„Was Sie besser machen können?“
Gar nichts, wenn Sie weiterhin dem Zeitgeist entsprechend Ihr Blättchen gestalten wollen. Bereits zur Diepchen-Ära kam mir die Empfindung, dass der „Tgs“ zu einer lokalen Regierungspostille mutierte. Da hat sich nichts geändert, ewig tauche die gleichen Larven auf, seit zwei Jahrzehnten noch zusätzlich die von den gerade „regierenden“ Probierpolitikern.
Hinzu kommt, nur weil Sie einschneidende Veränderungen im Medienwesen verpennt haben, soll alles auf Kosten der Leserschaft ausgetragen werden.
Aus einer Flunder wird nun mal kein Zierfisch, auch nicht, wenn als Ersatz für finanzielle Einbußen die Leserschaft mit witzlosen Werbekampanien bombardiert wird…
Auf mindestens vier Seiten könnte täglich verzichtete werden.
Dies beginnt mit dem Boulevard-Scheiß auf der letzten Seite.
Wer sich für Sport interessiert greift bestimmt nicht zu Ihrer Zeitung – Nr. 2.
Der dürftige Kulturteil sollte auch reduziert werden, vielleicht sogar um zwei Seiten – Nr. 3 und 4, auch ließe sich wechselseitig, etliches vom lokalen Teil streichen…
Lassen sie bitte auch Frau Dr!? Binder endlicher wieder Restaurants testen! Was sollen ihre merkwürdigen „Kolumnen“, wo sie krampfhaft versucht, pädagogische Defizite von verklemmten Deppen zu beseitigen, nur weile diese Leute nie gelernt haben, in den entsprechenden Situationen simpelste Bedürfnisse anzumelden. Ihre Artikel gleichen in der Aussagekraft dem Niveau der „Bravo“ aus den 60er Jahren…
Wir werden demnächst auf ein überregionales Presseerzeugnis aus der alten Republik zurückgreifen und die Wochenendzumutung Ihres Hauses kündigen.
Bei meiner morgendlichen Lektüre im Café wähle ich schon seit einiger Zeit die kleinere Springerausgabe, dort sind Agenturmeldungen kompakter und außerdem werden beim schnellen Querlesen keine unerfüllbaren Ansprüche geweckt.
Vielleicht sollten Sie auch mal in Erwägung ziehen, ob Sie den ein oder anderen Mitstreiter der höheren Etagen nicht doch lieber in den Vorruhestand abschieben sollten – allerdings ohne klebrige Handschläge… Weiterlesen

Wo soll ich hier etwas positivieren können ?

Heute kam von der Spardose ein Schrieb – alles wird demnächst besser, schöner, bunter, voller Vorteile – natürlich nur für mich!


Iiiiigittttt.
…ab dem 1. 1. 2013 bieten vor dem dem Hintergrund unserer Optimierung unserer Produktpalette das von Ihnen genutzte Girokonto nicht mehr an. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.
Dafür könnte ich Mister Unbekannt in seine Eier latschen, wegen des zu erwartenden Verständnisses…
Mache ich aber nicht, weil seit einiger Zeit zwei kostengünstigere Konditionsmodelle auf dem Schnäppchentisch – wie bei RUDIS RESTERAMPE – offeriert werden.
8 Wochen hätte ich sogar Zeit, zwischen Pest und Cholera zu wählen.
Als Kirchenaustreter danke ich meinem verblichenen Gott!
(Viele Jahre nach dem Anschluss erfuhr ich durch Stasi-Methoden, von konfessionellen Bürokraten, dass man mich als Frischling bereits traumatisiert hatte.)
Informationen über das neue Girokonto Comfort (Früher wurde Comfort mit „K“ geschrieben, da war außerdem Komfort noch Komfort – in Ost und West – in fast allen Lebenslagen!)
Heute habe ich „Comfort“ und weiß mit der großen Güte überhaupt nichts mehr anzufangen und dies hat absolut nichts mit meinem Alter zu tun!
FRÜHER muss ich nochmals benutzen, meine damit nicht die Zeiten unter Herrn Kaiser oder Adolf dem Gütigen.
Neeee!
Frühere Westzeiten, so ab Mitte ´76, da wurde jeder Wisch der Spardose von dem Knecht am Tresen unterzeichnet, mit dem ich so manches mal auch Auge um Auge konferieren durfte.
Heute werde ich vom Bildschirm aus begrüßt und unter den tausendfachen Kopien prangt: Heinz Helmut Müller (Meinen Vornamen finde ich schon Scheiße, aber He-He, na ich weiß nicht.) der froh sein kann, dass er nicht Meier heißt. Trotzdem hat Ihmchen es schon bis zum Abteilungsleiter geschafft. Über seinem Spannemann auf dem Schrieb will ich nicht groß etwas ablassen. Meiner Ansicht nach (als Westentaschen-Graphologe), hätte der sich bei mir bis kurz vor der Pension als Hauptpräsidentenoberscheffportier bewähren dürfen und dort mit seinem Titel – Produktmanager – alte Omis bezirzen können.
Zumindest müsste es fast allen Ostlern aufgegangen sein, wegen des 40-jährigen Vorlaufs, dass die
Funktion der Parteisekretäre hier im Westen BWL-ler oder Produktmanager übernahmen und die haben wie damals – eins sehr viel – nämlich wenig Ahnung.
Und da soll ich mir nicht verscheißert vorkommen?

Entwarnung nach Bombendrohung an Erfurter Schule

Was kann man eigentlich vorbeugend gegen solche „Jokes“ unternehmen?
24stündige Bewachung dieser „Bildungstempel“, Umzäunung mit NATO-Draht, Lichtschranken, Wachtürme, scharfe Hunde an Laufleinen, eine Stunde vor Schulbeginn antreten und rigide Kontrollen durch Wachschutz!
Konservative Schulmaterialien und Kommunikationsprothesen werden verboten, erlaubt sind dann nur noch Ipads.
Direktoren und Sekretärinnen bekommen für den Festnetzanschluss streng geheime, mindestens 16stellige Nummern, deren Kombinationen nur den Vertrauenslehrern eines Jahrgangs und dem Schulpücholochen bekannt sind…
Wollte bestimmt jemand nur eine Klassenarbeit etwas verschieben und die Medien reagieren sofort hysterisch. Gab es doch in anderen Situationen bereits öfters, bei Leuten die ihren Zug nicht pünktlich erreichen konnten oder mehrfach bereits ähnliche Anrufe, um den Start von Passagierjets hinauszuzögern.
Solche Reaktionen sind letztendlich nur Belege für bereits langanhaltende Erkrankungen von  Teilen UNSERER Gesellschaft – beschönigend heißt es anschließend sofort, dass es sich wiedermal um einen Einzelfall handelte. Nichts gegen einzuwenden, wenn man lediglich alles auf den gerade anstehenden Tatort fokussiert…
Diesen Makel hat die breite Masse aber immer noch nicht registriert, weil sie trotz des abklingenden Konsumrausches weiterhin mit viel Lustgewinn dem materiellen Ersatz frönt wie eh und je, wobei das störende Drumherum geflissentlich ignoriert wird.
Nach dem bald anstehenden Erwachen will natürlich wieder keiner etwas gewusst haben und Schuld daran haben üblicherweise auch nur die andern…
Um auf Erfurt zurückzukommen, dort laufen wenigstens Leute herum, denen man schon gewisse Routine nachsagen könnte – was die Räumung einer Schule betrifft…