Seit heute geht Bassist Jörg „Speiche“ Schütze nicht mehr einkaufen

Viele Jahre später traf ich ihn durch D. wieder*, gleich zu Beginn, als er seinen Laden in der Raumerstrasse aufgemacht hatte. Es ging um eine korrekte Schallisolierung. Wir kamen nicht ins Geschäft, weil sie optimal sein musste, wegen einer späteren Abnahme der Behörden, allerdings auch fast nichts kosten durfte. Witzigerweise aber in Richtung von Eierkartons ausgeführt werden sollte, wie zu alten Zonenzeiten…
Ähnlich ging es mir auch mal mit dem Scheff vom B.-Café. In beiden Kneipen waren die Schornsteinzüge das größere Problem. Da wollte Manne C. – mittlerweile auch †, mich vermitteln, wegen der gleichen Angelegenheit führte ich den Job dann nicht aus. Den erledigten andere Kollegen, wesentlich preiswerte auch in Praca nielegalna oder Praca na czarno(?) aus.
Wie endete es in dem Laden? Manne wollte irgendwann nachmittags am Piano kleine Korrekturen vornehmen und kam nicht in den Laden rein, das ging nur im Seiteneingang, wofür er aber keinen Schlüssel besaß. Drinnen war die Decke runter geknallt und wenn ich mich richtig erinnere hatte die Nacht vorher, Eb Davis mit seiner Superband dort gemuckt…
Es gab Jahre, da war sehr oft in seinem Laden und manchmal lief ich ihm auch so über den Weg. Ausgerechnet zu einer seiner großen Mucken, im Kesselhaus – war irgendwie eine Geburtstagsmucke zum 60sten oder 65sten, justament an dem Tag raffte mich ein Hexenschuss darnieder.

In der letzten Zeit landete ich nur zweimal in Speiches R&B-Kneipe. Als zu Mannes Ableben, Wince Weber noch einen Abschied dort einläutete. Und kurz darauf, ging ich wegen meines ehem. Landsmannes dort hin, wegen Hans die Geige…
Nun hat sich wieder jemand verabschiedet, der auch von sich behauten konnte, ein fetter Pickel am Arsch der Zonengesellschaft gewesen zu sein. Solche Zeitgenossen fehlen in diesen Tagen immer mehr!
Wenn ich so registriere, wer z. B. jetzt die Vorgaben in Richtung Kultur jeglicher Art bastelt, könnte ich nur noch kotzen! Vornweg UNSER oberste neobolschewistische Kulturfuzzi, dieser Komiker! Als er zu Beginn seiner irrtümlichen Ära im Kulturbetrieb auftauchte, wurde von Anbeginn immer darauf hingewiesen, es handele sich bei ihm um einen bekennenden Schwulen! Irgendwann kam es mir so vor, als ob es möglicherweise vielleicht die einzige Bedingung für diesen Job war? Herr Gott nochmal, warum soll es mich eigentlich interessieren, dass er gerne Schwänze lutscht? Es ist doch wirklich seine ureigenste Angelegenheit, wie er seine Hormonnivellierung bewerkstelligt. Für diese Art von Privatvergnügen muss doch niemand nervige Reklame machen lassen.
Schon merkwürdig, schließlich latsche ich doch auch nicht überall herum und verkünde mein andersartiges Faible für Schlitzpisser…
Kann es mir nur so erklären, er muss es vielleicht zwangsläufig tun, da ihm wahrscheinlich das gehörige Selbstbewusstsein zum täglichen Leben bereits immer fehlte.
Gedanken in jene Richtung kann unsereins natürlich nicht nachvollziehen! Weil man sich zu jeder Lebenslage, all jene Kleinigkeiten bedingungslos nahm, die für andere überhaupt keine Wertigkeit besaßen, besonders für all jene Flachzangen, welche lustvoll durch die Systeme schlittern können und jedes mal aufs Neue, dann alle gewendeten moralinsauren Normen zwanghaft den anderen aufdrücken müssen.
Speiche hatte sich um solche Widerlinge auch einen Scheißdreck gekümmert und das war auch gut so!
Habe aus dem Netz einige MONOKEL-Dinge gefischt.
Beginne mit einer Schilderung aus Urschleimzeiten.
Speiche, 70 Jahre
Interview mit “Speiche”
MONOKEL
Speiches Monokel
Monokel – 40 Jahre
Monokel Blues Band
DM.de

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