Archiv für den Monat: April 2011

„Traumhochzeit“ von Käthe und Willy

12,5 Milliarden Leute sahen die Supervermählung, hier nochmals einige Highlights.
Auf Photo Nr. 2 fehlen nur die Narrenkappen mit den Schellen, auf Nr. 5 ist die grenzenlose Begeisterung nicht zu übersehen. Augenscheinlich hat das künftige Paar bereits die Scheidung im Blick…
Die knappen 10 Jahre von Onkel Andew und Kugelblitz Fergie sind zu unterbieten, dies sollte doch zu schaffen sein.
Was mir noch einfällt, wenn ich die Brautleute sehe. Nicht nur, dass scheinbar Calvin Coolidge grüßen lässt, im dirty talk kommt Willy mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht an Dad (was ich meinem jüngeren Geburtstagsbruder – 9 Stunden – überhaupt nicht zugetraut hätte) ran, er möchte bei seinem Käthchen bestimmt nicht die Funktion eines Tampons übernehmen…
Er wird seiner Großmutter heute etwas gestanden haben, was (in deutscher Übersetzung) so ähnlich klang: „Du Omi, ich hatte letzte Nacht ein tolles sexuelles Erlebnis! Es hat fast einen Kuss gegeben!“

Geiz ist geil – kostenlose Kollateralschäden

Heute nehme ich den dritten Anlauf, es geht um jene widerliche Floskel mit der gewisse Politiker und Militärs permanente herumhuren – den Kollateralschaden!

Wochen ist es her…
…kam gerade aus dem Wirtshaus und dachte mir, du lässt den 1.April leer stehen, weil er immer wieder als Fake missbraucht wird.
Rage Against The Machine motivierten mich schließlich und ich nahm mir den etwas älteren Text vom 23. März vor…
Begann schließlich in der Mediathek vom Kanals für Einäugige zu zappen, blieb dort hängen wegen der perpetuierenden und zensierten – ähhh –  entsprechend bearbeiteten Neuigkeiten von zwei verschiedenen Örtlichkeiten, die über den Daumen gepeilt, beide auf 33° nördlicher Breite liegen. Allerdings rund hundert Längengrade von einander getrennt, was mehreren tausend Kilometern entspricht und recht kompliziert auszurechnen ist.

Kollateralschaden, in jüngster Zeit ausbaldowert, natürlich im Amiland, hat doch eigentlich nur die Funktion gewisse Randerscheinungen des demokratisch herbeigeführten Massenmordes zu legitimieren.
Jener gaunerhafte Begriff wurde im gleichen Moment zum „Unwort“ des Jahres 1999 gekürt.
Wobei für mich der Ausdruck „Unwort“ auch etwas von Weichspülung hat und der eigentlichen, begrifflichen Situation absolut nicht gerecht wird, denn es gibt keine „Unwörter“! Nur Wortkonstrukte mit denen etwas kaschiert werden soll.
Ein frühchristliches „U-Wort“ verbinde ich mit Kreuzfahrern!
Es klingt so, als ob das „Fähnlein Fieselschweif“ aus Entenhausen, vor fast 1000 Jahren, durch die Botanik schlenderte. Indes gehörten bei jenen Bekehrungsausflügen Brandschatzen, Rauben, Vergewaltigungen und Morden so unabwendbar dazu, wie das „Amen“ in der Kirche. Dadurch hielten sich die gesegneten Recken, egal in welche Richtung sie reisten, immer ihren Rücken frei.
Anders verhält es sich mit Leidtragenden der ausgedehnten Mission in Libyen, weil man diesen Landstrich gerade in Richtung Frieden bombt.
NATO-Freaks erwies sich dabei als lernfähig, hatte doch die CIA gleich 1979 begonnen, afghanische Freischärler mit Hightech-Waffen aufzurüsten. Diese setzten dann ihre Geschenke sehr sparsam ein und verwendeten sie später gegen die uneigennützigen Spender. Im gleichen Moment wurden alle früheren Freiheitskämpfer plötzlich Terroristen genannt.
Wobei ihre Intention gleich blieb, ein Leben ohne Besatzer. Warum sollten dortige Leute erfreut sein, wenn statt der Pest nun lediglich Cholera grassierte?
Heute heißen Gaddafi-Contras Rebellen. Gleichen aber den Bewohnern am Hindukusch nicht nur im Aussehen, sie frönen auch ganz identisch ihre Zwiegespräche mit dem Propheten. Kann es ein, dass die freie westliche Welt letztendlich Hilfestellung gibt bei der Schaffung eines neuen Gottesstaates an der Peripherie des christlichen Abendlandes?
Der Hafer ist richtig, aber es handelt sich um das falsche Pferd, auf das sie setzen!
Viele libysche Rebellen sind recht irritiert, was Kollateralschädigungen angehen. Warum eigentlich? Zumal ein hoher Militärmann, noch dazu Ami (mit scheinbar nicht nur unbrauchbarer Grütze in seiner Birne), zu bedenken gab, dass der vorgesehenen Einsatz keine Telespiel sei…
Endlich haben nun alle ihren Krieg und schon tauchen die ersten pseudo-humanistischen Traumtänzer auf, ausgerechnet dort, wo am meisten nach militärischer Hilfe geschrien wurde.
Erst einen Brand legen und anschließend nach der Feuerwehr rufen.
Krieg ohne Tote ist doch wie Salz ohne Suppe.
Wie stellen sich denn die Rebellen einen bewaffneten Konflikt außerhalb der virtuellen Realität vor?
Etwa in Richtung eines Live-Aid-Konzertes auf dem Petersplatz in Rom mit Live-Schaltung nach Mekka, moderiert von Wolfgang Niedecken. Mit Einlagen von Stelzenspringern, die über rasenden Panzer hüpfen und als Höhepunkt ein Duell zwischen Sarkozy und Gaddafi mit Zahnstochern

Fußnote:
Was die irdische Dreifaltigkeit auf Honshu betrifft: Erdbeben, Tsunami und Super-Gau, da lassen sich die Opfer nicht bedingungslos als Kollateralschädlinge verbuchen. Bei verstrahlten Menschen könnte man es anders sehen, schließlich ist der Homo Collateralis das Resultat einer nicht beherrschbaren Technologie, die als Basis gilt für unstillbare Gier nach Gewinnmaximierung auf Deubel komm raus…
Ende der Fußnote!
PS.
„OpenOffice.org 3.2“ und „Word 2007“ können etwas mit Kollateralschaden anfangen, Unwort ist nicht bekannt.

Osmanisches Reich – XXIV. IV. MCMXV

Letzten Sonntag jährte sich mal wieder jener Tag – seit fast hundert Jahren – an dem gewisse Jungtürkische Kreise mit der „Endlösung“ (Tschuldigung, dieser Begriff wurde erst 37 Jahre später im Deutschen Reich kreiert, vielleicht war es ja die Anleihe vom ehemaligen Weltkrieg-I-Verbündeten.) des „Armenier-Problems“  begannen.
Mittlerweile hat man sich ja auch in deutschen Regierungskreisen entschlossen diese Massenabschlachtung als Völkermord zu bezeichnen, sehr vorsichtig, „aus Rücksicht auf den östlichen Nato-Verbündeten“. Sie haben allerdings auch ihre Klappe gehalten, was den Abriss der steinernen Erinnerung betraf, der heute mit einem Beitrag in 3-SAT Erwähnung fand.
Ist auch logisch, letztendlich hat auch die UNO noch nicht erklärt, bei welcher Summe von Toten man eigentlich weltweit von Völkermord sprechen darf.
Klar, ich bin wieder ganz falsch gepolt, denn ich finde bereits das Abknipsen eines einzelnen Menschen ganz große Scheiße, geht doch vielen genauso.
Bei Politikern mag es anders sein, die finden irgendwann den entsprechenden Dreh. Etwas Falsches wird tatsächlich irgendwann richtig, wenn man es nur oft genug wiederholt  und dann als normative Kraft des Faktischen abbuchen kann.
Was heißen könnte, zum hundertsten Jahrestag (2015) der beginnenden Massaker, wird nur noch von einem  bedauerlichen Kollateralschaden gesprochen, der sich ganz zufällig auf dem Weg zur „Demokratie“ ereignete. War zwar nicht schön, aber na ja und so…
Warum passieren selbige „Missgeschicke“ eigentlich heute immer noch?
Ganz einfach, sie haben sich bewährt…

Hier noch etwas zum Thema
Vom „Pappi“ der Türken
Die vierzig Tage des Musa Dagh
Die Kinder des Musa Dagh
Dieser Film war schon vor längerer Zeit angekündigt worden, aber die öffentlich-rechtlichen TV-Stationen kniffen: DOKU von ARTE

3-D-Menschelei am Gelben Meer

Hatte in den letzten Tagen einiges verzapft, aber nicht fertig gehackt.
Beginne mit dem Filmereignis aus Fern Ost.

Da haben also nicht ganz so prüde Hongkong-Chinesen den ersten 3-D-Porno der Welt herausgebracht.
Was soll an diesem Streifen anders sein als an herkömmlichen Filmchen?
Dabei wird den Augen lediglich Räumlichkeit sämtlicher menschlichen Körperbeschaffenheiten vorgegaukelt, einschließlich aller Erhebungen, Vertiefungen, Rüsseln und Schlitzen, die tote Umgebung natürlich ein geschlossen. Zusätzlich turnt es noch an, wenn im Hintergrund „Bil-Li“-Regale von IKEA dreidimensional zu sehen sind…
Es soll sich nach Presseinformationen um eine landesspezifische Geschichte handeln, „der“ Film für Neureiche in Sonderwirtschaftszonen und kommunistischen Funktionären.
Nebenher bestimmt noch ein akzentuiertes B-Pictures fürs gemeine Volk. Weiterlesen

Fukushima-GAU = Prädikat Nr.7 / Radioaktiver Windchill-Effekt → Stufe 11

→Nachdem der AKW-Betreiber TEPCO, gemeinsam mit vielen politisch Verantwortlichen, den Rest der Welt für saudumm verkaufte, wurde endlich dem Kind ein vorläufiger Name verpasst – „Gau der Kategorie Nr. 7“.
Was sie demnächst noch toppen müssen, denn diese magische Ziffer* reicht trotz aller verbalen Verrenkungen nicht aus, um sämtliche Folgeerscheinungen zu beschönigen. Bestimmt erweitern Atomlobbyisten in Peking, Brüssel, Moskau, Tel Aviv, Gelsenkirchen, Washington, Brüssel und die UNO jene willkürliche Tabelle auf „13“, unter Berücksichtigung von Rasse, Religion, Geschlecht und Körpergröße des Homo vulgaris. Weiterhin kann ebenso ein radioaktiver Windchill-Effekt in Betracht gezogen werden…
In absehbarer Zeit gehört deshalb jener unsägliche Vergleich mit Tschernobyl der Vergangenheit an, aber nicht die Perfektionierung von durchschaubarer Salamitaktik für Notwahrheiten.
Hat man je vernommen, was den abgebunsten Reaktor in der Ukraine betrifft, dass irgendwelche Leute zur Verantwortung gezogen wurden,?
Schade, auch in Japan gehen bewährte Gepflogenheit den Bach hinunter, ich denke dabei an das rituelle Bauchaufschlitzen – Harakiri – klingt cool, erinnert irgendwie an Sushi…
Endlich erwachen dort Menschen aus dem Jahrhunderte dauernden Schlaf der allgegenwärtigen Verdrängung, den man immer noch mit bewährten Traditionen begründet und für uns nicht nachvollziehbar erscheint.
Einen kleinen Einblick verschaffen Filme von Akira Kurosawa – immer mal wieder in den III. Programmen – leider zu sehr unchristlichen Zeiten. Was mich aber nie abhielt, diese Streifen einzuziehen.
Merkwürdigerweise liefen in der Zone alle Highlights von ihm.
Als Erklärung kam mir mal – Rote Kulturstare staubten seine Werke irgendwo billig ab, nebenbei eigneten sie sich als Feigenblatt für Westprodukte. Außerdem fand die breite Masse Kurosawas Thematik vollkommen unverständlich.
Was im Westen nicht viel anders war. Hier kenne ich auch nur eine Hand voll Leute mit Interesse für jene bewegenden Historiengemälde.
Nebenbei – fast alle filmisch umgesetzten Begebenheiten agieren gar nicht so weit weg von simplen Sachverhalten unserer Historie und Gesellschaft. Zahlreiche Handlungsstränge laufen bloß auf verschieden Ebenen was menschliche Herangehensweisen und deren Schlussfolgerungen betreffen,  resultierend aus den unterschiedlichen Traditionen und den daraus entstandenen Zwängen.
Der Text zu Akira Kurosawas „Rashomon“ belegt es.

* Bei WIKI fand ich viele Seiten über Erklärungsversuche im Zusammenhang mit der Zahl „VII„. Vergessen wurden abergläubische Betrachtungen aus unseren Breiten.
Seit Jahren nerven Leute damit, wenn beim Zuprosten jemand dem anderen nicht in seine Sehschlitze schaut, derjenige in den nächsten sieben Jahre große Probleme beim Austausch von Körperflüssigkeiten bekommt…
Auch die sieben Jahre Pech, die man nach dem Zerdeppern eines Spiegels durchleben muss…

wg. Abrechnung der Architekten

…Architekt von internationalem Rang…
Tagesspiegel 2.4.11: Wo heute noch der Wind über die 40 Hektar große Fläche fegt, die Natur sich zaghaft die verlassenen Verladestationen und Speditionsbauten zurückerobert, soll es in 20 Jahren zugehen wie am Potsdamer Platz oder in der Friedrichstraße. Das Gebiet an der Heidestraße gilt als das größte Entwicklungsgebiet der Stadt und soll für mehrere hundert Millionen Euro in ein lebendiges Quartier mit Wohnungen, Geschäften und Büros verwandelt werden.
…aus Zürich, weil sie sich in dortigem Städtebauamt „als fachlich kompetent bewiesen“ habe und einen „exzellenten Ruf“ erwarb.
Mit einem Füllhorn neuer Ideen war auch die Architekturschmiede…
…„wichtige Entscheidungen in Berlin im kleinen Kämmerlein getroffen“…
„Zu faul! Berliner Professor gefeuert!“

„…Großstädte sind heute Labore eines harten gesellschaftlichen Strukturwandels. Sie sind zum Stadtumbau gezwungen, um sich im weltweiten ökonomischen Wettbewerb behaupten zu können.“
„…politische Alleingänge nerven BVV und Mitstreiter zusehends.“

8-ung! Alles plagiatiert, gefunden im Netz und TAGESSPITZEL, diese Sätze betrafen irgendwelche Artikell über Bautätigkeiten in Berlin.

Momentan könnte man das jüngeren Zauberwort – „Sukzession“ – noch für die momentane Situation an der „Heidestraße“ benutzen, wegen der zaghaften Zurückeroberung der Natur. Wird nicht andersherum ein Schuh draus? Sind die 40 Hektar nur deshalb noch nicht verschleudert, weil Altlastentsorgung nebst Munitionssuche Unmengen an Knete verschlingen würden und bestimmte Kreise dementsprechend auf Zeit spielen? Ist zwar so, dass diese Brache kein Brot frisst, trotzdem Unmengen an Finanzen dort versickern. Irgendwann kommen deshalb Senat oder Bund für alle vorbereitenden Arbeiten auf und das Kapital, dieses „scheue Reh“, kann sich dann auf renaturierter Landschaft in Beton, Stahl und Glas ausscheißen, damit es dort in 20 Jahren so zugeht wie am Potsdamer Platz oder in der Friedrichstraße.
Hoffentlich nicht!
Zwar flackern nachts am Po-Platz bunte Lichtlein, aber was ist sonst dort angesagt, wenn keine gepuschten Events stattfinden?
Nun zur Friedrichstraße, ich durfte sie letztes Jahr mehrfach genießen. Leute, gegen 22 Uhr MEZ, ist in der Fußgängerzone von Neumünster wirklich mehr los…
Eigentlich wollte ich etwas zur: „A.d.A.“ loswerden. Weiterlesen