Archiv für den Tag: 13. Mai 2012

GMX war dabei!

Zum Muttertag…nicht ganz frei von Klischees.
Irgendeine Nase von „dpa“ versuchte FDP-mäßig zu gutmenscheln, frei nach der Devise – „Wünsch dir was!“ – und suche dir heraus, worüber du lächeln oder wütend werden kannst! Allerdings scheint man nur Muttis aus germanischen Gefilden charakterisiert zuhaben.
Zu allen genannten Kategorien existieren noch Steigerungen und dafür dienen meine ureigenen Klischees…
Da ich recht selten in +Berg oder Newkölln herumscharwenzele, tangiert mich das Gehabe der migrationshintergündigen Morgenländerinnen nicht besonders. Betreffs Statussymbole wurden dortige Jungmammis der Turkvölker weit abgehängt, arabisch-semitische Damen geben sich schon länger selbstbewusster und respektloser…
Ganz vergessen wurden auch neureiche Gucci-Matkas sowjetischer Prägung, die wiederum bevorzugen Charlottengrad und Wilmersburg – über diese Spezies möchte ich auch nichts weiter ablassen. Schließlich genügt mir der Seitenhieb, den Gutmenschen und humanistische Traumtänzer  sowieso in ihre „rassistische“ Schublade packen werden.
Komme mal zurück zu den ausgeleuchteten Erscheinungsformen aus dem Prenzelgebirge und den angrenzenden Tälern.
Es ist zum Piepen, wie wichtig sich da so manche, chronisch untervögelten, ältliche Mammis nehmen. Allerdings reichen die mir bereits in der U- und S-Bahn. Manchmal kommt das Gefühl auf, sie quatschen nicht nur wegen ihrer respektlosen Monster so laut. Nee, nee der Fahrer in seinem Kasten soll scheinbar auch noch etwas mitbekommen.
Manchmal bedauere ich es, wenn die lange hinausgezögerte Entscheidung doch zu Gunsten einer Göre fiel, statt zur deformierten Teppichratte. Mir schon klar, solch Köter erfordert eine gewisse Kontinuität und viel Verantwortung, außerdem eignet sich ein Sprössling wesentlich länger zum Renommieren und Nerven.
Retour zum Ostberliner Schuldenhügel.
Am ehesten kann man sozoologische Studien am Helmholtzplatz betreiben, wegen der Beschaulichkeit aufgrund seiner Größe.
Abgesehen davon, dass es Muttertiere gibt die auf dem Weg dorthin nebeneinander Krötenkarren vor sich herschieben, die bisweilen an 500 Fiats erinnern. Nur damit lässt sich optimal auf den Putz hauen, schließlich sind in dieser illustren Runde irgendwelche Plagiate vollkommen sinnlos. Auf solche Diplome kann man zwar nach entsprechenden Stichworten hinweisen, aber nach dem dritten mal wird es dann langweilig.
Froh bin ich über die Tatsache, diese Brut an den entsprechenden Schalthebeln nicht mehr erleben zu müssen…

ARTE widmet dem Autor B. Traven einen Themenabend

In diesem Zusammenhang läuft ab 20:15 Uhr „Der Schatz der Sierra Madre„, einer der ganz großen Filme von John Huston mit Erdnuckel Humphrey Bogart in der Hauptrolle…
Von Red Marut kenne ich nur: „Der Schatz der Sierra Madre“, „Die Rebellion der Gehenkten“, „Ein General kommt aus dem Dschungel“ und „Das Totenschiff“. Diese Verfilmung lebt nur von seinen Darstellern – Horst Buchholz  und Mario Adorf – ansonsten ist dieser Streifen großer Mist.
Was die merkwürdigen Praktiken in der „Christlichen Seefahrt“ angeht, kann ich noch ein gutes Hörspiel empfehlen: „Das Schiff Esperanza“ von Fred von Hoerschelmann. (Er zählt sicherlich eher zu den – wie es so schön heißt – vergessenen Autoren, als dass man seinen Namen, seine Biographie oder die Kenntnis seiner Texte heute noch voraussetzen kann. Dabei umfasst sein literarisches Werk, das seit den 30er Jahren entstand, gut zwanzig Hörspiele und noch einmal so viele Funkbearbeitungen nach Buchvorlage anderer Autoren. Diesem imposanten für das Medium Radio geschriebenen Schaffen stehen bei Hoerschelmann allerdings nur wenig mehr als zwei Dutzend Erzählungen an der Seite. Ein schmales Prosawerk, das Anfang der 50er Jahre als hoffnungsvolles Debüt gefeiert wurde.)
Was Hans-Ulrich Wagner über F.v.H. abließ, trifft für B. Traven ebenso zu, den kennt auch selten jemand. Hier im Westen waren mir nur sehr wenige Menschen bekannt, denen Traven-Marut etwas sagte, allerdings handelte es sich dabei nur um ehemalige Ossis: G. Pannach gehörte auch dazu, lag bei ihm sicher auch daran, dass Schwiegervater als profunder Kenner dieser Materie galt…
Zu jener „vergessenen“ Gattung gehören hunderte Schriftsteller aus dem (nicht nur!) deutschsprachigen Raum. Jenes schwarze Loch verdanken WIR den kulturlosen Flachzangen unter der Regie vom Gefreiten aus Braunau nicht allein! Sondern auch der drögen, breiten Masse die sich kommentarlos fast alles gefallen ließ…
An diesem geistigen Verlust krankt nicht nur UNSERE Gesellschaft seit dem Dritten Reich. Auch von der Minderheit mit dem entsprechenden geistigen Potential versuchten in den Jahrzehnten danach nur sehr wenige, diesem Manko ernsthaft etwas gegenzusetzen.
Nun soll mir aber keiner damit kommen, dass die 68er damit aufgeräumt haben…
Klar, an der Legende strickten ganz bestimmte Individuen seit jenen Tagen, heute tun es ihre willfährigen KnechteInnen.
Auf Grund eines Gespräches vor wenigen Tagen muss ich noch einen drauf geben.
Mal ehrlich, was konnte denn ein Adoleszent (der Begriff ist nicht von Adolf abgeleitet!) in seiner entscheidenden Phase im „Elternhaus“ mitbekommen? Wenn Vati als Volksdrogenabhängiger auf seine ganz spezielle Art die Familie aufmische, dazwischen Mutti mit ihrem krankhaften Hang zur Harmonie herum wuselte. Der sorgende Erzeuger sich in seltenen Mußestunden zurückzog und total abgegriffene Westernschmöker oder Landserheftchen studierte, Mutti in den kurzen Ruhephasen, mit feuchten Schenkeln „Erika“Romane einzog.
Ein rebellischer Twen griff dann eines Tages von Karl May lückenlos zu Karl Marx.
Solche Ableger haben deshalb in den prägenden Jahren nie erfahren können, dass Literatur zum Kulturerbe eines Volkes gehört.
„Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“ (Geheimrat Dr. Johann Wolfgang von Goethe)
Was bleibt eigentlich als Vermächtnis übrig, wenn jemand in einer intellektuellen Sahelzone heranwächst?
Man schaue sich doch mal um in Wirtschaft und Politik!
Ungebildete (Diplome und Titel zähle ich nicht zur Bildung! Jener Begriff hat lange eine Wandlung erfahren und nichts mehr mit der ursprünglichen Bedeutung zu tun. Dafür haben all jene gesorgt, die zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem Begriff herumhuren!) Emporkömmlinge und fachidiotische Plagiatoren bevölkern recht zahlreich die Szene…