Welche Rolle spielte der Großmufti beim Holocaust?

Keinen allzu großen Part, eigentlich gar keinen! Dabei hätte er sich liebend gern in einer derart wichtigen Funktion wiedergefunden…
Es ist zum Kotzen, wie in solchen Artikeln immer wieder weltpolitisch gehurt wird und alles an wenigen Figuren festgemacht wird. Hier werden auch wieder nur: Adolf der Gütige, SS-Obergruppenführer Heydrich (Er war nicht nur der „nette“ SS-Mann von nebenan, sondern General der Polizei, Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, bis er 1942 abgeknipst wurde.), SS-Chef Heinrich Himmler (Seine Machtfülle galt als bombastisch, hier seine gesamten Funktionen: Reichsführer SS, Chef der Deutschen Polizei, Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, später auch Reichsinnenminister und Befehlshaber des Ersatzheeres) und Juden-Vernichtungs-Organisator Adolf Eichmann. Ich will hier nicht den ausgelutschten Begriff der Deutschen Kollektivschuld ins Spiel bringen, weil es sowieso keinen mehr interessiert, in beiden Deutschen Staaten noch nie so jemand richtig interessiert – aber es war nicht nur dieses erwähnte Trio!
Letztlich ist es legitim, dass sich in einer Gesellschaft jeder sein Nische sucht, denn es ist billig und sehr bequem, wie ein toter Fisch, der sich Mund, Augen und Ohren zuhält, im stinkenden Strom mit zu schwimmen, bis man nicht mehr einkaufen geht. Könnte jetzt noch an Merkel, Gauck u.a. erinnern…
Israels Regierungschef und Scharfmacher Benjamin Netanjahu musste scheinbar mal wieder etwas unter die Völker bringen, was in der nächsten Zeit seine Landsleute entsprechend scharf macht, auf der anderen Seite die Palästinenser provoziert und es ihm perfekt gelungen. Er nahm aber scheinbar keinen Schaden, obwohl anschließend seine Behauptung relativiert wurde.
Was mich immer verwunderte, weder im Osten noch im Westen, gingen Historiker im Detail auf die entscheidende Rolle des Chefs vom Generalgouvernements, Dr. Hans Frank – strammer Nazi der ersten Stunde, ein. Wenige Wochen nach der Besetzung Polens, wurde er bereits Generalgouverneur und hieß bald der „Schlächter von Polen“.
Anfang 1940 begann die Errichtung vom KZ Auschwitz, was von der Größe her nicht nur als Arbeitslager für die IG-Farben galt.
Als der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, im November ´41 bei Hitler auftauchte (Dass die Wannsee-Konferenz drei Monate nach dem Besuch des Muftis stattfand, wird wohl eher ein Zufall gewesen zu sein.), hatte Hans Frank seine eigenen Ideen vom weiteren Verlauf der Umsiedlung Polnischer Bewohner und den Juden Europas, bereits konkretisiert. Natürlich unternahmen auch andere Nazigrößen ähnliche Anstrengungen. Da wurde von großen Umsiedlungsaktionen gesprochen, die allerdings bereits zum Endsieg konkrete Formen angenommen haben sollten. Wann war allerdings mit dem Endsieg zurechnen und wie weit waren dann die Deutschen Ostgrenzen verschoben? Da galt der Ural als magische Markierung auf den Karten!
Mitte der 1930 hatte bereits ein großes Umsiedelungsprogramm begonnen, noch heute kann man im Angesicht des westlichen Oder-Ufers, partielle Weinanbauflächen erkennen, damals von Schwaben angelegt. Auch im Warthegau standen viele Landwirte bereits in den Startlöchern. Zumindest bis zur Curzon-Linie sollte das mehrheitlich Volksdeutsche Siedlungsgebiet reichen. Polnische Bevölkerungsteile galten nur als Lohngesindel für niedere Arbeiten, mehrheitlich sollten sie aber nach Weißrussland und in die Ukraine abgeschoben werden…
Bereits 1940 nahm auch der Madagaskarplan konkrete Formen an.
Anfang der 1970er hatte ich mir vom Deutschsprachigen Verlag Warschau, einiges von Hans Frank mitgenommen. Zu Beginn noch skeptisch beim Lesen der Folianten, weshalb sollten aber Polnischen Autoren seine Aufzeichnungen zusätzlich klittern? Weiß gar nicht mehr, ob es die Hans-Frank-Tagebücher auch in der Zone zukaufen gab.
Ewig vergleichen sogar intellektuelle Flachzangen Äpfel mit Birnen, wenn sie alle Volksdeutschen Flüchtlingstrecks, nach dem letzten widerlichen Angriffskrieg, mit der angesagten Flüchtlingsmalaise gleichsetzen. Gegen jene Planungen und das nicht einkalkulierte Leid vieler Millionen in vergangenen Tagen, erleben wir doch heute lediglich eine recht karge Erscheiningsform praktischer Umsetzung von solchem Wahnsinn, der nie ein Ende finden wird. Weil WIR uns, als die wirtschaftlich stärkste Industrienation der EU, aus sämtlichen Konflikten weiterhin heraushalten werden. Diese unsägliche Mentalität, letztlich wohlwollenden Befürwortungen jeglicher Schweinereien entsprechen, die führend vom Amiland aus, irgendwo auf UNSERER Erdenscheibe (selbstverständlich demokratisch legimitiert) mit angezettelt werden und WIR durch Waffenexporte sogar noch an allen blutigen Fehden partizipieren, da sie bei UNS dauerhaft Arbeitplätze sichern
Noch eine abschließende Bemerkung für all jene, die es noch nicht mal wissen! Sie betrifft Adol Fittler (© Richard David Precht), der als Bayerischer Passgermane auch mit einem Migrationshintergrund behaftet war und hier auftauchte, weil er unbedingt freiwillig ins Feld wollte.
Und was hat ihm der Kriegsfreiwilligendienst in der Bayerische Armee gebracht?
Einen Gefreiten-Balken, das Verwundetenabzeichen in Schwarz, das Eiserne Kreuz I. Klasse, einen Senfgas-Kollateralschaden und ´n mächtige Macke – hatte sich doch alles für ihn gelohnt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.