Archiv der Kategorie: ALLGEMEINES
“Bild a. S.” will es wissen: Haben Sie kein schlechtes Gewissen, Herr Eick?
Wer mit diesem Namen nichts anfangen kann, sollte den folgenden Artikel überfliegen
Man schaue sich diesen Gesichtsausdruck an
Der arme Mann, mit einem Dackelblick (Spiegel.de) schaut er traurig in die Runde
Verarmungsängste scheinen ihn zu plagen
Deshalb auch die zusammengebissenen Zähne
Seine Lippen erinnern an einen Djambia
Aber da muss er nun durch, dieses bedauernswerte, fast mittellose Finanzwaisenkind
Furchtsam blinzelt er aus seiner Wäsche
Ein entsetzlich leidender Mann schaut uns da an
Ihm muss geholfen werden!
Spendet für ihn!
Selbstlos, wie weiland St. Martin, würde ich sogar mein letztes Hemd mit ihm teilen
Nicht auszudenken, Kalle würde in der heutigen Zeit Nordic Walking am Bettelstab betreiben.
Oder Charly würde für ein Wellnesswochenende, Zimmer 317, im Genfer “Beau Rivage” buchen…
Oder einen Fallschirmsprungkurs belegen…
Ich appelliere nochmals an alle Leute, die einige EU´s übrig haben
Denn, bei noch nicht mal 4 000 000 Arbeitslosen, braucht das Land weiterhin solche Komiker! Weiterlesen
Pest oder Cholera?
Gestern hatte ich etwas Wichtigeres zu tun, als mich über das eindeutige Abstimmungsverhalten der mündigen Wählerinnen und Wähler auszulassen. Die Völker in den Niederungen von Saar und Elbe, auf den Hügeln, in den Auen zwischen Saale und Werra, haben es doch recht deutlich ausgedrückt. Hier kann man sogar den Worte des GröDaZ (Größter Demokrat aller Zeiten – Fräulein Schwesterwelle) Geltung verschaffen: „Das Volk will eine Wende in der Politik”. Richtig erkannt! Allerdings ohne die gelben oder grünen Mehrheitsbeschaffer.
Wenn Guido dies nicht versteht, warum steckt ihm das keiner, in diesem Zusammenhang sollte Tante Roth auch nicht vergessen werden.
Ein Großteil unter den demokratischen Verbraucherinnen und Verbrauchen haben es doch so ausgedrückt. Sie möchten ein Bündnis zwischen der CDU und den Linken. Da wird die SPD auch unter Mithilfe einer „Expertin”, vom Schlage Ypsilanti, nichts ändern können.
Angela, hat praktisch schon den ersten, heimlichen Schritt in diese Richtung getan. (Im Tagesspiegel benutzte man die Weibermischfarbe als Kennzeichnung für das Balkendiagramms der „Linken”) Alle konnten es registrieren, die Kanzlerin hing in einem Jankerl gleicher Farbe, als sie vor vielen Kameras den verwonnenen Sieg ihrer Partei schönfärbte. Nur Mut Kanzlerin! Erinnere Dich! Du hast doch erste Erfahrungen mit den Kommunisten schon zu Zonenzeiten sammeln können…
Nach dem 27. September, kann ich mir sogar den kleinen Gysi als Verteidigungsminister vorstellend. Möchte er vielleicht auch mal probieren…
Im Sachsenland könnte man der Demokratie noch ein Sahnehäubchen aufsetzen. Wenn man die Demokraten der NPD mit ins Boot nehmen würde und ihnen vielleicht das Justizministerium offerierte.
“Kilroy was here”
– Café LYRIK – Jazz, Chanson, Klassik und mehr
Heute schwirrte ein Elektrobrief vom Prenzelgebirge in die Ebene des verschlafenen Dorfes der Wilmer. Wenn ich mir das Angebot im „CL” betrachtet, lebt man hier unten in einer kulturellen Sahelzone. Man könnte meinen, jenes Fleckchen im Bundeshauptdorf ist die heimliche No-Go-Area für Musen. Weiterlesen
Kretanistan
Heute erhielt ich von Frau C. aus B., Impressionen von einem herrlichen Fleckchen auf diesem Planeten – Kreta.
Beim Anschauen auf der „Tube”, registrierte ich einen Haufen Scheiß aus der Zeit, als marodierende Wehrmachtstouristen diese Insel heimsuchten. Jener Angriffskrieg schien allen mächtig Spaß zu bereiten, obwohl die Griechen den Landsern mächtig einheizten, was natürlich in den „Wochenschauen” nicht rüber kam… Weiterlesen
bahn.bonus
Früher war alles viel besser. Angefangen beim Urschleim, irgendwann tauchte der Kaiser auf, dann Adolf der Gütige, Adenauer und Ulbricht…
Ich beziehe mich hier auf ein recht konservatives Fortbewegungsmittel – die Bahn. Zu Zeiten der vorgenannten „Führers”, ging man einfach an einen entsprechenden Schalter, sagt wo man hin wollte, der Beamte (außer bei Ulbricht, da waren es Arbeiter oder Bauern in Uniform) ging an ein Gerät, schob bei exotischen Fahrzielen eine Matrize in das Teil, betätigte ein Knöpfchen, es summte und rasselte – oh Wunder, heraus kam die Fahrkarte. Auf der lediglich Start- und Zielbahnhof, die Klasse, Entfernung und der Preis vermerkt waren. Alles auf dünner Pappe, etwas größer als ein mitteleuropäisches Passphoto…
Bis Mitte der 90er Jahren bin ich gern mit der Bahn gereist und hatte nebenbei oft lustige Erlebnisse. Zu jener Zeit, auch die ersten Stunden immer ein Abteil für mich gehabt.
Ein gewisser Herr Bär partizipierte anfangs noch sehr knurrig, auf einer gemeinsamen Zugfahrt nach Stuttgart, an der etwas anderen Art zu reisen. Wir hockten in einem dieser alten Reichsbahnwaggons, wo sich beide Sitzbänke ausziehen ließen und zwei komfortable Liegeplätze entstanden. Bär kam sogar damit, obwohl uns beide ein dicker Kater drangsalierte, dass es doch recht unsozial sei, als er meine Vorbereitungen mitbekam, als ich die Gardinen zuzog und pennen wollt. Vorher noch eine mächtige Wolke Knoblauchspay verspritzte, was vor jedem neuerlichem Halt abermalig geschah. Bis sich in Fulda (Stunden später) ein junger Typ nicht von dem Gestank beirren ließ…
Heute sieht alles etwas anders aus, seit Jahren benutze ich besagtes Spray nicht mehr. Meine Fahrstunde nach WOB-City wird im Bordrestaurant bei einer Tasse grünem Tee abgehakt. Muss mich dabei allerding von diesen ganz wichtigen Arschgeigen drangsalieren lassen, die verbal in ihre Kommunikationsprothesen wixen.
Nun glaube ich am Punkt angekommen zu sein. Nein doch nicht. Gut, die folgende Schilderung betrifft drei Wochenendfahrten meines Weibes.
Ich versuche es im Telegrammstil abzuhandeln. (Wer von den jungen Leuten weiß überhaupt noch, was ein Telegramm ist)
Rückfahrt am 2. August: Der Bummelzug von Gifhorn nach Wolfsburg fiel aus (bei Hannover ein Trafo defekt). Alle Stunde hoppelt so ein Fahrzeug durch die dortige Pampa, aber das nächst Gefährt kam auch nicht. Madame registrierte das Gespräch von zwei Frauen und klinkte sich ein, wurde deshalb zu einer kurzfristigen Autofahrt eingeladen…
Am 7. August kam am Hauptbahnhof (vom Bundeshauptdorf) die Durchsage, der Zug, welcher am Ostbahnhof startete, fällt wegen eines „Triebwerkschadens” aus (später es gab 12 Oi retour). Das hieß, in Gifhorn eine zusätzliche Stunde Wartezeit.
Der 16. August spielte sich etwas anders ab. Die Ferkelbahn aus Uelzen verspätete sich um 10 Minuten. In Gifhorn, der Zug Richtung Wolfsburg natürlich weg, eine Stunde gammeln…
In der letzten Zeit versuche ich, wenn möglich auf Bahnreisen zu verzichten, mache allerdings mit den Angestellten der DB immer meine Spielchen. Mir ist bekannt, fast jeder dort am Tresen hockende, bangt um seinen Arbeitsplatz. Deshalb sind jene Leute so anbiedernd nett. Was sie aber nicht wissen können, dass ich nette Leute abgrundtief verachte. Dann kommt mein Auftritt. „Ich wette, sie sind nicht in der Lage mir eine Fahrkarte zu verkaufen, ohne Sprachtherapie, ohne Auszug aus einem Kursbuch und irgendwelche eingetütete Werbescheiß…”
„Wusste ich doch!”
Alles was über meinen frommen Wunsch drüber hinausgeht, fliegt als eckige Konfettis retour. Anschließend muss ich mir dann die Frage gefallen lassen, warum ich so aggressiv sei, schließlich wollen die Verbraucherinnen und Verbraucher doch sämtliche Informationen.
Neuerdings muss man sich ja wie ein dummer Nabbel eine Nummer ziehen, um an den entsprechenden Schalter sein Bedürfnis anzumelden.
Ist es zu viel verlangt, wenn man nur eine Fahrkarte will, einfach so, wie früher. Pünktlich abfahren und ankommen. Nein die Knechte und Mägde verscheißern einen noch bei diesen ewigen Malessen: „Wir bitten um ihr Verständnis!”, wurde nun ja umgewandelt in: “Wir bitten um Entschuldigung!” Gott nochmal, darauf ist doch was geschissen!
Letzte Woche erhielt ich einen Schrieb, alles wurde noch getoppt. Weiterlesen
august 2009
Fortsetzung vom 16. August
Ach so, ich habs, wieso mich der olle LaBeef an etwas erinnerte…
– Letzten Donnerstag waren wir zur Eröffnung einer Fotoausstellung im HdKdW – \”Ostzeit\”
20 Minuten genügten mir, fand nichts besonderes dabei, schade, viele kastrierte Situationen abgelichtet, auch von Hauswald. Bergemann, wie üblich, gefälliger Modekram, ihr Zeug ist nicht besonders zonenspezifisch. Da finde ich keinen besonderen Unterschied zum Westen, denn nichts hat sich parallel in beiden deutschen Staaten so kultiviert, wie die kleinbürgerliche Spießigkeit.
Mir sind ein Haufen Leute bekannt, die Unmassen an Photos aus alten Zeiten irgendwo liegen haben, auch Super-8 gefilmte Sachen und keiner macht was damit. Mein Zonenarchiv, zwei Schuhkartons voller Bildern, wurden vom Arschloch (Kosenamen des Schreiberlings für den damaligen Schwager) entsorgt, als ich in den Knast wanderte.
Urkomische Sachen dabei, doppelt und mehrfach belichtet. Meine Fotos stellte ich mit einer 6×9 „Voigtländer” aus den 30ern her. Viel Situationskomik darunter – oft „Lomographiert”, wie es heute heißt. Bis auf 20 Photos, die von der Mutter meiner Schwester weggefunden wurden und auf der KD von „Horch + Greif” landeten, blieb nichts übrig…
Ich gehöre leider auch zu denen, die nur in die Schublade wixen, habe zu verschiedenen Projekten tausende von Negativen, was das gesamte Gelände der Kulturbrauerei angeht, von den Dachböden, bis runter zu den abgesoffenen Kellern. Im Mansfelder Land hatten wir, die damals noch stehenden Kupferschiefer Produktionsanlagen abgelichtet, das Hallenser Paulusviertel gehört auch zur Sammlung, usw.
Was die 70/80er Jahre in der Zone angehen, existiert für mich nur eine wirkliche Zeitzeugin: Gundula Schulze-Eldowy! Wem bruchstückhaft, einiges aus der Biographie dieser verrückten Braut bekannt ist, wer nur schemenhaft Einblick bekam in ihr Schaffen und sie vielleicht auch mal kennen gelernt hat, wird mich verstehen…
– Als die ganz „wichtigen” Leute auftauchten, drei sollten labern, verschwand ich nach draußen, dort gab es einen Grillstand mit hervorragenden Thüringern u.a., erwähnenswert sind auch die Schrippen… Weiterlesen
Sonntäglicher Mischmasch
War gerade beim Zusammenschieben von zwei anderen Texten, als Sleepy LaBeef , der alte RockabillyRoller, auf auf mich herab dröhnte.
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Kurz zu diesem Sowjetpatent der hängenden Lautsprecher. Es geht auf eine Erfindung von Иосиф Виссарионович Джугашвили zurück, der mit dem Klang eines deutschen Radioempfängers (ein Geschenk von Ernst Thälmann) sehr unzufrieden war. Deshalb riss der georgische Caudillo kurzerhand den Lautsprecher aus der Kiste und seine Gattin, Надежда Сергеевна Аллилуева, musste ihn irgendwie an der Decke befestigen, was ihr nie richtig gelang. Große Schwierigkeiten bereitete die Herstellung des Schalltrichter aus einer zusammengerollten Правда. Ob diese Unfähigkeit der eigentliche Grund ihrer Freitodes war, ist nicht überliefert.
Надежда´с Eingebung entwickelte ich in den 80er Jahren des letzten Jahrhundert weiter und kam so auf die Keksdosenbox, nebst einer Dreipunktaufhängung. Diese technische Neuerung ermöglicht es, den einzelnen Lautsprecher an seiner Befestigung, vertikal, bis auf 76 Grad (nicht Celsius*) zu kippen. Außerdem ist es ohne weiteren Aufwand möglich, diesen Vorgang, horizontal, auf vollen 360 Grad (*) auszuführen…
Jetzt habe ich mich wieder vergaloppiert und muss den Bogen finden, angefangen von Sleepy (den wieder keine Sau kennt)…
jetzt muss ich mal kurz ins wirtshaus….



