Archiv der Kategorie: Alltäglicher WAHNWITZ

Schwer nachvollziehbare „Gegebenheiten“ nebst entsprechendem Prozedere und deren Auslegungen, welche scheinbar von meteorologischen Einflüssen abhängen. Deshalb akzeptable wertkonservativ und moralische fundierte Spielregeln, einer vorgeblich „demokratischen Gesellschaftsform“, auch von der Judikative nur noch als störend empfunden werden.
Man deshalb bei den drögen Untertanen bereits einen sich schleichend ausbreitenden Gewöhnungsprozess beobachten kann. Welchen jeder, bei periodisch stattfindender kläglichen „Urnengängen“, an entsprechenden Kreuzchen auf dafür vorgesehenen Waschzetteln ablesenn kann. Mit denen, in allen politisch motivierten Kleingartenvereinen, jeweils die extremen Ränder belohnt werden, wovon besonders die rechten Seite zehrt…

Bob Dylan Theme Time Radio Hour Episode 58: Smoking

In der mir uhreigenen Art ziehe ich über ein ganz bestimmtes Thema her, hole dabei aber wieder sehr weit aus…
Beginne mit einem gestrigen Artikel aus dem Hause Springer, jener regionalen Berliner Postille, deren Titelbuchstaben nicht ganz so groß daherkommen wie bei dem bundesweit anzutreffende Verdummungsschlachtschiff aus der Kochstraße.
Es geht um den Artikel über „Schmidtschnauze“ und sein Outfit als Räuchermännchen in der Glotze.
In seinem Kommentar: „Eine Ikone der Unkorrektheit“, traf jener Nichtraucher den Nagel auf den Kopf: …Für diese Fanatiker des Nichtrauchens ist die Zigarette des Teufels. Was sie aber vor allem ärgert, ist nicht, dass Helmut Schmidt vor einem Millionenpublikum im Studio raucht, sondern dass er nicht daran stirbt. Hi, hi, hi…
Nun will irgend so eine Nase unbedingt die ARD verklagen. Hat der, die, das kein anderes Steckenpferd, als ewig anderen im Fressen herumzumären?
Der Freudianer würde in jenem Fall auf unerfülltes Sexualleben eines solchen Individuum schließen, das nebenbei zwanghaft irgendjemand etwas beweisen will, sei es nur der verblichenen Mutti…

– Man überfliege nur mal kurz den Werdegang des Herrn Sebastian Frankenberger, da lassen sich möglicherweise gewisse Schlussfolgerungen ziehen, warum solche Leute ihre denkbaren Profilneurosen unbedingt auf diese Art ausleben müssen…
Eigentlich ist dieser Typ nur mit einer weltbewegenden Vorstellung wie ein Phönixchen aus der Zigarettenasche aufgestiegen und produzierte sich mit einer Banalität, für die er sogar mit einem Eintrag in der Bibel aller streitsüchtigen Alkoholiker belohnt wurde – Glückwunsch!
Seine elementare Kultivierung einer Belanglosigkeit bestand darin, dass er den Weltrekord im 44 Stunden Dauerdebattieren an der Universität Tübingen brach und dies auch noch zu einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde führte – nochmaliger Glückwunsch!
Außerdem erschien im August 2011 sein Buch “Volk, entscheide! – Visionen eines christlichen Polit-Rebells” (Weiß nicht warum, aber das erinnert mich so ein bisschen an Monty Pythons Brian – nur ganz entfernt.) – letzter Glückwunsch! Dies muss aber nun reichen! Weiterlesen

wg. Weltgipfel für “nachhaltige Entwicklung”

Das geilste an solchen Masturbationsperformances (© Chajim Koenigshofen †) sind immer die gewaltigen Wortschöpfung und ihre Abkürzungen, hier wurde wieder der Begriff: World Summit on Sustainable Development – WSSD – benutzt. (Nur gut, dabei handelt es sich um internationale Kürzel aus dem Englischen, denn in Deutschland wäre dies nicht so einfach möglich, gutmenschelnde Traumtänzer würden bei UNS sofort aufschreien, wegen der beiden „S“ Lettern.)
Solche unendlichen Worthülsen führen bei mir immer wieder zu „inneren Reichsparteitagen“, politisch korrekt und anders ausgedrückt, ich bekomme in solchen Momenten schlagartig multiple Orgasmen „und das ist auch gut so!“ (© Klaus Pobereit, seines Zeichens Berliner Oberdorfschulze)
Ist es überhaupt möglich, unter Einsatz von Biegen und Brechen (eigentlich Kotzen!), aus diesen abschließenden Sprechblasen ein generalisierendes Fazit zu basteln?
Jene Happenings sind arschteuer, das weiß mittlerweile jedes Kind, die Anreisen von Myriaden an Wichtigtuern, viel Demokraties darunter, ist eine grenzenlose Umweltsauerei! Gott sein Dank ist dieser Kelch wiedermal an UNS Berlinern vorbeigegangen.
Nicht nur meine Wenigkeit hat sich schon öfters gefragt, warum wird eigentlich so oft Brasilien für „Meetings“ dieser Art auserkoren? Weiterlesen

Auschwitz: “Sinnloseste Nachhilfe” wider des Vergessens…

Aha, morgen jährt sich in deutschen Landen zum 67sten mal der dickste Tag des schlechten Gewissens, mir kommt es so vor, als ob nichts weiter übriggeblieben ist…
Ganz „wichtige“ Leute mit erigierten Zeigefinger bringen zwar noch immer gleichlautende  Worthülsen unter das Volk und sonst?
Ach so, parallel dazu wabert auch „Betroffenheit“ durch die Gegend und nebenher werden dann Statistiken vermeldet, wie heute in der BZ geschehen – „Jeder Fünfte Jugendliche kann mit dem Begriff Auschwitz nichts anfangen!“ und deshalb gibt es auch Ein „Pladoyer“ für das Erinnern!
Wo stammt denn diese Statistik her, mir schwante sie sehr geklittert.
Da es schon lange fast keinen mehr interessiert was vor 90 Jahren schleichend begann, wo sollen die künftigen tragenden Säulen der Gesellschaft denn ihr Wissen her beziehen?  Etwa von der Micky-Maus-Geschichtsvermittlung aus der Glotze?
Im letzten Jahr besuchte ich zweimal mit jungen Bekannten meiner und der nachfolgenden Generation das KZ Sachsenhausen. Alles aufgeschlossene und politisch interessierte Menschen, bei allen führten die Präsentation der damaligen Grauen zu reichlichen Irritationen, zumal ich dort den Scout tätigte.
Beim letzten Besuch war ein Schweizer Kabarettist mit bei, wir mussten oft lachen, denn viele Darstellungen sind einfach nur peinlich. Ähnliche Empfindungen kamen mir vergangenen Dezember in Dachau hoch – aber wie soll man der fetten, geistig trägen Fun Generation jenen Lifestyle der damaligen Zeit anschaulich rüber bringen?
Wir hatten auf unserem Rundgang einige Ideen entwickelt, da würden politisch korrekte Gutmenschen der älteren Generationen die Welt nicht mehr verstehen, aber die Kids vielleicht…
Mir kam damals die Idee, auf dem KZ-Gelände etwas ähnliches zu etablieren, wie ich es, 1985, auf dem Anwesen von Konfuzius erlebt habe. Man stelle zwei Tafeln auf, allerdings etwas ausgebuffter, als die in Qufu!
Auf einem sollte sich das Abbild eines SS-Mannes befinden und auf dem anderen ein Häftling, in entsprechender Kleidung. Steckt jemand seinen Kopf durch die entsprechende Öffnung, wird mit Hilfe einer Lichtschranke gezählt. Auch sollte es möglich sein, anonym die Gespräche in der unmittelbarer Umgebung aufzuzeichnen…
Dies Art von Studie würde sich natürlich niemand wagen, weil alle einig wären, was dabei herauskommen würde, ähnlich des damaligen Milgram-Experiment´s!
Denn damit würde prompt das gesamte Lügenkartenhaus zusammenbrechen und belegen, was alles, auch 75 Jahre nach Beendigung des letzten Weltkrieges noch latent in den Köpfen herumspukt, trotz sog. demokraturischer Alt-68er Bildungsschieflage, dem pathologischen Gutmenschentum, der neuzeitlichen genderfaschistoiden politischer Korrektheit…

Hier noch ein älterer Text von mir: MAHNMALE

Fußnote:
In dem Text wird anfangs eine Dame erwähnt, selbige machte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends  regelrecht zum Affen, in Verbindung mit der steinernen Betroffenheitswiese nahe des Brandenburger Türchens.
Diese Tante kokettierte unbewusst mit ihren Defiziten was jüdische Traditionen betrafen, dass ich mir damals dachte, wenn Dummheit quietschen würde, dann müsste sie immer eine Ölkanne bei sich führen.
Na dämmert es?
Sie wollte stolz ein Fundstück aus dem Vernichtungslager Bełżec, scheinbar als Reliquie dort verbuddeln lassen. Ohne DNA-Analyse behauptete sie damals, dass es sich um den Zahn eines jüdischen Häftlings handeln würde.
Zu jener Zeit wurde mir in trauter Kneipenrunde während einer endlosen Diskussion, bei der auch reichlich Allohol im Spiel war, Antisemitismus, Pietätlosigkeit und eine latent faschistoide Ader unterstellt, weil ich irgendwann die Schnauze von dieser ewigen Sülzerei voll hatte und scheinbar etwas recht unpassendes einwarf.
„Wieso seid ihr eigentlich auch alle der Meinung, dass es sich nur um den Backenzahn eines jüdischen Häftlings handeln kann?
Nur weil er aus Bełżec stammt?
Er könnte ebenso von einem SS-Mann sein, der besoffen die Treppe eines Wachturm hinabstürzte, sich dabei das Häckerchen ausschlug und es anschließend ausspuckte!“

PS: In dem folgenden Geschreibsel, das einen Tag ableuchtet, kommt irgendwo auch etwas über einen gedenkenden Hinkelstein vor!

Seit einer Woche geht Johnny Otis nicht mehr einkaufen

Als Wurzel der heutigen Popmusik gelten die Einflüsse der schwarzen Musik aus dem Amiland. 1952, während der Jim-Crow- und McCarthy-Ära begingen mehrere Weißbrote und eine farbige Frau ein Sakrileg, sie schissen auf die vorherrschenden Konventionen.
Die Johnny Otis-Band nahm gemeinsam mit Big Mama Thornton eine „schwarze“ Version von „Hound Dog“ auf, selbiger Titel stammte aus der Feder des Duos Leiber & Stoller. Mit diesem Hit begann deren Karriere als wichtigste US-amerikanische Musikproduzenten und Songwriter (Ihnen folgten später nur noch Jagger/Richards) der 50er und 60er Jahre.
Die rockige Ausführung von Elvis Presley war drei Jahre später allerdings erfolgreicher, was auch der Tatsache zuzuschreiben war, dass quer durch alle Bevölkerungsschichten der Konsums von R´n B jeglicher Art rasant zugenommen hatte. Als Nebeneffekt begannen die Klassenschranken zwischen schwarzer Tanzmusik und weißem Amüsierbetrieb aufzuweichen. Während z.B. Chuck Berry, Bo Diddley und Jimmy Reed ihren Stil fanden und sich treu blieben, näherte sich Little Richard –  der auch viele Stücke von Leiber/Stoller in sein Repertoire aufnahm – dem Geschmack weißer middle-class-kids, Jerry Lee Lewis ging mit zweideutigen Hit den entgegengesetzten Weg…
Nicht zu unterschätzen war der beginnende Einfluss vieler großen Fernsehanstalten mit ihren Shows…
Viele Leute kennen „Willie And The Hand Jive“, wissen aber nicht, dass es sich dabei um den erfolgreichsten Hit seiner Johnny Otis Show handelte.
Zum Nachruf von Johnny O. fiel mir sofort der Blues Doctor Manfred Paul Galden wieder ein. Weiß gar nicht ob er noch unter uns weilt. Anfang des neuen Jahrtausend ereilten ihn etliche Schlaganfälle, nur über mehrere Ecken vernahm ich öfters nichts gutes, was sein Erdendasein betraf. Viele Jahre fast täglich hundert „Rothändle“ hatten ihr Tribut gefordert…
Aber davon soll nicht weiter die Rede sein!
Für MPG war „Willie and…“ ein favored Song. Da er oft das Publikum einbezog, gehörten immer mehrere Bierdosen, gefüllt mit Reiskörnern, zum Equipment…
Ich spiele mal eine sehr eigenwillige Interpretation von ihm an, sie erinnert allerdings mehr an den Keyboarder Alan Price. Weiterlesen

Jihad – nur 12 Pfund

Was sind das nur für Leute, die bei GMX und sonst wo entscheiden, was man sich für einen Dünnschiss einziehen kann.
Letzten Freitag öffnete ich solch wichtige Mitteilung – Fast sechs Kilo: Riesenbaby in Berlin geboren.
Warum sollte mich das interessieren?
Weil mit diesem Zwerg endlich zwei Handballmannschaften komplett sind?
Das reicht aber nicht, da fehlen noch die Ersatzspieler!
Auf der anderen Seite kann es sich ja bei der Summe von Kindern, auch um das Resultat einer recht befremdliche Art handeln, nämlich längere Zeit den monatlichen Erdbeerwochen aus dem Weg zugehen.
Im „Hamburger Abendblatt“ ist noch ein Vijo angepinnt, es zeigt die stolze Elfi aus Marzahn
Was mich eher verwunderte, war der Name dieses Riesenkükens: Jihad.
Nun hatte es vor einigen Jahren bereits Probleme mit selbigen Vornamen gegeben.
Das Standesamt Charlottenburg lehnte ihn ab, ein gutgemenschelter Richterspruch gab dann grünes Licht, obwohl es sich beim Daddy um einen islamistischen Scharfmacher handelt, der es auf eine Provokation ankommen ließ.
Keiner wird der Göre einen Gefallen getan haben, weder die Eltern, noch der mögliche Migrationsromantiker vom Gericht. Der Kadi hätte dem Vater doch den Tipp geben können, seinen Sohn ganz woanders aufzuziehen, z. B. dort, wo er hergekommen ist…
Die Interpretation des Begriffes „Dschihad“ liegt im Sinne des Betrachters. Weiterlesen

Agent, Aufklärer, Aushorcher, Beobachter, Denunziant, Geheimagent, IM, Individuum, Judas, Kontaktmann, Kundschafter, Lauscher, Polizei-Informant, Polizeispitzel, Schmierenstricher, Schnüffler, Singvogel, Spitzel, Spion, Spürhund, Subjekt, Ratte, Typ, Verbindungsfrau, Verräter, V-Mann

Eigentlich war ich dabei etwas über die Dauerausstellung des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst zu verzapfen.
Dann fand ich diesen Artikel
Muss muss wieder von vorn beginnen, kann allerdings auf eine Stichworte zurückgreifen, die mir gestern noch kamen. Im Café unterhielten sich Leute über einen Artikel in der „BZ“.  Fand dazu im Netz nicht alles, besorgte mir kurz vor Geschäftsschluss dort noch diese Postille und scannte die fehlenden Teile. Heute Nachmittag stand bei GMX dann dieser Artikel, deshalb mein persönlicher Salm dazu…
Auf Spitzeldienste wird seit Menschengedenken auf den verschiedensten Ebenen zurückgegriffen, man bedient sich dieser „Dienstleistung“ auch in allen Kulturkreisen. Wobei ich keine allzu großen Unterschied zwischen dem charakterlosen Pack der Auftraggeber und den willfährigen Lakaien mache: „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!“ (Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist!)
Es ist bezeichnend für den Zustand einer Gesellschaft, wenn sich herrschende Kreise dieser „heimlichen Volksaushorchungen“ bedienen muss, weil ihr eigenes Überleben vom Erfolg jener „Dienstleistungen“ abhängen.
Wobei das Denunziantentum der Antike noch recht überschaubar war. Während der Hexenverfolgung kam es zu seiner ersten Blütezeit, was man als großes Verdienst der katholischen Kirche zuschreiben kann, deren Machterhalt mit Hilfe einer brutalen Institution von statten ging, beginnend mit flächendeckendem Spitzelwesen, Folter und Hinrichtungen.
Wesentlich ausgebuffter gaben sich wenig später ausgerechnet die revolutionären Kämpen, deren Devise da lautete: Liberté, égalité, fraternité!
Sie kultivierten gegenseitig Massenhinrichtungen sogar zu fröhliche Feten… Weiterlesen

Killer, arme Schweine, Gaffer

Mitte der 90er photographierte ich ganz in der Nähe folgenden Spruch: „Stoppt Tierversuche! Nehmt Neonazis!“ Wäre ja eine Alternative gewesen, wurde aber in der Praxis nie umgesetzt…
Nach anderthalb Jahrzehnten fängt nun in der „Berliner Zeitung“ ein Schreiberling an zu jammern. Macht sich im Moment bestimmt nicht schlecht, beruhigt das Gewissen, vielleicht werden auch einige Blättchen mehr verkauft – sonst wird sich nichts weiter ändern, im Gegenteil.
Zur „Kulturzeit“ in 3sat wurde über das Bekennervideo parliert, eigentlich mehr im Rahmen eines Cocktail-Smalltalks. Was würde wohl ein „Experte“ zu Physiognomie und Körpersprache der beiden Akteure ablassen? Es hatte für mich nicht den Anschein, dass es dabei um eine „Chronologie des Grauens“ ging, denn die „NSU missbraucht rosaroten Panther“.
Daniel Kothenschultes Euphorie, betreffs der spacken Comicfigur, kann ich absolut nicht teilen, mir ging dieses dämliche Gehabe der pinken Kreatur nur ewig auf den Sack. Versuchte auch nie etwas hineinzuinterpretieren, was die Handlungsabläufe der Comicstrips betrafen.
Außerdem ist doch müßig darüber zu streiten, warum diese Leute zufällig den Panther instrumentalisierten, der wirklich nur dümmlich durch die Botanik stakst, währenddessen er dummes Zeug plappert.
Ähnlich empfand ich das Frage-Antwortspiel der beiden Leute vor der Kamera.
Nun haben sich weiß Gott viele Spezialisten bereits über „Führernaturen“ und ihr „sonniges„ Gemüt ausgelassen, allerdings auf ganz anderen Ebenen… (Mitscherlich, Arendt...) Weiterlesen

Mit “modischem Chic” in den Herbst

Über allen Gipfeln
Ist Ruh’,
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Eigentlich wollte ich etwas ablassen zu den stellenweise doch recht unverschämten Zeilen der Frau Knobloch, die sie an Gerwald Claus-Brunner richtete wegen seiner Kufiya.
Schon witzig, gerade vor zwei Wochen fand sich mein Palästinenserfeudel wieder an. Wo der mit dem schwarzen Muster abgeblieben ist, weiß ich gar nicht, auch egal…
Als Fußnote sollte der folgende Text herhalten, der lange als verschollen galt: Mahnmale

DIE PIRATEN-sender in der Nordsee

High sein, frei sein, Radio muss dabei sein.(1)
Als ich mich für Radiotechnik zu interessieren begann, ging es nächtens oft mit dem „Deutschen Soldatensender“ (23:30) los, schaltete dann um auf „AFN-Frankfurt“, besonder Wolfman Jack hatte es mir angetan – wegen Blues und Soul. Bei ihm hörte ich auch erstmalig „The Tamptations“, danach war alles zu spät, auf Jahre hinaus, bis in die heutigen Tage…
In der Regel pennte ich mit „Radio Veronica“ ein. Später kam „Caroline“ dazu, der mir wegen seiner „Beatles“-Lastigkeit“ nicht so lag. Allerdings waren die Vorab-Infos wichtig, denn jeder neue Titel lief gegen 20:45? nach dem Jingle: „George, John, Paul and Ringo!“ In der Anfangszeit der englischen und holländischen Piratensender waren wir alle Platt über deren chaotisch anmutenden Aufmachungen. Das Stakkato aller Wortbeträge der Moderatoren, ihrem Jaulen und Kreischen währenddessen, dazu diese permanente Geräuschkulisse aus ungewohnten Tönen, anomalen Melodien und exotischen Klängen.
Das wars!
Radio Caroline 1964-89
Radio Scotland 1965-67
Wonderful Radio London, genannt Big L 1964-67
Radio Veronica 1960-74
Radio Seagull
Opas Dampfradio ging dabei sang- und klanglos unter. Weiterlesen

Heute FEIERN wir den WELTSTOTTERTAG!

In den 60-er Jahren, auf der hüberen Seite von Mauer und Zaun, kam mir manchmal das Gefühl, die senilen Stare in Ostberlin wollten klammheimlich auch den Gregorianische Kalender abschaffen.
Weil nach und nach die Tage mit irgendwelchen Ereignissen belegt wurden, angefangen mit stalinistischen Feiertagen. An Geburtstage von irgendwelchen halbtoten oder verblichen Flachzangen erinnerten die Medien ewig.
Beginnend zu Kindergartentagen, über die Schulzeit, während der Lehrzeit oder bei der Asche standen solche bedeutsamen Ereignisse ewig auf dem Plan. Man entwickelte schließlich seine Strategien, um sich solchem Schmus zu entziehen, was nicht immer klappte und öfters mit einer Bestrafung endete.
Was früher nur den unbedeutenden Erdenzipfel östlich der Elbe betraf, hat sich in den letzten Jahren wie eine Pandemie ausgebreitet.
Fast täglich wird irgend ein Scheiß begangen, ich fand solche gutmenschelnden Alibitage immer schon zum Kotzen.
Heute konnten wir den STUTTERING AWARENESS DAY begehen – 13 mal wurde er von mir schlicht verpennt, es zog aber keine Bestrafung nach sich.
Hier und jetzt möchte ich auf meine Art daran erinnern. Weiterlesen