Archiv der Kategorie: Alltäglicher WAHNWITZ

Schwer nachvollziehbare „Gegebenheiten“ nebst entsprechendem Prozedere und deren Auslegungen, welche scheinbar von meteorologischen Einflüssen abhängen. Deshalb akzeptable wertkonservativ und moralische fundierte Spielregeln, einer vorgeblich „demokratischen Gesellschaftsform“, auch von der Judikative nur noch als störend empfunden werden.
Man deshalb bei den drögen Untertanen bereits einen sich schleichend ausbreitenden Gewöhnungsprozess beobachten kann. Welchen jeder, bei periodisch stattfindender kläglichen „Urnengängen“, an entsprechenden Kreuzchen auf dafür vorgesehenen Waschzetteln ablesenn kann. Mit denen, in allen politisch motivierten Kleingartenvereinen, jeweils die extremen Ränder belohnt werden, wovon besonders die rechten Seite zehrt…

1. My – Krampftag des prekären Lohngesindels

Zur Erinnerung: Jener Feiertag wurde nicht durch linken Parteien oder den Gewerkschaften erkämpft!
Adolf der Gütige schenkte 1933 erstmalig seinem Volk den Tag der nationalen Arbeit, da war aber nüscht mit hause bleiben und sich bereits morgens die Kante geben!
– Heutzutage gibt es in Berlin dann immer die Revolutionäre 1.Mai-Demo, mit Saufen und High sein, frei sein – Chaos muss dabei sein!
Nicht mehr wirklich, mehr pseudo-hedonistische Fressgelage, ville Sauferei und manchmal noch ausgelassener Bambulen im kleineren Rahmen…
Unsereins macht schon lange kein Klassenkampf mehr, warum auch?
Endlich konnte ich zum Lifestream von 3SAT schalten: Los Rolling Stones: Havana Moon, 2016
Dabei fiel mir etwas ein.
Vorgestern erzählte eine alte Dame (Baujahr 1925, aber geistig fit wie ein Turnschuh) die fast täglich bei uns Rast machte, wenn sie auf halben Weg von EDEKA retour zu ihrem Seniorenzuchthaus, C. oder mich vor dem Café hocken sah, nach dem Stichwort, ihre Erinnerungen an den 1. Mai 1936, anschließend etwas vom Olympia-Brimborium…
Ihre Teilnahme an der Eröffnung von den Olympischen Spiele, waren anschließend das größte Erlebnis. Kurz darauf erkrankte sie aber an Gelbsucht, nebst entsprechenden Malaisen, landete deshalb etwas länger in einem Krankenhaus. Musste hernach das Schuljahr wiederholen und bekam nie wieder richtigen Anschluss an den neuen Klassenverband. Was sich auch auf das gemeinschaftliche Miteinander auf ideologischer Ebene auswirkte. In jenen Tagen, bereits als Jugendliche, fand sie schon an dem freiwilligen Muss im Rahmen der Nazipropaganda, keinen richtigen Gefallen.
Ihr andersartiges Leben, allerdings vollkommen unpolitisch, begann für sie erst nach dem Krieg, mit einem Pädagogikstudium. Führte eine ausgeglichene Ehe und reiste mit dem Gatten in der Welt­geschichte herum, bis zu seinem Tode in den 1990ern…
Witzigerweise interessierte beide überhaupt nicht, was in dem Land hinter der Mauer abging.
Bis auf mehrfache kurze Aufenthalte in Potsdamer und Ostberliner Museen, an speziellen bundes­germanischen Feiertagen (z.B. 17. Juni), verbunden mit dem anschließenden Verprassen des restlichen Zwangs­umtausches, geschah nicht weiter…
Irgendwann, wenn wir zu zweit am Cafétisch hockten, begann mich die alte Dame, nach entspre­chenden Stichworten, doch ganz schön zu löchern. Oftmals verstand sie die die Welt nicht mehr, nach meinen Schilderungen. Letztlich schien alles zu spät, als ich ihr eins meiner Manuskripte zu lesen gab. Madame kämpfte sich da wirklich durch, was mir kleine Zettel bewiesen, worauf neugierig kurze Verständnisfragen notiert waren und erklärt werden mussten.
Leider erfüllte sich die im neuen Jahrtausend erstellte Prognose nicht, als eine Zigeunerin ihr versi­cherte, noch die 100 zu erreichen. Corona erledigte schließlich das Ende, mit fast 97 Lenzen…
Dann war bei mir die Luft raus wegen der Steine.
Setze deshalb nur einen Link zu etwas geschreibselten Schnick-Schnack von vor zwei Jahren, der entfernt zu Thema passt…

Die Rache der Feldhamsder aus dem Jonne- und Helmedal

Gestern bekam ich von einem Sangerhäuser, der schon lange in der Diaspora des ehemaligen sowjetischen Sektors von Ostberlin lebt, die Mitteilung, dass die ehemalige Totenschenke, alias Weidengarten, urplötzlich zu einer Ruine mutierte.
Nun geisterte der Name meiner Geburtsstadt in den letzten 20 Jahren immer mal wieder sogar durch hiesige Printmedien. Jene chronische Erwähnung hat diesem scheinbar todgeweihten Marktflecken einen dauerhaft unschlagbaren Rekord zu verdanken – der prozentual höchsten Ziffer von schaffensfreudigen aber nicht vermittelbaren Lohngesindels dieser bundesgermanischen Republik.
Im ersten Moment dachte ich, in der kalten Heimat existieren doch noch fantasiebegabte Leutchen, statt ein Objekt warm abzureißen, lassen die es wie ein statisch bedingten Zusammenbruch der Hütte aussehen, was bei diesem Filetstück nun zu einer exorbitante Wertsteigerung führt…
Nee, nee, andersherum wird ein Schuh draus!
Scheinbar haben, ob jenes milden Winterwetters, Feldhamster des Gonnatales ihre Winterpennerei unterbrochen und aus Rache, im lehmigen Teil des Gebäudes entsprechende Sabotage verübt…
Großmäulig wird mit einem Industriepark Mitteldeutschlands herumgehurt – Stadt sieht noch Hoffnung für das Vorhaben, nicht die Stadt, sondern Lokalpolitiker, weil sie ihre vermeintlichen Pfründe nicht verlieren wollen! Vornweg Klausi, er erinnert mich total an seinen wichtigtuerischen Vati, als der noch Scheffchen des Betriebsschutzes der Mifa spielen durfte. Hatte gerade vor einigen Wochen die Geschichte zum Besten gegeben, als ich ihm 1971 absolut diskret eine ZDF-Antenne bauen musste und nach der Montage zu absoluten Stillschweigen vergattert wurde: „Du weißt doch, wegen meiner Position!“ Er, der tagsüber immer ganz wichtig mit seiner glänzenden Existenzmedaille am Revers herumstolzierte, aber nächtens dem Klassenfeind klammheimlich auf zwei Programmen in die Röhre kroch.
Ist der Riss im Projekt Industriepark Mitteldeutschland noch zu kitten? Die Sangerhäuser Hamster dürfen nicht während des Winterschlafs ausgegraben werden. Möglicherweise aber zu einem anderen Zeitpunkt. Was aber, wenn der eine oder andere Hamster etwas länger poven will? Wer übernimmt da die Verantwortung, wenn solch Langschläfer aus Frust dann das Zeitliche segnet, weil er plötzlich unsanft geweckt wird? Etwa Herr Poschmann oder Herr Peche?
Abschließend noch ein unwahrscheinlich humoristischer Reklamegag, allerdings wurde das Titelbild von mir etwas abgeändert!

Willkommen beim Industriepark Mitteldeutschland – Mitten in…
Mit Erfolg hier investieren · Unternehmen in Sangerhausen · Mit Freude hier leben* · Industriepark Mitteldeutschland: Willkommen in Sangerhausen!
*Jene dortigen Beschwichtigungsnotwahrheiten sind besonders zum Quieken! Weiterlesen

Ein Stück Blech, ein Stückchen Draht, fertig ist das MIFA-Rad, noch nicht mal dafür reicht es heute!

Der Scheff aus Sangersdorf, ex MIFA-Hausen, sendete mir ein digitales Rauchzeichen – So reagiert die Region auf die Insolvenz. Von wegen sie reagiert – wie üblich sind alle wieder paralysiert, nebenher lassen der Oberdorfschulze (CDU-Heinz) und die neobolschewistische Landrätin (beide versteckt hinter Betroffenheitslarven), garantiert irgendwo einige trosttriefende postfaktische Sprechblasen aufsteigen…
Sogar im hundeverschissenen Bundeshauptdorf kreierte Henrik Mortsiefer in der Senatspostille einen Abgesang. Scheinbar wurde er dafür sogar ausgesucht, bedeutete doch die erste Silbe seines Nachnamens im Französischen und Englischen: TOD !
Irgendwo findet man in dem Artikel folgenden Satz: …Stolz verweist man darauf, dass in der Region bereits 1761 das erste Laufrad erfunden wurde. Da änderte sich allerdings in den darauffolgenden 200 Jahren nichts, dies lässt sich belegen. Hatte doch der pinselnde und anderweitig tätige Lokalkünstler, Genosse Schmied, zwei entsprechende Laufmöhren als Mosaik in der Bahnhofsvorhalle verewigt.
Ach so. Wer auf der Suchleiste unter dem Monatskalender MIFA eingibt, findet anschließend noch mehrere Schriebse über jene berühmte Firma!
Abschließend ein Drahtesel-Sparwitz:
Auf einer Fahrradtour. Der eine zum anderen: “Dein Schutzblech klappert!”
Fünf Minuten später nochmal: “Du, dein Schutzblech klappert immer noch!”
Da der andere: „Ich versteh dich nicht, mein Schutzblech klappert!”

„Allerdings müssen wir zugeben können, dass mit den Flüchtlingen eben auch Kriminelle und Psychopathen zu uns kommen.”

Ob Babsi John überhaupt weiß, dass in fast jedem Bus aus Chemnitz mehrere BVer hockten, die dem Bund als Geschenke offeriert wurden?
Im Netz fand ich nichts über ein Büchlein(*), welches Ende der 1970er/Anfang 1980er nur wenige Stunden im Handel war. Es stammte aus der Feder von zwei französischen Journalisten, die den staatlich sanktionierten Menschenhandel zwischen beiden deutschen Staaten ableuchteten. Merkwürdigerweise ist dieser Literaturhinweis auch heute noch nicht bei WIKI zu finden. Darin befand sich auch eine Einkaufsliste, beginnend mit den Preisen für Hilfsarbeiter bis hin zu hochqualifizierten medizinischen Personal, wobei dort noch Boni hinzukamen, für Promotionen und spezielle Qualifikationen. Auf den vorderen Rängen kursierten u.a. Dentisten, Kieferchirurgen und -orthopäden. (Wenn ich mich richtig erinnere, war der Preis für einen Facharbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung, runde 30.000 DM) 
Wir kamen damals in unserem Bus auf eine Summe von mindestens 1,5 Millionen DM, deren Zahlen damals schon unter den Häftlingen kursierten und den späteren Veröffentlichungen total glichen. Auf der hintersten Bank erfreuten sich acht, bis unters Kinn tätowierte Knackis, sehr lautstark ihres Lebens.
Mich beeindruckte das Auftreten vom Ostberliner Menschendealer Vogel, der diese Leute mit Verachtung strafte, aber uns alle per Handschlag begrüßte und jeden mit seinem Namen ansprach. Dabei hatte er die wenigsten Businsassen persönlich betreut, ich befand mich damals in den Fängen seines Beauftragten für den Bezirk Halle, Dr. Ködel, aus Merseburg.
Das war vielleicht eine Nase, zum ersten Sprecher erhielt ich zwei Zigaretten und er schob mir sofort einen Zettel rüber: „Sagen Sie nichts, der Raum wird abgehört! Wenn sie immer noch in den Westen wollen, dann nicken sie und müssen mir vertrauen!“
Darauf folgte noch eine Zigarettenlänge belangloses Labern und das war es auch schon.
Zum ersten Verhandlungstag tauchte er nicht auf. Ohne jemand vom Gericht zu Wort kommen lassen, blubberte ich gleich los, dass ich ohne Anwalt die Verhandlung ablehnte. Was mir augenblicklich eine sehr laut geblökte Missbilligung des Hohen Gerichtes einbrachte. Beim zweiten mal sollte ich ihm versprechen, auf das letzte Wort zu verzichten, dies brachte mich so in Rage und folglich wurde auf jene Floskel nicht verzichtet.  Augenbicklich verzog sich daraufhin der Herr Verteidiger grußlos.
Witzigerweise taucht der Wortlaut nicht in den Akten auf. Mir waren nur die junge Protokollantin und die beiden Schöffen bekannt. Irgendwann gab die attraktive junge Büroklammer, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, meinen Spruch weiter. An den ich mich nach dem Mauerfall kaum noch erinnern konnte, wurde aber in jenen Tagen des Zusammenbruchs gleich mehrfach darauf angesprochen.
Mann, konnten Staatsanwalt und Richter brüllen!
Schon klar, wessen Geist nicht blitzt, dessen Stimme donnert
…wenn sie mich hernach in den Osten rauslassen, würden ich es am gleichen Tag nochmals versuchen in den Westen zu gelangen.“

Als der bundesgermanische Bus dann über die Demarkationslinie schlich, sprangen die schweren Jungs sofort auf und schmetterten sämtlich Strophen des Deutschlandliedes. Von unserer Meute gab es daraufhin keine Reaktion. Allerdings klatschten wir nach den ersten Zeilen der brandneuen Mucke, die der Busfahrer gleich darauf anstellte, frenetischen Beifall. Weiterlesen

Raucher-Memory

Habe heute endlich mein erstes Gedächtnistrainings-Spiel fertig bekommen.
Allerdings fand die junge Frau im Kopierladen es doch etwas makaber.
Weshalb, dazu hatte sie keine Meinung.
„Kannst du nachvollziehen, dass es sich in der heutigen Zeit noch um eine der wenigen Möglichkeit handelt, mit Hilfe von legalen Drogen auf freiwilliger Basis das eigene Leben zu verkürzen? Dies alles verbinde ich mit einem selbstbestimmten würdevollen Tod.”
Wobei gerade selbiges Hinscheiden oftmals mit reichhaltig schmerzhaften Malaisen verbunden sein kann, hinterher aber die Mischpoke, Freunde und Bekannte, am schön zurechtgemachten Verblichenen an der geöffneten Kiste noch besinnlich Abschied nehmen können.
Was für die nächste Zeit unter Umständen als vollkommen gegenstandslos angesehen werden muss, nämlich dann, wenn jemand zur richtigen Zeit am falschen Ort herumturnte, deshalb später als Asphaltgyros mit einem Rakel irgendwo zusammengekratzt wird. Weil vorher ein ganz bestimmter Fanatiker mit dem Aufschrei: “Allahu   Akbar“,  sein göttliches Werk vollendet hat…
Gleiches gilt für verstümmelt Reste, nachdem Menschen von Fahrzeugen flach gefahren wurden und niemand vor der Beisetzung die verbliebenen Teile als Puzzle zur Schau stellen will.“
Auf meinen Spruch erfolgte nur ein sehr betretenes Lächeln…

Irgendetwas war doch nochwm

Demokraturisches Waschzettelausfüllungsevent

Nachdem die KPD / RZ nicht mehr existierte, bin ich nur noch wegen der „Wahlbeteiligung“ an die Urne gelatscht und versenkte in den hässlichen Kisten ungültige Zettel.
Heute wurde mein Kreuzchen, natürlich ohne Haken, für Martin Sonneborn gemacht…
Ansonsten wollte ich ja über den Akt nichts weiter ablassen.
Ach so, hier noch etwas O-Ton!
Alle Kleingartenverbände hatten natürlich gewonnen, wenn dem nicht so war, mussten die anderen dafür herhalten, außer bei der gelben Tegel-offen-halten-partei und den AfDlern*Innen
Abends ging mir der alte und demnächst neue regierende Oberdorfschulze mächtig auf den Senkel, mit seinem mal WIR, mal: „ICH habe den Regierungsauftrag”. Das ließ er ewig ab, wenn ihm jemand ein Mikro hinhielt. Erinnerte mich etwas an einen ängstlich pfeifenden Jungen im dunklen Wald, der Angst hat, dass man ihm irgendetwas streitig machen wollte.
Ansonsten amüsiert mich der kleine Genosse immer wieder. Lächeln kann er überhaupt nicht, da verzieht sich sein Zifferblatt oft zu einer gruseligen Larve, lachen geht schon gar nicht. Allerdings erinnert mich sein sichellippiges Grinsen immer an einen Breitmaulfrosch, allerdings sein ewiges WIR oder ICH mehr an einen Kakadu! Deshalb meine innere Stimme dazu:

Anzeige (g↔w)egen “Hymnen-Hampler”-Harting

Viele Landleute in beiden deutschen Staaten hatten und haben seit Ende des letzten Weltkrieges ein merkwürdiges Verhältnis zu dem Hit von Fallersleben, ebenso zum Trümmerwalze in der damaligen Zone.
Dies liegt aber nicht an der Tatsache, dass Millionen junger Wehrmachttouristen, wie erstarrte Salzsäulen, mit drögen Blicken unter ihren stählernen Hurratüten, erst den Klängen von Jupp Haydn lauschen mussten, dann anschließend für Führer, Volk und Vaterland ins Feld geschickt wurden und massenhaft nicht wiederkehrten…
Welches Vergehens hat sich nun aber Christoph Harting schuldig gemacht? Lediglich während der Medaillenzeremonie Faxen gemacht, die Arme verschränkt, Grimassen geschnitten und beim Abspielen der Nationalhymne geschunkelt.
Der Knabe freute sich lediglich seines Lebens, was ist daran eigentlich so verwerflich? Alles geschah doch mit einem offenen, freundlichen Gesichtsausdruck.
Vor Jahrzehnten hatte ich mal begonnen, weltweite zwanghaft dümmlich dreinschauenden Larven von Politikern und Sportlern mal vijomäßig zusammenzuschneiden, da war teilweise der blanke Horror vertreten! In den seltensten Fällen ließ sich da auch nur ansatzweise etwas wie Nationalstolz erkennen.
Wer den Text lernen will, hier zwei Varianten: Erste und zweite, letztere ist aber kastriert, allerdings osmanisch interpretiert, ergo multikulturell
Bin mal gespannt, ob jemals diese deutschtümelnde Nase geoutet wird, der nun gegen Christoph Harting eine Anzeige erwirkte. Schade fand ich es ja, dass sich der Goldjunge anschließend zu einer Art Rechtfertigung hinreißen ließ, mit der er sich letztlich diskreditierte. Weiterlesen

Werde die gestrige Wahl nicht noch aufwerten, deshalb trete ich nicht richtig nach!

Hielt es mal wieder mit dem alten Kästner, von ihm stammt der folgender Tippppppppp: Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.
War schon klar, dass sich sämtliche Politkomiker heute nur mit ihrem verbalen Dünnschiss beschäftigen würden, deshalb blieb in meinen vier Wänden die Glotze und das Radio aus aus. Mir genügte schon der wenige Schwachsinn den ich gezwungenermaßen im Café über mich ergehen lassen musste. Allein davon konnte einem das Sperma flockig werden!
Obwohl alle ihre verlorenen Siege ummodelten, gab es den einheitlichen Tenor von Gejammer, Niedergeschlagenheit, schlechter Laune, Schwermut, Seelenschmerz, Sorge, Trauer, Trübsinn…
Schocks, Bestürzung und Betroffenheit gab es im Dutzend sogar billiger!
Viele Turbodemokraten der sog. Volksparteien schienen sogar paralysiert zu sein, vorn weg natürlich Blase. Inwieweit da Hintergedanken um ihre dünner werdenden Privilegien die eigentlichen Rollen spielten, ist nicht ganz zu durchschauen. Eigentlich Blödsinn, haben sie doch alle ihre Schäfchen bereits im Trocknen! Trotzdem präsentierte sich die Masse UNSERER Machteliten*INNERINNEN usw. u.ä. erbarmungswürdig, entrüstet, erregt, fassungslos, jämmerlich, war bedrückt, bekümmert, betrübt, erbärmlich freudlos, bestürzt, empört, entrüstet, erregt, indigniert, entgeistert, getroffen, konsterniert, perplex, ratlos, baff, empört, ärgerlich, verbittert, verdrießlich, wütend, verdutzt, versteinert, verwirrt. Dies verwundert mich gar nicht, hatten die Stare doch erst vor wenigen Tagen registriert, dass eine neue demokraturische Volkspartei existiert. Urplötzlich wandelte sich ihre Sprachlosigkeit innerhalb von 24 Stunden, nun plappern sie wie aufgezogen, ganz bedeutsame vollständige Sätze im politisch korrekten Small-Talk, ähnlich der Grüppchens aufgeregter Waschweiber, zu Kaiserlichen Zeiten an den Ufern von Spree und Dahme…
Und immer schön daran Denken – siehe hier!
In der geprinteten Ausgabe der MZ fiel mir eine Kleinigkeit auf, was die graphische Darstellung der Wahlergebnisse mit Hilfe von Balkendiagrammen betrifft. Dies haben die Bundesgermanen seit Jahrzehnten innigster demokraturischer Verbalhurerei nicht gerafft, dass man nach gewissen mathematischen Grundregeln vorgeht. Man nach entsprechenden Betrachtungsweisen mit dem höchsten oder niedrigsten Ergebnis beginnt und alles kontinuierlich nach unten oder in die andere Richtung fortsetzt. In der Online-Ausgabe kamen mir zwei anders Interpretationen unter. Dort hatte man die Wahlkreise nach den Erst- und Zweitstimmen farbig markiert und ausgerechnet der Wahlkreis Kuh-Köthen sympathisiert mit den Neobolschewisten, dies verstehe wer will! Weiterlesen

“Trucker-Lothar” Wagner geht nicht mehr einkaufen

Nachmittags fand ich einen Elektrobrief vom Scheff, darin teilte er mir das Ableben des berühmtesten Sangerhäuser Originals*, der letzten Hälfte des 20sten Jahrhunderts mit. Hatte allerdings wenige Stunden vorher die Notiz bereits anderweitg erhalten und überflogen. Mit 82 Lenzen auf dem Buckel durfte er abtreten, zumal ihm die letzten Jahre im Altenheim bestimmt mächtig auf den Zünder gingen…
Selbiger Typ hinterließ mit seinem Bekanntheitsgrad nebst Sympathie, wesentlich tiefere Spuren im Dorf, als sämtliche stalinistischen Halunken des dortigen Marktfleckens zusammen!
Romy Steyer, gebürtig in Wallhausen, aber meines Wissens nach, in Sangerhausen aufgewachsen, drehte 2005 einen Kurzfilm über ihn – dafür gebührt ihr nachträglich eine Goldenen Mifa-Fahrradspeiche am Bande!  – «Friedensfahrer Lothar» steht jetzt vor der KameraSzenenbeifall für den LotharfilmEine Legende wird 80TRUCKERLOTHAR
Mir fällt gerade etwas ein, der Scheff lernte ja Lothar auch kennen, als Stift zu Zeiten seiner beginnenden Kariere in der MAFA, im dummrotesten Meisterbereich des Betriebes, wo ich ebenfalls werkelte, unter der Fuchtle vom übergroßen Genossen Johann Gebauer…

*Den Text scheint wieder jemand verfasst zuhaben, der jemanden kannte, der wiederum jemand kannte, an dem Lothar mal geräuschvoll vorbei gedüst ist. Habe nämlich zu meinen Zeiten niemals vernommen, dass man von ihm als Autolothar sprach! Vielleicht haben ihn später die Kommunisten so getauft, kann ja sein…

Ich zitiere: ANSICHTSSACHE aus der MiZe

Am DONNERSTAG, 10. DEZEMBER 2015, gab es in der Mitteldeutschen Zeitung den folgenden Artikel von Andreas Montag: Maulkorb bitte!
Hier der Text:
Wie einem plappernde Reisegefährten den letzten Nerv rauben können.
Bahnfahren könnte so schön sein. Wenn bloß die Reisenden nicht wären. Gleiches muss man leider auch aus Bussen und Stadtbahnen vermelden – überall herrscht das gleiche betrübliche Bild. Oder besser: Die gleiche Tonlage. Es wird telefoniert, bis die Smartphones glühen. Und mit dem Sitznachbarn gequasselt, dass dem unfreiwilligen Zuhörer bald die Schädeldecke hochgeht.
So geschehen gestern morgen, im ICE von Rostock nach München. Als ich am Berliner Bahnhof Gesundbrunnen einstieg, war noch alles gut. Es regnete zwar, aber die Bahn war trotzdem pünktlich. Ich fand einen netten Platz, alles schien bestens. Am Hauptbahnhof der Hauptstadt, der nächsten Station, erfreute mich das englische Geknödel des Zugbegleiters, der den dort Aussteigenden ein herzliches „Ssänk Ju for tschuhsing de Deutsche Bahn“ für ihr weiteres Leben mitgab. Wunderbar. Bis zum Halt in Berlin-Südkreuz. Dort enterte ein offensichtlich aus dem Süddeutschen stammender Mann den Waggon und ließ sich hinter mir nieder – neben eine ältere Dame, die von Berlin nach Weimar fahren wollte.
Das war schnell geklärt.
Dann aber öffnete der Herr sein volles Herz: Vom Wetter und der falschen Kleidung ging es zur politischen Lage. Auch der Wohnungs- und Immobilienmarkt kam zur Sprache – bis hin zu Mietschuldnern, die man am besten früh um sechs aus dem Bett holen sollte, und sei es in der Unterhose.
Es hörte bis Halle nicht auf. Liebe Deutsche Bahn, kann man nicht eine Maulkorbpflicht für Reisende erlassen? Bitte!

Beginne mal mit einem Erlebnis vom 1. November.
Wir waren in Potsdam wegen des „Holländischen Stoffmarktes“ und radelten anschließend nach Berlin zurück – allerdings nur bis zur S-Bahn Wannsee. Die Scheffin wollte den „Heiligen See“ noch umrunden, anschließend war der berühmte Biergarten von Klein Glienicke als Treffpunkt auserkoren. OK, ich wollte stattdessen in der Garage ein Kaffee schlürfen. Massenhaft noch Platz in der herrlichen Sonnen, kommt ein Typ an und fragt, ob er sich zu mir an den Tisch setzen könnte. „Klar, kein Problem! Du darfst aber nicht anfangen und dir mit deiner Kommunikationsprothese einen runter zu holen!“
Würde mir nie einfallen!“ kam lachend von ihm. Anschließend quatschten wir noch fast eine Stunde, dann erfolgte seinerseits die Frage: „Hast du denn überhaupt ein Handy?“
Natürlich, das Teil benutze aber nur ich! Langsam haben es alle Freunde und Bekannten geschnallt, dass nur von mir aus gesendet wird, wenn es unbedingt notwendig ist. Alle paar Wochen schalte ich dann mal morgens im Café die Möhre an, weil trotzdem immer mal wieder jemand versucht, mich zu erreichen…“
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