Archiv für den Tag: 14. Januar 2009

“KLÖTENKÖM” – auch EIERLIKÖR genannt

Meine Rezeptniederschriften entsprechen nicht immer den herkömmlichen Darstellungen für emanzipierte Hausmännchen*INNENINNEN u. ä., da sie oftmals in Collagen ausarten. So auch jene, nun im Angesicht zum lange verblichenen Chajim. Ihm gefiel damals die ursprüngliche Kurzfassung, besonders mit der Vijo-Einspielung…
Diese anschließende Präskription stammt vom hervorragenden Volksdrogen Alchimisten und Schauspieler Chajim S. Koenigshofen (*16.07.1953, † 25.09.2010), der nebenher auch gigantisch kochen und backen konnte.



Rezeptur für ein Gesöffchen, welches auch Klötenköm genannte wird ugs. im norddeutschen Dialekt: Klöten = Eier, Köm = klarer Schnaps!

Man nehme, wenn man hat!
– 6 Eigelb
– 200 gr. Puderzucker
– 200 gr. Schlagsahne, nach Belieben Bourbon Vanille Pulver (!), ebenso geraspelte Tonkabohne (Steht unter Hülsenfrüchten!) und eine Priese Salz…
– 50 – 100 ml Branntwein
Vanille, Tonkabohne – (Leider hat jener phantastische Laden, wegen der unzähligen idiotischen Dik­tate, von vielen dahergelaufenen Kompetenzsimulanten, die koronafaschistoide Ära nicht überlebt! Sie gaben Ende letzten Jahres auf…)
1.) Die sex Eigelb schaumig schlagen, bis die Pampe hellgelb aussieht! (fast weiß), danach mit den 200 gr. Puderzucker seht gut vermengen und eine Prise Salz zugeben!
2.) 200 gr. Sahne schlagen – nicht zu fest, nicht zu flüssig. Dazu etwas weniger als ein viertel Teelöffel Bourbon-Vanille (Als FDP-mäßiger Kompromiss gilt: Statt echter Vanille – fünf Tütchen Bourbonvanillezucker. Wer diese Zeug benutzt, den sollte eigentlich der Blitz beim Scheissen tref­fen!) nebst einer Tonkabohne – die vorher in ganz feine Bröseln geraspelt und dann im Mörser zu feinem Staub verarbeitet wurde(!) dann mit der Eigelbpampe sehr gut vermischen.
– Learning by doing! –
3.) Anschließend vorsichtig 50 bis 200 ml 95er Sprit zugeben, allerdings entsprechend verdünnt, mit destilliertem Wasser (!), je nach Anspruch und Geschmack, da es sich um ein Likör handeln soll! Oder gleich 32%igen Korn oder Wodka verwenden, außer Rohöl und Stacheldraht eignet sich eigentlich jeder klare Branntwein dazu!
– Zur Herstellung größerer Mengen werden die Zutaten entsprechend vermehrt, gilt aber nicht für den Zuckeranteil, dieser muss dafür getestet werden!
Aber 8ung!!!
Während der Produktion niemals mit den Pfoten, Füßen oder einem abgeleckten Löffel die Pampe testen!!!

Für Gourmets ist die Zugabe von einer bisher nicht erwähnte Prise Habaneropfeffer angesagt!
Die Winzmenge muss unbedingt ausprobiert werden!!!
Habanero hat, je nach Züchtung, 100 000 – fast 800 000 Grad auf der Scoville-Skala!
Vorsicht – Weil sich im Likör, erst nach Tagen, die Schärfe entsprechend entwickelt!
Diese kreierte hedonistische Volksdroge sollte unbedingt in Waffel- oder Schokobechern kredenzt werden!

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