Archiv für den Tag: 17. Februar 2012

„Aller guten Dinge sind drei“ – Neues Spiel, neues Glück…

Nach einigen Minuten betätigte ich während der 17-Uhrnachrichten den gewissen Schalter an der glotze. Es war ja nicht zum Aushalten. Sehr gewichtig hing der Bupräsi am Pult, ordnete ewig sein Blätter vom Skript, wo möglich stand da gar nichts drauf. So hastig wie der die Seiten beiseite tat, müssen wenigen Notizen mindestens in 60-Punktschrift vorgelegen haben.
Viel geredet, dabei nichts gesagt und die eigentliche Schuld immer bei anderen festgestellt.
Frau Kanzler im üblichen Zonenschick, allerdings nicht im magentafarbenen Kurzkittel. Die heutige Kolorierung empfand ich aber auch wieder sehr langweilig, sie erinnerte mich an Drillichanzügen des Afrikakorps. Was täuschen kann, da unsere Glotze manchmal spinnt.
„…sie habe Wulffs Entscheidung mit größtem Respekt und tiefem Bedauern zur Kenntnis genommen.“
Das reichte mir!
Ihr Gang sprach Bände. Frau M. schien unter Dampf zu stehen wie ein „Fisslerschnellkochtopf“ dessen Überdruckventil defekt ist. Das Gesicht leicht zur Faust geballt ging es sofort los, ohne die ihr eigenen Seniorenkniebeugen, es fehlte auch der hektische Einsatz beider Vorderläufe und die ewigen „Fingerkreise“. Madame krallte wohl ihre Hände in die Platte des Rednerpultes…

Nun ist der politische Laiendarsteller bereits in seiner schuldenbelasteten Kate abgetaucht.
Wie hieß dieser Marktflecken nochmal?
B u r g w e d e l – liegt j.w.d. – in der Gegend sagen sich die Bausparfüchse „Gute Nacht“.
Die nächsten Tagen wird er wohl überlegen, wie seine lebenslange Pension zinsgünstig anzulegen ist…
Anderswo dreht sich das Präsidentensuchkarrusell, der Anblick des „flotten Dreiers“  bei GMX ließ mich sofort an Pofalla denken!

Stunden später – die gleichen Larven, aber mit abgewandeltem Text, jedem traue ich den „Wulff“ zu, aber mehr auch nicht…
Was ließ der selbstverliebte Pope von der Waterkant heute noch ab?
„Geben Sie mir einfach noch ein wenig Zeit“.
Logisch, der schmollt noch vom letzten Mal.
Nun sollen sie mal einzeln angekrochen kommen, besonders den Gysi wird er sich speziell vorknöpfen. Der muss eine Ehrenrunde ums Haus robben und dabei die Zehn Gebote hecheln…
UNSER Arbeitsblondchen? Nee, nee! Nicht schon wieder jemand aus Niedersachsen!
Der Einsatz von Schäuble wäre ja Schützenhilfe für Sarkozy, denn Änschie könnte damit den alten Griesgram aus der griechischen Feuerlinie entfernen.
Ich hätte eine andere Verwendung für den rollenden Schwaben. Der sollte die Trainerstelle bei „Hertha BSC“ übernehmen, dort könnte er ewig und ganz offiziell die Leute respektlos anferzen wie weiland seinen Pressseknecht, zugleich setzt man Otto Rehhagel auf den Präsidentenschemel.
Otti ist bestimmt parteiübergreifend akzeptabel und als „Rehakles“ auch noch Experte für Hellas

Fußnote: WDR 5 – Redezeit, 13.2.2012: Gespräch mit Thomas Rietzschel, Stunde der Dilettanten

Um 11 Uhr bittet Christian Wulff um eine zweite Amtszeit

Eben registrierte ich, dass der Herr Nochbundespräsi in wenigen Minuten eine Erklärung abgeben will – auf dem dazugehörigen Bildchen ist sein „Botoxgrinsen“ verschwunden.
Sicher ein „freiwilliges Muss“, wahrscheinlich haben ihm der Papst oder Dieter Bohlen ins Gewissen geredet.
Wenn das Wulffchen eine halbe Stunde plappern darf, dann gibt es bestimmt Werbeunterbrechungen zwischendurch…
Änschie möchte eine halbe Stunde später auch etwas ablassen.  Sie wird die Gunst der Stunde nutzen (Wegen der Einschaltquoten werden auch dort mehrfache  Werbespots eingespielt) und sich für die hervorragende Arbeit ihres Parteigenossen bedanken, die Hatz der Medien auf den Präsidenten aufs schärfste verurteilen und einen großen Zapfenstreich für die Verabschiedung ankündigen.
Hoffentlich werden dabei 70 dB eingehalten, die letztens dem närrischen Volk auf dem Hurfürstendamm vorgegeben waren. Vielleicht sollte das Stabsmusikchor von „Y-Tours“ die 17 Hippies als Verstärkung heranziehen, alles könnte dann etwas lustiger werden und sollte gleich am kommenden Montag über die Bühne gehen.
Die Krönung wäre, wenn einer der Karnevalsvereine von Köln oder Mainz sich entschließen würden, diesen Akt in ihr Programm aufzunehmen. Allerdings in etwas abgewandelter Form, die Jecken dürften ihren Expräsi, auf einen Prunkwagen sitzend, Kamellen an den Kopf werfen…
Genossin Nahles ließ verkünden: „…es gelte nun, so schnell wie möglich eine Alternative zu Wulff zu finden. Dies müsse eine Persönlichkeit sein, die „überparteiliche Anerkennung“ finde – jemand, „der etwas zu sagen hat und die Würde des Amtes ausfüllen kann“.
Ist ja ganz was Neues! Dies hätte Madame Frau Kanzler vor der letzten Inthronisierung mal stecken sollen!
Warum wird eigentlich keine Bundespräsidendoppelspitze in Betracht gezogen?
Ich finde, „die Würde des Amtes“ könnte Dirk Bach bestimmt am Besten ausfüllen mit seinem kugelqualligen Corpus und dazu Wolf Biermann an seiner Seite…