Archiv für den Tag: 27. Februar 2015

Leonard „Spock“ Nimoy geht nicht mehr einkaufen

Serien waren bereits zu meinen Kindheitstagen nicht mein Ding, schon gar nicht „Fury“. In dem Zusammenhang wurde mir natürlich nachgesagt, dies hing lediglich mit meinem roten Elternhaus zusammen. Dem war absolut nicht so! Mich ödeten jene stinklangweiligen Episoden nur an. Rauchende Colts“ und „Am Fuß der blauen Berge“ waren dann etwas anderes, allerdings richtete ich meinen Tagesablauf nicht nach den Streifen. Mit den Vorabendserien: „Abenteuer unter Wasser (Mike Nelson)“ und „Sprung aus den Wolken“ entwickelte sich immer ein Haufen Ärger mit meiner Mutter, sodass darauf auch bald verzichtet wurde, musste ich dazu doch immer über das Feld zu meinem Freund Datsch rüber…

Wesentlich später, in trauter Kifferunde oder dann mit den Gören, fand ich Raumschiff Enterprise“ schon wieder sehenswert komisch. Herausragend natürlich die Auftritte von Mr. Spock. Der Gruß vom Halbvulkanier, allerdings in total abgewandelter Form, hat mir sogar mal das Leben gerettet. Ein einziges mal(!) kam ich angezecht und total übermüdet auf die Idee noch ein Hörnchen einzupicken. Schmiss die Bandmaschine an, dazu ein Plattenspieler mit 16ner Geschwindigkeit, der unter einer größeren „Fünf Finger Palme“ (Monstera) stand und auf dem rotierenden Teller blakten drei hellere Kerzen. Bei den, sich währenddessen entwickelnden Schatten an den Wänden und der Decke kam das Gefühl auf, man lag unter Wasser, weil das zappeln Licht überall, auf mich wie leichte Wellenschläge wirkte.
Dabei empfinde ich, wenn man besoffen ein Dreiblatt einzieht, das ist wie gegen den Wind pissen… Anfangs saß ich noch, dann wurde sich mittig im pseudo-quatrofonischen Sound, zwischen den Boxen, ausgestreckt.
Dem Herr sei Dank, denn es fiel mir ein sehr wichtiger Trick ein!
Auf dem Rücken liegend, die Vorderläufe auf dem Bauch drapiert, wurde zwischen Ring- und Mittelfinger der rechten Hand mein Joint geklemmt.
Von wem jener Tip mal stammte, habe ich vergessen. Allerdings wurde er vorher bereits öfters eingesetzt, wenn mich irgendwo die Müdigkeit im Sitzen übermannte, z. B. während ellenlanger Bahnfahrten, oft natürlich im Zusammenhang mit übermäßigen Alkgenuss…
Zumindest klappte es bei mir immer, falls wider erwartend die Kippe vollständig nach unten abschmörgelte, sie klemmte dabei vollkommen fest zwischen den beiden Fingern.
Der über kurz oder lang eintretende Schmerz sorgt dann plötzlich dafür, dass man augenblicklich hellwach ist und mit sofortiger Wirkung von null auf hundert kommt…
– Ein letztes Live long and prosper dem edlen Vulkanier!