Ende 1975 sah ich den Schefff erstmalig in einem großen Kintopp. Hatte gerade, nach meiner Knastzeit, den endlosen Bürokraten-Scheiß der ersten Wochen im Westen abgehakt und war für einige Monate in einem Rot-Kreuzheim gelandet. Verbrachte nebenher nun mehrere Wochen mit Sightseeingtouren durch Buchläden und vielen Kinogängen. Hakte eine Liste ab, was hieß, täglich 4 oder 5 Vorstellungen. Irgendwann ging es auch in den Zoopalast, dort war gerade: „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ angelaufen.
Latschte dann die Treppe zur U-Bahn runter, als mir ein Typ entgegenkam, auf dem Arm viele Ausgaben der „Roten Fahne“. Dieser Idiot quatschte mich an, sicher wegen Shell-Parka und Springerstiefel – „ausgerechnet mit Genosse“!
Mario Adorf geht nicht mehr einkaufen…
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