Sternstunde der Mörder” entführt in das besetzte Prag 1945.

Die ARD-Adaption des Romans von Pavel Kohout verbindet düstere Krimi-Spannung mit histori­schen Ereignissen und beleuchtet das Ringen um Menschlichkeit im Angesicht des NS-Terrors.
Heute erwähnte Madame, es läuft im ARD-Programm Kohouts Krimi.
Lang ist´s her, die damalige Partnerin meiner sexuellen Notgemeinschaft, jobbte in einer berühmten Berliner Buchhandlung. Brachte öfters leihweise gedruckte Werke mit, die man sehr vorsichtig lesen musste, weil sie hinterher noch verkauft wurden. Sie selber las ewig Krimis und sog. Frauenliteratur. Krimis lehnte ich ewig ab, von der anderen Sorte las ich einige Bücher lediglich quer. Will mich über die letztgenannten Schreibereien nicht weiter auslassen…
Einige Sachen las ich immer Mal von Kohout, mochte ihn, schon wegen seiner politischen Einstel­lung! Dann fiel mir Jahre später seine Sternstunde in die Hände, obwohl eine gewisse Skepsis vor­handen war – wegen des Krimiinhaltes. Nach anderthalb Nächten war alles erledigt, mit viel Begeis­terung. Sehr interessant fand ich den anhängigen Stadtplan, denn Prag fand ich von Anbeginn sehr spannend und erkannte vieles wieder.
Erstmalig schlug ich in der ersten Juniwoche dort auf, allerdings sehr vorsichtig, weil es eigentlich nur ein Illegaler Transittrip nach dem Ösiland werden sollte.
Dann kam aber alles ganz ganz anders!


Komme zu Kohout retour.
Was er als Beschreibung im städtischen Umfeld abließ, konnte ich viel Dinge nachvollziehen. Will nur dazu kurz etwas ablassen, betrifft den Prager Untergrund. Waren in den ´80ern mit zwei Ostber­liner Freunden, im „U Fleku“ verabredet, an einem schweinisch heißen Tag.Überall Baustellen und nirgendwo Parkplätze, kreisförmig kamen wir dem Treffpunkt immer näher. Irgendwann weigerte sich die Chauffeurin weiter zu fahren, landeten deshalb auf einem Parkplatz am gigantischen Haupt­bahnhof. Anschließend flippte die Scheffin bald aus, sie musste ewig herumkurven, aber dann ging es ewig durch Kellerräume, fast schnurgerade zu besagter Kneipe, vor allen dingen, immer kühl…
Für jene unterirdischen Begebenheiten war natürlich etwas Kenntnis vonstatten.
Kurz zum Film!
Fand zwei seltsame Kritiken, über die will ich mich nicht weiter auslassen!
Der Streifen hatte nicht viel mit dem Inhalt des Buches zu tun. Hat sich irgendwie eingespielt, wenn unabsichtliche Längen auftreten, wird zwischendurch alles mit ewigen Knutschereien und obskuren Verrenkungen gewürzt, die meistens entfernt an heterosexuelle Raus- und Reinspiele erinnern sol­len.
Nach ungefähr 45 Minuten verzog ich mich, 10 Minuten später auch die Gattin.
Allein bis dahin fand ich den Film einfach Scheiße, Lichtjahre von der gedruckten Handlung ent­fernt.
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