Kategorie-Archiv: BÜCHER

Verführung nach Maß – IDEAL UND TYRANNEI DES PERFEKTEN KÖRPERS

Muss wiedermal etwas über Literatur ablassen…
Schon erstaunlich was George L. Hersey (Fast auf den Tag genau, geht GLH außerdem nicht mehr einkaufen.) alles über den menschlichen Körper zusammentrug.
Ließ bei seinen Recherchen mehrere Jahrtausenden Revue passieren, wo er tiefgründig und -sinnig herumstöberte und scheinbar nüscht ausließ, als Sachbuch kommt der Inhalt auch noch amüsant rüber.
Eine geile Schwarte, jedoch täuschen die 240 Seiten!
Alles in höchstens 8-Punktchrift verzapft, entsprechend winzig kommen auch die vielen Darstellungen rüber.
Bereits vor 15 Jahren haderte ich mit der Schriftgröße

ARTE – ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2015

Beginne mit einem 56 sekündlichen Statement aus dem Film, welches aber nicht aus einem aktuellen bundesgermanischen Streifen stammt! Mit kleinen Abänderungen trotzdem alles auf den Punkt bringen würde, was die heutige Zeit betrifft.
Denn es geht um jene Definition UNSERER obskuren Gesellschaftsform: welche hartnäckig als Demokratie feilgeboten wird!
(Für ganz unbedarfte: Plymouth)
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Tonart – “Blue & Lonesome” auf d-Radio

Bis 5 Uhr heute morgen ließ Christian Graf die neueste Scheibe der Steine über den Sender laufen.
Meine anfängliche Begeisterung von vor einigen Tagen näherte sich zum Ende fast gegen Null! Dies lag aber auch mit an dem nervigen Gequatsche vom Moderator, der überschlug sich ja mit Lobhudeleien, mir erschien alles wie eine miese Werbesendung.
img_20161217_0001-ae img_20161217_0002-aeIrgendwann legte ich meine Schwarte weg und wollte eigentlich weiter pennen, griff dann aber noch zu einem Sudoku, denn eigentlich konnte es doch nur noch besser werden – aber Scheibenhonig!
Wenn man sämtliche Hits nebst der ursprünglichen Interpreten kannte und auch viele gecoverte Varianten andere schwarzen Kollegen, dann es blieb vom hochgelobten neuerlichen Gitarrensound nicht viel übrig, der hätte auch von einer x-beliebigen Schülerband stammen können. Jaggers Harpklänge kamen gut rüber, obwohl die Technik da schon nachhalf. Weiterlesen

Politisch korrekt verordneter Büroschlaf scheint der gesündeste zu sein

Auf der ersten Seite vom heutigen TAGESSPITZEL fand sich ganz unten das verschämte Kästchen, u-bahndaraus war zu entnehmen, dass die Staatsanwaltschaft bereits am gestrigen Tag einer öffentlichen Fahndung zustimmte. Nach anderthalb Monaten grenzt dies ja bereits an Lichtgeschwindigkeit der postfaktischen Art.
Dank eines Whistleblowers (Menschen die illegales Handeln, Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt nicht länger schweigend hinnehmen, sondern aufdecken. Sie tun dies intern innerhalb ihres Betriebes, ihrer Dienststelle oder Organisation oder auch extern gegenüber den zuständigen Behörden, Dritten oder auch der Presse.) waren die Vijos bereits mehreren Medien zugespielt und veröffentlicht worden. Nun ermittelt die Polizei we­gen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz, ebenso schaltete sich die Datenschutzbehörde ein, wieder eine postfaktische Handlungsweise! Schließlich halten weder BVG noch Polizeibehörden ungerechtfertigt solche Gewaltperversionen zurück, dies läuft doch auf Grund staatlich vorgegebener Anweisungen. Hoffentlich findet sich endlich mal jemand, der Ross und Rei­ter nennt, wer selbige Instruktion von ganz oben anordnete, da viel Jahrzehnte solche Schmierenko­mödien der Vertuschungen von migrationshintergründigen Gewalttaten bundesweit über die Bühne gingen. Weiterlesen

Der Mensch und die Leute – José Ortega y Gasset

Da fiel mir etwas ein.
– Nach meiner Erkenntnis gibt es wenig Menschen, viel Leute aber Myriaden von Blah-Blahs…
img_20161007_0001-ae img_20161007_0002-aeMusste endlich jenes Büchlein wiedermal fertig lesen.
Auf Seite 32 schreibt der Kulturphilosoph folgende Sätze: Auch versenkt sich der Mensch des Orients auf andere Art in sich selbst als der abendländische Mensch. Dieser versenkt sich in die Klarheit seines Geistes. Erinnern Sie sich der Verse Goethes:
Ich bekenn mich zu dem Geschlecht,
das aus dem dem Dunkeln ins Helle strebt.
Auf dem Klappentext findet man den Hinweis, dass y Gasset entscheidende Impulse seines Denkens während seiner Studienzeit in Deutschland (1906-1910) empfing!
Man kann es kaum glauben…
gameIrgendwann landete ich im Netz und fand dort ein sehr aufregendes Bildchen, wurde sofort an Pofallas © mit der Fresse erinnert.
Den dazugehörigen Artikel drückte ich nach dem ersten Satz bereits weg – Nach langem Streit haben sich Union und SPD auf ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern verständigt. Da stehlen die Politkomiker dem lieben Gott ewig die Zeit und streiten sich dabei ständig und heraus kam ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern!
Einfach so zwischen das Lohngesindel der Geschlechter geklemmt, nicht bezugnehmend auf das aufklärerischen Égalité, lediglich etwas mehr! Erinnerte mich an den Wurststand bei Feinkost-Reichelt, wenn die hündisch ergebene Verkäuferin anfragt, „ darf es ein Scheibchen mehr sein?“
In der Tagesschau bauschte der smarte dynamische Oberverkünder der Sozis, sein Name beginnt glaube mit „O“, wie Xantippe, die ganze Angelegenheit noch zu einem gelungenen Kompromiss auf. Was natürlich bei den Sozen nichts besonderes darstellt, eigentlich der ewig praktizierten Realität entspricht, da wird sich auch nie etwas ändern…
Als Ergänzung zum Gasset könnte ich noch etwas von Koestler empfehlen, lasse es aber sein

Kinder von Rauchern werden oft selbst zu Rauchern

IMG_20160823_0002ääWas seine Nachkommen betrifft, muss der abgelichtete Filius ja noch ein Weilchen warten.
Unsereiner hatte damals nicht so optimalen Voraussetzungen wie jenes Kleinkind-Model, wir muss­ten uns damals noch etwas mehr Zeit lassen für die erste Fluppe.
Meine erste Kippe paffte ich zu Beginn des 13ten Lebensjahres und anschließend mussten man sich für den späteren Konsum etwas einfallen lassen.
War aller­dings recht einfach.
Wir klauten ewig im „Bergschlösschen“ und in der „Totenschenke“ mehrere Pfand­flaschen – bei selbigen Kneipen kam man über den Nachbargarten an die Rückseiten der Leergut­schuppen.
Die paar Pullen wurden am Anger-Kiosk abgegeben und in lose Zigaretten, zu 8 Pfennig pro Stück, eingetauscht.
1961 fragte nirgendwo ein Verkäufer für wen die Glimmstengel denn überhaupt seien.
Allerdings ist mir in unseren jungen Jahren auch niemals eine so junge Göre mit einem Sargnagelschnuller zwischen der Milchzahnfressleiste vor die Augen gekommen.
Möglicherweise wollten die sehr besorgten Gutmenschen eigentlich etwas ganz anderes mit dem Bildchen ausdrücken. Mag ja sein, nun kann der Kleene aber noch nicht mal lesen…

Deix-4äEtwas vom verblichenen M.Deix

Helga M. Novak – „Die Eisheiligen“ & „Vogel federlos“

IMG_20160804_0001äIMG_20160804_0002ääIMG_20160804_0003ääIMG_20160804_0004ä - KopieäZwei interessante Bücher in denen ihre Adoptivkindheit, beginnend mit den letzten Jahren des II. Weltkrieges, und die anschließende Entwicklung in der Zone geschildert wird. Anfangs muss man sich an das Telegrammstil-Stakkato gewöhnen, mit der sie schließlich durchgehend Fakten auf den Punkt bringt.
Schon witzig, eigentlich auch meine Entwicklung als Kind, aber ganz ins Gegenteil verkehrt. Ich begann genau in die andere Richtung auszuflippen, allerdings gingen meine permanenten Verfehlungen nie mit solcher physischen Brutalität einher. Dessen ungeachtet, löste eine gerade abgegoltene Strafe die nächste ab, sei es in der Schule oder zuhause und dies passierte auch viele Jahre lang.
Sehr genau beschreibt Novak auch die primitiven und hirnrissigen Vorgehensweisen der Funktionäre und Organe, was ich nur bestätigen kann. Im Gegensatz zu ihr, perlten Drohungen und gutgemeinte Ratschläge an mir ewig ab.
Es dauerte über anderthalb Jahrzehnte, bis die lieben Genossen einsehen musste, dass ich ein hoffnungsloser Fall war. Galt da schon lange als verstockter, uneinsichtiger, kritikresistenter Artgenosse, dessen Lebensweg, zu seinem eigenen Schutz, sehr genau beobachtet werden musste.
Zu Besserungsmeineiden ließ ich mich dann auch nur noch hinreißen, wenn meine Felle längst am Horizont herumschwammen…

Manfred Deix geht nicht mehr einkaufen

DeixSein Humor war der schwärzeste im deutschsprachigen Raum, ihm war alles heilig, deshalb spießte er auch immer die Gesamtheit des täglich Ungemachs mit seiner übermäßig spitzen Feder auf.
Deix-1Deix-2Deix-3ä8ung! Sein Werk kann unter Umständen zu zeitweise schweren körperlich Leiden führen! Dies musste ich Mitte der 1980er Jahre am eigenen Leib erfahren. Nach dem harzen eines etwas größeren Horns schauten wir uns mit Hilfe eines Overheadprojektors seine „Satiren aus Wien“ an. Hinterher hatte ich geschlagene drei Tage arge Bewegungsprobleme, die ganz heftig aus der Zwerchfellgegend kamen…
Es war einfach genial, was der Mann in seinem Leben verzapfte

Hörspieltag, 17. April, 08:05 Uhr auf d-radio

Don Quixote Teil 3 – Im Kinderfunk

{Schon witzig, was anschließend bei herauskommt, wenn man ein Buch, zu unterschiedlichsten Zeitpunkten (Mit 10 Jahren und Anfang 20) liest, dies ging mir nicht nur bei Cervantes so…
Es existieren tausenfache Publikationen, die muss man in der Kindheit und Jungend verschlungen haben, nicht nur wegen der Allgemeinbildung. Hatte das große Glück, dass mich in der Richtung mein Großvater versaute, wobei seine Tochter ewig der Meinung anhing, dass ich ich immer die falschen Schlussfolgerungen aus meiner Vielleserei zog.
Die ergiebigste Zeit mit wertvollen Büchern wurde mir in den sieben Wochen Untersuchungshaft im Staatsgefängnis Budapest zuteil, dafür bin ich den Gulaschkommunisten heute noch dankbar!}

Ein köstliches Hörspiel von 1998! Wem der sonntäglich Beginn zu unchristlich erscheint, der kann ja den Radiorekorder runter laden und alles aufnehmen!
Vom ersten Teil hatte ich nur den Rest mitbekommen, allerdings den zweiten vollständig.
Mir kam beim Hören eine ketzerische Ahnung.
Obwohl Miguel de Cervantes Roman bereits vor 400 Jahren geschrieben wurde, fasziniert er noch heute. Sämtliche darin geschilderten chaotischen Aktionen und die abstrusen Lösungsversuche vom Hauptakteur, das korrigierende Eingreifen seines Knappen sind brandaktuell und lassen sich ausnahmslos in unsere Zeit übertragen. Was die Reinkarnationen des Don Quixotes in unseren Tagen angehen, sind sie in vielfacher Ausfertigung weltweit anzutreffen – mittlerweile in beängstigender Vielfalt, nicht nur in Brüssel oder Berlin – da könnte man nur noch dauerhaft kotzen!
Das Tragische an der ganzen Angelegenheit ist doch, dass fast keiner jener Ritter dieser traurigen Gestalten, einen Durchblicker von der Größe eines Sancho Pansas an seiner Seite hat. Hinzu kommt, dass der Schefff Quixote aber auch eine liebenswerte Seite besaß, was allerdings dem heute vergleichbar agierenden Pack vollkommen abgeht! Weiterlesen

Skandal beim „Kanal der Einäugigen“ – Aufregung um Erdogan-Verse und zum Thema „Humor“ eine neue Publikation von Andreas Thiel

Das Böhmermann-Gedicht über Erdogan im Wortlaut
War gar nicht einfach, im digitalen Bermudadreieck des WWW´s den Text zu finden. Wenigstens Christian Maria Brandes, alias Schlecky Silberstein, stellte ihn auf seinen Blog. Diesmal wird für Böhmermann noch nicht mal als Ehrung ein Blick zur Sonne herausspringen. Bin sehr sicher, auf einem x-beliebigen Gender-Kackhaus einer Waldorfschule wäre zumindest etwas mit höherem Niveau entstanden. Nun gut, sollte nicht sein!
Frage mich aber trotzdem, weshalb Jan B. gerade den Emporkömmling vom Bosporus auserkoren hatte. Massenhaft könnte er sich doch Leute von entsprechender Preislage aus Berlin, den 16 bundesgermanischen Landesregierungen oder Brüssel vorknöpfen, in hellen Scharen geistern dort ebensolche Komiker herum…
Merkwürdig erscheint mir momentan die Kritik aus ZDF-Gefilden. Vor geraumer Zeit klang alles noch anders, gerade nach den Tagen der bleihaltigen Luft in den Büros bei „Charlie Hebdo„.
Heute heißt es plötzlich: Es gibt auch Grenzen der Ironie und der Satire. In diesem Fall wurden sie klar überschritten.
Der Wink mit dem Zaunpfahl kam bestimmt von Mutti, zumal sie sich auch reinhing. Madame hat bestimmt Bammel, dass Pokerface Erdoğan nun auf Schmerzensgeld in Milliardenhöhe dringt…
Möchte in dem Zusammenhang, was Ironie, Satire, Humor, Komik und Witz betrifft, auf das neue Werk vom eidgenössischen Thiel Eulenspiegel verweisen: „HUMOR – Das Lächeln des Henkers“
Thiel-1-äThiel-2-äEr kann auf sehr viel Erfahrung verweisen, nicht nur, dass ihm und einem Kollegen dortige §§-Heinze mit allen möglichen waghalsig konstruierten Bestrebung die Überschreitung von Grenzen des guten Geschmacks nachweisen wollen.
Zumindest können seine Betrachtungen in der heutigen Zeit noch als Erklärungsversuch verstanden werden, was die humoristische Verpackung politischer Auseinandersetzungen angehen. Möglicherweise will die Justiz bei Böhmermann ja wiedermal ein bewährtes Exempel statuieren, welches letztlich darauf hinausläuft, dass in deren Folge, gut platzierte Flüsterwitze aufs Neue mit Kuraufenthalten in gesiebter Luft belohnt werden…