Archiv für den Monat: Dezember 2008

IWANS KRIEG – Catherine Merrydale

Im Gegensatz, zu Willy Peter Reese – „Mir selber seltsam fremd“, schildert C. M. das Kriegsgeschen aus der anderen Perspektive.Wobei ich froh bin, dass es sich bei der Autorin um eine Historikerin aus UK handelt. Leider erschien dieses Werk fast 50 Jahre zu spät. Da in beiden Deutschlands die Traumatisierung im und nach dem II. Weltkrieg nie aufgearbeitet wurde, interessiert dieses Thema doch heute kein Schwein mehr. Die Alten verklärten diese Zeit, aus Opfern wurden Täter, die  Täter mutierten zu Opfern – siehe diese Betroffenheitsschmonzette „ANONYMA“ – und die heutigen Kids geilen sich an digitalen Kriegen auf, wo die Helden unsterblich sind.

IwanIwan

An die Tatsache, dass in Afghanistan ab und an mal ein demokratischer Landser über die Klinge hopst, habe ich mich längst gewöhnt. Dazu Worte von Genossen Stalin aus dem Munde von Marilyn Manson:  The death of one is a tragedy – But death of a million is just a statistic. (The Fight Song)

Gibt es wie jeden anderen Scheiß auch als Klingelton für die Kommunikationsprothese: http://www.mufa.de/823480411-klingelton-the-fight-song.html

HAROLD PINTER

Nebenbei kam heute in den Nachrichten, dass seit dem 24.12. der engl. Dramatiker Harold Pinter nun auch nicht mehr einkaufen geht.

Aus HAZ.de, 25. 12. MMVIII

Der Literaturnobelpreisträger Harold Pinter ist tot. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf seine zweite Ehefrau am Donnerstag meldete, starb Pinter am Heiligabend im Alter von 78 Jahren an Kehlkopfkrebs.

Harold Pinter vor seinem Haus in London. Der Nobelpreisträger ist Heiligabend im Alter von 78 Jahren gestorben. Weiterlesen

Verspätete Jahresendsonnenwendfete

8-ung!
Ich spreche hier nur ChristenInnen an, die reichen mir schon. Was ließ weiland Marxens Charly ab, Religion ist Koks fürs Volk…
Also – liebe VerbraucherInnen, liebe WeihnachtsmännerInnen!
Lassen Sie mich noch einen abschließenden Satz sagen.
Letztendlich betrifft aber alles in irgendeiner Form jenes Jahresendkonsumfest, am 25. und 26. des letzten Monats im absterbenden  Jahr…

Also, Frohes.., na Sie wissen schon!

Amen, Na denne mal Proooscht – ©michA2006

Muntadar al-Zaidi Effendi

Muntadar al-Zaidi Effendi! Respekt!
Eine gewisse klammheimliche Freude kann ich nicht verhehlen, nach dieser wütenden Geste von Dir, wegen seiner ideellen Wirkung für viele Geschöpfe auf UNSERER Erdenscheibe.
Hatte sich doch in den vergangenen Jahren niemand gefunden, der diesem Psychopaten eine Stange Dynamit in die Öffnung seiner Sitzwangen schob und an die Lunte ein funktionierendes Zippo hielt.
Dieses respektlose Wesen, vom Klapperstorch zufällig einer Familie zugestellt, die es ihm später ermöglichte, sich über Geld und Macht zu definieren, allerdings mit der Mentalität eines schlichtdenkenden texanischen Kuhjungens…
Falls es den Schöpfer geben sollte, wie ist der denn drauf? Wenn er, nach George W´s eigener Überzeugung, ihn als Volksdrogenabhängigen läuterte, damit etwas „ganZ groooooßeS“ aus ihm werde? (Nach diesem Witz begann Korsakow in seinen Grab bestimmt, wie ein Ventilator zu rotieren.) Für mich dient Bushs Ansicht lediglich als Beleg, dass “Gott“, wie er in der Bibel beschrieben wird, nicht existent sein kann.
Wahrscheinlich hat der Junge in seinem Wahn, wie andere es in ähnlichen Situationen mit weißen Mäusen tun, einfach nur ´ne Runde mit E.T. geklönt und in seiner Euphorie nahm er an, es handelte sich um Iwan Gottowitsch… Weiterlesen

Bürgeramt Wilmersburg

Als ich das letzte Mal auf dem Bürgeramt rum hing, gingen zwei Stunden ins Land, mein Ausweis ward seit 14 Monaten abgelaufen, der Pass ebenso…
Ausgerechnet heute musste ich hin, wo mich seit nächtens leichte Zahnschmerzen pieksten, darum seit drei Uhr AFN hörte, mehrere Sudokus abhakte und schließlich las. Dann raffte ich mich zum Inhalt meiner „Luftschutzapotheke“ auf, dank eines Brösels von Rathiopharm pennte ich während des Kalenderblattes auf D-radion ein. (Sie erinnerten an den Geburtstag von Hundertwasser)
Schließlich zwanzig nach acht im Amt gelandet, nur wegen neuer Steuerkarten, weil das Amt hudelte – für die gesamte Nassauische Strasse gab es keine Lohnsteuerkarten – angeblich. Nun ist dieses Problem seit Monaten bekannt, aber nichts tat sich, jeder muss folglich hinlatschen.
Am Counter kam nur: „ja, ja die Nassauische, dies ist uns bekannt!“ (Wobei ich denen nicht abnehme, dass es nur die Nassauische betraf.)
„Ist denn ob dieser Schlamperei jemand zur Verantwortung gezogen worden und ist man dabei es abzuändern?“
Lächelnd: “Neee.“
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ULI STEIN – „Viel Spaß“

Heute waren wir im Automobil Forum (Ein Scheißladen) aber immer wieder mit geilen Ausstellungen bestückt. Selten in der letzten Zeit solche lachenden Massen vor Bildern erlebt – noch vier Wochen!!!

Uli Stein – ‘Viel Spaß’. Vom 24.11.2008 noch bis 18.1.2009 Mo.-Fr. 9-20, Sbd., So. u. 25. und 26.12., 10-18 Uhr, 24. und 31.12. geschlossen, 1.1., 12-18 Uhr. Automobil Forum, Mitte, Unter den Linden 21, Tel.: 20 92 12 00 (U und S Friedrichstraße; Busse: 100, 200).

Ausländer unerwünscht

Investitionsbank Berlin – InnovationsNews der IBB vom 12.12.2008
Ausländischer Name – keine Wohnung

Den Artikel „Ausländer unerwünscht“, (12.12.08), fand ich im Archiv vom „Tagesspitzel“ nicht. Allerdings auf der Hausseite: Investitionsbank Berlin – InnovationsNews der IBB vom 12.12.2008, unter der neuen Rubrik – „DISKRIMINIERUNG * Ausländischer Name – keine Wohnung“
Ohne die beiden, fettgedruckten Einschübe:
1.    Wilmersdorf ist ein Sperrgebiet für Fremde, sagt ein Experte
2.    Jeweils gutes Einkommen, verheiratet, ein Kind – nur der Name war anders
Was soll mir dies sagen, dass ich einen Artikel, der an sich im Archiv der Zeitung hängen müsste, durch Zufall bei einer Bank finde?  Ist etwa ein Redakteur mit dieser allgegenwärtigen Realität zu weit vorgeprescht und allen ist es wieder peinlich, oder betrifft es den Bericht im Allgemeinen und die Aussage von „Experten“ im Besondern.
Was diese aufgeklaubten Banalitäten – hier „Feldversuch“ genannt – wieder gekostet haben.
Cui bono est?
So ein Scheiß bildet doch jene Tropfen die irgendetwas höhlen, was nicht mehr kanalisierbar ist. Ein Ausländer ist nur solange gut, wie Arbeit vorhanden ist, die Einheimische nicht mehr erledigen wollen.
Man sollte sich doch mal die Entwicklung in Deutschland, des letzten Jahrhunderts vor Augen halten. Dabei jene Generation von Bürokraten im Blick haben, die „tausend“ Jahre dafür verantwortlich zeichneten, dass industrieller Massenmord hoffähig wurde und willfährige Handlanger dadurch Millionen von Menschen recycelten. Weil treue Staatsdiener Kosten/Nutzen/Rechnungen für das Kapital bastelten („Menschlich“ akkurat durchdacht! Nicht „unmenschlich“, wie es immer benannt wird!) und alles nur auf wertloses, humanes Material reduzierten.
Denen wir die riesigen Lücken, bei den Eliten, nicht nur aus Wissenschaft und Kultur verdanken, die sich immer noch bemerkbar machen, heute mehr denn je. Weil es sich dabei um rieisge Lücken in historisch gewachsenen Strukturen handelte, die nie wieder geschlossen werden konnten. Zumal sich an den Schweinekoben der Macht, ungebildete Kleingeister gekettet haben, die mittlerweile da auch ihre Brut versorgen.
Diese Schreibtischathleten, noch geprägt von der braunen Ära, sorgten zu „Wirtschaftwunderzeiten“ dafür, das Rudel von Spaghettis hier auftauchten, die nur als Futter für die Industrie interessant waren, verscheißerten alle mit dem Begriff „Gastarbeiter“, aber hofierten sie gleichzeitig. Wobei es fast niemand interessierte wie die unmittelbar Betroffenen auf beiden Seiten damit klar kamen. Die Mentalität der bereits erwähnten 12 Jahre, erlebte nur auf anderen Ebenen ihre Wiedergeburt.
Nachdem der Balkan abgegrast und Griechenland herhalten mussten, erinnerte man sich an den Verbündeten aus alten Zeiten. Recht unbedarft, tauchten parallel dazu vergangene Sichtweisen wieder auf, die anfangs noch nicht mal ihre Ursachen auf Grund jener ethnischen Säuberrungen der Nazis hatten, sondern ganz normale, latent vorhandene, xenephobische Anwandlungen der breiten Masse ausdrückten. Die auf fruchtbaren Boden fielen und ganz sachte von bestimmten Leuten zum Keimen gebracht wurden. Wobei ein Haufen gutmenschelnder Grottenolme auch noch den Dünger beisteuerte.
Heute kann man sich bereits wieder hinstellen: „Davon haben wir doch nichts geahnt, geschweige denn etwas gewusst…“
Und diese lasziv in die Kamera lächelnde, gut aussehende Soziolochin lässt sich auch noch instrumentalisieren, bei den witzlosen Versuchen, Erklärungsmuster und Rechtfertigungen für gegen den Baum gekarrte Symptombekämpfungen zu suchen. Dabei ein gefährliches Spiel betreibt, da sie nur den Verwaltungsflachzangen aller Couleur, Argumente liefert, die unkontrolliert hochgehen…
Unser 28-jähriger Untermieter, seit langer Zeit Hartzer, sozialisierter Halbaraber aus dem Zentrum von Moabit, hätte es von der praktischen Seite schneller auf den Punkt gebracht. „Türken sind sowieso alles Kanaken, außerdem was haben die hier zusuchen? Die meisten verdienen es nicht anders, wie man mit ihnen umspringt…“
(Nebenbei. Als ich 1975 , Ex-Zoni, eine Bude suchte, ging es meinem Kumpel und mir nicht viel anders. Im Angebot für uns: dunkle Dreckslöcher Parterre und HH, die Vermieter wollten Cash und Lohnbescheinigungen sehen und keine Papierchen von irgendwelchen Ämtern. Da hieß es, sich nach der Jobfindung, nach oben dienen. Allerdings nahmen wir nicht alles so hin, ausgerüstet mit Hinweisen vom CVJM – besonderer Dank gilt an dieser Stelle immer noch Herrn Ortmann! – Als absehbar schien, dass wir unser Jagdschloss in Tempelhof verlassen wollten, ging es vor Gericht. Da kam ein Haufen Knete retour, verzinst wie bei der Bank.)
Was mir wieder auffiel, wieso werden in der dritten Generation, Kebabgermanen überhaupt noch Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnet. Es scheint niemand von denen einen Arsch in der Hose zu haben, um sich so etwas zu verbitten. Auf der anderen Seite, sind mir einige bekannt, die fahren richtig gut Kahn auf der Pisse von Gutmenschen. (Ob jene den merkwürdigen Begriff vom „Hintergrund“, auch noch bei Hugenotten benutzen?)
Mittlerweile existieren ja massenhaft Menschen mit Migrationshintergrund, die sich schon seit Jahren, wie Besatzer aufführen, sei es im Supermarkt an den Kassen, auch in den Baumärkten erlebe ich es immer wieder, in Stehcafe´s, an der Tanke, oder wenn solche Rudel die Tram, Busse, die U- oder S-Bahn entern und fast keiner äußert sich in solchen Situationen. Da fallen mir in sämtlichen vorher genannten Institutionen, Schwarze fast nur positiv auf, bei denen kommt erschwerend hinzu, die können sich nirgends verstecken.
Nun kann ich mit einem Beispiel aufwarten, was mit täglich über den Weg läuft, unser U-Mieter. Der könnte vom Aussehen her, ohne weiteres als Angehöriger jenes zänkischen Bergvolkes nördlich der Alpen durchgehen. Bei seinem Null-Selbstvertrauen, steht dies überhaupt nicht zur Debatte, im richtigen Augenblick kommt bei ihm sofort der leidende Ausländer durch, der Bilderbuchkanake, dessen Heimat Beirut ist. Dabei bin ich mir nicht mal sicher, ob in seinem Leben überhaupt ein Jahr an Urlaubstagen bei den Großeltern zusammenkommt.
Als Türke ostdeutscher Herkunft, habe ich eigentlich recht wenige Probleme mit Ausländern in meiner Umgebung. Beobachte aber seit geraumer Zeit schon diesen Generationswechsel in unserem Kiez, wobei mir jungdynamische Bausparfüchse aus deutschen Landen am meisten auf den Keks gehen, viele wirklich nicht betonen müssen wo sie herstammen, trotz besseren (oft schlecht sitzenden) Zwirn am Leibe und ihren bedeutsamen Benzinschleudern.
Vor nicht mal zwei Wochen gab es für mich die Gelegenheit einen  City-Panzerpiloten  (noch dazu einen MemiMihi Mensch mit Migrationshintergrund – er saß in seinem „Pajero) süffisante auflaufen zu lassen, bei ganz weit geöffneter Schublade > die mit den latent vorhandenen Ressentiments, der recht faschistoid anmutenden Kategorie.
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Leute, schon mal festgestellt, ich spreche folgend nicht von meinen vielen fremdländischen Bekannten und Freunden, mit denen ich vollkommen problemlos klarkomme, sondern von den Massen x-beliebiger Ausländer.
Mit denen man jahrzehntelang versuchte, eine vernünftiges Auskommen zu pflegen. Aber schon lange feststellen muss, dies geht gar nicht! Weil es sich nur um eine Einbahnstraße handelt, da man nämlich fast nichts zurückbekommt.
Ganz im Gegenteil, egal wie, mit ihrer Mentalität wird Fairness im Allgemeinen, sofort als Schwäche ausgelegt.
Da ich meine Klappe nicht halten kann, wird immer sofort dagegen angegangen.
Hinzu kommt, keine Seite hat gelernt, erst mal zuzuhören und dann loszuplappern.
Prompt sitze ich darauf folgend zwischen allen Stühlen, egal in welchem Rudel!
Bei 0815ner Fremdlingen gelte ich augenblicklich als unbelehrbarer Ausländerfeind
Linxwixende Hohlkörper packen mich im gleichen Augenblick in die rechte Ecke
Und kosmische Halbintelligenzler, aus jener unüberschaubaren Runde der schweigenden Mehrheit, bieten mir sofort ihr grenzenloses Verständnis an
Oftmals ergibt es sich trotzdem, dass ich dann nur noch mit süffisanten Provokationen kontere, was ewig in richtungslosen Irritationen endet, weil ich mich von keiner Seite vereinnahmen lassen will…
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Laute orientalisch Musik drangt aus dem heruntergelassenen Beifahrerfenster, der Junge mit Kommunikationsprothese am Lauscher und schräg am Ausparken. Wollte ihn raus fahren lassen, gab dafür ein Zeichen mit meiner recht lauten Lenkerhupe. Er bremste kurz, was von mir aber leichtsinnigerweise missgedeutet wurde, fuhr deshalb an, er allerdings auch.
Im letzten Augenblick riss ich meinen Drahtesel nach links, war schon vorbei, benutzte aber gleichzeitig den ausgestreckte rechten Huf als Puffer, hakte allerdings noch etwas mehr nach. Latschte deshalb mit voller Wucht gegen den hinteren Kotflügel, was ganz schön knallte.
Erschrocken dreinblickend, aber immer noch telefonierend, senkte sich auf der Fahrerseite die Scheibe. Natürlich war alles meine Schuld, was mir einfallen würde mit dem Radel gegen sein Auto zu fahren. Abwechselnd, fast gleichzeitig ins Telefon arabische Klänge, in meine Richtung Deutsch…
Da solche Leute rationales Verhalten der anderen Seite permanent als Schwäche auslegen, drehe ich in solchen Momenten richtig prollig auf, was ihn doch etwas irritierte.
Als der Fahrer Anstalten zum Aussteigen machte, wurde mein Drahtesel zwischen uns geparkt und ich nahm dabei meine robuste Kette vom Lenker. Er öffnete die Tür, verzichtete aber darauf, seine Karre vollständig zu verlassen. Kam nicht umhin, ihm eine Frage zustellen, nebst einer erklärenden Feststellung. (Hinzu kam in diesem Augenblick, er erinnerte mich mit seinem verhinderten Machogehabe und dem Gestank aus seiner Kiste, an unseren U-Mieter. Manchmal lief der auch wie Rambo auf, mit Rasierklingen unter seinen Achselhöhlen, aber mit Billigparfüm eingedieselt wie mehrer Tunten, dass mir ewig die Luft weg blieb.)
„Sag mal Kumpel! Du scheinst mächtig chronisch untervögelt zu sein, da du sogar beim Ausparken verbal wixen musst!“
Leicht errötend und zum Widerspruch ansetzend, gab ich ihm keine Chance, „du hältst solange ich rede deine Klappe! Wie blöde bist du überhaupt, dass du mit deinen sexuellen Problemen auch noch hausieren fährst? Du scheinst nicht zu wissen, dass „P a j e r o“ auf Deutsch: W i c h s e r heißt, W i c h s e r! Du Nase!“