Archiv für den Tag: 26. Juli 2012

Manche „demokratischen“ Urteile verstehe wer will

Mir sagte vor vielen Jahren mal ein Richter am…, „unsere Entscheidungen sind freie Entscheidungen und manchmal recht unverständlich für die breite Masse. Letztendlich belegen sie aber die Unabhängigkeit von politischer Einflussnahme durch die Politik…“
Was blieb mir da über? Ich lachte auf und wollte aber noch wissen, ob er als 68er seinen Spruch ernst nahm? Der Knabe wurde richtig tückisch – „Hohes Gericht sehen sie meine Frage als nicht gestellt an!“, damit war dann alles erledigt.
Nach dem Kölner „Beschneidungsurteil“ wusste ich nicht so richtig, war es nun ein Witz zum Lachen oder zum Weinen.
Ließ es dann dabei, dass sich jemand einbrachte um das Sommerloch auf tragische Weise zu füllen, wobei man in der nächsten Zeit bestimmt mit viel bösem Blut rechnen kann.
Pustekuchen!
Nur einige der üblichen Schwätzer meldeten sich ungefragt zu Wort, darunter Gutmenschen, humanistische Traumtänzer, Migrationsromantiker und selbstverliebte Selbstdarsteller.
„Godwin’s law“ ließ grüßen. Eigentlich nicht so richtig, denn es betrifft mehr verbale Auseinandersetzungen im Amiland. In deutschen Landen geht es ausnahmslos vom Sinngehalt sofort in Richtung einer Einschätzung von Richard Sexton.
Da werden nach wenigen Worten moralische Keulen geschwungen, irgendwann dazwischen gehauen mit immer neuen Nazi-Vergleichen, bis niemand mehr weiß, worum ging es anfangs in jener „Diskussion“ überhaupt.
In der heutigen  ORTSZEIT auf d-radio war es etwas anders, das POLITISCHES FEUILLETON bestritt: Richard Szklorz. (Siehe auch: „Mehr zum Thema“)
Allerdings touchierte er zum Ende hin dennoch Mr. Godwin… (Die Meinung von R. S. uferte aber nicht aus.)
Was mir nicht in die Gehirnwindungen will, was treibt überhaupt Leute dazu, wenn sie irgendwann versuchen ganz alte Traditionen zu canceln, mit denen sie eigentlich überhaupt nichts am Hut haben, wo letztlich nur Unfrieden entsteht, der sich letztendlich nicht mehr kanalisieren lässt.
„Traditionen pflegen heißt, die Flamme bewahren – nicht die Asche anbeten.“ (Ortega y Gasset – dabei handelt es sich nicht um die Typenbezeichnung eines spanischen Automobils der Luxusklasse!) Solche respektlosen Ascheanbeter finde ich nur verachtenswert, allerdings nimmt  deren Anzahl beängstigend zu.
Was verlangen diese „berufen fühlende Psychologen, Psychoanalytiker und Juristen“ überhaupt von den Betroffenen? Sollen sie selbst Hand an sich legen?
Das kann aber mächtig schief gehen. Hatte es ein berühmter niederländischer Maler nicht auch mal probiert, raffte es im Endeffekt doch nicht und semmelte sich dabei versehentlich sein linkes Ohr ab? Irgendwas war doch da… Weiterlesen