Archiv für den Monat: Januar 2014

Der I. Weltkrieg feiert bald seinen 100sten Geburtstag…

aber alle müssen sich weiter mit Geduld wappnen, denn es sind noch sieben Monate zu überbrücken.
Nur mal so nebenbei, wer wirklich etwas über jene Zeit erfahren möchte, der sollte mit der „Sittengeschichte des Weltkrieges“ von Magnus Hirschfeld beginnen und nicht mit Guido Knopp…
In beiden Folianten werden genügend Zeitzeugen aus Kunst, Wissenschaft, Politik usw. erwähnt, die sich wirklich mit dem Geschehen beschäftigten. Was aber letztlich zu keiner Aufarbeitung der damals noch frischen Erinnerungen führte. Im Gegenteil, zwanzig Jahre später ging es wieder frisch, frei und fröhlich in eine noch wesentlich schlimmere Katastrophe…
Kann momentan leider nichts aus meinem Archiv hochladen, obwohl ich vor Wochen bereits Fotos aus einem Bildband scannte. Technisch sehr gelungene Aufnahmen, allerdings nur von Unlebenden. Was für den Photographen allerdings mit Vorteilen behaftet war und er deshalb bei schlechtem Wetter, mit seiner Plattenkamera jene vollendeten Stillleben ablichten konnte….
Hier noch der Hinweis zu einigen wenigen Schriftstellern – alles im Rahmen einer Ausstellung – „Der Erste Weltkrieg in der Literatur
Von den 15 Euronen, die der dreibändige Katalog kostet, kann man sich noch nicht mal richtig besaufen (Halb besoffen, ist rausgeschmissenes Geld!) deshalb währe es doch eine Überlegung wert, die Knete lieber für gedrucktes Zeug anzulegen.

„Die Lage in Afrika ist ernst“

…mit solcher Erkenntnis hätten jeder kickende Halbintelligenzler und mehrfache Millionär ebenso hausieren gehen können. Dahingehend ist dieser Satz nichts spezifisches für eine Defensiv-Ministerin, welche nebenher ununterbrochen betont, dass sie noch in der Lernphase steckt!
Wie heißt es so schön?
Lehrjahre sind bekanntlich keine Herren- bzw. Frauenjahre.
Einem Frisör-Stift geht es da nicht anders, der muss auch erst mal mehr als drei Jahre lernen. Anschließend dauert es weitere 40 Jahre, bis aus ihm ein richtiger Coiffeur der Preisklasse Uwo Dalz wird, und ohne Schwulsein ist da schon gar nichts zumachen – das ist auch gut so!
BILD finde ich toll, denn dort sind permanent die besten vorgekauten Ansichten zu finden: „Ich bin stolz, Ihre Ministerin zu sein!“
– „Ich will und muss lernen“, sagt sie mehrfach. Dienstgrade kann sie noch nicht. „Ich hab ja nicht gedient“. Doch komplexe Fragen nach der ‚Null-Option‘, dem möglichen US-Abzug aus Afghanistan, beantwortet sie mit diplomatischem Geschick.

Weshalb soll der oberste Verwalter überhaupt Ahnung von Dienstgraden haben, für solche Feinheiten muss das gut funktionierende Lohngesindel herhalten. Auf der anderen Seite sollte man der Frau Ministerin vielleicht auch irgendein militärisches Erkennungsmerkmal verpassen!
Vielleicht wird es Zeit, endlich in jene Richtung tätig zu werden, schließlich kann fast jeder ein Eitelkeitskürzel auch irgendwie verpasst bekommen, dazu muss man allerdings honorig causieren gehen. Mit einem Gefreiten h.c. (Ein h.c. ist nebenher mit Vorteilen behaftet, er ist mit viel Ehr´ gekoppelt und lässt sich nicht plagiatieren!) sollte allerdings nicht begonnen werden, denn selbiger Dienstgrad ist aus hinreichenden Gründen allerdings verbrannt und im Ministerrang doch etwas popelig.
Er müsste zwischen den Generalrängen und der Ministerebene angesiedelt sein.
Schließlich trägt doch jeder den Marschallstab im Tornister oder der Handtasche (Dem „Buko“ – Leo stellte vor vielen Jahren mal, im Auftrag an meinem PC, diesen Begriff nebst Erklärung bei Wiki rein. Er tauchte dort sogar auf, wurde aber nach wenigen Tagen wieder entfernt. War wohl nicht politisch korrekt?!) mit sich herum.
Als Rang könnte er doch so etwas ähnliches sein, wie ein russischer Старший прапорщик? Der ist zwar weder Fisch noch Fleisch, aber ein bewährter Kompromiss und weltweit fast in jeder militärischen Laufbahn inmitten Unter- und Oberoffizieren zu finden!
Natürlich muss ihrer Bedeutung entsprechend visuell Rechnung getragen werden. Wie jeder weiß, handelt es sich bei UNSERER Defensive-Ministerin um eine körperlich zierliche Frau, mit einer Schulterbreite, die dem Abstand der Augen eines größeren mitteleuropäischen Süßwasserfisches sehr nahekommt…
Da fiel mir als Selfmadetailor sofort ein, statt ihrer inwendig getarnten Schulterpolster, ließe sich die Ausformung der Schulterpartie durch modische Epauletten voll ausgleichen, alles versehen mit Sternchen in farblicher Abstimmung zu ihrem Haarschopf.
Karl Lagerfeld hätte bestimmt die entsprechenden Ideen für die Umsetzung… Weiterlesen

Pete Seeger geht nicht mehr einkaufen

Seine Texte und die Art das Banjo zu malträtieren mochte ich immer. Allerdings schien er unter einem kleinen Webfehler zu leiden, ich meine damit, wie er sich oft von den Stalinisten instrumentalisieren ließ, dabei kam er wie sein alter Kumpel Woody Guthrie aus der Gewerkschaftsbewegung und dies war bekanntlich ein kleiner Unterschied zur kommunistischen Bewegung im Amiland.
In den End70ern oder etwas später zogen wir ihn mal zu einem Правда-Pressefest der SEW in der Neuen Welt ein. Als so ein deppernde Westberliner Berufsjugendlicher anfangs an mehren Stellen, nach jedem Song zu labern begann und der Scheff auch noch auf jenes Gewäsch einstieg, kam aus unserer Runde ein leichter Hinweis, der Tip lautete: „Shut up and sing!”
Einige Genossen murrten daraufhin zwar, aber die ideologische Plappertasche hielt sich daraufhin im Hintergrund und Pete tat dies, was er am Besten konnte, er sang und spielte…

Grüße an die „Nervensäge aus Leidenschaft“ im fernen Griesheim

Will nichts groß ablassen, nur den Hinweis zu zwei Filmchen geben – nix Märchen!
World Wide War – Der geheime Kampf um die Daten
Kulturzeit extra: Land unter Kontrolle
Dabei handelt es sich lediglich um die kleinen elektronischen Spitzeleien, es ist ja nicht nur das Pack, was sich permanent einen runter holt. Neben Elektronikern und ihren allseitig herumwurstelnden Bitknechten, hängen noch wesentlich mehr Leute in der Weltgeschichte herum, die ihre eigene Paranoia pflegen, um mit Hilfe von „Wissenschaftlern“, Lakaien in Wirtschaft und Politik endlich auch den letzten Geheimnissen der menschlichen Spezies auf den Grund zugehen. Weil sie erreichen wollen, dass man irgendwann fast hundert %% jenes Restrisiko, welches vom Homo Sapiens ausgeht, endgültig eliminieren zu können.
In wenigen Jahren wird selbige Aufregung, die momentan Edward Snowden in den Medien verursacht, als müder Treppenwitz abgetan. Denn letztlich ist diese exzessive elektronische Spitzelei nur ein winziger Bestandteil eines Puzzles, an dem auch Mediziner, Chemiker, Physiker, Pücholochen, Soziolochen, Nervenklempner und sonst wer bis zum Abwinken „forschen“…
Weshalb interessiert sich eigentlich niemand für all jene laufenden Schweinereien, die parallel dazu und ganz klammheimlich mit veranstaltet werden? – „Whistleblower of the world, unite!“

Bonmot

Wir waren am vergangenen Freitag zu einem kleinen Geburtstagsbeißen eingeladen, es gab indische Kost – nix Curry 36!
Richtig gutes Essen im „Neu Delhi“ in Pankoff.
Alles geschah in einer kleinen Runde mit der EX, der schon längeren Neuen, Sohnemann nebst Frau und Bonsai, ein Freund und wir zwei beiden.
Zu den anschließenden Gerstenkaltschalen (Zum Essen hatte ich zwei köstliche salzige Lassi zwischen die Kiemen gekippt.) sprachen der Schefff und ich, öfters dem Rum zu.
Er irgendwann leicht angegangen, äußerte er sich zum entscheidenden Stichwort, es ging um die wohlgeratene kleine, sechsjährige Enkeltochter. Verwegen ließ der stolze Opa, ohne größere Wortfindungsschwierigkeiten, etwas ab: „Ist doch klar, das liegt an meiner guten Erziehung!“
Was mich ruckartig zu einem Kommentar animierte: „Also Schefff! Dies kann ich so nicht stehen lassen, schließlich hast du deine pädagogischen Defizite optimal weitergegeben!“
Daraufhin der Filius sofort an seinen Dad gerichtet: „Was die Erziehung angeht, da bin ich ein Autodidakt!!!“

Antikes Rom

Käuflicher Sex war das Boomgeschäft im Imperium
Nun wissen WIR endlich, weshalb die alten Römer damals auf die Straße gingen.
Denen ging es früher um die Nivellierung andere „Körperflüssigkeiten“ als in der heutigen Ukraine.
Gestern ließ der ehemalige Wirtschaftsminister Arseni Jazenjuk einen recht merkwürdigen Spruch ab: „Morgen ziehen wir vorwärts, und wenn wir eine Kugel in den Kopf bekommen, dann bekommen wir eben eine Kugel in den Kopf.“
Ob er wohl mit gutem Beispiel vorangehen will?
Und der Westen bejubelt solche prosaisch-dussligen Sprüche als revolutionäre Sternstunden…
Bei der Kälte ein Loch im Kopf, ich weiß nicht!
Spätestens in dem Moment hört aber aller Spaß auf, das zieht doch dann mächtig und bei Hohlköpfen kommt das Jaulen des Windes hinzu…

Wie kann die Zukunft des ADAC aussehen?

Muss mit einer Erläuterung beginnen, ich sorgte beim entsprechenden Stichwort ewig für leichte Verwirrung, da mir jene vier großen Buchstaben nie einzeln artikuliert über die Lippen kamen, für mich war es immer der „Adac“.
Wenn ich ehrlich bin, es interessiert mich einen feuchten Kehricht weshalb Herr M. Ramstetter das Bauernopfer spielen musste und deshalb als Adac-Kommunikationsengel abschmierte. Sein Absturz ging mir zu schnell und gekonnt vonstatten…
Allerdings fiel mir in dem Zusammenhang bereits etwas anderes ein.
Jeder kennt doch den Slogan: „Wer gut schmiert, der gut fährt!“ – allerdings verhält es sich bei Adac-Engeln etwas anders, die fliegen dann besser, auch im Sturzflug.
Um es kurz zu machen, auch die glibbrige Entschuldigungskomödie vom Adac-Geschwätzführer Karl Obermair geht mit kalt am verlängerten Rücken vorbei, ebenso sein Abgesang, wo er meinte: Es gelte „Schaden vom ADAC abzuwenden. Dies bedeutungslose Sätzchen, was Schaden usw. betrifft, hat überhaupt nichts zu sagen! Identische Ansichten vertreten bekanntlich auch Politiker, wenn ihre Felle beginnen wegzuschwimmen. Da erinnern sich plötzlich alle an jenen Spruch, den sie ursprünglich immer runter leiern, wenn sie auf UNSERE provisorische Verfassung gabeln müssen… Weiterlesen

Nix als Sprüche

Habe seit Tagen keine Lust etwas fertig zuschreiben, vielleicht hole ich den begonnen Scheiß mal wieder hervor und kritzele ihn dann fertig…
Zwei Sätze der obersten East-River-Schlafmütze habe ich rausgescmissen, die sollten wirklich keinem zugemutet werden, da schon beim Lesen die Gefahr bestand sich mit Krätze zu infizieren…
– Die Demokratie ist für Alain Badiou „die Pornografie unserer Zeit“
– „Wir machen Fortschritte, auch wenn der Sieg noch nicht in greifbarer Nähe liegt“, brüstet sich Assad
– Felicitas Schirow: Gewerblicher Sex sei ein „Grundbedürfnis des Mannes“ und ein „Menschenrecht“
– „Der Zugang zu freien Informationen ist in Russland so stark eingeschränkt wie seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr“, sagt Ulrike Gruska von Reporter ohne Grenzen
– Der Tübinger Soziologe Helmut Digel, deutsches Mitglied im Council des Weltleichtathletikverbandes, hält die Debatte bei der Weltmeisterschaft in Moskau für deplatziert. „Ich bin der Meinung, dass man die Sportarena nicht zur politischen Artikulation nutzen sollte“
– Der ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch rief die Ukrainer am Montagabend in einer Fernsehansprache dazu auf, Ruhe zu bewahren. „Ich bin dazu bereit, euch anzuhören und eine gütliche Lösung unsrer Gegensätze zu suchen“,
– Obama: Kiffen nicht gefährlicher als Alkohol
– „Lebenslange Partnerschaften sind passé, die Zukunft gehört den Lebensabschnittpartnern“, sagt Dr. Wibke Neberich, Diplompsychologin und wissenschaftliche Beraterin vom Dating-Portal eDarling

Darauf würde ich zehn Negerküsse fressen, gefüllt mit Bautz´ner. Wenn die fetten Zeiten dem Ende zugehen, wird man sich sehr schnell wieder auf wertkonservative bürgerliche Sekundärtugenden erinnern, dies kann sogar in mörderischem Tempo vonstatten gehen.
In dem Zusammenhang werden ganz nebenbei vielgepriesene Segnungen, resultierend aus heutiger verklärter Sicht, Duldsamkeit und Trägheit gegenüber den recht merkwürdig anmutenden Auswüchsen der momentan sachte verkümmernden Demokratie, zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Weiterlesen

100 vollendete Lebensjahre von Arno Otto Schmidt

Wenn Arno Schmidt vor nun fast 35 Jahren sein irdisches Dasein nicht gegen die unendlichen Weiten der ewigen Jagdgründe getauscht hätte, könnte er vielleicht – out of order, sabbernd und mit leeren Augen in einem Rollstuhl kauernd – das Feuerwerk implodierender Sprechblasen von wichtigtuerischen Literatureksperten, anlässlich seines 100understen Wiegenfestes über sich ergehen lassen…
Dem ist aber nun aus hinreichend bekannten Gründen nicht so, Gott sie Dank!
Etwas von ARTE: „Mein Herz gehört dem Kopf
Bin sehr gespannt, was die heutige „Lange Nacht“ mit den „Geräuschen aus dem Zettelkasten“ bringt, im „Deutschlandfunk“ beginnt alles 23:05.
Die Sendung vom letzten Wochenende war affenscharf und ich Nabbel hatte vergessen sie aufzunehmen.
Neben der Persönlichkeit von Marie Bonaparte verblassen wirklich alle Pücholochen und Analütikerinnen, die mir in den letzten Jahren im Bekanntenkreis unter meine entzündeten Sehschlitze kamen, zu weniger als sehr weichgespülte Abziehbilder…

Theater-Zitadelle

Heute bekam ich den neuen Spielplan dieser witzigen Theatertruppe zugesandt, wobei auch wieder etwas für Erwachsene dabei ist.
Da kann ich den angehenden Mumien „Die Berliner Stadtmusikanten“ ans Herz legen, denn der eine oder andere von uns, wird irgendwann auch in einem Feierabendzuchthaus landen. Gut, die sind zwar nicht alle so, aber in unserem Kiez liegen viele „Seniorenresidenzen“ fast ausschließlich an stark frequentierten Hauptstraßen und oft an Ampelkreuzungen mit einem optimalen Verkehrsaufkommen. Da kann man nur hoffen, dass die vielen altersbedingten Wehwehchen auf jeden Fall mit einer Schwerhörigkeit einhergehen…