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Gegen TTIP und CETA

Morgen, Montag, 9.11.2015, erscheint Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, in Berlin. Zu unserer Überraschung hat er spontan zugesagt die 3.284.289 Unterschriften unserer selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA persönlich entgegen zu nehmen.
Dies soll um 9 Uhr auf dem Pariser Platz (Ostseite des Brandenburger Tors, vor der Hausnummer 6, Allianz-Forum) über die Bühne gehen.
Was letztlich nicht viel bringen kann, da es lediglich seiner medienträchtigen Selbstdarstellung dienen wird!
Obwohl Scheisswetter angesagt ist, werde ich wohl auch dort erscheinen.
Hier der entsprechende Newsletter!

Loreena McKennitt – The Book Of Secrets

 

Der Historikers Hans Mommsen geht nicht mehr einkaufen

Mal etwas aus der NZZ, die ich momentan noch für lesbar halte. Kein Wunder, erscheint sie doch als deutschsprachigen Zeitschrift, außerhalb des Geltungsbereiches der EU. Folglich ist sie auch nicht mit den hier üblichen Touch bundesgermanischer Regierungspostillen behaftet. Denn es fällt mir immer schwerer hiesige Periodika kontinuierlich zu verfolgen, auf den täglichen Dünnschiss aus dem Äther will ich erst gar nicht eingehen.
Deshalb wurde Mommsens Ableben auch nur beiläufig registriert – deshalb mal eine Sicht aus anderen Gefilden: „Die Analyse der deutschen Katastrophe“. (Falls sich wirklich jemand die Mühe macht und den Artikel liest, sollte er zumindest die Interpretation von zwei wichtigen Begriffen wissen: «polykratische» Chaos hat laut Mommsen einen Prozess der «kumulativen Radikalisierung» in Gang gesetzt.)
Fand anschließend im Netz natürlich eine Menge von nachträglichen Lobhudelei zu seinem Gesamtwerk. Dazu kann ich nur bemerken, Mommsen tätigte zwar eine ausführliche, aber bisweilen auch sehr gefällige Betrachtung der Vergangenheit – um tiefer in die Sphäre des III. Reiches einzudringen, müssen zwangsläufig ganz andere Analysen mit herangezogen werden.
Anders verhält es sich mit: «Die verspielte Freiheit» (Ein fetter Wälzer mit einem stolzem Preis, der auch irgendwo bei mir verstaubt. Sollte ihn mal wieder hervorkramen, wegen der mittlerweile echten Parallelen zur geschilderten Ära.), auf dessen Titel im Artikel hingewiesen wird, in der er das verhängnisvolle Wirken der konservativen Eliten in Staat und Gesellschaft herausarbeitete.
Hört, hört!
Damals existierten in Weimarer Gefilden noch Eliten, zwar konservativer Prägung, aber es gab auf vielen Ebenen noch herausragende Spitzen der Gesellschaft! Allerdings soll man konservative Prägungen nicht unbedingt mit x-beliebigen reaktionären Strömungen gleichsetzen! Denn in gewisser weise sollte nicht auf ganz bestimmte wertkonservative Rahmenbedingung verzichtet werden, die sich schon seit anno knips, als sehr brauchbare Sachverhalt innerhalb der Gesellschaft herausstellten und auch in UNSEREN Sozialstrukturen für eine verantwortungsvolle Basis Sorge tragen müssten! Was seit der vielen Jahrtausenden Menschwerdung, fatalerweise niemals auf lange Sicht funktionierte…
Nerve hier mal wieder mit einem Spruch von y Gasset, der da lautet: “Traditionen pflegen heißt die Flamme bewahren – nicht die Asche anbeten!”
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Der Satiriker Andreas Thiel

Humor? Die höchste Form von Erkenntnis!
Andreas Thiel empfindet sich selbst nicht als besonders humorvoll
Meinen Kommentar für die NZZ werden sie sicher nicht veröffentlichen, deshalb hänge ich ihn hier rein.
– Ich beneide ja die Eidgenossen um Ihren Thiel Eulenspiegel.
Ist schon recht traurig, was in unserem Lande abgeht, wenn ich mir die hiesige Politkabarettszene betrachte. Seit Schramm zu einer schöpferischen Pause abgetaucht ist, Pispers sich auch rar macht und Nuhr bei den GEZ-Stationen schwächelt, icke weeß nich.
Dafür haben WIR unendlich viele Komiker an den Schmierenkomödiantenbühnen von Brüssel und in Berlin. Wobei alle deren unsägliche Selbstdarstellungsshows auch noch witzig finden sollen.
Humor? Die höchste Form von Erkenntnis!
Der erste Satz des Interviews beginnt mit einer traurigen Offenbarung: Humor ist keine Geberqualität, sondern eine Nehmerqualität. Das erleben wir hier schon seit Monaten und es ist kein Ende abzusehen. Man versucht uns auszulaugen und dies ist nicht sehr originell! Was die Laienschar hiesiger Probierpolitiker unter der Fuchtel von UNSERER Landesmutti bietet, kann man lediglich unter Ulk verbuchen. Die nichtssagenden Inhalte ihrer unendlichen Tragikomödie, ist auch eine Form von Komik, die aber von großen Teilen hiesiger Eingeborener nicht mehr verstanden wird. Weil es sich dabei um Humor der niedrigsten Form von Unkenntnis handelt…
Toi, toi, toi Andu!
Wir hoffen, Dich demnächst mal wieder im hundeverschissenen Bundeshauptdorf begrüßen zu können

Fußnote: Ist alles fast ein Jahr her – Radikale Richtungswechsel: Wer ist der Satiriker Andreas Thiel? Weiterlesen

Griechenlands doppelte Belastung

Von welcher Doppelbelastung wird denn da gelabert?
Ist jene medienträchtige Aktion nicht ein bisschen pervers? Auf wessen Mist ist denn diese Kampagne gewachsen? Hat bestimmt bestimmt Martin Schulz angeleiert, wegen seines Faibles, dann permanent im Zentrum solcher Aktionen herumzuwuseln…
Schätze mal, wenn Genosse Schulz in Brüssel geblieben wäre, er dort wesentlich weniger Schaden hätte anrichten können. Der soll sich mal ein Beispiel an Muttis Scheffpräsidentenoberflüchtlingskoordinator nehmen! Ihn habe ich schon eine Woche weder gehört noch gesehen. Scheinbar hängt er nächtens in Talkshows ab und pennt den lieben langen Tag.
Was das wieder gekostet hat, ist ja nicht nur der minutenlange Auftritt von den ganz wichtigen Figuren. Zum gesamten Rudel gehören ja noch massenhaft Sicherheitskräfte, Knechte von Funk und Fernsehen sowie die entsprechenden Adjutanten aller aufgekreuzten Leute.
Nun könnte in einer hiesigen Schule der Mathepauker mal eine Textaufgabe basteln, die sich vom Endergebnis her, sogar noch mehrfach splitten ließe. Wo seine Schüler die Prozente ausrechnen müssen, wenn u.a. 800 000 Flüchtlinge den Transitaufenthalt bereits hinter sich haben, momentan noch rund 200 000 auf den Trip harren, wie viel % die heutigen 30 EU-Renommier-Refugees eigentlich ausmachen, hinsichtlich der gesamten Masse…
Was soll mir eigentlich das obige Bild vermitteln?
Jene Komposition etwa an meine Tränendrüsen appellieren?
Mich vielleicht neidisch werden lassen, da ich über keine brandneue Kommunikationsprothese in der Größe eines Frühstücksbrettchen verfüge?
Oder sollte da ein vorsichtiger Gewöhnungseffekt präsentiert werden, wenn sie eine glückliche Familie ablichten, deren Kinderschar einer gemischten Handballmannschaft gleicht?
Wenn ich mir vorstelle, welche Traumata dieser Sippe noch bevorstehen. Denn letztlich werden die Bewohner ihrer neuen Heimstatt nicht viel anders drauf sein als etliche Leute hier. Gut, 30 Ankömmlinge wird der Zwergstaat, mit seinen etwas über einer halben Millionen Einwohner, noch bedenkenlos verkraften, die könnte Juncker vorerst sogar in seiner Datscha unterbringen, aber…
Eigentlich sollte noch eine Verbindung zum Panzerdeal mit den Saudis hergestellt werden und zur Drohnengeschichte vom Verteidigungsblondchen. Bei der Tante kam mir dann der Sprung zu Kinky Friedman (der auch witzig schreibt!) deshalb, weil UvdL in ihrem vorherigen Leben mehr in selbige Richtung agierte, die der Sänger einem Weibe rät und da scheint sie mehr Erfolg gehabt zuhaben.
Gehe jetzt lieber noch kurz ins Wirtshaus

Von den THE TEXAS TORNADOS” ließ ich mich heute etwas aufpeppen!

Die wichtigsten Fragen der WM-Affäre – Welche sind damit eigentlich gemeint?

Mir fallen dazu keine ein, allerdings ist mir zum Kotzen
Wie wäre es denn, hierfür endlich mal sehr gewissenhafte Experten heranzulassen, denen ein wirklich authentisches Interesse an der Beantwortung sämtlicher Fragen am Herzen läge.
Irgendwie klingelt es immer noch in meinen Lauschern, dass die Amis eine noch bessere und wesentlich schönere Demokratie besitzen als WIR. Könnten im Falle des DFB´s, dann nicht gewisse Institutionen der USA zur Amtshilfe herangezogen werden, wenn die deutsche Justiz dazu nicht entsprechend in die Puschen kommt? Heißt es nicht: Von den Amis lernen, heißt siegen lernen oder so ähnlich?
In den letzten Monaten hatte der DFB wirklich genügend Zeit, seinen gesamten Papierkram zuordnen. Bin mir aber sicher, entsprechende Spezialisten würden trotzdem noch genügend finden, sollte es um eine wirkliche Aufklärung gehen – allerdings müssten dazu endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden!
Hätte eine sehr einfach zu verwirklichende Idee!
Dafür sollten sämtlich Larven (nicht nur die, mir würden da noch einige andere Gesellen einfallen), die in den Artikel abgelichtet sind, für ein verlängertes Wochenende in ein Luxusbordell nach Warschau eingeladen werden. Als zusätzlicher Köder noch eine nachträgliche Anerkennungsprämie für das Sommermärchen 2016, von 100000 Euronen und die eine oder andere Rolex pro Nase, ausgelobt werden. Sind schließlich alle Gäste anwesend, wird jener Event in eine der Herbergen verlegt, die sich in Obhut vom CIA befinden und den Rest erledigt dort jung/dynamisches Fachpersonal aus Guantanamo…
Eine Woche müsste für die Vorarbeiten eigentlich genügen. Die abschließende Urteilsfindung sollte dann für Jahrzehnte dem internationalen Gerichtshof in Den Haag überlassen bleiben, denn deren Rechtsprechung ist nämlich noch besser, auch wesentlich schöner und nach wie vor durchaus demokratisch…

Als alter Zitaterich fiel mir gestern Gabriel Garcia Marquez ein…

Bin mir sehr sicher, dass ihn sehr wenige kennen. Ersten ist er ja ein Antipode, außerdem ein gebürtiger Kanake aus Kolumbien, der seit anderthalb Jahren nicht mehr einkaufen geht…
Will hier nichts über seine Gesamtwerk ablassen, empfehle von dem Vielschreiber trotzdem einen Titel: Hundert Jahre Einsamkeit, ansonsten hier noch einen allgemeingültigen Sinnspruch, der da lautet: „Das Einzige, was du auf der Welt verändern kannst, ist die Lage deines Kopfkissens.“
Damit setzte Marquez letztlich nur den I-Punkt auf eine Jahrtausende alte Entwicklung der menschlichen Spezies. Albert Einstein verknüpfte die gesamte Angelegenheit auf seine spezielle Art Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Nun ist es nicht die Dummheit allein, ohne weiteres man kann den Geiz, die unendliche Gier und hunderte andere Untugenden vollkommen problemlos da zuzählen, wobei man in der heutigen Zeit, die politische Korrektheit nicht vergessen sollte!
Was momentane Veränderungen vor unserer eigenen Haustür betreffen und deren Umgang damit, will ich gar nicht weiter ableuchten!
Was übrig bleibt, ist einzig die Tatsache, WIR haben wirklich alle etwas davon. Aber immer schön daran denken, dass jene heutige Situation nicht etwa, wie ein plötzliches Sommergewitter über uns kam. Gehässig, wie ich nun mal bin, wird von mir lediglich daraufhin gewiesen, es handelt sich letztlich nur um die Ernte, der vor Urzeiten gesäten Kolonialherrschaft, auf deren Kosten viele Generation aus mitteleuropäischen Ländern Fettlebe veranstalteten, dabei vollkommen witzlos die fremdländischen Ressourcen verpulverten und dabei noch zwei Weltkriege vom Zaun brachen. OK, dabei kann man Deutschland nicht von der führenden Rolle freisprechen, aber…
Hat sich indes etwas grundlegendes danach geändert? Abgesehen davon, dass Menschen nicht mehr industriemäßig vernichtet, dabei sogar recycelt wurden, sind in den letzten 70 Jahren mehr Leute hopsgegangen, als in beiden Weltkriegen zusammen. Statistiker könnten darüber Auskunft geben, wie viel es sogar unter demokratischen Feigenblättern nicht überlebten…
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Chronik der Berg- und Rosenstadt Sangerhausen

Hier ein Hinweis für geneigte Leser der Frakturschrift!
Es handelt sich um die beiden Bände des Stadtchronisten Friedrich Schmidt.
Teil 1       +       Teil 2
Vor längerer Zeit suchte ich etwas aus älteren Tagen, was meinen Geburtsort betraf. Witzigerweise fand ich den Hinweis zur Sangerhäuser Stadtchronik auf der Heimatseite einer Kalifornischen Uni!
Hatte damals vergessen, es allen kundzutun!
Es lohnt sich wirklich, auf dem gesamten archive.org mal herumzustöbern, nicht nur wegen der dortigen Mucken…

Anleitung nebst vieler Tips zum Nähen mit einer Maschine

Hervorragende Nähtips aus dem untergegangenen Hause VERITAS!
Musste leider die Bedienungsanleitung der Nähmaschine mit den entsprechenden Hinweisen entfernen, da man mir aus Copyrightgründen eine Strafe androhte, weil sie jetzt das Teil für 10 EURONEN verklickern…
Fand bei HELPSTER etwas, alles zwar sehr dünn, aber teilweise allgemeingültig auch für andere Maschinen…

Bitte melde dich an – beim Amt!

Hat ja mehr als 20 Jahre gedauert, bis eine meiner nächtlichen Prognosen, vom 9. November 1989, nun endlich Wirklichkeit werden. Ich hatte damals alles im Zusammenhang gesehen, dass wir uns nämlich frisch machen werden, wenn der demokratische Staat sein pathologisches Sicherheitsbedürfnis ausleben will und hierfür das westliche digitale Equipment mit der Logistik aus der Zone verknüpft.
Will nichts weiter ablassen, denn wer seine sieben Sinne noch einigermaßen beieinander hat, der kann sich aus beiden Artikeln das heraussuchen, was ihm spanisch vorkommt. Letztlich ist alles bereits in trocknen Tüchern und wiedermal sind üblicherweise die Sozis bei jener witzlosen Verquickung von Beschwichtigungslügen und zwielichtigen Notwahrheiten beteiligt, wie konnte es auch anders ein.
Es soll durch jenes hervorragende Meldegesetz schwieriger werden, dass sich Leute Scheinadressen zulegen. Um hinter jenen Gedankenblitz zu steigen, ist sicher mehr als ein Doppelabitur Voraussetzung, zumindest aber ein Docktortitel?
Möchte fast behaupten, jemand der zwar tageslichttauglich aussieht und sich trotzdem aus irgendwelche Gründen liebend gern in der Kanalisation fortbewegt, der wird sicher auch niemals eine Meldestelle aufsuchen wollen, um eine kriminelle Scheinanmeldung vorzunehmen. Oder sehe ich das falsch?
Was soll z.B. eine Frau, vielleicht sogar mit ihren Kids anstellen, wenn sie vor ihrem saufenden und prügelnden Mann untertauchen will? Klar, anschließend 1000 Euronen abdrücken!
Um dieses Gesetz mit Leben zu erfüllen, bedarf es aber noch einiges mehr! Da gehören spitzelnde Nachbarn genauso dazu, wie die neuerliche Etablierung von Blockwarten und Blockwartinnen oder HGL-Genossen und HGL-Genossinnen, die dann akribisch Hausbücher führen müssen!
Nebenbei wird es auch um die Erfassung von Wohnraum gehen! Wer entsprechend eines bestimmten Verteilerschlüssels über zu viel Wohnraum verfügt, der wird gezwungen Untermieter aufzunehmen. (Deshalb besaß ich als einer der wenigen in der Klasse, vom ersten Schultag an, ein eigenes Zimmer. Da von nun an, meine Großeltern nicht mehr untervermieten mussten.) Und wer jenem Eingriff in die Privatsphäre negativ gegenübersteht, der muss monatlich eine saftige Nichtbelegungspauschale (Keine zusätzliche Steuer!) abdrücken, die sich entsprechend prozentual an der Warmmiethöhe orientiert.
Solange wie die Hellroten nur als Mehrheitsbeschaffer agieren dürfen, haben wir noch eine kurze Schonzeit! Anders wird es aussehen wenn sie Koalitionen mit den Dunkelroten und den Chlorophyllmarxisten eingehen sollten…
Manchmal findet man bei WIKI recht gut recherchierte Seiten, die über weltweite Meldebestimmungen gehören dazu! Weiterlesen

Die Stoffmarkt Holland-Saison läuft und läuft

Sonntag, 01.11.2015 von 11.00 bis 16.00 Uhr in Potsdam,
Neuer Lustgarten – Lange Brücke
Muss zur Schneiderei noch etwas ablassen!
Es betrifft die Reparatur einer ollen VeritasMaschine aus Wittenberger Produktion, die mehrere Jahre nur herumstand. Kurz angeschaut und eine leichte Verharzung an den beweglichen Teilen diagnostiziert. War ganz schön schwierig den alten Dreck zu entfernen, da mir schon länger der letzte Vorrat an Trichlor ausgegangen war – bekanntlich ein Scheißzeug, aber als Fettlöser unverwüstlich. (1971 hatte ich im Mifa-Werk in der Tri-Küche gejobbt, dort wurde mit 80 Grad heißem Tri das Hartfett der geschnittenen Rahmenrohre abgekocht und alles geschah in einem sehr schlecht gelüfteten Räumchen. Ein paar Jahre später manschten wir in der berühmten Firma „Sonnenschein“ auch noch mit dem Zeug herum…)
Alles wurde mit entsprechendem Öl versehen, die Maschine äußerlich noch poliert und die Möhre summte anschließend wieder, wie eine Hummel. Dann musste ich beim beim Einfädeln feststellen, es fehlte das Schräubchen für die Spannfeder der Spulenkapsel – Bullshit!
Schüttelte die Möhre, stauchte sie auf dem Tisch mehrfach heftig auf, das winzige Biest fiel nirgendwo heraus.
Also im Netz Telefonnummern herausgesucht. Nirgendwo ging anschließend jemand ans Rohr, nur bei Singer am Leopoldplatz ertönte ewig ein Besetztzeichen.
In meheren Reparaturfirmen erreichte ich nur die Ehefrauen und die gaben alle an, dass sie eins viel hatten, nämlich keine Ahnung! Hinterließ meine Teflon-Nummer und bat um Rückruf – bei Singer immer noch das bekannte Tuten…
Währenddessen hatte ich Netz herausgefunden, wo es Spulenkapsel gab – Minimum 30 Euronen, nirgends war besagtes Schräubchen zu ergattern. Nach zwei Stunden meldete sich ein Typ aus Neukölln, er könne mir zwar nicht sofort helfen, weil er auch bestellen müsste. Bekam von ihm aber die Nummer vom Berliner Crack aus dem Prenzelgebirge – gleiches Spiel, nur die ahnungslose Gattin am anderen Ende. 30 Minuten später klingelte er mich an. Bla, bla, bla, dann die Frage nach dem Winzteil, seine Stimme hob merklich an, ob ich mir vorstellen könnte, was er für eine Lagerkapazität haben müsste, wenn jeder so ankäme. Allerdings dürfte ich mir sofort, für den Sonderpreis von 35 Euro, eine nagelneue Kapsel holen. „Sag mal Scheff, du willst mich aber nicht verscheißern? Von wegen Lagerkapazität, ist deine Firma eine Puppenstube? Scheff, von den Schräubchen passen über 1000 Stück in eine Streichholzschachtel! Danke und tschüss.“
Danach endlich die Verbindung zur Firma am Leopoldplatz, ich schilderte mein Begehren und eine freundlich Frauenstimme entgegnete nur: „Bringen sie bitte ihre Spulenkapsel mit, wir werden so ein Schräubchen mit großer Sicherheit finden. Sie müssten aber bereit sein, für unsere Aufwendung mindestens einen Euro zuzahlen!“
Da blieb mir wohl nicht anderes übrig und in dieser Hitze nach dem Wedding zu peesen.
Da fiel urplötzlich mein alter Reparaturnick in der Johann-Georg-Strasse ein. Der Scheff ist zwar anfangs immer ein bisschen brummig, hat aber bärenmäßige Ahnung, bei ihm hatte ich mir für meine alte Pfaff-Schrankmaschine schon öfters Ersatzteile besorgt. Sofort dort angerufen und es erfolgte der gleiche Spruch wie vor einigen Minuten – rauf aufs Radel, 50 Cent gelöhnt und retour.
Alles wurde getestet, sämtliche Zierstiche funktionierten einwandfrei, allerdings ist auch diese Maschine nicht das Nonplusultra, ähnlich der meinigen! Wenn man solche riesigen Pfoten hat, bereitet es wahnsinnige Schwierigkeiten die Spule unten rein zu fummeln, außerdem ist die Druckeinstellung des Nähfußes vollkommen blödsinnig geregelt. Dafür muss seitlich erst ein Stück Verkleidung entfernt werden. Bei meiner Maschine kann man zwar die Druckeinstellung und die Spule sehr einfach händeln, allerdings sind Stichlängen und deren Veränderungen recht kompliziert einzustellen. Für andere Zierstiche müssen zudem Einstellräder ausgetauscht werden und das Teil hat das Gewicht eines kleinen Panzers, was für mich allerdings kein Problem darstellt.
Aber jetzt kommt es!
Niemals vorher hatte ich jemals solch eine geile Gebrauchsanweisung für Haushaltmaschinen vor meinen Augen gehabt.
Da hatten sich die Wittenberger aber mächtig gewaltig etwas einfallen lassen!!!
In diesem Begleitheftchen befindet sich das kleine Einmaleins der beginnenden hohen Nähschule drin – ganz kurz und bündig, es wurde auch nichts vergessen!
Zu manchen technischen Details der eigentlichen Näherei wurde ich immer mal wieder gelöchert, nun kann ich auf die gigantischen Aufzeichnungen verweisen!
Hätte fast eine Winzigkeit vergessen! Als ich zum Schluss das dazugehörige Equipment in der Maschine verstauen wollte, lag plötzlich das ursprüngliche Schräubchen einsam im Unterteil herum…

Fußnote zu meiner Maschine.
An dem Sonntag, als ich mir gegen 13 Uhr, die Maschine abholte, handelt ich mir anschließend bei der Scheffin mächtigen Ärger ein, denn wir wollte noch am letzten Tag in eine Ausstellung.
Am selben Tag, gegen 22 Uhr, lief das Teil dann wieder wie eine Hanne.
Die beiden Jungs, von denen die Maschine stammte, hatten sich ein wesentlich leichteres Superteil, für fast 1000 Euronen zugelegt. Dabei hätte die total versiffte alte Maschine lediglich mal richtig gereinigt werden müssen, dafür hatten sie aber nur zwei linke Hände mit der entsprechenden Anzahl von Daumen. Statt mal 100 Glocken für eine Durchsicht ans Bein zu binden, wurde heftigst gesoffen, dadurch kannte ich beide seit Mitte der 1980er.
Der Scheff, von Beruf Schneider, hatte mit dem Handwerk nicht mehr viel am Hut, verdingte sich stattdessen, beim Staatsschutz, als Knecht für den Transport von Akten. Sein Schmusi (Er nebenher ein Schöngeist, was Kunst und Kultur betrafen. Deshalb unterhielt ich mich sehr gern mit ihm über jene Themen. Denn in den zwei Kiezkneipen, wo sich unsre Wege oft kreuzten, waren solche Gesprächspartner immer sehr dünn gesät. Dafür hingen dort zuhauf dummschwätzende Gutmenschen und Linxwixer herum…), lernte aber von ihm die Näherei und stellte jahrzehntelang gigantische Abendroben für Frauen her.
Die neue Maschine ging kurz hintereinander zweimal richtig im Arsch, war deshalb anschließend Wochenlang in Reparatur. Erst beim dritten Crash unternahmen sie etwas und wenn ich mich richtig erinnere, gab es dann eine neues Teil.
Irgendwann unterhielt ich mich mit einer Gästin in der Kneipe über Schneiderei, dabei kam heraus, dass die Herren eigentlich ihre Dauerleihgabe an mich verschenkt hatten. Erst ging sie leicht an die Decke, meinte aber dann, na ja, wenigstens ist sie auch wieder in guten Händen…