Von einem sehr mitfühlendem Wesen stammt folgendes Teil…
Hier noch etwas zum Thema (1), (2)
Archiv des Autors: ede
Leute, die nächsten vier Jahre sind WIR ÜBERALL Weltmeister und Weltmeisterinnen!
Als vor fast 2000 Jahren der römische Satiredichter Juvenal mit seiner Erleuchtung über „Brot und Zirkusspiele“ den damaligen Zeitgeist beschrieb, verstanden jene Erkenntnis lediglich die paar Hanseln denen selbige Aktionen für ihr eigenes Auskommen lebensnotwendig erschien…
Mehrere Jahre später, 1985, in seinem „Wir amüsieren uns zu Tode – Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie” – griff Neil Postman diesen Umstand wiedermal auf. Weiterlesen
Schade eigentlich…
Die argentinischen Kicker haben mich doch etwas enttäuscht, weil sie versagt haben.
Ebendiese Mentalität scheint in dem Land mit einer langen Tradition behaftet zu sein, denn vor fast 50 Jahren ging es ihrem Landsmann, dem Guerrillero Heroico, auch schon so…
Natürlich habe auch ich etwas davon, dass WIR Weltmeister geworden sind!
Jene damit verbundene Proletarisierung in allen Bereichen des täglichen Daseins, lässt auf Dauer wieder eine Menge Lebensqualität flöten gehen und das geht mir mächtig auf den Zünder…
Erich Mühsam – Eine klingende Hommage
Bin mit meinem eigentlichen Schrieb nicht aus dem Knick gekommen, war nämlich am Freitag zur „Lesung“ in Britz/Neukölln…
Die Band “Der singende Tresen” erinnert an den unangepassten Dichter
Tommy Ramone geht nicht mehr einkaufen
Für Deppen machen Deppen Deppensendungen
Frage mich nur, weshalb sich mache Leute über den alltäglichen Trash der verbalen und visuellen Art in den Medien überhaupt aufregen. Jene schillernde Quotengülle (Dabei wird so mancher Scheiß auch noch mit Preisen überhäuft, denke dabei nur an das hässliche langbeinige Kurzohrkarnickel…) gehört bekanntermaßen schon lange zur gehobenen Lebensart von statistisch nicht mehr erfassbaren pseudo-hedonistischen Konsumenten und Konsumentinnen in UNSERER Gesellschaft. Wobei man sicherlich keine Unterschiede machen muss zwischen den Abgängern eines Schwachstromkollegs oder irgendwelchen Akademikern…
GMX war vor rund 14 Tagen bereits am Puls der Zeit und dort hieß es damals: “Deutschlands Beste” oder auch: Ein Land mit 50 Vorbildern – es müssen 51sein!, die haben Uli Hoeneß vergessen
Heute liest es sich nun so: ZDF räumt massive Manipulationen bei “Deutschlands Beste!” ein
Nach überfliegen des Artikels erinnerte mich Kerners infantiles Fernsehspielchen irgendwie an „Bienchen sammeln“ zu frühen Zonenzeiten.
Allerdings kam mir noch, was hätte sich überhaupt an der Wertigkeit der vorgeschlagenen Nasen geändert, wenn die Platzierungen willkürlich anders verlaufen wären, z.B. “heute-journal”-Moderator Claus Kleber und Hannelore Kraft (SPD) als rückwärtige Doppelspitze auf Platz 50?
Wer, wie, was ist denn überhaupt das Nummer „1“ geworden, etwa die Frau Kanzlerin, UNS-Harald Juhnke (postum natürlich) oder „Det“ von den Mainzelmännchen?
Verschwistert mit der Ewigkeit
Eigentlich wollte ich in den Tagen der unsäglichen FIFI-Balltreterei und der damit verbundenen weltweiten Verdummungs- und Werbemaschinerie, nix mehr ablassen. Überall erlebe ich in meiner Umwelt nur noch Eksperten, die sich irgendwo verbal ausscheißen dürfen…
Letztens outete der TAGESSPITZEL, zumindest in einer Kopfzeile, auch unseren momentanen Innenminister als großen Fußballheinz.
Aber dann ging es doch um ganz andere Dinge, nebenher wurde auch noch geklittert. Ganz, ganz beiläufig wurde auch ein Lebensabschnitt seines Dads herangezogen, der hochgeachtete Generalinspekteur, plötzlich als Bürger in Uniform sein gewendetes Wesen demokratisch zur Schau stellen durfte…
Anfang 1945 noch im Generalstab des OKH tätig, habe den Namen seinen großen Schefffs vergessen, ging er mit dem etwas kleineren, dem Großadmiral Karl Dönitz, dann fünf nach High Noon in britische Kriegsgefangenschaft…
Mir liegt es sehr fern, mich auch noch als Kicker-Fachidiot zu probieren, da lasse ich anderen den Vortritt (z.B. Mäh_mad S.), schließlich will ich keine Erpelpellenfraktur oder einen Gäsehauttripper einfangen. Reicht schon, dass ich an jenen Krankheitssymptomen vorbeischrammte, als ich letztens das Ergebnis vernahm – 70 zu 10 – war im Endeffekt recht merkwürdig.
…nun bleibt es an den Argentiniern hängen, den elf Deutschen einen auf die Zwölf zu hauen.
Heute verstand ich UNSERE Erdenscheibe nicht mehr, die Berliner Senatspostille präsentierte einen riesigen Artikel über Erich Mühsam – jener Text interessiert in den heutigen Tagen natürlich keinen.
Hier geben ich zu bedenken, ein Mensch seines Formates wäre heute genauso gefährlich!
Die Regierenden aller Couleur im hundeverschissenen Bundeshauptdorf haben wirklich Glück, denn im Umkreis von rund 40 000 km findet sich niemand, der nur annähernd seinen Platz einnehmen könnte.
Mit einem Hinweis auf eine Scheibe, ich bekam sie zu meinem halben Jahrhundert geschenkt, endet erst mal alles…
Bobby Womack geht nicht mehr einkaufen
Seit dem die FIFI-Dauerwerbesendungen überall laufen, sind für mich Glotze und Radio fast tabu.
Mir genügt da bereits der Scheiß in den Printmedien, schließlich will ich mir auf keinen Fall auch eine Gänsehautentzündung einfangen.
Deshalb registrierte ich den Heimgang von Bobby W. natürlich nicht.
Hier die Links zu zwei Artikeln die eigentlich alles sagen.
Als Ergänzung des FAZ-Textes noch etwas von WIKI, dazu das Original der „Valentinos“*, jene Coverversion der “Rolling Stones” kennt ja fast jeder, von den vielen Varianten fand ich später die von Ry Cooder immer am witzigsten. *(Nachtrag vom 7.7. – Ein paar Tage war das Original noch abrufbar, dann hat das Pack es aus der Tube genommen, dafür eine wesentlich jüngere Live-Version mit dem Schefff! )
Fußnote.
In den Mitsechzigern existierte eine Band am Arsch der Welt, ich spreche gerade von meiner Geburtsstadt. Dort coverte eine Truppe den Hit der Stones auf eine Art und Weise, die mir so originalgetreu in der ganzen Zone nie wieder an meine Lauscher kam.
Allerdings möchte ich über den späteren Wandel dieser Leute nichts weiter ablassen, denn da könnte ich nur noch abkotzen. Schließlich sollte jeder für seine Feindbilder selber etwas tun…
Nostalgie
Viele Jahre hat es gedauert, ohne irgendwelche Geheimdienste, endlich unseren alten Kumpel Stoni aufzutreiben. (Letztlich ist das Netz sogar besser als als die NSÄ!)
Er machte sich riesige Mühe und scannte aus einem Album jene vielen Bilder.
Damals hätten sich die Genossen der Firma viele Löcher in ihre fetten Ärsche gefreut, um an solche Photos zukommen…
Potsdam – KINO im freiLand – “Der große Irrtum”, 3. Juli 2014, 20:20
Ein filmischer Reisebrief durch das Deutschland der Jahre 2007 bis 2011, gerichtet an die eigenen Kinder, wenn sie erwachsen sind. Auf der Suche nach dem (Markt)wert des Menschen.
Eine dokumentarische Filmerzählung von Dirk Heth und Olaf Winkler / D 2012 / 105 Minuten
Eine dokumentarische Bildgestaltung, die man so schnell nicht vergisst, für ein ungewöhnliches Zeitdokument, das selbst noch aus Niederlagen Hoffnung schöpft.
Nee, nee! Aus Niederlagen sollte keine Hoffnung geschöpft werden, wenn jemand unten liegt, fehlt ihm nämlich der Blick zum Horizont! Es ist im Leben nicht entscheidend, wie oft man auf die Fresse fällt, sondern wie schnell man wieder auf den eigenen Füßen steht!
Seit Jahrtausenden besteht jene Pyramide, wo die paar oberen Hanseln mit ihren willfährigen Knechten der breiten Masse vermitteln, was ihr Marktwert zu sein hat. An der Situation hat sich selbst heutzutage nichts geändert, auch wenn man den Leuten das ganze Gebilde unter demokratischen Aspekten schmackhaft machen will.
Es sei, man ist verrückt. Damit meine ich aber keine pathologischen Webfehler am Denkapparat, sondern lediglich, dass man versucht sich nicht permanent im Mainstream treiben zulassen. Verrückt, besser gesagt, abgerückt von den vorgegebenen Richtungen sein Ding macht. Da helfen nur verinnerlichte bürgerliche Sekundärtugenden, wozu auch das Erhalten der eigenen Autarkie gehört. Dann ist auf das ewige Hü, Hott und Brr, mal rechtsrum, hinterher wieder nach links, einfach geschissen. Solche permanenten Spielchen gehen einem dann wie von selbst am verlängerten Rücken vorbei.
Wer dies verinnerlicht hat, ist auch in der Lage seinen Marktwert selbst festzulegen.
So jemand benötigt für sein Selbstverständnis weder Diplom noch Titel, ebenso wenig Leute unter sich, die ihr ganzes Leben lang seelenruhig Erniedrigungen mit Lustgewinn klaglos ertragen können. Jene Mentalität birgt aber für das hinkende Fußvolk einen gewaltig Vorteil. Es darf nämlich, wenn es auf jener Basis optimal funktioniert, dümmlich und verantwortungsresistent durchs Leben sterzeln und kann im richtigen Augenblick immer folgenlos damit kokettieren, dass es die schleichenden Veränderungen im täglichen Auf und Ab niemals registrierte.
