Archiv der Kategorie: ALLGEMEINES

Pille-Palle u.a.

Wahlkrampf

In dieser Woche fand ich jenen Schrieb weg.
Scheint ja ein lustiges Häufchen zu sein diese BI – aktive Bürgerinnen und Bürger und ganz schön verpennt, wegen der Headline: „SPD verliert Glaubwürdigkeit!“
Vor fast 100 Jahren hat Kalle Liebknecht diesen Verein bereits verlassen…
Aus jener Zeit stammt folgender Spruch, modifiziert wurde er in den 80ern des letzten Jahrhunderts: „Wer hat uns immer verraten? DIE SOZIALDEMOKRATEN! Doch wer verrät uns schneller? Die AL´ler!“ Weiterlesen

wg. Heimerziehung – Der Genosse Juergen Zoellner (SPD) steigt aus dem Sommerloch und kredenzt etwas ganz Neues

Der Genosse hat sich damit aber sehr weit aus dem Fenster gelehnt, denn in der Studie wurden peripher sogar Zustände im sowjetischen Sektor einbezogen.
Weshalb existiert die SBZ mit ihren Anstalten immer noch nicht?
Letztens bekam die frühere Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (spd) im Auftrag des Bundespräsidenten, das Bundesblech – „Damit soll ihr soziales Engagement gewürdigt werden.“
Wo bleiben denn ihre „Erkenntnisse“?
Antje hatte damals den Osten ganz verpennt…

PS. In beiden Artikeln sind die Akteure dargestellt. Abgesehen davon, dass die Photos rein technisch von schlechter Qualität sind, was soll man von den Posen der beiden Leute halten?

TAGESSPITZEL, III. VIII. MMXII – Die Lehren aus Norwegen

Hier ein verspäteter Aprilscherz: Nur ein schärferes Waffenrecht kann Täter stoppen
Ein schärferes Waffenrecht nicht als der Weisheit letzter Schluss gelten, wie Herr Alexander S. Kekulé uns weiß machen will.
(Siehe den heutigen Artikel: „Nach den Todesschüssen von Wedding fragen sich die Menschen im Kiez, wie Mehmet Yildirim zum Doppelmörder werden konnte.“
Frage mich, wen die Leute im Kiez denn nun fragen und was sie eigentlich fragen wollen?
Da will sicher mancher nur wissen, wo M.Y. die Knarre her hatte und was so ein Ballermann kostet.)
Was will ASK überhaupt sagen?
Er lässt Herrn Kauder wieder welschen und bemüht den Christsozialist Hape Uhl, der auch hier wieder sein schales Süppchen aufkochen darf: „In Wahrheit wurde diese Tat auch im Internet geboren“, schließlich ist das „weltweiten Netz sogar die Mutter des Bösen“ – anscheinend handelt es sich mal wieder um eine „Unbefleckte Empfängnis“.
Zumindest hat der Verfasser des Artikels allen Leuten unter die Arme gegriffen, die der englischen oder norwegischen Sprache nicht mächtig sind und die allerwichtigsten Punkte aus dem „Manifest“ nochmals zusammengefasst, was bestimmte Verhaltensmuster angehen, wenn sich jemand auf gewalttätige Pfade begeben möchte.
Eins wurde vergessen, man sollte niemals mit Hilfe einer Telefonkarte mehrfache Gespräche führen, auch dadurch lassen sich Bewegungsprofile erstellen…
Achtung! Wer bürgerlich und unauffällig seinen Lebensweg gestaltet, wird gegenwärtig ebenso als potentieller Täter ins Visier genommen!
Heia Safari, es ist es heute eine Freude zu leben!
Erst als vorangegangene Satz stand, fiel mir ein, ich war gerade in das gleiche Tellereisen gelatscht, wie letztens Heiner Geißlein. Mit „Heia Safari“ habe ich mich auf das verbale Parkett des letzten Reiches begeben. Ja, ja das latente…

Die wichtigste Nebensächlichkeit in unserem Leben ↓

Money, Money, Money
Wenn ich soviel Geld hätte, wie ich Zeit habe –
dann hätte ich keine Zeit mehr…
Trotzdem ist dieser euronenfreie Zustand nicht immer optimal. Er bewahrt mich aber, wenn der Geist schwach wird, vor ketzerischen Gedanken in Richtung schnöden Ersatzes…
Jacques Le Goff: \”Geld im Mittelalter\”, Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2011

Flacher Politmüll allerorten

Der Politfrühling hat begonnen, denn allerorten sprießt Agitationsmüll.
Wenn bei den Aufgehängten nicht immer Hinweis zu finden wären, die auf ganz spezielle Kleingartenverbände weisen, man könnte annehmen, diese Grinser sind alle infiziert. Erinnere mich dabei an das „Shining“, kommt mir vor, als ob viele Leute Jack Nicholson adaptieren wollen.
Es finden sich Physiognomien drunter, ich weiß nicht?!
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Der Weltspiegel u.ä, 31. VII. MMXI

Vorhin saß ich sehr lange vor der Glotze, vom Weltspiegel bis zu den „Nachrichten“, die nach zwei Minuten ausgeschaltet wurden.
Das Magazin nahm ich nur halbherzig wahr, wegen gleichzeitigen Überfliegens des TAGESSPIEGELs.
Während des Betrages aus Nordkorea  fielen mir lediglich zwei uralte Witze ein, aus Zonenzeiten und Rotchina der 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
1.) Die Geschichte mit der koreanischen Rohkost beginnt – bei 07 Minuten 40.
2.) Die gute Stube in dem Filmbericht – siehe 13 Minuten 30, darauf bezieht sich die Verständnisfrage.

Zu 1) Der amerikanische Stadtkommandant fährt gemächlich über die Transitstrecke gen Helmstedt. Als sein Fahrer in darauf aufmerksam macht, dass vor ihnen, am Rand der Autobahn jemand hockt und scheinbar Gras verzehrt.
Er befielt den Chevy anzuhalten und kurbelt sein Fester runter. „Hey man, what’s going on? Was machen sie denn da?”
“Herr General, ich hungry und deshalb essen Gras!”
Daraufhin reicht der Offizier 50 Dollar raus, “gehen sie in das Intershop und kaufen sich etwas fuckin´food! See again!”
“Sänk Schuh!” Weiterlesen

Vor (über) 40 Jahren starb der ungekrönte König des Jazz, ein virtuoser Solist und atemberaubender Improvisator dieser Musik: Louis Armstrong.

Was Ethik und Moral betreffen, kupferten Kommunisten wie Nazis von urchristlichen Idealen ab, wobei die Braunen noch weiter zurückgingen. Angefangen bei heidnischen Riten, über Anleihen aus der Antike…
Heute morgen gab es auf „d-Radio“ ein Porträt des amerikanischen Jazzmusikers Louis Armstrong, aus dem Jahre 1960. Dieser Beitrag entsprang einer Sternstunde der Radiounterhaltung und wird hoffentlich noch ins Netz gestellt.
15 Jahre nach Kriegsende, trotz Rock ´n Roll, war die „jüdisch/amerikanische“ (Den  Begriff schnappte ich (1964) vom Großvater eines Kumpels auf.) „Negermusik“ auch in den westlichen Besatzungszonen immer noch nicht wohlgelitten. Allerdings haben sich westdeutsche „Kultur-Heinze“ bei weitem nicht so verbogen, wie es die Roten in der Zone taten. Trotz vieler Einwände getraute sich die Ulbricht-Gang nicht Satchmo zu ignorieren.
Noch lange Zeit trat teurer Westimport nur in Funk und Fernsehen auf, auch dort vor sorgfältig gesiebten Publikum.
Falls diese Story über L.A. noch als Beitrage zum Nachhören ins Netz kommt, sollte man sich diese 55 Minuten unbedingt einziehen. Zu den sehr informativen Anekdote aus seiner Biografie, muss ich noch etwas ablassen. Als Ergänzung können Lausbubengeschichten von Mark Twain und William Faulkner mit herangezogen werden. Twains Erzählungen betreffen die Zeit davor und Faulkners die anschließende. Unbedingt weise ich auf die Tatsache hin, dass beide Schreiber auch sehr sozialkritische Schriften verfassten, dieser Umstand wird leider sehr oft unterschlagen.

PS.
Nebenher lief die ganze Zeit eine Bluegrass-Mucke, bei „Old Crow Medicine Show“ und ihrem „It To Me“ fand ich im Netz folgendes: ein Funny Picture Slide

Guitar Crusher´s 80th Bithday Celebration (I)

Eigentlich war ich gestern, gegen 22:30, nur kurz nach Hause gefahren, um mein Aufnahmegerät mit einer neuen Mignon zu bestücken.
Dachte mir dann aber, wenn du anschließend die halbe Nacht noch versackst, dann schiebe dir noch schnell etwas zwischen die Kiemen.
Gedacht.
Getan.
Vor der Glotze zu mümmeln, war natürlich ein riesiger Fehler.
Auf ARTE  lief eine jener unsäglichen Dokus (Geheimsache Mauer) über die Mauer und trotzdem sah ich mir diesen Scheiß ein. Kam absolut nichts neues rüber, außer, dass mein Blutdruck anstieg.
Entweder sind unzählige Filmheinze so bekloppt oder ewig ziehen noch Altlasten an den Strippen.
Warum werden immer wieder den Tätern Foren geboten, wo sie nostalgisch masturbieren dürfen?
Ohne Ausnahme bedient sich das Stalinistenpack, auch nach zwanzig Jahren, ständig des klassischen Sprachgebrauchs aus Zonenzeiten. Klar, ist ihnen ja seit Kindheitstagen in Fleisch und Blut übergegangen. Am liebsten würden sie doch auch in der heutigen Zeit ihre Anweisungen diktieren, selbstverständlich über Kimme und Korn…
Warum nur auf solche Leute zurückgegriffen wird, hat vielleicht den Grund, dass man sie auf Schritt und Tritt irgendwo antreffen kann. Problemlos schlitterten damals tragende Säulen des sozialistischen Schlaraffenlandes in die neuen Gefilde. Was in den 90-ern ein Innenminister aus Neufünfland auch noch wohlwollend befürwortete –
SPIEGEL: Der Beamtenstatus setzt ein besonderes Treueverhältnis zu unserem Staat voraus. Kann man diese Loyalität überhaupt von Polizisten erwarten, die jahrelang ein Unterdrückungssystem gestützt haben?
EGGERT: Wenn Opportunismus staatstragend ist, jederzeit. Was wollen Sie machen? Es gab nicht 17 Millionen Widerstandskämpfer in der DDR, und man muß die Leute so nehmen, wie sie sind… – DER SPIEGEL 51/1991

Ein alter Freund brachte es damals anders auf den Punkt. Harte Scheiße schwimmt halt immer oben, dabei spielt die Qualität des Wasser keine Rolle…
Für den Film hätte ich mit einigen Bekannten der anderen Seite aufwarten können, sogar mit jemanden*, dem eine Mine den linken Huf wegriss…
*(Wer weiß, ob er noch noch irgendwie unter uns weilt?) Weiterlesen