Archiv für den Monat: Dezember 2008

“Defa-Filme waren furchtbar”

“Der Tagesspitzel”: DEFA-Filme waren furchtbar

Den Charles Lagerfeld betrefenden Artikel unter “LEUTE” – Heute aus Paris und Los Angeles – konnte ich nicht auftreiben.

Gestern fand ich im „Tagesspitzel“ zwei Winzartikel, beide eigentlich überflüssig, sie betrafen Äußerungen von „weltmenschelnden Geistern” Manche nennen solche Erscheinungen ja Promis, ihre würdelose Größe kommt bei mir nur unter ganz bestimmten Aspekten zur Geltung. Dazu müsste ich am Bordstein hocken und an solchen Figuren aufwärts mit einem Feldstecher entlang glotzen, aber in dieses Teil umgekehrt hineinschauen. Dabei entstehen wirklich übergroße Gestalten, aber mit ganz kleinen Köpfenchen…
Der erste, etwas längere Artikel stand recht deplaziert unter „KULTUR“ und betraf Herrn Schlöndorff, ja richtig, d e n Volker S. – die anderen Zeilen von AP, auf der letzten Seite, dem „WELTSPIEGEL“ unter „LEUTE“ – aus Paris und Los Angeles.
Allein die Nennung dieser beiden Städte gibt doch etwas her, da kann nur etwas ganz wichtiges folgen, richtig – man bemühte deshalb sogar das „Zeit-Magazin“…
Aber erstmal wieder retour, zu einer „Homestory“ in der „Allgemeinen“ (nicht der „Besonderen“) nein, der „Allgemeinen“ der „Märkischen“ dort plapperte der Regisseur (scheint ja für den Reporter etwas ganz neues gewesen zu sein) von seinem „Jaguar“, mit dem er, Tarantino und Donnersmark täglich zehn Kilometer trainieren, um später in Marathon irgendetwas anzustellen. Momentan wäre in Athen aber mehr Action angesagt… Weiterlesen

Liverpool – Beat City

Auf ARTE gab es gerade einen leisen, aber witzig gemachten Doc-Film über Liverpool
Auf jeden Fall sollte man sich diesen visuellen Kulturschnipsel vormerken.

Allerdings findet man dort im Stadtbild auch neu gestaltete, übergroße, “moderne” Gartenzwerge, die Leute nennen sie dort „Bananenlämmer“. Auf Jeden Fall wesentlich netter anzuschauen, als die bekloppt glotzenden Plastikmonster, genannt: „Buddybären“ hier im Bundeshauptdorf. (Auch mit grellen Farben gestylt, wird es nicht gelingen aus Flundern Zierfische zu kreieren.)
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“Das Lächeln der Henker”, Anton Holzer – ein ultimatives Weihnachtsgeschenk

Parallel zu 100 Jahre Micky Maus – mal etwas anderes, hübsche Bildchen „lächelnder Henker“, schwebenden Protagonisten mit unvorteilhaften Blicken – ein visuelles Erlebnis für die ganze Familie, besonders für die lieben Kleinen

Kulturzeit 10. Dezember

Bei manchen Sendungen weiß ich nicht soll ich laut lachen, oder nur in mich hineingrinsen. Sitzt in solchen Momenten mein Weib neben mir, erspare ich mir jegliche Art von Reaktionen, schaue sie dabei auch nicht an, weil es nur unter größten Anstrengungen gelingt Lacher zu unterdrücken.
Bei ihr registriere ich nun Gott sei Dank auch diese schleichende Form der Gewöhnung. Noch vor wenigen Jahren sprang sie bei bestimmten Bildern auf, quarzte in der Küche einen Glimmer und tauchte erst bei der Melodie für den Wetterbericht wieder auf.
Mir ist diese Sensibilität schon zu Halbstarkenzeiten abhanden gekommen. Noch während meiner Schulzeit, bekam ich keinen Bissen runter, wenn ich vor der Glotze, in s/w-Bildern, Episoden aus Vietnam registrierte.
(Nun gehöre ich zu den glücklichen, die in den darauf folgenden 44 Jahren jede Menge Leute erlebte, auch in unmittelbarer Nähe, wie sie in irgendeiner weise ihren Arsch zukniffen. Da lasse ich Massen außen vor, die Gevatter Hein zu sich rief, weil sie es mit Alk übertrieben, oder jene Bekannten, welche im Westen anfingen zu pumpen.) Weiterlesen

بلاد مابين النهرين‎

Liebe Frau Merkel!

Rücken sie endlich die Jahresend(lösung)wirtschaftsankurbelungsgutscheine raus, denn ich habe etwas gefunden, wo mein Weib und ich geschlechtspezifischen Nachholbedarf haben, im Bad und bei den kleinen silbrig, glänzenden Scheiben. Da bestehen kolossale Missverhältnisse, einmal 19:1 bei ihr, und 37:1 bei mir. Jeder hat deshalb, auf seine Art Bedürfnisse zur Ankurbelung der platten Wirtschaft. Wo kommen wir da hin, wenn es so bleibt. 3,20 m zu 17 cm, was Kosmetika betrifft, bei CDs ist alles noch schräger, etwa 1110 Scheiben zu 30. Vinylscheiben lasse ich außen vor. (Es käme noch schlimmer.)

.)

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Telefongeschichten <> G-Punkt ist besser als T-Punkt

Diese Geschichte handelt im weitesten Sinne von einem weit über hundertfünfzig Jahre altem Kommunikationsgerät, was in dieser Form auf unserem Planeten im Aussterben begriffen ist, nämlich dem guten althergebrachten analogen Telefon, die Geschichte darüber beginnt im tiefsten Urschleim.
– Als Kind wuchs ich in einem Haushalt auf, zu dem eine Anbindung an die große weite Welt gehörte, meine Großeltern nannten ein – noch aus Friedenszeiten – stam­mendes Telefon ihr Eigen. Was manchmal mehr Last als Freude darstellte, für unsere Familie oder den beiden bäuerlichen Nachbargehöften. Auf der anderen Sei­te in einer Mangelgesellschaft auch mit sehr vielen Vorteilen behaftet war, besonders für meine Schwester und mich, wenn wir den einen oder anderen Anwohner rasch benach­richtigen mussten.
Wir Kinder durften dieses kleine schwarze Wunderwerk nie selbstständig benutzen, auf der anderen Seite gab es in meiner Schulklasse sowieso fast niemand mit einem solchen Teil daheim.
Dass mein Großeltern ein Telefon besaßen, ist dem Umstand zu verdanken, weil Opa ein hohes Tier in der Kupferhütte Artern war. Auch nach seiner Haftentlassen aus (“Vorher einem Kurauffenthalt in Bad Plötzensee”) Brandenburg, 1938, wegen Vorbereitung zum Hochverrat und dem anschließenden Berufsverbot bis Kriegsende, wurden die Kabel nie gekappt. Dies wollten erst die Kommunisten in den 1950ern nachholen. Großvater, bereits VdN-Rentner, ließ damals einen Spruch ab, als der prompt seiner Tochter zugetragen wurde – sie bereits ein stalinistisches Rotkäppchen – sprang daraufhin im Karree.
Er hatte die Stare vom Fernmeldeamt gefragt, weshalb ausgerechnet die Kommunisten auf die Idee kamen, ihm das Telefon wegzunehmen. Was noch nicht einmal die Nazis versucht hatten, obwohl es sich bei ihm doch um einen gefährlichen Volksschädling handelte… Weiterlesen

Weihnachten-Texte-Gedichte

Zu jener Zeit, wenn sich die Sonne immer nur ganz kurz traut, mittags mal über das Dach von gegenüber zu blinzeln, nähert sich dieses unsägliche Konsumfest. Manchmal erfolgt dann mein spezieller Einsatz, wobei ich vom Aussehen nicht so auf die Jahreszeit festgelegt bin. Deshalb kommt es vor, dass mir manche Heidenkinder mit und ohne Migrantenhintergrund sogar im Sommer mit ihrem Kauderwelsch hinterher rufen: Weihhhhnachtmannn! Was für ihre Phantasie spricht, denn in der Regel trage ich meinen Bart geflochten. Zu meiner Eitelkeit gehört schon sehr lange die Bestrebung, mich von der bärtigen, zeitweise immer noch linxwixenden Alt68erNickelbrillenfraktion abzugrenzen… Weiterlesen