Archiv für den Tag: 10. Dezember 2016

Heute ist ein schöner Tag für uns und die vielen Dummschwätzer

Das Radio blubberte gerade über den Tag der Menschenrechte, hätte ich sonst nicht registriert – Danke!
Alles verbunden mit der dämlichen Frage: „Was sind die Menschenrechte noch wert?“
Hatten jene imaginären Vorstellungen überhaupt mal eine allgemein verbindliche Wertigkeit? Nehmen wir mal ein Kilogramm Menschenrechte auf EU-Basis, die würden für jeden von uns vielleicht 50 Euronen zum entsprechenden Tageskurs kosten, in Aleppo z.B., umgerechnet eine hunderttausendfache Menge an Piaster, dort kann aber niemand mehr selbigen Betrag auftreiben, da auch die letzten Sparstrümpfe im Bombenhagel abgefackelt wurden.
Wat nu?
Ist doch ganz einfach!
UNSERE Volksvertreter stopfen in ihre nichtssagenden Sprechblasen lediglich neuerliche Betroffenheitsverschen, trällern dann frisch frei und fröhlich ihren postfaktischen Kanon irgendwo anders. Unter den ganz wichtigen Chormitgliedern findet man zu solchen Anlässen witzigerweise auch immer wieder Despoten der ganz üblen Sorte.
Genosse Steinmeier, gestern noch in Hamburg, heute Paris: „Es fehlt uns ja mittlerweile sogar die Sprache, es fehlen uns die Worte dafür, zu beschreiben, was in Aleppo Tag für Tag stattfindet“
Dieser Komiker, dabei plappert er permanent in vorderster Reihe sofort los, in sehr netter politisch-korrekter Art und Weise. Wobei anschließend niemals jemand Anstoß nahm, an seiner gutmenschelnden hoffnungsfrohen Handlungsresistenz, wenn es irgendwo auch nur ansatzweise mal um die Verwirklichung von Menschenrechten gehen sollte.
Gleich noch eine Erkenntnis der allerbesten Qualität: „Das Leid der Menschen in Aleppo ist unermesslich.“ Es sei deshalb „moralische und rechtliche Pflicht“, dieses Leid zu mindern…“
Da ich in der Küche am Werkeln war, streifte etwas meine Lauscher, was ich aber nicht mehr 100pro wiedergeben kann, irgendwie begann es so ähnlich: „…die erste Priorität (lediglich in der zoologischen Nomenklatur – hat ja eine gewisse Berechtigung, weil DER MENSCH ja vom Tier abstammen soll! ) muss doch sein, dass die Bombenangriffe aufhören!“ oder so ähnlich.
…dann aber nach der allerletzten Priorität, in vielen Jahren vielleicht, sich dort im Endeffekt irgendwie Frieden ausbreitet und das vollkommen unverständlich für den Rest der Welt.
Da fiel mir sofort ein, es muss doch auch für Pekinger Kommunisten machbar sein, mit erster Priorität dafür Sorge zutragen, dass in ihrem Land niemals wieder ein Sack Reis umkippt!
Ein Jahr geht schnell vorbei und in 365 Tagen folgt der nächste TAG DER MENSCHENRECHTE! Weiterlesen