Nach Rücktritt des Unionsfraktionschefs

Etwas von Nadar*, sehr oll, aber immer wieder zutreffend – *Gaspard Félix Tournachon (1820 – 1910), französischer Schriftsteller, Karikaturist und Fotograf- Die Politiker bilden sich unerklärlicherweise ein, dass es kein wirksameres Mittel gäbe, die Wählermassen zur Begeisterung hinzureißen, als ihnen ihr eigenes Porträt, das Bild eines verächtlichen Phrasendreschers zu präsentieren. Welch geheimnisvolle Anziehungskraft trauen sie diesem Gesicht zu, in dem sich alle menschlichen Gemeinheiten und Hässlichkeiten widerspiegeln, diesen Zügen, die nichts als Niedrigkeit, Verlogenheit und alle physiognomischen Kennzeichen der Falschheit, der Habgier und des betrügerischen Eigennutzes offenbaren?
Habe etwas aus Hausseite vom Deutschlandfunk geklaubt, selbiges Geschreibsel wurde vor zweit Tagen gebastelt…
Fand den gesamten Text sehr seltsam verwurstet. Weil auch dort, den demokraturisch infizierten Mitläufern und zufriedenen Sklaven der Republik, aus jenem dummdreisten Vorgang, eine belanglosen Nichtigkeit präsentiert wurde.
Irgendwo fand ich u. a.: Respektsbekundungen in der Koalition
Ist schon frappierend, wie Angehörige der Obrigkeit, mit Hilfe ihrer hervorragend funktionierenden Seilschaften auf solcherart desaströser Vorkommnisse Spahnscher Prägung, ohne den geringsten Ansatz von moralischem Sendungsbewusstsein, letztlich immer wieder mit vollendeten Beschwichtigungen gekonnt darauf reagieren dürfen!
Anlässlich geringster Vergehen tritt man kleine Angestellte oder schwer schuftende Proleten lediglich und sehr heftig in ihr Sitzwangen, womit sich hinterher dann alles erledigt hat. Deren kaputte Existenzen hinterher oftmals für den Rest ihres Daseins entsprechend besiegelt sind…
Hier nun jeder Beschreibung spottende Wortbeiträge einiger Stare, vornweg natürlich UNSER IMMER-NOCH-KANZLER:
Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz bezeichnete den Rücktritt als richtig und unvermeidlich. „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut“, teilte Merz in einer Erklärung mit. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sagte, Spahns Entscheidung verdiene allerhöchsten Respekt. Zugleich kündigte er an, dass er selbst bis zur Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden die Amtsgeschäfte übernehmen werde. „Die Fraktion bleibt entscheidungs- und handlungsfähig.“
Auch SPD-Fraktionschef Miersch äußerte Respekt und fügte hinzu: „Wir haben in der Koalition sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet.“ Auch der CSU-Vorsitzende Söder bekundete Respekt: „Ich danke Jens Spahn für die sehr gute Zusammenarbeit, gerade in schwierigen Zeiten“.
Jene Karikatur flog mir aus dem Prenzelgebirge zu…
