…hoffentlich schifft es in der Nacht kräftig, damit sich wenigstens der Gestank von Pisse etwas verflüchtigt und nebenbei die vielen Tretminen in den Gebüschen auch etwas schrumpfen…
Irgendwann 1982 verkrümelte ich mich vom ehm. Britischen in den Amerikanische Sektor, der Apostel-Paulus-Straße. In jenen Tagen lernte ich auch Dr. Motte kennen, denn gegenüber seines Ladens, in der Rosenheimer, befand sich meine Eckstammkneipe. Nächtens rutschten wir manchmal auf die andere Seite rüber. Nicht nur meine Wenigkeit fanden den Laden nicht besonders prickelnd, schon wegen der Mucke die dort lief. Was uns aber nicht besonders interessierte, denn es ging hauptsächlich um die dort anzutreffende Schnecken…
Allerdings spielte ich in Zöllners Laden auch einige Jahr Doppelkopf, was dann spät nachts einherging, auch immer wieder drüben mal reinzuschauen.
Nachmittags lief kurz die Glotze und konnte dabei feststellen, dass man jener exorbitante Bedeutsamkeit dieser „Räverei“ wohlweislich sehr viel Wichtigkeit beimaß. Ob man dazu unbedingt mit gutmenschelndes Geplapper von vermeintlichen Kompetenzsimulanten, des gerade verflossen RtP-Events, zwingend aufwarten muss – icke weeß nich…
Man will es kaum glauben, aber in dem Vijo wird teilweise ein krankhafte Verbalhurerei betrieben, mit viel Friede, noch mehr Freude und noch viel mehr Eierkuchen und ganz ganz viel Liebe!
Liegt sicher nur daran, weil es sich dabei um führende Babyboomer handelt, die zwischenzeitig als arrivierte Proletenablegern, in entsprechende Positionen gespült wurden, wo sie nun überall hemmungslos irgendwie navigieren dürfen. Ohne sich in irgendeiner Form dauerhaft um moralisch vertretbare Ansprüche kümmern zu müssen.
Jene obskuren Entwicklungsmöglichkeiten wurde den BaBo´s, zu beginnenden Zeiten der Restauration dieser Republik, von der kriegsgeschädigten Silent Generation (Jahrgänge von 1928 bis 1945) angedient. Wobei irgendwann auch noch diese unsägliche und immer noch sinnentleert gehypte, sog. 68er-Bewegung eine prägende Rolle spielte!
Was man vom Ergebnis der eben angesprochenen jahrzehntelangen Entwicklung halten soll, beachte die Entwicklung der Generationen X, Y, Z etc.
Dies setzt aber eine Kleinigkeit voraus, denn ein Verstandesmensch sollte auf jeden Fall in der Lage sein, auf Grund einer allzeit verwendungsfähigen Sozialisation, gewissen Gedankengänge zu aktivieren. Dazu genügt es aber nicht, wenn jemand irgendwann zu der Erkenntnis gelangt, dazu sei er aus vielerlei Gründen nicht in der Lage. Deshalb irgendwann beschließt, seinem Kopf nur dazu optimal zu benutzen, dass es in den Hals nicht hinein regnet…
Schein wohl heutzutage einer der Gründe zu sein, letztlich alles auf KI zusetzen…
Heinz Erhardt brachte es zu seinen Lebzeiten so auf den Punkt: „Jetzt weiß ich endlich auch, wieso sie Köpfe haben! Soll ich’s sagen? Sie brauchen dann das viele Stroh nicht in der Hand zu tragen!“
Vor längerer Zeit brachte es Oscar Wilde bereits auf den Punkt.
Es klingt aber so, als ob er diesen Satz, am letzten Berliner CSD abließ: „Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, dass sie verdummen.“
