Ach so, Birne hat mit diversen Lobhudeleien, jenen Tag als seinen eigenen proklamiert…
Nicht nur meine Wenigkeit fand diesen Akt als eine grenzenlose Sauerei, wurde doch in dem Moment, die mehrtägige Protesttage um den 17. Juni 1953 herum, vollkommen in den Müll getreten. Dabei handelte es sich um einen breitgefächerten beginnenden Aufstand, welche kurzfristig weite Gebiete in der Zone erfasste. Wobei sich, außer dem RIAS BERLIN, die gesamte westliche Regierungsriege total bedeckt hielt.
Nur so, ganz nebenbei, an jenem abendlichen 17. Juno, wurde mein Großvater von Stalinistenpack fast totgeschlagen…
Was damit einherging, dass meine Schwester und ich, erstmalig in einem Heim landeten.
Erwähnenswert fällt mit zum 3. Oktober (Für mich ein gelungener Volkstrauertag), lediglich die Geburt (1925) von Gore Vidal ein, jenem amerikanischen Schriftsteller.
Ab Freitag bereits, durfte man weder Radio noch Glotze irgendwie betätigen. Am witzigsten wurde ewig der Renegat Steinbeißer bemüht, was dessen Rhetorik betraf, schienen auch sämtliche folgende Kommunikatoren, ihre Spickzettel aus der gleichen Schreibstube erhalten haben. Es ging permanent um Freiheit und Demokratie, wenn ich solch ellenlanges Geplapper registriere, frage ich mich immer wieder, wie man beide Begriffe eigentlich definieren soll, meine neuzeitlich und ohne den tiefgründig Einsatz von allseitigen Verblödungsmechanismen der KI!
Bezeichnend fand ich in den letzten Tage auch noch etwas anderes, dazu fiel mir nämlich die teils landläufige Bezeichnung UNDSERER Trikolore. Deren farbliche Gestaltung bereits 1848 auftauchte, allerdings las ich die entsprechende Bezeichnung erst zu meinen Schulzeiten, in Faladas: „Bauern, Bonzen und Bomben“. Glaube dort stand die entsprechende Abstraktion, welche ich damals sehr lustig fand: Schwarz, Rot, Senf!
Witzigerweise benutzte ich jenes dreifarbige Tuch, während meiner ersten Polen-Tour ebenso, auf Ratschlag eines Freundes aus Kraków. Zweieinhalb Jahre stellte ich ewig Anträge für eine solche Reise, dann kam 1970 hinzu. Hatte in dem Jahr meinen Facharbeiter nachgeholt, dafür verlangte das Bolschwistenpack, vornweg die rote Zecke, J. Gebauer, er würde es nur befürworten, mit gepflegtem Bart und entsprechender Haarpracht…
Allerdings kamen dann noch andere Kleinigkeiten hinzu, woran letztlich alles fast scheiterte. Gleich nach der Gesellenprüfung ging´s in die MIFA, weil nun das ABI auf der Abendschule angesagt war, wegen des künftigen Studiums am Berliner Sprachenkonvikt.
Um die Weihnachtszeit ging´s mit Jimi endlich nach Kraków und Zakopane und im Sommer da daruf, ward eine Rundreise angesagt. Dabei half mir im A4-Format Schwarz/Rot/Senf , welches mit Sicherheitsnadeln an meinen Affen gepappt wurde. 
Hinzu kam, dass mir mein gesamtes Outfit noch zusätzlich half, um fast nirgendwo in Polen als Ostschluse aufzufallen…
Hier noch kurz etwas zur farblich Interpretation der Doitschen Flagge.
Seit Sommer 1964 ward mir jene Bezeichnung bekannt, allerdings war es vor jener damaligen Generalamnestie noch möglich, dafür mindestens einen Totensonntag in der Braunkohle zu landen!
Jene Farbstreifen bedeuteten nichts anderes: Ich sehe SCHWARZ, wenn die ROTEN unsere GOLDENEN ZEITEN regieren werden!
Das Emblem darauf bedeutete nichts weiter: Beim ÄHRENLESEN musst Du mächtig ZIRKELN, sonst bekommst Du den HAMMER ins Kreuz!
In neumodisch bundesgermanischen Zeiten kam eine leichte Wandlung hinzu, deshalb heißt es heute: Ich sehe jetzt schon lange KNALLROT, weil die SCHWARZEN auf Deibel komm raus irgendwie unsere GOLDENEN ZEITEN regieren wollen!

Diese Freiheitlich-Demokratischen-Insignien, jene sichtbaren Zeichen, Abzeichen oder Symbole für Macht, Würde, Rang und Amtsgewalt, entsprachen während der Eingemeindung Mitteldetschlands nur sehr, sehr kurzfristig den Tatsachen…
