Nach heftigen Vorwürfen der Abgehobenheit und Vergleichen mit „spätrömischer Dekadenz“ in den sozialen Medien ließ Amthor das privat bezahlte Möbelstück wieder in sein Heimatbundesland Mecklenburg-Vorpommern zurücktransportieren.
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Philipp Amthor (CDU) ließ einen Strandkorb ins Kanzleramt bringen. Für die Szene in der ZDF-Dokumentation erntet er einige Kritik im Netz.
►Wat sin denn det eijentlich für arrivierte Proletenableger, welche die ausgelebte Neigung des gequälten Muttersöhnchen, der endlich mal einen brauchbaren rein menschlichen Zug präsentierte, den ihm niemals jemand irgendwann mal zugetraut hätte, nun das löchrigen Mäntelchen von „Spätrömischer Dekadenz im Endstadium“ überwarfen?
Passt aber vollendet zur weltweiten Verprollung allerorten!
Von ganz oben herab ,bis runter zu den vollkommen ungebildeten zufriedenen Sklaven, welche sich überall als tragende Säulen sämtlicher deformierten Gesellschaftsordnungen präsentieren dürfen…
Hier reicht es mir aber, deshalb geht es hier weiter mit Szenen aus der aktuellen Staffel der ZDF-Dokumentation „Inside CDU“ hat im Internet für Spott gesorgt. Zu sehen ist Philipp Amthor (CDU), wie er einen Strandkorb auf dem Balkon des Kanzleramts aufstellen lässt.
Ein Lieferant rollt das Möbelstück ins Freie, der CDU-Politiker schaut zu: „Ja, das sieht doch super aus.“ Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken ließen nicht lange auf sich warten.
Der 33-Jährige ist seit knapp zwei Monaten Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen und arbeitet damit eine Etage unter Kanzler Friedrich Merz.
„Für den unwahrscheinlichen Fall“ – was Amthor in der Doku sagt
Für Amthor ist der Posten ein „Karrieresprung“, wie er im Film erklärt. Er stehe jetzt in der „ersten Reihe in der Politik“, da dürfe man „kein Drückeberger“ sein.
Dem ZDF-Reporter zeigt er den Strandkorb sichtlich stolz. In der Abenddämmerung könne er von dort sogar den Fuchs beobachten, der sich im Garten des Kanzleramts herumtreibe.
Warum der Strandkorb im Netz für Spott und Häme sorgt
Die Szene stieß auf ein großes Echo in den sozialen Netzwerken. Mehrere Instagram-Nutzer schrieben, sie hätten zunächst an Satire oder an KI-generierte Inhalte gedacht.
Andere warfen Amthor Überheblichkeit vor. Ein Nutzer sprach von „spätrömischer Dekadenz im Endstadium“. Es gab aber auch mildere Töne. „Ach irgendwie ist das lustig mit dem Strandkorb. Ich gönne ihm den Strandkorb“, kommentierte eine Nutzerin.
Wie stark die Szene polarisiert, zeigt eine Zahl: Allein ein Instagram-Beitrag von „ZDF heute“ zu Amthor wurde bis Sonntagabend mehr als 1600 Mal kommentiert.
Staatsminister Philipp Amthor (CDU) hat den Strandkorb für sein Büro im Bundeskanzleramt selbst bezahlt. Das bestätigte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Amthor habe den Strandkorb privat gekauft und Anlieferung sowie Aufbau selbst bezahlt.
Wer ist Philipp Amthor?
Amthor zog 2017 mit nur 24 Jahren in den Bundestag ein. Der CDU trat er schon mit 16 Jahren bei, ebenso der Jungen Union. Er stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Strandkörbe die Ostseestrände säumen.
Bekannt ist Amthor auch als häufiger Talkshowgast und als Influencer mit rund 150.000 Followern bei Instagram. Bis vor Kurzem war er Digital-Staatssekretär. 2020 brachte ihn laut den vorliegenden Angaben eine Lobbyismus-Affäre beinahe zu Fall.
Den Sprung ins Machtzentrum machte Amthor im Windschatten von Friedrich Merz. 2024 rückte er als Mitgliederbeauftragter in den CDU-Bundesvorstand. Danach wurde er parlamentarischer Staatssekretär im neuen Digitalministerium von Karsten Wildberger, ein Jahr später folgte der Posten des Staatsministers im Kanzleramt
Warum es für Amthor in Mecklenburg-Vorpommern schwierig wird.
Trotz des Aufstiegs steht Amthor unter Druck. Er soll den angeschlagenen CDU-Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern wieder aufbauen.
Von April 2024 bis Mai 2025 war Amthor bereits Generalsekretär der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Nach dem Wahldebakel der CDU bei der Landtagswahl am 20. September trat der CDU-Landeschef Daniel Peters zurück. Amthor ist nun der kommissarische Landesvorsitzende
