Traditionen pflegen heißt die Flamme bewahren – nicht die Asche anbeten

Eigentlich wollte ich alle Stichworte der letzten Woche verpacken und auf meinen Blog pinnen. Nun ist mir aber etwas anderes dazwischen gekommen, denn gestern wurde mir von einem Bekannten ein Tütchen Bonbons überreicht mit der Bemerkung: „ Bin mal gespannt, was Du über diese Süßigkeiten ablässt!”
Zu Hause kippte ich den Inhalt auf den Tisch, „Oh, die sehen ja aus wie kleine Edelsteine,” kam von meinem Weibe. Wir stellten beide fest, diese Brösel schmecken ja wie ganz früher und dies bis zum Schluss – nach alter Tradition.
Weiß der Teufel, warum sie „Rockbonbons” heißen, sicher wegen ihres Härtegrades, oder? Ist mir auch total Schnuppe…
Was musste ich aber heute morgen feststellen?
Um ein Leckerli raus zu fischen, war eine zusätzliche Aktion notwendig, da alle aneinander klebten. – Oh Wunder, diese, in Millisekunden erfolgte Handlung beeinträchtigte den anschließenden Genuss in keinster Weise.
Da war mir klar, jemand musste ein sehr altes Rezept ausgebuddelt haben und verzichtete auf bestimmte Zusätze: Wie „Äkschenbiss” – für den Kauer mit den dritten Zähnen, oder „Flipp XM mit der Ultraformel” – damit nichts zusammen pappt, auch wurde auf Kobaltblau verzichtet…
Als nicht allzu „Pisageschädigter” fiel mir während des Studiums des Beipackzettels auf, es handelte sich um ganz simple Bolchen!
Na denne: Good Rock´(bonbo)n All Day and All Night Long.

faktura-berlin

Verlängerte Rücken

Via Lavalampe
Einige Photos von Sitzwangen aus meinem Archiv. Manchmal verstehe ich nicht so ganz, was mir die “Günstler” damit sagen wollen.

FORMENTERA, Espaňa: El viento lo lievó, …und weg ist er...

FORMENTERA, Espaňa: El viento lo lievó, …und weg ist er…

Pista de aterrizaja, Landebahn

Pista de aterrizaja, Landebahn

Diese Untertitelung ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Da sich vorn rechts in dem Arsch keine Steuerbord-Positionsleuchte (grün) befindet, außerdem die Landeklappen nicht ausgefahren wurden, gehe ich von einer gewollten Wasserung der al-Qaida aus.

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Bei dieser Retusche kommen ihre hübschen Sitzwangen viel besser zur Geltung.

Bei dieser Retusche kommen ihre hübschen Sitzwangen viel besser zur Geltung.

 

 

 

 

 

Was Fälschungen von Politphotos angehen:     

 

 

Deutschlandradio Kultur: Die “fünfte Gewalt”

Wegen – In Concert – hatte ich kurz vor 20 Uhr Deutschlandradio angeschaltet und bekam die letzten 10 Minuten der vorhergehenden Sendung noch mit. Allein die wenigen Minuten genügten mir, sie entsprachen fast einer Kotzpille. Es lohnt sich den Text einzuziehen, auch wenn es würgt…

Eine kurze Geschichte des Lobbyismus in Deutschland – Otto Langels

quakende teppichratten

Was diese perversen Auswüchse zur winterlichen Sonnenwendfeier angehen, scheinen die kranken Phantasien von Entwicklern und Herstellern im „Christlichen Abendland” grenzenlos zu sein. Rotchinesisches Proletariat fährt Überstunden, pumpt diese Gülle unaufhörlich zu uns und wir haben immer noch massig Platz für diesen Scheiss, ebenso die Knete für all das überflüssige Zeug…Jahresendbarbar aus Plaste und Elaste

Diese beiden quakenden Teppichratten sind fast um den ganzen Planeten gekarrt worden, bis sie aus den USA bei uns landeten…

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Gestern hing ich im Prenzelgebirge herum, habe mich während eines Adventhappenings köstlich amüsiert und ganz nebenbei mit einen Wässerchen aus russischen Gefilden meine Leber etwas geärgert.
Die Qualität der dargebotenen Choräle kollidierte in keinster Weise mit der Sangesfreude aller Mitstreiter, deren Interpretationen erinnerte mich teilweise etwas an field hollers von bekifften Baumwollflückern…
Wieder mal typisch, selbst kein Ton geträllert, aber rum mosern…
Ich bin ja schon ruhig und streue mir Asche auf meine fleischfarbene Badekappe!
Soll nochmal einer sagen: Die Jugend von heute hängt nur am PC, zieht sich Counter-Strike rein und klopft ´ner alten Omi eins an die Glocke, weil sie Knete für „Rauschgift” brauchen. Nee, nee dort traf ich nur auf sympathisches Jungvolk. Schon merkwürdig, wenn man als die älteste Mumie bei solch einem Treffen auftaucht.
Gott noch mal, ich sang doch in meiner Freizeit kein Weihnachtshits. Habe allerdings an diesen kleinbürgerlichen Kack schöne Kindheitserinnerungen, allerdings nur, wenn die Mutter meine Schwester nicht anwesend war. Was ich schwer vermisste in der gestrigen Situation, den Geruch von Bratäpfeln und knisterndem Tannengrün…
Ich weiß nicht, ob der Scheff damals anwesend war, als wir im Sangerhäuser „Eschental”, dem schwer arbeitenden Proletariat, mit unserer „westlich dekadenten Einstellung” die verdiente Sonntagsruhe deformierten. (So ähnlich drückten es die Genossen aus der Villa aus, als sie mich gleich nach der Arbeit kurz weg fingen, diese Arschgeigen. Hätten sie es morgens getan, wäre sogar für mich Lustgewinn aufgekommen. Nee, erst den Plan erfüllen und anschließend die Freizeit kappen.) Mit einer Klampfe und einem Haufen dort hergestellten „Instrumente” nervten wir stundenlang die sonntäglichen Alkis mit Improvisationen von „Why Don´t We Do It in the Road?”

Von uns war natürlich auch keiner nüchtern, im Gegenteil, zu dieser Zeit schmiss so mancher Zonen-LSD, was nur in Vebindung mit harten Volksdrogen richtig knallte…

Hier einige SchnipselMovie1 Movie2 Movie3 Movie4 Weiterlesen

War das ein lustiges Postengeschiebe

Es hat was für sich, dass die Programme in der elektronischen Laterne so beschissen In der neuen Ausgabe aber witzige Rezepte für das kommende Osterfestsind. Da keiner an den letzten”Piccolino” dachte,Dieses Heftchen ist fast Werbefrei!!! ich auch nur den „Tagesspitzel” im Café las, war kein Fernsehprogramm vorhanden und es musste gezappt werden.
Zur Tagesschau quirlten sie anfangs nur Regierungs- und Oppositionsgülle. Der alte Junge wand sich wie eine scheintote Natter, Änschie hinterließ einen verschlafenen Eindruck während ihrer Plapperei und die andere Seite produzierte eckige Spruchblasen. Weiterlesen

mashed potato

Heute fiel mir wieder ein Haufen Zeug in die Hände und alles wird zusammen geschmissen, wie große und kleine Kartoffeln, die man anschließend zerstampft.

Beginnen werde ich mit etwas aus SO36, mit der KIEZ-Depesche aus dem Jahre 1983, die Macher zelebrierten damals schon Multikulti.

Etwa zur gleichen Zeit bat mich mein Nachbar um eine Karikatur.Er fungierte sporadisch immer noch als Herausgeber, Schreiber, Layouter und Vertreiber der 883. Anarcho-Klaus zögerte ihr schleichendes Ableben lange hinaus. Seine neuerliche Herausforderung nannte man „Birne”, denn Herr Kappes hatte die Macht ergriffen. (Schaut man sich seine politische Stellung in der Regierung mal umgekehrt an – so war er 16 lange Jahre – der drittletzte in diesem Verwaltungsapparat. Erinnere mal einen „Linken” daran!)
Also versuchte ich es nach vielen Jahren des Nichttuns noch einmal. Zu Zonenzeiten waren meine Vorbilder Herluf Bitstrup und Paul Simmel. Natürlich kamen im Westen Anleihen von anderen hinzu, meine Übungen wurden allerdings nicht viel weiter ausgedehnt. Mir ist schleierhaft, wieso gerade dieses Teil übrig blieb. Weiterlesen

1950er Alltag im kapitalsitischen Sumpf

Es soll ja Leute geben die nur deshalb umziehen, damit sie sich endlich von überflüssigem Tand befreien können. Kann ich nicht nachvollziehen, zwar ist auch bei mir einiges über die Wupper gegangen – es betraf eigentlich nur leere Bananenkartons (bisher fast 80 Stück) und zwei halbherzig gefüllte Plastiktüten, kleine natürlich.
Seit Wochen wird neu geordnet, stimmt nicht ganz, denn die laufende Leserei hindert einen doch sehr an der täglichen Planerfüllung.
Heute kam mir nun jener fette Flyer unter die Finger. Dieses informative Teil konnte man sich einfach so mitnehmen.
Ich weiß gar nicht ob die Akademie der Künste, am Hanseatenweg, noch existiert. Leicht möglich, dass die verantwortlichen Kulturflachzangen von Senatens, diese Hütte meist unterbietend verkloppt haben und sich Rudi dort mit einer „Resterampe” etabliert hat, oder der „1 EU”- Dealer verhökert darin sein Zeug, vielleicht wurde es zu einem „LSD-Etablissement” umgewidmet.
Im November 2006 waren wir letztmalig dort, zu einem riesigen Happening. Photoausstellung, Dok-Film über Sibylle Bergemann, Gundula Schulze Eldowy, Lesung mit Angelika Domröse (Die tat uns Leid, da sie richtige Probleme mit Licht und Ton bekam), Meret Becker trat mit Kids auf – unser harter Kern versackte anschließend in einer Weinpinte ganz in der Nähe.
Weiß nicht, ob es sich nur um eine Alterserscheinung handelt, weil mich große Teile des heutigen Kulturüberangebotes nicht mehr interessieren…
Zumindest war ich in diesem Jahr schon im „HdKdW”, sah mir „Ostzeit” an Weiterlesen

Made in GDR – Journalistische Glanzleistungen

Heute pinne ich mal zwei spezielle Ergüsse in meine Seite, von 1964 (“Freiheit”, Sangerhausen) und 1966 (“Ostseezeitung”, Rostock).
Mich erinnert der Stil an verdammt finstere Zeiten, könnte vom „Stürmer” oder „Angriff” abgekupfert sein, für andere sicher eine „journalistische” Glanzleistung.
Gret Grohmann, sollte sie noch existieren, gehört heute sicher zum Bodensatz der Neobolschwisten…

Willi Landgraf und ich schlamperten als erste in diesem Nest mit langen Haaren herum. Nach seiner Knastzeit kam W. mit nichts mehr klar, ließ sich die Loden wachsen und begann gnadenlos mit Saufen. Habe vergessen wann er dadurch hops ging, obwohl ich im letzten Jahr mit meinem Schulfreund Puffi (aus seinem Archiv stammt dieser ekelhafte Gerichtsreport) eine Friedhofstour veranstaltete und wir auch an dem Hinkelstein von unserem Kumpel verharrten. Weiterlesen