10. November 1989, 2 Uhr 20, Theodor-Heuss-Platz, Joes-Bierhaus in Westberlin? Ossibräute die auf ein Kompensationsgeschäft aus waren
Zum ähnlichen Thema – Werbung einer Dame aus Schöneberg
10. November 1989, 2 Uhr 20, Theodor-Heuss-Platz, Joes-Bierhaus in Westberlin? Ossibräute die auf ein Kompensationsgeschäft aus waren
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Im heutigen „Tagesspitzel” gab es mal wieder eine erfrischende Seite.
Wenigstens etwas ohne jene Permanentscheisse, die sich seit Monaten mit dem Mauerfall und der vorangegangenen „friedlichen Revolution” beschäftigt, auch wie toll wir damals alle waren…
Jedenfalls kotzt mich diese Entwicklung und Darstellung der Mauer- und Nachmauerzeit fürchterlich an. Beim Umgang mit der schizophrenen Situation vorher/nachher, nehmen sich Ossis und Wessis absolut nichts. Weiterlesen
Vor 20 Jahren liefen in +berg die Druckerpressen an. Im Untergrund wollte man auf den Ansturm der Ossis gewappnet sein und begann Unmengen an Geld zu produzieren.
Wie damals aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, sollte der sogenannte „Kreuzbergdollar” im gesamten Staatsgebiet der Zone eingeführt werden, zur Stützung der maroden Ostmark.
Via \”Liebes Tagebuch\”
Micha hat in seinem gestrigen Blog eigentlich schon alles abgelassen.
Ich gebe heute einfach nur meinen Kommentar dazu wieder:
Ja, ja der „Trümmerwalzer” – mit ihren Hymnen kamen allerdings beide deutschen Reststaaten nie klar.
Vor meiner Jugendweihe, 1963, wurden wir in der Schule noch getrimmt, Text und Melodie mussten sitzen. Zum abschließenden gemeinsamen Singsang hatten die Genossen auf der Bühne, im Kreiskulturhaus, extra einen großen Schulchor platziert. Weil sowieso die Hälfte der Leute sich weigerten mit zu singen und die Lehrer machten sich heimlich Notizen.
In Wiki las ich, dass die Hymne ab 1970 nicht mehr gesungen wurde.
Die Stare kamen damals mit einer merkwürdigen Begründung, weil sich der Text angeblich überholt hatte, schließlich seien die Ruinen beseitigt worden. Diesen Ukas mussten Kriegsblinde erlassen haben, denn überall in der Zone konnte man noch Trümmerlandschaften begutachten.
Jetzt trat etwas merkwürdiges ein, plötzlich sangen die Leute mit.
Zu meiner Zeit bei der „Arbeiterknüppelgarde” (1967/68 riss ich meinen Wehrdienst bei den Bereitschaftsbullen in Halle ab) wurde aus diesem Anlass ewig der Befehl erteilt, auf keinen Fall die Strophen zu singen. Was zum Leidwesen der Offiziere dazu führte, dass immer wieder Leute recht laut und sehr schräg mit summten.
Bei solchen kollektiven Protestformen erschraken die Verantwortlichen immer gleich – „wegen gewisser Tendenzen, die ewig der Westen steuerte”. Deshalb wurde restriktiv gegen einzelne vorgegangen und von den Staatsanwälten permanent „exemplarische Bestrafungen” gefordert.
In einem anderen Fall reagierten die Genossen anfangs nur hilflos, schließlich machten sich Agitatoren in Betriebe und Schulen auf, schließlich wurde die Maßnahme zurückgenommen.
Es handelte sich um eine Fahrpreiserhöhung der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Ich erinnere mich nicht mehr, entweder sollte das Ticket von 15 auf 20, oder von 20 auf 25 Pfennige verteuert werden.
Plötzlich bezahlte die Masse ganz provokativ den alten Fahrpreis. In diesem Moment kehrte sich die „gesellschaftliche Kontrolle” um, (als Permaschwarzfahrer machten mich schon mal Mitfahrer an, durch die Bank weg, trugen diese Kontolleure eine Existenzmedallie am Revers) Leute wurden angemacht, wenn sie den neuen Fahrpreis in die Zahlboxen steckten…
Seit September weihnachtet es bereits. Letzte Nacht begegnete mir Herr Ruprecht. Er hockte weich und warm an einer Stelle, wo ich ihn nie vermutet hätte. Anschließend sahen wir ihn bei seiner Lieblingsbeschäftigung.
Vor zwei Jahren gab eine alte Dame ihren Löffel ab und der Ableger lud mich zum Plündern ein. An Büchern fand sich nicht besonderes drunter, trotzdem habe ich aus einigen etwas abgelichtet.
Frau Dr. B. türmte 1956 aus Leipzig und beendete an der FU ihr Studium. Nach der Promotion fing sie an sich einzurichten, aus jener Zeit stammt das eine Werk.
Nebenbei, sie plapperte bis zum letzten Tag in ihrem Dialekt aus Connewitz…
“Peppen Sie Ihren Look mit einer stylischen Uhr auf. Die Trends durchstöbern!”
Richtig! Wenn Sie sich über Knete definieren, Ihnen Diplom und Titel nicht genügen, dann peppen Sie das fehlende Selbstbewusstsein mit einem Zeiteisen auf!
Aber bitteschön nicht mit diesem billigen Tand von selbiger Seite! Das käme ja einem Abstieg in hinlänglich bekannte Gefilde gleich – den endlich entronnene alten Zeiten…
Vielleicht wurde aber von mir noch nicht registriert, was der Zeitgeist gerade verlangt und man heute nur mit Uhren im Trend liegt, auf die jeder bunte Kleindealer steht, oder sich Hartzer der Kategorie IV gerade noch leisten können…
Für all jene, die es nie kapieren werden:
Billig gekauft, ist zweimal gekauft!
Oder –
Wer immer billig einkauft, der muss ganz schön reich sein!
Da man Sparen nur von gut betuchten Schichten lernen kann, (Jene haben es seit Kindheitstagen verinnerlicht) wird der Neureiche zu keiner Zeit hinter jene Erkenntnis steigen können, da ihm dieses Programm auf seiner Festplatte fehlt – “Deshalb werden Sie geholfen”, denn “Geiz ist geil” Weiterlesen
Das schöne Wetter lockte zu einer Radtour, die Sonne täuschte aber mächtig, denn war recht frisch. Mit der S-Bahn nach Wannsee, weiter nach Potsdam und von dort mit der Regionalbahn retour – nee.
Mein Weib lockte mit Muttis Auto. Mit der stinkenden Karre zwischen die Titten der Natur, ich glaube man nennt es: an den Busen der Natur, nach Fort Hahneberg. Auf das Angebot fiel ich herein. Kam mir doch der Gedanke, man latscht zwar teilweise an der frischen Luft herum, aber nicht allzu lange und kann sich dabei selbst besteigen, bei dem Gedanken doch etwas für seine Gesundheit getan zu haben.
Gezwungenermaßen wurde es ein längerer Spaziergang in die Randberliner Pampa, südöstlich vom Bollwerk, das heute seinen Winterschlaf begann.
Der Frühling des Winters schien sich zu verabschieden, arschkalter Wind pfiff um die Ohren und diffuses Licht färbte die Landschaft in Jahresendzeitstimmung.
Anfangs nervten unentwegt zwei kläffenden Punzenlecker. Als ob es nicht schon reicht, wenn sie in der Stadt die Gehwege voll scheissen. Diese vierbeinigen Psychos verscheuchten hier auch noch das Wild, so verloren wir ruckartig einen Fasan aus den Augen. Trotz eines großen Bogens, schienen die süßen Herrchen unserer Fährte zu folgen…
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Die erste Biographie die mich als Kind unwahrscheinlich fesselte, stammte aus der Feder des Schreibers von Goethe. Es handelte sich um die Übersetzung der Autobiographie Benvenuto Cellinis, die der Geheimrat seinem Knecht diktierte. Jener italienische Bildhauer war ein ähnlich verrückter Hund, wie der 300 Jahre später in San Francisco geborene John Griffith Chaney.
Unter seinem Pseudonym, Jack London, wurde er weltweit als Schriftsteller, Journalist und Sozialist bekannt.
Vor 70 Jahren gab Irving Stone in „Sailor on Horseback”, einen sehr spannenden Einblick in das Leben dieses ungewöhnlichen Mannes, von den Höhen und Tiefen seines Lebens.
– Wobei ich finde, dass die meisten Verfilmungen von Londons short stories recht gut gelangen, die größerer Werke aber am Thema vorbei schrammten.
Für meine Begriffe richtete Wolfgang Staudte seinen „Seewolf” (Fernsehvierteiler, 1971) zu sehr auf Raimund Harmstorf aus. Fragt man heute jemand nach dem Film, können sich alle nur noch an die Szene mit der zerquetschten Kartoffel erinnern. Dabei lebt das Buch von den gigantischen Dialogen zwischen Kapitän Larsen und dem Anschwemmling van Weyden…
Mal sehen, was die ZDF-Neuverfilmung mit Sebastian Koch zu bieten hat – sicher politische Korrektheit, Gutmenschelei und Bilder aus einem TUI-Katalog…