Archiv für den Monat: Juli 2008

Wo man hinschaut, überall hemmungslose Gierkröten

Allerorten haben sie es endlich geschafft, sind auf ihren Kriechtouren durch die Institutionen oben angelangt. Viele Kleingeister darunter, die vergessen haben, dass sie als Halbwüchsige Kitt aus den Fenstern gefressen haben, was sie seit Jahren erfolgreich kompensieren. In trauter Gemeinschaft mit Paragraphenzecken, die ähnlichen Verhältnissen entstammen, wird alles auf Deubel komm raus, medienträchtig nach dem schnöden Mammon abgeklopft, von Arschgeigen, die mit ihrer Gesinnung Lebensqualität dauerhaft zerstören. Mittlerweile nimmt diese Mentalität krankhafte Züge an, allerdings immer schön politisch korrekt verpackt…
Da wird eine Eisbärennummer zum Millionenpoker (Sicher taucht demnächst auch ein teures Pornovideo für Sodomisten auf, die sich dann einen runterholen können, beim Anblick vom rammelnden Meister Petz.).

Alles nur Peanuts, denn schon dräut am Firmament ein Geschäft ungeahnten Ausmaßes, siehe: KULTURZEIT vom 23.7. – Streit um Panoramafreiheit

Noch was lustiges aus Wilmersburg, wer kein Rüstung hat, der malt sich eine.

© eDe 2008

Brigitte Reimann

Wenn sich Brigitte nicht vor 35 Jahren für immer verabschiedet hätte, könnte sie heute ihren 76sten Geburtstag begehen.

In einigen Kreisen, in denen ich damals verkehrte, war sie zwar bekannt, aber wegen ihrer Euphorie in Richtung Sozialismus nicht wohlgelitten. Ähnlich drauf war eine Wessibraut (seinerzeit in violetter Latzhose und fettigen Haaren), die mir Ende der siebziger „Franziska Linkerhand“ empfahl, und es fast ungelesen zurückbekam.
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Zonennostalgie auf mehreren Seiten

Mehrere Seiten für Leute, welche von unbändiger ZonenNostalgie geplagt werden.
Auf einer befindet sich ein Test, habe ihn fehlerfrei bestanden, obwohl ich zum Schluss, das erste Schlaraffenland der Arbeiter und Bauern gehasst habe. Außerdem bereits seit dem 23. Oktober 1975 durch den Sumpf des absterbenden Kapitalismus wate…
Dazu fielen mir zwei kurze Geschichten ein. Weiterlesen

Berlin, Hurfürstenstraße im Tiergarten

Am Sonntag trudelten zwei Transitschlafgäste bei uns ein, da sie nach ihrer Ankunft etwas spachteln wollten, ging es Richtung Prager Platz, zum Ausklang vom „Fest der Nationen“. Früher, unter Obhut der Britischen Besatzungsschutzmacht gab es noch was her – heute decke ich den Mantel des Schweigens drüber. Uns wurden die Sitzgelegenheiten unter dem Arsch weggezogen. „Punkt 22 Uhr müssen alle hier verschwunden sein, sonst hagelt es Strafgelder vom Amt.“
So bekamen wir noch zwei Stücke von Manfred Maurenbrecher mit, der im „Cafe´ Einstein“ zu einer Lesung aufspielte. Es ist immer wieder eine Freude für uns, dieses Berliner Lyrikfossil an den Tasten zu erleben. Letztens erfuhren wir sogar eine Steigerung, er trat mit Band in einer Lichterfelder Kirche auf.
Anschließend verabredete sich unser Trupp in der Nähe seines Spielortes, zum Mümmeln in einer Kneipe. Sechs Leute, vier Raucher drunter, immer raus zum Qualmen. Wenn man dies nicht im eigenen Rudel tätigt, wird man ewig von Leidensgenossen angequatscht mit so sinnlosem Scheiß, wie es Hundebesitzer drauf haben. Kotzt mich manchmal mächtig an.
Einmal verpasste ich den Anschluss, war etwas länger meinen Hamster melken – dauert im Alter unter Umständen halt etwas länger, setzte mich anschließend zu den beiden verbliebenen Herren. Als die Damen zurückkehrten, fiel mir ein, dass ich ja eigentlich auch rauchen wollte, also raus. Weiterlesen

STADTWERKE-FESTival 2008, Potsdam, 12. July

– in Stichworten
– es fand zum 8. Mal statt
– als Ottos Mucke begann, tauchte ich auf – Texte nicht unbedingt meine Welt – Sound: O.K., Stimmung ausgelassen
– kurzes Heimspiel eines Potsdamer Hardrocktrios – war zu ertragen
– dann fast 90 Minuten Soundcheck, wobei man einen ganz wichtigen, tätowierten Kugelblitz in action beobachten konnte
– Cherno Jobatey überbrückte die Zeit mit verbalen bullshit – manchmal kam ich mir vor wie zu Zonenzeiten – Kindergarten Weiterlesen

MARIO BARTH – „Generation doof“

Interview, 12.07.2008, 07:25 Uhr – auf Info-Radio
„70.000 Leute bezahlen viel Geld dafür, um sich Altherrenwitz-Pointen erzählen zu lassen – was ist da los? Der Comedian Mario Barth tritt im ausverkauften Berliner Olympiastadion auf. Hallen dieser Größe zu füllen, das schaffen sonst vielleicht Madonna oder die Rolling Stones.
Sein neues Programm heißt: „Männer sind primitiv, aber glücklich.“ Was macht den Komiker so erfolgreich – obwohl er eigentlich ziemlich doofe Männer-Frauen-Zoten reißt?
Diese Frage stellt Ute Meyer einer
Expertin für Dummheit, der Kölner Autorin Anne Weiß. Sie hat mit Stefan Bonner zusammen ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Generation Doof!“. (Ob Anne Weiß mal über ihre eigenen Unzulänglichkeiten promoviert?)
Als ich heute dieses Interview vernahm, dacht ich mir so, beide Mädels, U.M. + A.W., sind nicht weit weg von dieser dickbrüstigen Spinatwachtel, mit der das Privatfernsehen Dummheit flächendeckend salonfähig machte. Nun muss man sich davon doch nicht anstecken lassen, ich bekam es damals mit und das war es dann auch. Weiterlesen