Archiv für den Monat: November 2009

quakende teppichratten

Was diese perversen Auswüchse zur winterlichen Sonnenwendfeier angehen, scheinen die kranken Phantasien von Entwicklern und Herstellern im „Christlichen Abendland“ grenzenlos zu sein. Rotchinesisches Proletariat fährt Überstunden, pumpt diese Gülle unaufhörlich zu uns und wir haben immer noch massig Platz für diesen Scheiss, ebenso die Knete für all das überflüssige Zeug…Jahresendbarbar aus Plaste und Elaste

Diese beiden quakenden Teppichratten sind fast um den ganzen Planeten gekarrt worden, bis sie aus den USA bei uns landeten…

.

Gestern hing ich im Prenzelgebirge herum, habe mich während eines Adventhappenings köstlich amüsiert und ganz nebenbei mit einen Wässerchen aus russischen Gefilden meine Leber etwas geärgert.
Die Qualität der dargebotenen Choräle kollidierte in keinster Weise mit der Sangesfreude aller Mitstreiter, deren Interpretationen erinnerte mich teilweise etwas an field hollers von bekifften Baumwollflückern…
Wieder mal typisch, selbst kein Ton geträllert, aber rum mosern…
Ich bin ja schon ruhig und streue mir Asche auf meine fleischfarbene Badekappe!
Soll nochmal einer sagen: Die Jugend von heute hängt nur am PC, zieht sich Counter-Strike rein und klopft ´ner alten Omi eins an die Glocke, weil sie Knete für „Rauschgift“ brauchen. Nee, nee dort traf ich nur auf sympathisches Jungvolk. Schon merkwürdig, wenn man als die älteste Mumie bei solch einem Treffen auftaucht.
Gott noch mal, ich sang doch in meiner Freizeit kein Weihnachtshits. Habe allerdings an diesen kleinbürgerlichen Kack schöne Kindheitserinnerungen, allerdings nur, wenn die Mutter meine Schwester nicht anwesend war. Was ich schwer vermisste in der gestrigen Situation, den Geruch von Bratäpfeln und knisterndem Tannengrün…
Ich weiß nicht, ob der Scheff damals anwesend war, als wir im Sangerhäuser „Eschental“, dem schwer arbeitenden Proletariat, mit unserer „westlich dekadenten Einstellung“ die verdiente Sonntagsruhe deformierten. (So ähnlich drückten es die Genossen aus der Villa aus, als sie mich gleich nach der Arbeit kurz weg fingen, diese Arschgeigen. Hätten sie es morgens getan, wäre sogar für mich Lustgewinn aufgekommen. Nee, erst den Plan erfüllen und anschließend die Freizeit kappen.) Mit einer Klampfe und einem Haufen dort hergestellten „Instrumente“ nervten wir stundenlang die sonntäglichen Alkis mit Improvisationen von „Why Don´t We Do It in the Road?“

Von uns war natürlich auch keiner nüchtern, im Gegenteil, zu dieser Zeit schmiss so mancher Zonen-LSD, was nur in Vebindung mit harten Volksdrogen richtig knallte…

Hier einige SchnipselMovie1 Movie2 Movie3 Movie4 Weiterlesen

War das ein lustiges Postengeschiebe

Es hat was für sich, dass die Programme in der elektronischen Laterne so beschissen In der neuen Ausgabe aber witzige Rezepte für das kommende Osterfestsind. Da keiner an den letzten“Piccolino“ dachte,Dieses Heftchen ist fast Werbefrei!!! ich auch nur den „Tagesspitzel“ im Café las, war kein Fernsehprogramm vorhanden und es musste gezappt werden.
Zur Tagesschau quirlten sie anfangs nur Regierungs- und Oppositionsgülle. Der alte Junge wand sich wie eine scheintote Natter, Änschie hinterließ einen verschlafenen Eindruck während ihrer Plapperei und die andere Seite produzierte eckige Spruchblasen. Weiterlesen

mashed potato

Heute fiel mir wieder ein Haufen Zeug in die Hände und alles wird zusammen geschmissen, wie große und kleine Kartoffeln, die man anschließend zerstampft.

Beginnen werde ich mit etwas aus SO36, mit der KIEZ-Depesche aus dem Jahre 1983, die Macher zelebrierten damals schon Multikulti.

Etwa zur gleichen Zeit bat mich mein Nachbar um eine Karikatur.Er fungierte sporadisch immer noch als Herausgeber, Schreiber, Layouter und Vertreiber der 883. Anarcho-Klaus zögerte ihr schleichendes Ableben lange hinaus. Seine neuerliche Herausforderung nannte man „Birne“, denn Herr Kappes hatte die Macht ergriffen. (Schaut man sich seine politische Stellung in der Regierung mal umgekehrt an – so war er 16 lange Jahre – der drittletzte in diesem Verwaltungsapparat. Erinnere mal einen „Linken“ daran!)
Also versuchte ich es nach vielen Jahren des Nichttuns noch einmal. Zu Zonenzeiten waren meine Vorbilder Herluf Bitstrup und Paul Simmel. Natürlich kamen im Westen Anleihen von anderen hinzu, meine Übungen wurden allerdings nicht viel weiter ausgedehnt. Mir ist schleierhaft, wieso gerade dieses Teil übrig blieb. Weiterlesen

1950er Alltag im kapitalsitischen Sumpf

Es soll ja Leute geben die nur deshalb umziehen, damit sie sich endlich von überflüssigem Tand befreien können. Kann ich nicht nachvollziehen, zwar ist auch bei mir einiges über die Wupper gegangen – es betraf eigentlich nur leere Bananenkartons (bisher fast 80 Stück) und zwei halbherzig gefüllte Plastiktüten, kleine natürlich.
Seit Wochen wird neu geordnet, stimmt nicht ganz, denn die laufende Leserei hindert einen doch sehr an der täglichen Planerfüllung.
Heute kam mir nun jener fette Flyer unter die Finger. Dieses informative Teil konnte man sich einfach so mitnehmen.
Ich weiß gar nicht ob die Akademie der Künste, am Hanseatenweg, noch existiert. Leicht möglich, dass die verantwortlichen Kulturflachzangen von Senatens, diese Hütte meist unterbietend verkloppt haben und sich Rudi dort mit einer „Resterampe“ etabliert hat, oder der „1 EU“- Dealer verhökert darin sein Zeug, vielleicht wurde es zu einem „LSD-Etablissement“ umgewidmet.
Im November 2006 waren wir letztmalig dort, zu einem riesigen Happening. Photoausstellung, Dok-Film über Sibylle Bergemann, Gundula Schulze Eldowy, Lesung mit Angelika Domröse (Die tat uns Leid, da sie richtige Probleme mit Licht und Ton bekam), Meret Becker trat mit Kids auf – unser harter Kern versackte anschließend in einer Weinpinte ganz in der Nähe.
Weiß nicht, ob es sich nur um eine Alterserscheinung handelt, weil mich große Teile des heutigen Kulturüberangebotes nicht mehr interessieren…
Zumindest war ich in diesem Jahr schon im „HdKdW“, sah mir „Ostzeit“ an Weiterlesen

Made in GDR – Journalistische Glanzleistungen

Heute pinne ich mal zwei spezielle Ergüsse in meine Seite, von 1964 („Freiheit“, Sangerhausen) und 1966 („Ostseezeitung“, Rostock).
Mich erinnert der Stil an verdammt finstere Zeiten, könnte vom „Stürmer“ oder „Angriff“ abgekupfert sein, für andere sicher eine „journalistische“ Glanzleistung.
Gret Grohmann, sollte sie noch existieren, gehört heute sicher zum Bodensatz der Neobolschwisten…

Willi und ich liefen als erste in diesem Nest mit langen Haaren herum. Nach seiner Knastzeit kam W. mit nichts mehr klar, ließ sich die Loden wachsen und begann gnadenlos mit Saufen. Habe vergessen wann er dadurch hops ging, obwohl ich im letzten Jahr mit meinem Schulfreund Puffi (aus seinem Archiv stammt dieser ekelhafte Gerichtsreport) eine Friedhofstour veranstaltete und wir auch an dem Hinkelstein von unserem Kumpel verharrten. Weiterlesen

Hoffmann von Fallersleben: Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“

Eigentlich wollte ich heute dem ScheffOberPräsidentenFachBerichterstatter, Herrn DR. Th. Leif, eine richtige Steilvorlage geben, bin aber wieder nicht aus dem Knick gekommen. Die ewige Leserei in vergessenen Fundstücken nimmt viel Zeit in Anspruch…
Heute fand ich nebenbei etwas Tröstendes für den Brandenburger Tor – Genossen Platzeck. Vielleicht ermutigt Mathew jene Tatsache, dass die Heranziehung von Experten mit Stasierfahrungen in seiner Partei schon eine lange Tradition hat. Gegen Blockflöte und Turbo-Wendehals Ibrahim erscheinen die paar Spitzel doch nur als blakende Kerzchen…
Der Schmusekurs mit Genossin Kaiser, hängt bestimmt mit seinem latenten Selbstverständnis als praktizierender Frauenversteher zusammen. Ob aus jener Ecke die Affinität für offen Hintertürchen stammt? Bei solchen Leuten verwunderte es mich schon immer, dass sie nicht chronisch verschnupft sind.
Was ich nicht verstehe, warum hat er Kerstin nicht einen Regierungsposten zugeschanzt. Später wäre es doch 100%ig möglich gewesen etwas zu drehen damit das Mädel abschmiert. So bleibt sie Koalitionsvorsitzende, zieht weiter im Hintergrund die Fäden, was wesentlich gefährlicher ist, als im Rampenlicht zu agieren. Im Untergrund hatte sie sich doch schon zu Zonenzeiten bewährt. Weiterlesen

Deutsch ins Grundgesetz

Beim Durchblättern meiner Ansichtskartensammlung kam mir wieder ein merkwürdiger Vorschlag vom letzten Jahr in den Sinn, da fast alle Beschriftungen der Rückseiten in Kurrentschrift erfolgten.
Nach dem Willen der CDU soll die deutsche Sprache Verfassungsrang bekommen, was eine Änderung des Grundgesetzes voraussetzt. Dem Artikel 22 soll hinzugefügt werden: „Die Sprache in der Bundesrepublik ist Deutsch.“ (Toll, weil diese Erkenntnis für mich ganz neu war.)
Herr Schwesterwelle spang auf diesen fahrenden Zug auch auf – fand ich richtig.
Daraus folgt, dass man endlich Nägel mit richtigen Köpfen herstellen sollte. Mehr noch, die seit vielen Jahrhunderten gebräuchlichen Lettern der römischen Besatzer werden sofort eliminiert, um augenblicklich Gotische Schrift wieder einzuführen. Gleichzeitig muss die Bundesrepublik am internationalen Gerichtshof von Groß-Posemuckel das Copyright auf ihre Sprache sichern.
Angrenzende Staaten, wie Schweiz und Österreich werden zur Zahlung von Lizenzgebühren verdonnert. Was für unsere westlichen Nachbarn bestimmt keine Probleme mit sich bringt, denn dieses Völkchen verweigert schon lange eine erneute Lautverschiebung in ihrem Sprachschatz. Allerdings müsste Landesweit jegliche Hochdeutsche Mundart verboten werden, die lateinische Lettern dürfen sie behalten. Was möglicherweise zu politischen Verwicklungen mit Italien führt, wegen alter Urheberrechte.
Vielleicht setzt in Österreich ein Nostalgieschub etwas in Gang, so als Rückbesinnung auf Türkische Sprache und Lebensart.
In Anbetracht der guten Beziehungen zu Frankreich könnte ich mir vorstellen, in beiden Staaten auf Karolingische Minuskeln zurückzugreifen, die käme formvollendeter rüber.
Vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert innerhalb der Reichsgrenzen vom Oktober 1943 Deutsch wieder als Amtssprache einzuführen. Tonga, Deutschostafrika, Deutschsüdwest sollten dabei nicht vergessen werden.
– Die folgenden Scannereien belegen, wie weit man lange vor CDU/FDP (1921) schon mal war – alles in Deutsch. Ich werde aber keine Übersetzung liefern, da mir bekannt ist, was dort steht.

.

.

.

.

Während der Zeiten am Berlin Kolleg und der Uni galt ich als sehr unsozial, weil wichtige Notizen in Sütterlin erfolgten.
Abschließend eine Geschichte die indirekt auch mit der alten Deutschen Schrift zu tun hat. Weiterlesen

NEUE PHOTOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT


.

.

.

.

.

Schon vor Jahren haben wir unser Tagesspiegel-Abo auf das Wochenende reduziert, eigentlich sollten wir uns ganz von dieser Postille verabschieden. Schon merkwürdig was die Jungs und Mädels darin für erwähnenswert halten, ganz zu schweigen was Kultur angeht.
Auf dem „Weg durch die Institutionen“ scheint eine gewisse Klientel endlich am Ziel angelangt zu sein. Mir fällt es fortwährend auf, wenn es um die selektive Wahrnehmung dieser Leute geht. Immer das ganz Große als Balken vor den Augen und kein Gespür für Kleinigkeiten die das Leben eigentlich ausmachen, besonders wenn es um Kunst und Kultur geht. Weiterlesen