Archiv der Kategorie: ALLGEMEINES

Pille-Palle u.a.

anonymA – eine fraU in berliN

Nach „Pater Meinhof – perplex“, kommt schon wieder so eine merkwürdige Schmonzette (ugs. – abwertend für ein wenig geistreiches oder kitschiges Stück) in die Lichtspielräumlichkeiten: „Anonyma – eine Frau in Berlin“
Zu dem Interview auf Inforadio, von heute morgen, lasse ich nichts groß ab, nur zwei kleine Fragen, wurde der Stoff nur verfilmt, weil es sich um ein „Bestsellertagebuch“ handelte, oder ging es um den Inhalt?
Ein Kassenschlager, etwa aus der unsäglichen Liste, dieses Magazins aus dem hohen Norden? Was heißen kann, dass noch mindestens eine Fortsetzung erscheint. Hoffentlich komm niemand auf die Idee, JK Rowlings und Hans W. Geißendörfer mit heranzuziehen, schließlich alles auch noch in Echtzeit drehen… Weiterlesen

“Spezjalisten” + “Eksperten”

War mit „Salman“ fertig und wollte Nachrichten sehen, es lief aber noch „FAKT“.
Da stellte sich wieder die Frage, soll man kotzen oder lachen? Ich verzichtete auf beides. Allerdings ging es in den Nachrichten ähnlich weiter. Bei vielen Larven in der Flimmerkiste kam mir Francios Villon hoch: „Man schlage ihre sieben Rippen, mit schweren Eisenhämmern ein, im Übrigen möchte ich vergessen und bitte sie mir zu verzeih’n“.

Wie üblich pennte ich bei der ganzen Scheiße ein, wurde aber bei der abschließenden Lachnummer wach. „Das Wetter wird präsentiert, von den Finanzeksperten der Kommerzbank.“ Weiterlesen

David HONEYBOY Edwards

Wegen eines Konzertes ging es am Freitag, den 10., nach Braunschweig. Kurz vor dem Nest: Stau, weil ausgerechnet vor uns Dracula stippen musste. Grund, die Neugier von Gaffern, wegen eines Hubschraubereinsatzes mit viel Blaulicht und Lalülala. Es gab absolut nichts zu sehen, da die Verursacher ihre Wagen sehr unvorteilhaft unten an der Böschung parkten, aber davon offenkundig nichts mehr mitbekamen…
Da Decker auf dem Domfriedhof zwei Gräber ablichten wollte, ging es zuerst in jene Richtung.
Nach dieser Fahrt kam ein Spaziergang grade recht. Wundervolles Wetter, der Herbst offenbarte sein angenehmstes Antlitz, wenig Bäume schon länger farbenfroh herausgeputzt, begannen sich gerade vorsichtig zu entkleiden – Christof Stählin bezeichnet den Herbst ja, als den Frühling des Winters – richtig! Weiterlesen

Farbiges

In den letzten 5, 6 Jahren lasierte Mehltau alle Akazien in unserer Straßen, deshalb hing um diese Zeit das Laub bereits tiefbraun an den Ästen. Endlich mal wieder richtige Herbstlaubstimmung, mehrfach lichtete ich den Baum gegenüber ab. Auf unserem Balkon ging es in diesem Jahr nicht so prickelnd ab, Rosen mit Rost befallen, die Astern mit Mehltau, meine Glockenreben ringsherum ewig von Spinnenmilben, im Spätsommer machten sich Raupen über die Blätter her. Chemie aus dem Bauhaus half den Rosen, die Spinnenmilben gingen hops durch Rapsölwasser und alles erholte sich wieder. Weiterlesen

Dr. hc Hotte Lorenzo Seehofer

Musste überlegen, wann er mir bewusst unterkam.
Schon schwierig geworden in den letzten Jahren, kurz vor der Urne ist es mir Scheißegal geworden, wie diese beliebig austauschbaren Kopien, von links nach rechts und umgekehrt heißen. Auch geht es mir am Arsch vorbei, was phantasie- und visionslose „Experten“ oder „Spezialisten“ als Probierpolitiker darstellen wollen, bei ihren Versuchen uns zu verwalten. Tja, wenn es nur um hundert Meter Dummgucken mit Betroffenheitslarven, oder das Produzieren von Vakuumsprechblasen ginge, gäbe es für mich keine Probleme, da könnte man wirklich mit Ehrendoktortiteln und Bundesverdienstkreuzen ejakulieren. (Ich glaube, da käme man mit der Produktion von diesem Bundesblech hier nicht mehr nach und müsste aus Kostengründen den Auftrag nach Rot-China vergeben.)

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SÜDGELÄNDE – Nachtrag

Mehrere Jahre, ca. 1978-84, war es am ersten Weihnachtstag Brauch, eine Wanderung auf der verwachsenen Bahntrasse zu veranstalten. Meistens begannen wir den Aufstieg an den Yorkbrücken, manchmal bereits am Anhalter Bahnhof. Je nach Lust und Laune ging die Tour bis weit hinter den Priesterweg. Das anschließende Kaffeetrinken, zum Aufwärmen, endete regelmäßig am nächsten Morgen. Zwischendurch betätigte ich mich für mutigen Wessibesuch auch zu anderen Zeiten als Scout, denn es mussten bestimmte, recht unverständliche Verhaltensregeln eingehalten werden. Weiterlesen