Archiv für den Tag: 19. September 2010

Die Zukunft der Anti-Atom-Bewegung >>> Allerdings ist die Zukunft auch nicht mehr das, was sie mal war! Trotzdem, die Zukunft kommt wieder! <<<

Gestern verband ich eine längere Radtour mit peripherem Restklassenkampf, produzierte nebenbei audio-visuellen Müll.
Die Situation vor dem Wallotschen Palaverhaus war nicht so richtig durchschaubar. Eigentlich galt die Wiese davor als No-go-Area, an der westlichen Seiten lagen aber die rot/weißen Begrenzungszäune auf dem Rasen. Außerdem liegt doch dieses Anwesen in der Bannmeile, oder?

Ver(w)irrte Schäfchen
Unter der Ägide von Frau Professor Süssmuth (Mit ihr begann die Ära von Frauen in höchsten Regierungspositionen, die mich ewig an jene Hausfrauen erinnern, die mit einem krankhaften Hang zur Harmonie, erfolglos versuchen ihr Umfeld zu befrieden.) wurde mit riesigem Aufwand der Platz vor dem Reichstag umgestaltet. Der dafür verantwortliche Knecht, ließ nach Bewältigung seiner „schwierigen Aufgabe“ folgendes ab, was in der Berliner Abendschau ungefähr so klang: „…endlich haben wir den „AMÖBOIDEN Charakter dieses Platzes für immer beseitigt…“
Für diese Unverschämtheit hätte dieser Knabe mehr als nur Klassenkeile verdient…
Vorher lebte dieser Platz täglich und das ganze Jahr über. Mit all seinen Konzerten der U- und E-Musik, der Quatschkopf Heller bunste dort seine gigantisches Feuerwerk ab, vielfach gaben sich dort Menschen den unterschiedlichsten sportlichen Betätigungen hin. Nicht zu vergessen jene berühmte Rede von Ernst Reuter 1948 (Der erste OB mit Visionen für diese Stadt, allerdings auch der vorletzte, später folgte nur noch Willi Brandt, den ich politisch ernst nehmen konnte.)
Wie oft machten wir in der Nacht zum 1. Mai durch und pennten nach den DGB Kundgebungen anschließend unsern Rausch dort aus und schwätzten hernach wieder dämliches Zeug, so als Ersatz zum entgangenen Klassenkampf…


Man konnte auch einfach so dort herumliegen und die Wolken beobachten, noch besser kam es stoned und mit den „Floyds“ in den Lauschern und manchmal konnte man dort innerstädtisch auch mäßig Drachen steigen lassen…
– Heute stillos „aufgehübscht“, wenig frequentiert, präsentiert sich diese Koppel nur noch öde…
Mir fällt noch eine politische „Größe“, im Zusammenhang mit dieser, aus Renaissance, Barock und Klassizismus vermanschten Hütte ein – Philipp Jenninger.
Im Kleingartenverband der CDU tätig, weigerte er sich standhaft, dass dieser dahergelaufenen Bulgaren nebst Marokkanischer Gattin seine Laube mit Gewebe bandagierte.
(Christos späteres Happening wurde von mir nie begutachtet)
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