Tagesarchiv: 26. Oktober 2026

Interview – Harald Hauswald: „In der DDR haben sich viele am Händchen durchs Leben führen lassen“

Der Fotograf Harald Hauswald über geschönte Erinnerungen und sein Buch „KaDeO“ mit Bildern vom Kaufhaus des Ostens.
Es ist immer wieder zum KOTZEN, dass man von sämtlichen Postillen ewig mit Reklamegülle zugeschissen wird und wirklich interessante Artikel dabei untergehen. Hatte natürlich vergessen jenes Interview zu Beginn sofort abzulichten…
Gleich zu den 1990ern lernte ich ihn durch Knofo kennen und landete deshalb auch öfters in seinen Ausstellungen.
Harald Hauswalds Rolle und der Bezug zu den 1990ern
Der DDR-Alltag: Hauswalds Beitrag zur „Ostzeit“ bestand vor allem aus seinen berühmten, oft heimlich entstandenen Schwarz-Weiß-Fotografien, die die Tristesse, die versteckte Komik, aber auch die vitale Subkultur (Punks, Kirchgruppen) Ost-Berlins in den 1970er und 1980er Jahren dokumentierten.
Der Übergang in die 1990er: Während die Fotos in „Ostzeit“ schwerpunktmäßig die Zeit vor 1990 abbilden, veränderte sich die Arbeit von Hauswald und seinen Kollegen mit dem Mauerfall radikal. In den 1990er Jahren dokumentierten die Ostkreuz-Fotografen intensiv die rasanten Transformationen, den baulichen Zerfall und den gesellschaftlichen Umbruch im Berlin der Nachwendezeit (wie das besetzte Tacheles oder den Abriss des Palastes der Republik). Weiterlesen →