Der Fotograf Harald Hauswald über geschönte Erinnerungen und sein Buch „KaDeO“ mit Bildern vom Kaufhaus des Ostens.
Es ist immer wieder zum KOTZEN, dass man von sämtlichen Postillen ewig mit Reklamegülle zugeschissen wird und wirklich interessante Artikel dabei untergehen. Hatte natürlich vergessen jenes Interview zu Beginn sofort abzulichten…
Gleich zu den 1990ern lernte ich ihn durch Knofo kennen und landete deshalb auch öfters in seinen Ausstellungen.
Harald Hauswalds Rolle und der Bezug zu den 1990ern
Der DDR-Alltag: Hauswalds Beitrag zur „Ostzeit“ bestand vor allem aus seinen berühmten, oft heimlich entstandenen Schwarz-Weiß-Fotografien, die die Tristesse, die versteckte Komik, aber auch die vitale Subkultur (Punks, Kirchgruppen) Ost-Berlins in den 1970er und 1980er Jahren dokumentierten.
Der Übergang in die 1990er: Während die Fotos in „Ostzeit“ schwerpunktmäßig die Zeit vor 1990 abbilden, veränderte sich die Arbeit von Hauswald und seinen Kollegen mit dem Mauerfall radikal. In den 1990er Jahren dokumentierten die Ostkreuz-Fotografen intensiv die rasanten Transformationen, den baulichen Zerfall und den gesellschaftlichen Umbruch im Berlin der Nachwendezeit (wie das besetzte Tacheles oder den Abriss des Palastes der Republik).
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Mein Interesse für Fotografie weckten meine Großeltern, die Anfang der 1920, während ihrer Bautätigkeit nebst der damaligen finanziellen Schwierigkeiten, anfingen viele Dinge damals bildlich einzufangen. Später kamen, bis Opa (1935) zur Kur in Bad Plötzensee und später im Zuchthaus Brandenburg landete, wurde jedes Jahr ein Fotoalben produziert. Eigentlich waren es Tagebücher, wobei jeder Name der Anwesenden und sämtlichen Gegebenheiten niedergeschrieben wurden, sogar die Hausmusikfeten…
Als ich 1964 aus dem Heimkam, leierte mir der Opa die Konfirmationskamera seiner Tochter aus dem Kreuz, da sie jahrelang nur noch herumlag. Es handelte sich dabei um eine Voigtländer Bessa: 6×9 Faltkamera. Allerdings hatte ich vorher öfters schon mit dem Teil Bilder hergestellt, aus den Ferienlagern oder zu Wandertagen…
Das war auch die Zeit wo ich Schleef(1) und Mischa(2) nervte wegen der Handhabung dieses Teils.
(2) Er wurde später ein renommierter Diplom-Fotograf (Studium an der HGB Leipzig) und leidenschaftlicher Kamerahistoriker. Bekanntheit erlangte er unter anderem durch seine sozialkritischen und zu DDR-Zeiten teils brisanten Bildserien wie „Kirchhofstraße 9“. – Dies ist wieder mächtig übertrieben, denn jene Fotos kannten, zu Zonenzeiten, nur gute Bekannte von ihm…
Mischa eröffnete im August 1989 zusammen mit seiner Frau ein privates „Fotokabinett“ in Leipzig-Mölkau. Nach seinem frühen Tod 1994 wurde die einzigartige Sammlung von seiner Witwe und Mitstreitern weitergeführt und bildet heute das Fundament des Deutschen Fotomuseums im Agra-Park Markkleeberg.
(Sein recht schnelles Ableben war auch ein mächtiger Schlag für mich. Mischa soff nicht, war sportlich und sämtlichen anderen Drogen abholt und ging an Kehlkopfkrebs hops. Während eines kurzen Telefongesprächs bat mich seine Frau noch, mal kurz vorbeizuschauen und ich war zu feige.
Hing vorher nämlich in Leipzig herum, wegen Fotoshooting vom DRITTEN OHR und Wolles Band…)
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(1) Letztens sah ich mir Sandra Prechtels: “Einar Schleef” an – Ich habe kein Deutschland gefunden
Abartig der Streifen! Sie wollte sicher noch auf seiner langen versiegten Pisse immer noch Kahn fahren. Auf der anderen Seite, ging es sicher darum, weil in UNSERER Republik niemand mehr existiert, der momentan ähnliche Ausstrahlung aufweisen könnte, wie dieser verrückte Kerl.
Vermutlich ist der Streifen auch mit KI frisch synchronisiert worden, weil der Typ die ganze Zeit nie stotterte. Nur kurz vor Schluss bekam ich solch eine Szene mit, weil seine Aussagen nicht Lippensynchron waren. Ewig auch der Hinweis zu seinen Tagebüchern, der Mann hat nie solche Niederschriften verzapft, weil er auf eine gigantische Zettelwirtschaft stand! Auch den permanente Hinweis zur Biographie von Mutti finde ich immer wieder merkwürdig, denn wer sein heimatliches Umfeld nicht kannte, konnte „Gertrud“ durchweg nicht abgewinnen! Dabei hätte man wesentlich mehr Dinge einbringen können, die letztlich dafür verantwortlich waren, dass Schleef gezwungenermaßen jene Entwicklung nehmen musste…
– Wie sagte mein Gattin öfteren, Schleef, Decker und du, ihr habt so eine krankhafte Hassliebe auf Sangerhausen, dass ihr davon auch nach eurem Tod nicht davon loskommt!
Noch etwas, es scheint aber auch traditionell angesagte, Leute aus dem Nest identisch nichtssagend darzustellen. Weil sie lediglich als Mittel zum Zweck dienen, Günni (Etwas aus der kalten Heimat) hat gleich nach dem Mauerfall einem Kumpel gegenüber abgelassen, weil er es darauf anlegte, da eine Postille sein Interview so entstellt dargestellt hatte, er den Druck verbieten wollte.
Beim „ Friedensfahrer“ Lothar ist es auch so schräg abgelaufen, da es mit seinem abgedreht Leben möglich gewesen wäre, einen ganz anderen Film abzuliefern.
