Letztmalig etwas von Leonard Cohen

Man muss nicht über den großen Teich schauen, um gegen den aufkommenden Würgreiz der politischen Art anzukämpfen. Muttis Drohung einer vierten Amtszeit genügt da vollkommen. Jene gruslige Beteuerung kann man nur als Steilvorlage für AfD und andere heranwachsende rechten Bewegungen sehen. Da nützten auch ihre Beschwichtigungsnotwahrheiten nichts, wenn sie lautstark dem lahmenden Gaul bundesgermanischer Demokratie neue Hufeisen verspricht und alles ohne ihre obligatorische Fingerfotze!
muttiDie neu besohlte Schindmähre werden letztlich ganz andere Leute vor ihren maroden Karren spannen, um dann schließlich noch tiefer im Sumpf zu landen…

 

 

Da Cohen-Mucken wesentlich beschaulicher sind und oft von der Realität ablenken, hier noch etwas aus dem Netz – ab der 41sten Minute findet man bei For The Workers In Song den ungewöhnlichen Hit: Billy Sunday, dargeboten in einer Musikrichtung, die mir seinerseits unbekannt war…
Der Text von Occupy USA – Democracy (Is Coming) ist zwar nicht besonders prickelnd, allerdings sind etliche dargestellte Forderungen von Demonstranten auf dem Vijo auch auf die hiesige Republik übertragbar!
– UND schon erhalten WIR einen Wink mit dem Zaunpfahl, der uns gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurückholt, damit landete ich wieder beim Anfang dieses Schriebes.

Eine Fliege mit zwei Klappen geschlagen

Eigentlich haben nur zwei Leute etwas von Blases übereifrig aussehenden Angebotes. Bei genauerer Betrachtungsweise wird allerdings andersherum ein Schuh draus, denn der bauernschlaue Mann baut vor! So muss Siechmar im nächsten Jahr keine eventuellen Begehrlichkeiten seines Spezies befürchten, wenn es um den Posten des SPD-Vortänzers geht.
Der bayerische Christsozialist braucht sich nun weiter keinen Kopf machen, denn ein immer schwächer werdendes Sozi-Scheffchen liegt für ihn ja vollkommen im Trend. Hinzu kommt, dass die Nummer EINS in spe, lückenlos in die Reihe der letzten Bundeskomiker einordnet werden kann, außerdem nutzt ein schwach Präsident in erster Linie dem Kapital und den vermeintlich regierenden Machteliterichen&Innen.
Reden kann Steini ja, allerdings muss man die letztlich anstehenden Ergebnisse vollkommen außen vorlassen, dass sein touristischer Aktionismus in der Regel zu recht wenigen brauchbaren Abschlüssen führte, konnte schließlich jeder in den letzten Dekaden registrieren – hat zwar wenig verwertbares zustande bekommen aber in dem Zusammenhang immer nette und scheene Reden dabei geredet und bewegte sich auf dem Parkett immer sehr staatsmännisch. Was man bei den nachfolgenden Genossen bestimmt nicht behaupten kann. Denke dabei an Thomas L. A. Oppermann oder Martin Schulz, die sich bereits die Startlöcher für ihren neuen Job hacken werden. Wobei auf letzteren Komplizen eventuell noch andere Weihen lauern, falls Blase in den kommenden Monaten weiterhin so schläfrig und farblos durch die Gegend schlenzt…
Unisono ballern im ganzen Land die medialen Hofschranzen bereits Ergebenheitssalutschüsse in den grauen Herbsthimmel, peinlich Rohrkrepierer darunter. Dabei wäre die Zeit reif gewesen, jenes vollkommen überflüssige Beschäftigungsverhältnis letztlich zu canceln, niemand bräuchte sich dann noch um witzlosen Parteienproporz und irgendwelches hirnrissiges Quotengeplänkel einen Kopf zumachen, nebenher könnte man dem Schloss Bellevue endlich mal eine vernünftige Dauernutzung angedeihen lassen

Arte – 20:15 – „Rechenschaft“, ein Drama

mit Isabelle Adjani in der Hauptrolle
Carole ist Betriebsärztin in einem Unternehmen, in dem extremer Druck der Leistungssteigerung zur Methode geworden ist. Ein Mitarbeiter am Rande des Nervenzusammenbruchs bittet die Ärztin verzweifelt um Hilfe…
Möglicherweise landet der arte-Streifen doch noch in der Mediathek.
Solange kann man sich ja mit einem ARD-Quotenporno amüsieren und sogar bis in die nächste Woche hinein: Die große Gala der Verleihung des langbeinigen Kurzohrkarnickels Verfügbar bis 25.11.2016
Die 68. Bambi-Verleihung lockte nationale und internationale Stars nach Berlin. Eröffnet wurde der glamouröse Galaabend von Superstar Robbie Williams und wer es mag, der kann sich dabei fast drei Stunden einen runterholen

Seit Montag, den 7. November, geht Leonard Cohen nicht mehr einkaufen

Es ist Herbst, er fordert sein Tribut
…und wiedermal ist es ebendiesem Lufthauch der gnadenlosen Endlichkeit zu verdanken, dass er vom Lebensbaum, jener nach dem letzten Weltkrieg geborenen Generation, ein außergewöhnliches Blatt von seinen nun saftlosen Zweigen riss
Weiß noch, während meiner Zeit bei der Arbeiterknüppelgarde, hörte ich nebenher „Suzanne“ und ward weg. Hinterher dauerte es Tage, bis mir jemand sagen konnte, um wen es sich da handelte.
Später im Westen stand er ganz oben auf meiner To-do-Liste und seine Auftritte waren immer affenscharf!
Hier noch einige Seiten zum Stöbern: Im Kampf um Worte, Liebe, Gott, Christof Graf´s – The Cohenpedia
Bloody Bullshit.
Das Jahr hat noch anderthalb Monate.
Mal sehen, wen es da noch hinrafft, mir geht es momentan auch nicht besonders gut…

Fußnote: Viele seiner Hits gingen bekanntlich als ideale Dosenöffner durch.
Witzig war ein sowjetrussisches Patent von mir, welches darüber hinaus oft zu seiner Mucke lief. Auf den Teller einer alten Plattenmöhre mit 16⅔ min−1 Geschwindigkeit stellte ich drei Teelichter und jener Drehapparat stand dann hinter dem Gefäß eines etwas größeren Papyrusstrauchs. Die beweglichen Schattenspiele an der Zimmerdecke glichen dann Wasserwellen.
Ach so, dazu gehörte auch noch das vorherige Einpicken eines Hörnchens…

US-Wahl 2016: So reagieren deutsche Politiker auf den “Sieg” von Donald Trump

Jedes Land wählt sich den Präsidenten, den es verdient. DIE Amis haben sich dafür Maestro Trump ausgesucht. So funktioniert halt auch in God’s Own Country die Demokratie (?!), was soll daran schlimm sein? Viel gruseliger läuft es doch auch bei UNS nicht ab.
Trumps politresistenter Background entspricht doch dem Zeitgeist. Nun behauptet der Rest der Welt, er hat von Politik eins viel, nämlich keine Ahnung, da befindet er sich doch in bester Gesellschaft.
Bei GMX lauten die unter Schock geplapperten Sprechblasen deutscher Machteliteriche*Innen wie folgt (Aktualisiert am 09. November 2016, 12:49 Uhr): Bla, bla, bla und die Stimme aus dem Off!
Da ist keine Bemerkung drunter, die man etwas höher anzusiedeln könnte, als das zukünftige Trumpsche Politikniveau!
In wenigen Tagen wird es zwangsläufig zu einem extremen Wandel kommen. Wenn nämlich jedwede Leute, die heute noch kopflosen Hühnern gleichen, sich plötzlich artig in einer Reihe wiederfinden werden, weil sie früher oder später alle dem mächtigsten Scheffchen des Universums, aus irgendwelchen Gründen einen blasen wollen…
Schon gut, dass die Amis Hillary nicht gewählt haben, sie besaß ja lediglich den Bonus einer machthungrigen Quotentante…
Komme mal von Donald – der das Ding auch irgendwie schaukeln wird, wenn sie ihm nicht vorher sein Lebenslicht auspusten – zu Ronald!
Was gab es anfangs für weltweites Aufschreien, als Ronny plötzlich an der Macht war. Etwas später, am 12. Juni 1987, durfte er im ehemaligen britischen Sektor den Brandenburger Tor spielen und seine banalste Sprechblase aufsteigen lassen: „Mister Gorbatschev, tear down this wall!“
Mit jenem Satz ging er in die Annalen ein!
Was blieb mir aber von Neutronen-Ronny haften – jetzt, fast dreißig Jahre später?
Eigentlich nich ville!
An besagten Tag erinnere ich mich allerdings noch sehr genau. Wir waren gerade gerade an riesigen Altbaufernstern in der nördlichen Potse zugange und stundenlang dröhnten über uns mehrere Helikopter der Westalliierten.
Ach so, der Legende nach, erhielt Mr. President ewig eine Brieftasche, wenn sich Gattin Nancy mal wieder liften ließ…
(Trump-Wahl: Warum das Beispiel Ronald Reagan Mut machen soll) Senat und Kongress werden den Präsi in spe schon sehr schnell beibringen, dass auch er nur mit Wasser kochen kann.
Dabei haben wir alle doch sehr viel Glück gehabt. Bei den massenhaften Konsensdefiziten vieler US-Amerikaner, hätten die vielleicht sogar Charles Manson auf den Präsidentenschild gehievt

Weshalb diese millionenschwere Schmierenkomödie der beiden selbstverliebten Egozentriker auch noch „demokratischer Wahlkampf“ genannt wird, weiß der Schaitan…

…deshalb ließ ich nach 20 Uhr die Glotze blubbern, hatte den rbb eingestellt.
Immer wieder irgend ein Scheiß aus dem Amiland, von der angeblich spannenden Wahl! Was soll daran eigentlich von Interesse sein? Maskuline Pest oder feminine Cholera, möglicherweise auch umgekehrt. Hoffentlich endet alles nicht in einem fulminanten Feuerwerk, bei dem haufenweise Brösel mit einer großen V-Null umherschwirren…
War mir wieder mal alles zu viel Demokratie.
Weiter ging es auch im III. mit den Staaten, allerdings alles mit nostalgischem Anstrich, dort kam „Die Stimme Amerikas“ – US-Musik in der DDR.
Auch dort wurde teilweise haarig geklittert, dass sich die Balken bogen, nach 25 Minuten reichte mir auch jener dortige Schwachsinn.
Die herausragende Leistung meines Landmannes muss ich noch erwähnen. Auch 27 Jahre nach dem Mauerfall, scheint der ehemalige Schatten von Schorlemmer immer noch auf der Schiene des vermeintlich intellektuellen Trotzossis zu fahren…
Werde morgen mal den Rest noch einziehen – vielleicht! Schon deshalb, da etliche Betrachtungsweisen geradegerückt werden müssten. Eigentlich geht es mir ja auch am Arsch vorbei, wie die Wahl der Amis
Zwei Sachen muss ich noch ablassen.
– Zu Trump und Clinton fällt mir noch ein, ihre Verhaltensmuster müssten doch jeden Bundesgermanen geläufig sein. Ersterer scheint sich so manchen narzisstischen Trick vom kleinen Hannoveraner Sozi abgeschaut zuhaben. Mutter Clinton hat wohl mächtige Anleihen bei der kurzen Hütchentante aus Schleswig-Holstein genommen?
– Wer etwas über die weitgefächerte Musikszene im Amiland erfahren möchte, sollte besser zu Publikationen von Peter J. Kraus greifen, die im gleichen Verlag herausgegeben werden, wie Sachen von C. D.!