…und wieder eine Beichte

Bisher fand ich die Art und Weise der selbstherrlichen und unverschämten Selbstdarstellung des Herrn Höneß immer wieder sehr belustigend.
Aber nun uferte alles in Dimensionen aus – sogar in Richtung eines bestimmten Krankheitsbildes, als sich das Bayern-Scheffchen auch noch auf eine Stufe mit Warren Buffett stellte. (Korrektur! 4.5. – Hatte gestern auf die Schnelle Buffett mit Beatty verwechselt, obwohl dieser kleine Unterschied bestimmt nicht bemerkt wurde – Sorry!)
In der heutigen BZ gab es einige Sätze dazu, welche auf beider Zockerei zielte.
Nachvollziehbar wäre für mich allerdings der Vergleich mit dem Besenkammererotiker gewesen. Letzte Woche stand in der Boulevardpresse eine Notiz, dass UNS-BOBBELE anläßlich eines sportlichen Pokerturniers 30 000 Euronen einstreichen konnte.
Jene Meldung hatte aber absolut keine weitere Aussagekraft!
Schließlich ist es ein winziger Unterschied, ob man aus einem Einsatz von 100 Tacken letztlich 30 000 macht oder 100 000 ins Spiel brachte um letztendlich die genannte Gewinnsumme einstreichen zu können…

Spandau-Schönwalde-Eiskeller und retour

Von der Gartenkolonie am Radelandweg ging es an der Kuhlake, den Oberjägerweg entlang bis zur Schönwalder weiter.
Erinnerung an 1976/77 kamen hoch. Fast an der Grenze, im Jagen 35 + 36, gab es damals Protest gegen den Bau des Kraftwerkes. Als es kälter wurde schiffte es tagelang, dann kam ewig Schneeregen hinzu…
Später war ich noch öfters dort in der Ecke, wegen einer recht gefährlichen Kiesgrube (Hafemeister?) mit glasklarem Wasser, die aber zeitweise heftig bewacht wurde.
Dies blieb übrigVor Schönwalde gab es Nostalgie, halbherzige Erinnerungen an Draht und Mauer sollen wachgehalten werden.
Besser als nüscht!
Eigentlich schade, dass es keine Karte über den dortigen, chaotischen Grenzverlauf gab, denn zwischen Vorland- und Hinterlandmauer existierte mächtig viel „Niemandsland“.
UnbenanntDer Todesstreifen, immer hübsch geharkt, versehen mit Stolper- und Signaldrähten für die eigentliche Jagd, ist auch nach fast einem viertel Jahrhundert der „HeiminsReichführung“ Ostdeutschlands, immer noch schweinisch durch Herbizide belastet…
Heimwärts ging es einige Kilometer unter der Einflugschneise des ewigen Tegeler „Fluchhafens“ in Richtung Altstadt. Im Minutentakt huschten über uns die Passagierbomber in ihr Nest und überall gibt es noch Wohnraum, sogar im Dachgeschoß – Provisionsfrei!
Unbenannt

“Tulipan” im Britzer Garten

Gestrige Impressionen vom ehemaligen „BuGa-Gelände“
UnbenanntDurch die länger angehaltende Kälteperiode und die momentanen klimatischen Verhältnisse, erblühte in dem Jahr alles später und die Blütenpracht hält sich auch länger…
PS. Am Kalenderplatz gibt es fantastisches Eis und im „Tulipan-Bistro“ leckere Fischbrötchen!

Sowjetische Lösungen

Patente aus Zeiten der ruhmreichen Sowjetunion zeichnen neben den frappierenden Möglichkeiten ihrer Ausführungen noch etwas anderes aus, die optimale Funktionsfähigkeit, lange Lebensdauer ihrer Konstruktionen und ihre Zeitlosigkeit.
Dabei ist alles ganz einfach, denn es gibt nichts beständigeres als das Provisorium!
Was haben wir zu Zonenzeiten ewig über den “großen” Bruder gelästert, da entwickelten sie Microchips von der Größe eines Kühlschrankes, trotzdem: Keine Butter, keine Sahne, aber auf dem Mond die rote Fahne!
Nun gehört diese Ära lange der Vergangenheit an…
Bringe hier mal einige Beispiele die auf meinem Mist gewachsen sind, gelernt ist halt gelernt. Schließlich waren wir Ostler gezwungenermaßen in der Lage aus Scheiße Bonbons herzustellen. (Gleich noch ein Hit der etwas mit einem Berg zu tun hat!)
Meine ehemaligen Landsleute, die ich irgendwann mal drüben lassen konnte, gaben sich außerordentliche Mühe und perfektionierten die ganze Angelegenheit noch bis zum „friedlich erkämpften“ Untergang ihres Schlaraffenlandes der Arbeiter und Bauern…
UnbenanntBringe zum Schluss noch etwas, wobei es sich keineswegs um Sowjetpatente handelt, da sie noch nicht mal annähernd der eigentlichen Funktion entsprechen. Dabei ist der praktische Wert eines Daches bereits in der Steinzeit erkannt worden und Kulturvölker sind sogar in der Lage, z. B. Palmenlaub entsprechend zu verarbeiten, dass es darunter trocken bleibt.
Gut, wenn man es positiv sieht, wird uns der Rest unserer Erdenscheibe sogar beneiden, weil man auf dem „Fernbahnhof“ Südkreuz seine Wartezeiten sinnvoll mit der Betrachtung von Spiegelungen auf den Bahnsteigen verkürzen kann. Leider ist dieses Spielchen nur nach Regenschauern möglich…
Ähnliches kann man auf bestimmten Arealen des „Hauptbahnhofes“ vom hundeverschissenen Bundeshauptdorfes auch bestaunen!
Dazu fiel mir mittags etwas ein, als ich diese bescheuerte „Berlinwerbung“ sah, leider fuhr die Bahn bereits an und deshalb gelang dieses Bildchen nicht. (Was nehmen heutige Designer überhaupt für Drogen, um auf solche Ideen zu kommen?)

Meine Version dafür könnte wie folgt lauten:
sei Hundescheiße
sei Regenspiegelung auf Fernbahnhöfen
sei Berlin

Ein ganz frommer Wunsch ist der Stiefvater des Gedankens

Gestern wollte ich mir eigentlich in der Pinte nur Glimmer ziehen, aber Herr Sven saß dort im Weg herum. Daraus entstanden unvorhersehbare Verkettungen im Zusammenhang mit flüssigen Volksdrogen und alles zog sich dann über viele Stunden hin…
Auf die Schnelle ergab ein Bier das andere Hopfengesöff, wobei ich schon lange kein flüssiges Brot mehr mag. Nach zufällig  wechselseitig anstehenden Offerierungen von mehreren „Wässerchen“, war schließlich alles zu spät.
Mein begonnener Schrieb wurde infolgedessen abgehakt…
Lange nach der Geisterstunde endlich daheim, fielen mir Brösel der genossenen Nichtigkeiten eines Nachrichten-Plapperkanals vom vergangenen Frühabendprogramm wieder ein – die beginnende Langeweile vom augenblicklichen Parteitag der Chlorophyllmarxisten, natürlich kamen Frollein Claudia und Bonusmeilen-Cem kurz ins Bild.
Beide echauffieren sich wie immer mit einer unmöglichen Körpersprache. Özdemir scheint sich so einige Tricks von Louis Trenker abgeschaut zuhaben. Der alte Bergkraxler fuchtelte auch ewig mit beiden Armen umher, aber immer mit wachem Blick. Was man dem halben Obergrünen nicht nachsagen kann, der hat sein Gesicht permanent zur Faust geballt und gestikuliert gekrampft nur linksseitig…
War das ein Geherze und Gekuschel als der runde SPD-Vortänzer vom Mikro rollte und dann noch die unisono gegabelten Versprechungen!
Ihre hochgezogenen Mundwinkel nebst dem ewigen Zähnchen zeigen, interpretierte ich als momentanen Zweckoptimismus für sämtliche anwesenden Plebse und denen in der Ferne…
Wie letztlich die Realität ausschaut ist doch hinreichend bekannt, wenn die Waschzettel im September nicht für eine Koalition genügen. Mit wehenden Fahnen wird ein Grüppchen jener Mehrheitsbeschaffer den Schwarzen dann in deren Arsch kriechen – Tendenz grün.
Nicht für umsonst existiert seit fast hundert Jahren die folgende Erkenntnis: Wer verrät uns seit eh und je? – die S P D!
In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Spruch durch ganz bestimmte Verhaltensmuster hinsichtlich des Berliner Vorläufers von Grün, bereits nach sehr kurzer Zeit komplettiert:Doch wer verrät uns schneller?  – der ALler!

Wissensportal, Suchmaschine & Community

schimpft sich der Untertitel von „Helles-Koepfchen.de“.
Wer Lust verspürt und dem lieben Gott viel Zeit stehlen möchte, besonders wenn er, sie, es irgendwo stumpfsinnig den Tag bei vollkommen entfremdeter Arbeit totschlagen muss, der kann ja dazu mal dieser Heimatseite heranziehen. Jenes sonderbare Teil erfährt sogar Förderung durch bundesrepublikanische Institutionen, darunter:Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien nebst Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Bereits während des Überfliegens von so manchem Artikel daraus, könnten einem mitunter die Haare zu Berge stehen…
(Sämtlichen Göttern und Propheten dieser Erdenscheibe sei Dank, mir kann so etwas nicht widerfahren, da mein Kopfschmuck lediglich aus einer fleischfarbenen Badekappe besteht.)
Im Gegensatz zu diesem Werk, entpuppt sich WIKIPEDIA als ein hoch intellektuelles Sammelsurium von Informationen! Obwohl auch dort massenhaft Fragen beantwortet werden, auf deren Fragestellungen eine mittelmäßig mit Lexikonwissen vollgestopfte Persönlichkeit auch in Rauschphase III (Hang zur allgemeinen Verbrüderung) am Stammtisch nie kommen würde

Häppie Börsdej, allerdings erst nächsten Dienstag!

Zeit meines Lebens hat mich dieses Stehaufmännchen begleitet, nun wird er am 30. April bereits 80!
Wenn Willie so weitermacht, wird er „Jopi(e)“ Heesters noch weit überrunden, na dann leg mal los!!
Die Mutter meiner Schwester nannte diese Musik immer westlich/dekadent und es hagelte drakonische Strafen, wenn sie mich mal wieder dabei erwischte. Später im Westen, nannten Linxwixer sie reaktionär…
Beide Meinungen gingen mir schlicht am Arsch vorbei.
In der heutigen Tonart gab es eben seine neueste Scheibe dazu, nix weltbewegendes, aber ein Querschnitt von fast vergessener Kompositionen, teilweise recht irritierend dargeboten, wie man es vom großen her Schefff kennt. Allerdings hatte er sich in vergangenen Tagen, fürs Kapital auch ganz schräg prostituiert, davon zeugen zwei Songs in deutscher Sprache…
Ihm verzeihe ich es, zumal er bekanntlich das andere Amerika präsentiert, was man von seinem Spezi ebenso behaupten kann, der zwischendurch auch zu Wort kam! Leider ging sein: „Get Your Biscuits In The Oven And Your Buns In The Bed“ nicht über den Sender.
Meine Lieblingsschnulze mit dem alten Knochen und Shania Twain fand ich auch noch: „Blue eyes crying in the rain“, zwar ist die die nicht von der GEMA abgeschossen worden, aber zum Schluss quatscht irgend so ein Schwein Werbung drauf…

Richie Havens geht nicht mehr einkaufen – Goodbye old Ben!

Zwei kurze Geschichten zum Verblichenen.
Für mich war auf dem Dreieralbum vom Woodstock-Festival der Mitschnitt von Richie Havens eins der schönsten Stücke.
1970 wurden mir diese Scheiben auf Grund von vielen Verwicklungen als Geschenk offeriert.
Am 23. Dezember waren Jimi und ich für einige Tage bei einem Freund in Kraków eingerastet, wir wollten anschließend Silvester in Zakopane feiern.
Der Aufenthalt bei unserem Landlord stand unter einem schlechten Stern, dies lag an seiner recht merkwürdigen Freundin, jung, sehr hübsch und bereits mittags immer schon leicht dröhnig. Bei ihr handelte es sich um eine reiche Passamerikanerin mit polnischen Wurzeln, kurz vorher war das Mädel aus Dänemark eingereist, besser gesagt, von dort ausgewiesen worden. Kurz in der Christiania eingerastet, hatte sie gleich einen PKW gekauft und war öfters recht bezecht hopp genommen worden. Die Kopenhagener Behörden stellten schließlich ein Ultimatum, entweder die Karre verkaufen und niemals mehr dort fahren oder ab nach Polen…
Heilig Abend stand von Madame die Einladung zum Weihnachtsbeißen in einem Nobelhotel an, wobei fast alles in die Hose ging, da sie kurz vor dem Aufbruch darauf bestand, die wenigen Meter mit ihrer Karre zufahren – sie aber schon wieder recht angesoffen. Die Streiterei erreichte während der kurzen Fahrt den Höhepunkt, irgendwann schaut ich von hinten auf den Tacho, wir waren zu diesem Zeitpunkt schon mehrfach mit quietschenden Reifen um die Tuchhallen gerast und raunte zu Jimi, „eh, die Tusse spinnt vollends! Die hat auf gerader Strecke fast 80 Sachen drauf!“ Mein Kumpel schaute nach vorn und schrie entsetzt, „Alter – das sind Meilen! Das sind Meilen!!!“
Dann ging alles ganz schnell, weil plötzlich die Miliz an uns klemmte, der Beifahrer zog nach der letzten Kurve vorsichtig die Handbremse bis zum Anschlag und kamen am Ziel zum Stehen, schräg vor uns hielten die Gendarmen.
Was wir dann sahen verblüffte uns reichlich. Die Frau zog den Zündschlüssel, stieg aus kramte aus ihrer Handtasche ein Bündel zerknüllte Scheine, fischte mehrere Zehndollarnoten heraus, torkelte mehrere Schritte auf die Uniformierten zu, drückte jedem einen Schein in die Hand und schwankenden Schrittes ging es in Richtung eines livrierten Knechtes vor dem Hotel. Dem Herrn rief sie etwas zu, schmiss ihm in hohem Bogen die Schlüssel entgegen, der fing sie gekonnt auf, der erhielt im Vorbeigehen auch seinen Sawbuck und parkte den Wagen korrekt.
Mann, unserer Auftritt in Richtung Speisesaal war mir doch recht unangenehm.
Erstmalig in solch nobler Hütte. Ewig wuselten irgendwelche Knechte herum und alles glotzte amüsiert. Das hing etwas mit dem Outfit zusammen. Wir beide in hellgelben Fransenstiefeln, nach einer Skitze von mir hergestellt, dazu in den bunten geknüpften Jacken. Jimi mit einer tief violetten Ballonmütze (die ich ihm nach seinen Anweisungen genäht hatte) und mein Haupt zierte eine weiße Pelzmütze aus tibetanischen Bergziegenfell, deren Ausmaße den Afrolook von Angela Davis um vieles übertraf. Die Jeans an den Schenkeln kunstvoll, vielfarbig in sehr kleinkarierten Schachbrettmustern gestopft, am Hals hing Gebamsel aus Lederschnüren mit Strass, teilweise fein geflochten und auf meiner 50er-Jahre GST-Jacke prangte der hebräische Schriftzug: „Shalom“.
Von den anwesenden Gästen wäre bestimmt niemand auf die Idee gekommen, dass wir aus dem mustergültigem sowjetischen Appendix westlich der Oder-Neiße-Friedensgrenze stammten.
Nebenher die permanenten Streitereien unserer Gastgeber, mal lauter, mal leiser. Die verfügten aber über Narrenfreiheit, denn alle Bediensteten in dem Schuppen schienen mit ihrer Art vertraut…
Werde jetzt alles etwas abkürzen Weiterlesen